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fer Endzwedł; nichts war ihm ju theuer, das er nicht für uns hingegeben, nichts ju rower und zu schrecklich, das er nicht für uns er. duldet fåtte. Und wir selten es nicht billig finden, daß uns der Apostel zuruft:. lapset uns nun zu ihm hinausgében aurrer dem Lager und seine So machtragen? Müssen wirs nicht fühlen, wie unendlid wir ihm verpflichtet find, da er sein Leben für uns gelassen und uns dadurch dem Verderben ent. rissen hat? Wie wollen wir aber dieser Ver. pflichtung, gemås handeln? Wodurch wollen, woduro fónnen wir uns dankbar beweisen? Ein ändrer Dant ist gar nicht möglich, M. Br.; als daß wir es redlich mit ißm Halten; als daß wir die gute Sache, für die er alles aufgeopfert hat, zu unsrer eignen machen; als daß wir sein Schicksal muthig theilen und seine Somad tra. gen. Das erwartet er auch. Der Junger, pflegte er zu sagen, lift nide über reinen Meister, noch der Knedt úber seinen Herrn; haben sie den Hausvater Beelo zebub geheiffen, wie viel mehr werden fie seine Hausgenossen also beiffen; wer nicht sein Kreuß auf sich nimmt, fezt er hinzu, und folget mir na do, der ift mein nicht werth. Unerlåßlich für wahre Júnger Chrifti, unerläßlich für treue. Knedote ihres Hertn, ist die Pflicht, aus Dankbarkeit und Liebe sein Schicksal zu theilen und Teine Soomad zu tragen.

Zumal da wir dabey nid te verlieren, sondern gewinnen. Denn ist euch um wahre Ehre zu thun: fónnet igr fie erlangen, wenn ihr euch' den Thorheiten und laftern der Mensden gleichstellet; "můsset ißr fie nicht viel. mehr gerade in dem suden, was von der gros fen Menge geschmåht wird? Ist euch

, um wah. ren Vortheil zu thun, werdet ihr euch auf den felben verstehen, wenn ihr die Gunft der Men. fden der Gnade Gottes, wenn ihr die. Güter des Körpers den Gütern der Seele, wenn ihr die flüchtigen Freuden der Erde den Freuden des Himmels vorzieher ? - Ift euch um Ruhe der Seele und um wahre Zufriedenheit zu thun: werdet ihr euch dieselbe jemals verschaffen fån. nen, wenn ihr durch feige Nadogiebigkeit gegen die Tfor beiten und {after der Zeit euer Gewissen verleßet, wenn igr euch alle die Vorwürfe, alle die Verlegenheiten zuziehet, die ein pflichtwidris ges Verhalten nothwendig zur Folge hat? Ift euch um Freudigkeit im Tode und um ein glüd. liches Sdid fal' in der Ewigkeit zu thun: werdet ihr euch nicht um Bendes bringen, wenn ihr durch Theilnehmung an dem Unglauben und den Lastern der Menschen, die größten Verschuldun. gen auf euch ladet und euch fünftiger Belohnun. gen unwürdig machet? Wer mich befen net por den Menschen, dieß ist der Aussprud deffen, der uns einst richten und unser Schicffal auf ewig Patroeiden wird, wer mid beten ner vor den Menschen, den will id

betens

bekennen vor meinem' tim!iso en V a, ter; wer mich aber verläugnet vor den Menschen, den will ido aud verlå ugnen

. der Verlust auf der einen Seite, M. Br., und welcher Gewinn auf der andern! Weigert ihr. euch, die Somach Christi zu tragen, fo habt ihr da, wo nach der Walrheit gerichtet und ener Schicksal auf ewig bestimmt wird, nichts zu Hof ' fen, aber alles zu fürdyren; denn Trúbral und Ang ft über alle Seelen der Men, schen, die da Boses thun. Traget ihr sie dagegen willig; so geniessee ihr schon hier die Ach. tung und liebe aller Vernünftigen; so ergreiffer ifr die Parthen der edelsten und ehrwürdigsten Menschen; so verwendet ihr euch für die wich, tigften und Heiligften Angelegenheiten unsers Ses sdhlechts; so habt ißr, wenn ihr die Erde vers Jaffen follet, nichts zu fårdten, aber wohl alles za hoffen; so fónnet ihr darauf rechnen, Er, den ihr bekannt habt, dem ihr gefolgt fend, der fen Schmach euch getroffen þat, wird eud befennen'vor seinem Vater, und euch der Herrlichkeit theilhaftig machen, die ihm der Va. ter gegeben gat; denn Preis und EQ r.e und unvergånglides Weren denen, die mit Geduld in guten Werken trady ten nach dem ewigen Leben.

