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eine dieser Beränderungen zu veranstalten, fest tin Vermogen voraus, dem das ganze Weltall gehorchen muß; geht fast alles, was wir in der leblosen Natur geschehen sehen, über alle unsre Maare und Zahlen, über alle unsre Vor. Atellungen und Kräfte hinaus; follen wir da nicht wiederfallen und anbeten; sollen wir dem, der dieß alles gemacht hat und erhålt, night mit Freuden die Ehre geben; follen wirs nicht für die Heiligste Pricht und für das religste Geschäft halten, ihn zu ahnen, zu erforschen, zu erblichen in allen feinen Werken, und feine uns ermeßliche Grðsse zu fühlen? Ja, M. Br., wir erheben uns in eben dem Grade' über die Sinnlosigkeit der Thiere, über die Gleichgültige keit thierischer Menschen, über die Unbedachta fam feit des Leichtsinns, über die Versunkenheit der Verwilderung, über die traurige Kålte des Unglaubens, in 'weldem wir das Walten Gota tes in der Natur zu einem Gegenstand unfrer Bes trachtungen machen; in welchem wir dem alls machtigen Geiste, der hier alles wirkt und er. hält, mit einer tiefen, die ganje Seele durch dringenden Ehrfurdt guldigent.

Dodo dieses Walten Gottes ist zweytens. eine an unabåndërlide Gereze fich bin. dende Wirksamfeit. Geregelt, an Bes dingungen geknüpft, allgemein geltenden Vors Tohriften unterworfen, ist alles, was wir in der Körperwelt wahrnehmen, M. 3., und je tiefer wir mit unseen Forschungen in dieselbe eindrin geri, deftor anschaulicher werden und diese Docs fdriften, desto allgemeiner erscheint uns ihr Eins fluß, defto entscheidender ihre Herrschaft. brechen Quellen fervor und vecíchivinden wieder; fo fúlér fich Strome ind versiegen; so wechseln Tag und Nacht, Sommet und Winter; fo hale ten die Gestirne igren Lauf und bemegen fic in ihren Bahnen; fo erfolgen alle Veränderungen im Himmel und auf Erdenį és sind dieselbett Gerebe, nach welchen der Staub fich-régt, und ganze Welten fich drehen. Und wie wichtig ist es, daß das Walten Gottes in der leblosen Nas tur an ftrenge Geréké fich bindet! Der Grund der Ordnung und Schönheits die wir überall in derselben gewähë werden, sind diese Gefeße; auf ihnen beruht alles, was wir Kunst und Wissens foåft nennent; durch fie kommt Regëlmássigkeit und Sicherheit in alle Verrichtungen des täglie open Šebeno; und unfré Fortdauer, unser Wohto fetñ; das Gelingen unsrer Geschäfte, die Erfülfung ünster Hoffnungen hångt größtentheils vott ihnen ab, und ist die Folge jfreč unwandelbarent Hereschäft

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: Zwar die Sõrift erzählt auch Fällen woo Gott Ausnahmen von den Gefeßen der Mas tur machte, wo er Wunder geschehen ließ: fie pennet ihn daher gåuffig d'en Gott, der Wüns berthüt; sie weiß die unendliche Macht Got. teb, ben dec fein Ding ünmåglid ift; sie weiß fein freyes, unumsdrånftes Wirfen, das der ganzen Natur gebietet, nicht treffens der zu beschreiben, als durch die Beinerkung

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felbft:

felbst, die ewigen Gefeße der Körperwelt regent ihm unterworfen, es ftebe bey ifm, fle gelten zu lassen und aufzuheben. Aber wie fobårfe fie eg" zugleich ein, in der Regel, und wenn 88 hößere Abfidten nicht ausdrücklido fordern, binde er fidi unabånderlid an dieselben; ihm felbft fenen fie Heilig und unverleklido; er habe ihnen eine Gültigkeit und Kraft bengelegt, gee gen die nichts im Himmel und auf Erden erwas vermoge." So lange die Erde steht, lågt fie ihn selber sagen, foll nidot auf boren.a a mén und Erndte, Frost und Hiße, Sommer und Winter, Tag und na dt. Herr, dein Wort bleibet ewige li di ruft der - Didhter an einem andern Orte, so weit der Himmel ist, deine Wahrs brit vågret für und für.. Du haft die Erde gegründet, und sie bleibet Reben, es bleibt tåglid nad deinem Worte, denn es muß dir alles dienen.

