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murhlos maden sollen. Baltet ihr euch an Jejum, mit weldem Hochgefühl schwingt fick dann euer Geift über alles Irdische empor; wie mádrig empfindet er seine Bestimmung für ein ewiges Reich Gottes; in welder Gemeinschaft stebet ér dann schon hier mit diesem hóbera Reide und welde Erquicfungen empfängt er aus demselben! Sucher ifr euer Heil bey Siju, fo fehlt euch ber den Uebeln der Zeit fein wahrer Trost, feine wahre Erleichterung, die fich der gewöhnliche Mensợ verschaffen kann: aber wie ohne Vergleichung mehr habt ifr dann, als dieser hat, aus welchen Quellen der Be. rubigung fônget ihr schöpfen, zu welden dien fem fein Zugang offen stebt; welde Erquicfun. gen werden euch in der Gemeinsaft eures Herrn zu Theil werden, von denen Andre nicht einmal eine gaung haben!

Ben der jerforenden Gewalt der Zeit enolio, ben dem Fürchterlichsten, was fie hat, fónnet ifr- obnehin nirgends me be Hoffnung und Erhaltung finden, als .Ben Jesu. Daß fie uns selbst zerstört, daß wir uns mit jedem Augenblic unserm Ende nåbern, das füblen wir, das fönnen wir uns nicht verbergen, wenn wir auch wollten. Sam. melt alles, wa8 euch eure Vernunft an die Hand giebt: fødstens mildern werdet ihr das durch die Schrecken des Todes, werdet ihn mit etwas metr Fassung ertragen lernen. 2ber was ist diese Fassung gegen den Glauben, gee

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gen die Ueberzeugung, gegen die Freudigkeit dessen, der fidh an Jesum gålt! Christus hat dem Tode die Madt genom men, und Leben und Unsterblich keit ans lidt gebradot durch sein Evangelium; Erleichterung des Todes, Erhaltung im Tode, Verfekung in beßre Verbindungen, selbst eine Umschaffung und Veredlung seines Körpers für höhere Welten erwartet also der, der sein Heil bey Jesu fudt; er kann mit dem Apostel rus fen: Sterben ist mein Gewinn.

Un dem Untergang aller menschlichen Anstalten, aller Verfassungen und Reiche arbeitet, die zero störende Macht der Zeit; und iħr gabt es ges sehen und fehet es noch, wie sie zusammensturs gen, wie fie zerfallen, wenn die Zeit ihr Werf an ihnen vollendet hat. Wehe euch, wenn ihr euch ben diesem Anblicke mit nichts Anderm beruhigen könnet, als daß dieß nun einmal das 2008 aler menschlichen Dinge Tey; was kann mehr niederschlagen, als dieses immers wågrende Entstehen und Vergeßen? Suchet ihr euer Heil being Jesu, so erscheint euch alles in einem andern Licht; so kennet ihr ein Reich Gottes auf Erden, das nie pergeht; das ben dem Wechsel und Untergang mensdlicher Reiche sogar gewinnt; das fich immer weiter verbreis ten und endlido den ganzen Erdkreis umfassen fol. Selbst das Beste, was unser Geschlecht fat, selbst die Anstalten der Belehrung PKP Bildung, selbst die Spåke der Weisheit und

Kunft,' Kunst, felbft religiøse Verfassungen und kirch, liche Gemeinschaften verschont die zerstörende Macht der Zeit nicht; und wie oft gewinnt es den Unschein, alles foower Errungene wolle fie unserm Geschlechte wieder rauben und es in

Finsterniß und Verwilderung zurücfftürzen. Auch dieser Anblick wird eud nicht erschüttern, wenn ißr euer Heil bey Jesu fudbet. D eine Flamme des lichts, die nie wieder verloschen, ein Mit. tel der Bildung, das nie wieder verloren gehen, eine alles belebende, alles erneuernde Kraft, die durch nichts unterdrückt werden kann, hat er unserm Geschlechte durch sein Evangelium ges (denft; mag fich alles Andre umgestalten, mag den Fortschritten unsers Geschlechts nod so viel drohen: so lang es das Evangelium Jesu in feinem Schoose frågt, kann og nie wieder ver. wildern. Und find nicht noch überdieß die Zügel der Weltregierung in den Händen dessen, der das lidt der Welt ift; fift er nicht jur Rechten Gottes; trågt er nicht alle Dinge mit seinem fråftigen Wort; ift er nicht der almádotige Besdhúßer alles wahren Guten; und muß er nicht herrschen, bis alle feine Feinde unter seinen Fú ren liegen, und die gute Sache gesiegt hat ?

Und so ist es denn offenbar, ist in jeder Hinsicht entsdieden: es ist in feinem uns der Heil, auch kein andrer Name den Mensden gegeben, darinnen wir

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294 Dreyzehnte Predigt, am ersten Bußtage. follen relig werden. Nicht umsonst habe id eudo dieß auch an dem heutigen Tage ro laut, fo ausführlich bezeugt, M. Br. go modre unrouldig fenn, an aller Blut. Daber babe i do eu do aud Beute nid is verhalten, daß id eud nicht vertún. digt fåtte allen Rath Gottes. Und wolltet ißt ihm folgen, diesem Rathe Goties, wolltet ihr von nun an euer ganzes Heil da suchen, wo es allein zu finden ift: wie glúd, lido würde dann audo das ganze Vaterland werden, wie würde fiche seiner Bürger freuen können, wie würde es fich wieder erholen von den Uebeln und Stürmen der Zeit, weld ein Wohnsiß wahrer Weisheit und Tugend, welche ein heiliger Tempel Gottes wurde es bleiben. Fasse dode Feder den Entschluß, zu welchem sein Gewissen ihn auffordert! Eilé dodo Jeder, das glüdliche Eigenthum dessen zu werden, der selig in a cen kann immer dar alle, die dur dignju Gott fommen. D'u aber, dem der Vater Madt gegeden hat über alles Fleifd, daß du das ewige Leben gebeft allen, die dir der Vater berdieden fat, Bilf deinem Volt und regne dein Erbtheil, weide und er bo be sie ewiglico; Amen.

XIV. Um

XIV. em Sonntage låtare

Sept: i Petr. II. $. 21 - 24.

Die

ie Gnade unsers Herrn, Jefu Chrifti, fegy mit euch allen; Amen.

Seitdem die Welt steht, M. 3., ift tein Leiden undersdouldeter gewesen, als das Leiden unsers Herrn. Zwar ist die Menge derer, weldoen von jeger Unredot gerdbeben ist, die man ohne Ursache gedrüde und verfolgt far, die wohl garam Leben gestraft worden find, ohne fica grober Werbrechen schuldig gemacht zu faben, nicht zu zählen; bald war es un wissenheit und Rohheit, was fide an unsouldi. gen Menschen vergriff; bald Eifersucr und Meid, bald Grausamkeit und Bosheit; und wie viele Opfer þat der blinde Eifer gefolachtet, wie foredlich hat er oft gerade die edelften Menschen in der Mennung getödtet, er thue Gott einen Dienft Daran! Jadeffen was ren dod alle, denen auf diese Art Unredt gee fdan, im Ganzen genommen Sünder; teie mer war fren yon manderley Vergebungen;

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