Aber freilich, fod fie diese Folge ber uns Şaben, die Schmad Chrifti, so müssen wir fie aud auf die redre Art zu tragen wis.

( jen, ren. Saffet mich also über das Benehmen, welches magre Christen daben zu beobachten fa. ben, nodo das Nöthige benfügen.

Wabre Christen tragen nehmlich die Somach Chrifti ohne allen unverståndigen und z udringliden Eifer. Man kann aud kier, wie überall, zu viel thun, M. 3.; fann gleichsam darnac. ringen, der Welt låderlich und verådetlich zu werden; fann fich mit einer Ünvorsichtigkeit, mit einem Geråusch zu Chrifto bekennen, das nothwendig Aufsehen erregen und bald den Sport, : bald den Unwillen Andrer reißen muß. Saget nigt, daß ihr die Schamado Chrifti traget, wenn ihr euch auf diese Art Ver. achtung zugezogen fabt; die Strafe eurer Thors heit trift. euch dann, und die Welt. Bat nicht ganz unredt, wenn sie eurer spottet. Traget ihr euern Glauben zur Sdau; bekenner igr ihn auch da, wo ein foldes Befenntniß nicht hingebört; strebet ihr gefliessentlich darnado, durch denselben aufzufallen: ro geschieht euch redt, wenn man euch bald mit Ungefiúm, bald mit Sport zurúcweiset; und der guten Sade dies ner ihr so nidt, ihr fadet derselben. Traget ihr eure Tugend zur Sdau; unterscheidet ihr euch von denen, die ihr für ungebessert Haltet, wo ihr nur fónnet;, suchet ihr den Untersdied zwischen euern Sitten und den Sitten Andrer so beleidigend, als möglich zu machen:.ro ge. schießt eudo recht, wenn man euch. Befremden und Verachtung zu erkennen giebt; und der

wahren

wahren Tugend núßet ihr so nicht, ihr macher fie verhaßt. Traget ihr eure Entsagungen zur Sdau; lasset ihr es recht in die Augen fallen, welche Strenge ihr gegen euch selbst bes weiset und mit weldbem finstern Ernst ihr selbst unsduldige und erlaubte Freuden verdammer: so gefdieht eudo recht, wenn man euch tadele und euch einer thórichten Uebertreibung besdul. digt; und die dristliche Frömmigkeit gewinnt so nichts, ihr bringet fie vielmehr in ein übles

Gefdrey. Traget iħr endlich eure Hoffnunte gen zur Sdau; wollet iỹr euch dadurch aus. jeidhnen, daß ihr erwartet, was Andern un. glaublich vorkommt; verwandelt ißr diese Ers wartungen wohl gar in fühne Vorhersagungen: geschieht eud dann nicht recht, wenn man eud für schwärmerisabe Träumer erklärt, oder wohl gar gefährlicher Absichten befohuldigt? Sen Dodo Jeder auf seiner Hut, der sich dajú drångt, um Christi willen Somach zu leiden. So hat der Herr selbft nie gehandelt; Niemand war freger von allem gesuchten Wesen, von allem übertriebenen Eifer, als Er; mit dem größten Redte fonnte er sagen: lernet von mir, denn id bin fanftmú thig und von Her. jen demú thig; er suchte die Schmad nicht; er trug fie bloß, wenn fie nicht zu vermeiden war; ihr entfernet eud von seinem Muster und dem Muster aller seiner åchten Befenner, wenn iħr euch mit unvorsichtigem Eifer dazu drånget, um seinetwillen verachtet zu werden.

Uber

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