Können wir es wahrnehmen, M: Br. ; dieses Walten Gottes in der leblosen Natur; können wir bemerken, wie unumsdrånkt er die Gereke der Körperwelt herrsden läßt; 'können pịr den ftrengen, fürchterlichen Ernst beobach, ten, mit weldem er fie aufredt erhålt und fúzt, womit er Verderben und Untergang über Jeden verhångt, der fich dagegen empórt : ogne 18" zu fühlen, was auch uns obliegt, wela den Gehorsam, welde. Unterwerfung auch wir ihm souldig find? Es sieht bey dir, du fannst die Gesetze der Kórperwelt, du fannst den Willen Gottes überhaupt kennen lernen oder vernachlässigen, ebren oder veradren, befolgen oder übertreten; Gort Har diş Vernunft und einen freyen Willen gegeben, und alles deiner eigneu Entsdeidung überlassen. Aber tannst du deine Vernunft mehr verläugnen, als wenn du von den Gefeßen, die alles um dich geri be. Herrsden, nado denen Himmel und Erde fich richten, die Gott der ganzen Natur vorgeschries ben fat, nicht einmal Kenntniß nimmst, als wenn du fie nicht einmal deiner Aufmerksam. keit würdigst? Kannst du dich mehr entegren und deine Freybeit : sdhåndlicher mißbrauchen, als wenn du dich wider Gereke empörest, denen felbft die leblore Natur gehorcht, die der Grund alles Zusammenhangs und aller Ordnung, aller Schönheit und Vodkommenheit find, die Gott nicht gegeben haben würde, wenn sie nicht un.

entbehrlich wären? Kannst du unbesonnener handeln, und dich gewisser ing Vrrberben stürzen, als wenn du Vorschriften übertritft, an deren Beobachtung alles Seyn und Leben, alles Fortis dauern und Wirken, alles Geniessen und Wohla befinden geknüpft ist? Handle nur unvorsichtig und sorglos, feke did nur unbesonnen jeder Ges fahr aus, überlaß dich nur deinen Süsten und Leis denschaften, bestürme nur deine Gesundheit durch Anstrengungen aller Art, ' zerrútte nur deinen Körper durch wilde Wuosoweiffungen: wie foredlich wirst du für deinen Ungehorsam büffen

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müssen, wie graufam wird die gemißhandelte Matur fica råden, mit welcher fürchterlichen Strenge wird sie ihre Rechte behaupten, unddich mit Verderben und Untergang bestrafen! Sind es ftrenge, unerbittliche Gesebean welche sich das Walten Gottes in der leblosen Natur bindet: kann dann uns étwas andere übrig bleis ben, als daß aud wir uns unterwerfen? Wie schicklich ist es, in Uebereinstimmung mit der ganzen Natur 34 reyn und die allgemeine Oros nung der Dinge nicht zu fiøren! Wie vernünft sig ist es, Gefeße zu billigen, die das Werf der höften Vernunft sind, und mit ihrer Vortref [ichkeit immer vertrauter zu werden! Wie wúrs dig und nöthig ist es, sich diesen Gereken frey, willig zu unterwerfen, und sie aus Gehorsam ge. gen ihren Urheber zu ehren! Wie beilsam ist, es endlich, wie widtig für unser eignes Wohl und für das Wohl des Ganzen, einen Gehorsam zu leisten, der mit unausbleiblichen Vortheilen vers knúpft ist, der keine andre Folge haben kann, als Segen und Heil

Denn fürchtet nicht, daß es eufem horsam gegen die Dronung Gottes in der Na. fur je an Belohnung, fehlen werde, da das Walten Gottes.in derselben auch eine im Grorren wie im Kleinen side bare Wirksamkeit ift.. Nicht umsonst zeigt der Dichter in unserm Tert auf einzelne Quellen und auf reissende Stróme, auf genau begrånzre fånder und auf den unermeßlicen' Sternen,

himmel,

Ges.

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