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und ermuntert fie uns zur edelmüthigsten Brus der liebe. Gleichgültig gegen den Beyfall Got. tes, gegen ein günstiges Schicksal in der zu. künftigen Welt, gegen Auszeichnungen und Bes lognungen in der Ewigkeit, fann dodo Keiner fenn, der mit Besonnenheit handelt; ihr würdet euch selbst entehren, würdet euca als Thoren darstellen, die sich nicht einmal auf ihren Vortheil verstehen, wenn ihr unbefúmmert um euer fünftiges koos senn, wenn ihr nicht dar. auf denken wolltet, euch ein glückliches Suicks sal vorzubereiten. Aber ihr irret euch, wenn ihr auf einem andern Wege zu den Belohnuns gen der Ewigkeit gelangen zu fónnen boffer, als auf dem Weg einer großmuthigen aufe opfernden Liebe. Den Herrn hat sie auf den Thron Gottes geführt. Weil er geforsam worden war bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuße: Darum fat ihn Gott era bóht; darum hat er ihm einen Namen gegeben; der über alle Namen ift; darum beugen sich vor ihm aller des rér Kniee, die im Himmel, auf Erden, und unter der Erden sind; darum ben kennen alle Zungen, daß Jesus Chris ft us der Herr ren jur Ehre Gottes des Vaters. Hier glänzt fie euch also ents gegen die einzige fidhre, die einzige wahre Bahn zur Herrlichkeit; nur auf ißr fónnet ihr ewig dauernde Belohnungen finden. Gesået musset ihr haben, M. Br., wenn isr einst årndten

wollet.

wollet. Gutes müsset ißr gewirkt haben, wenn
euch Gates widerfahren roll. Alls brauchbare
woğlthårige Kräfte müsset ihr euch im Reiðe
Gottes bewährt haben, wenn es möglich seyn
foll, euch mehr anzuvertrauen. Fåñig, willig,
unablåffig geschäftig můsset ißr geworden renn,
zu helfen, wo geholfen werden kann, und alles
um euch ber zu regnen, wenn iŷr dahin gelan.
ge'n wolet, wo der Tod nidt mehr reyn
wird, nodo Seid, nodo Gerdrey, node
Somerfen. Eurem Herrn, eurem Herrn
müsset iør åbnlid geworden seyn durd Wohls
wollen und Liebe, wenn er eud beym Absdied
von der Erde soll eingehen lassen zu seiner Freude.
Gott ist die Liebe; und wer in der
Liebe bleibet, der bleiber in Gott,
und Gott in ihm; Amen.

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XIII.
A me r ft e n Buß t age.

Text: Apostelgesch. IV. 0. 12.

Ein Sewirre zaħdofer, zum Theil hódoit felta samer und unaufhörlich mit einander ftreiten. der Bestrebungen ist das Thun und Treiben der Menschen, M. 3.; das fåde in die Augen, To bald man es aufmerksamer betrachtet. Alles um uns fer ist in immerwährender Bewegung; Jeder hat Absichten, die er erreichen, und ein Ziel, zu welchem er gelangen wil; selbft der, Unthårigfte und Trågste nåþrt gewisse Wünsche, und ist nicht ohne alle Regsamkeit; die Meio ften übrigen aber, mit welcher Anstrenguirg, mit welchein Eifer, mit welcher Hiße verfolgen fie ihren Zwed, und was bieten sie nicht alles auf, ihre Plane durchzuseken! Worauf sie im Algerneinen berechnet sind, diese Plane, nach welchen Vortgeilen und Gütern man zu ftces ben pflegt, ist bekannt. Allerdings giebt es Menschen von hohem Geift und Sinn, deren Ziel nicht in der sichtbaren Welt, sondern im Unfidtbaren und linendlichen liegt; die nichrs Geringeres fuden, als Wahrheit und Weisheit,

als

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als Tugend und Vollkommenheit, als das Wohls gefallen Gottes und die Gemeinschaft mit ihm, als das Glück, beym Absdied von der Erde in beßre Verbindungen übergeben, und

und neue grånzenlose Fortschritte machen zu fónnen. Aber es ist offenbar, auf dieser Bagn erblicfen wir immer nur Wenige; bey den Meisten liegt es ganz in der Nähe und fåde sogleid in die Siane,. das Ziel, nach weldem fie streben; es ift Genuß und Vergnügen, es ist Reichthur und Ueberfluß, es ist Ehre und Macht, was fie suchen; sie machen kein Geheimniß daraus, daß fie feinen andern Endjwrof haben, als von den Gütern der Erde so viel an sich zu reifo fen, als sie habhaft werden fónnen; und das

lich einander betrachten; die Verschlagenheit, mit der fie fich einander überlisten; der Kampf, in welchen fie fich mit einander verwickeln; die Ungerechtig. feit und Bosheit endlid, mit der fie fich ein, ander unterdrucken; daher jener Wectstreit, jenes feindselige Ringen, das sich von den Thros nen der Erde bis in die niedrigsten Hurren verbreitet, und alles in immerwährender An, strengung erhält.

Welchen Antheil wir selbst an diesem Kampfe nehmen, worauf unsre eignen Bestre. bungen gerichtet sind, was wir für unfre Person wollen und suchen, darüber sollen wir uns heute Rede und Antwort geben, M. Gr.; es ist der Hauptzwed und die Bestimmung

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diefes feierlichen Tages, uns zu dieser wichtigen Untersuchung nicht bloß zu veranlassen, sondern uns gleichsam zu derselben zu nöthigen. Und welche Wohlthat erzeigt uns das Vaterland durch diesen Beilsamen Zwang! Wege uns, wenn wir über den Zwed unsers Thuns und Treibens noch nie vernünftig nachgedacht fa. ben, wenn wir das elende Spielwerf unsrer Neigungen und Lüfte, oder einer fremden uns mißbrauchenden Gewalt find. Was kann ents ehrender reyn, als dieser Mangel an Uebers legung und eignem Willen, und fónnen fich solde Bestrebungen anders endigen, als mit unserm Werderben? Wege uns, wenn es ein unwürdiges oder gar unrechtmässiges Ziel ist, das wir uns vorgesezt haben, wenn wir nichts Wichtigers kennen, als die Güter und Freus den der Erde; wenn wir kein Mittel scheuen, uns dessen zu bemachtigen, wonad unser lústers nes Herz schmadtet. Wie wenig werden wir erreichen können, was wir suden; wie wenig werden wir uns befriedige fühlen, wenn wirs erreichen; und mit welchem Entseken werden wir am Rande des Grabes gewahr werden, daß wir umsonst gelebt und unsre Anstrenguns gen verschwendet haben. Wehe uns endlich, wenn wir bey unsern Absichten und Beftres bungen feine Rüdsicht auf die Berdoaffenheit und die Gefahren der Zeit nehmen; wenn wir noch gar nicht überlegt haben, ob wir durch die wunderbaren und verwirrenden Erscheinune

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