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er Gott des Friedens, der von den Todten ausgeführt hat den grossen Hirten der Schaafe durch das Blut des ewigen Teftamentes un. fers Herrn, Jesum, der mache eud fertig in alem guten Wert zu thun feinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gefädig ist durdo Jesum Chrift; welchem fey Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit; Amen.

Uns dem Adråglichen zu entreissen, M.3., unserm Geifte Sammlung und eine höhere Ridhtung zu geben, Gedanken und Gefühle in uns zu weden, die sich über das Gewöhnliche und Gemeine erheben, um es furz zu sagen, die edelsten Kräfte unsers Wesens in eine Thås tigkeit zu reken, in welcher sie sich freyer und ungehinderter åussern können, als ronft: dieß ift der Zweck und die Bestimmung aller der Tage, welche die Religion auszeichnet und zu Festtagen heiligt. Mögen mir uns doch in Verhältniss sen befinden, in welchen wir wollen: daß deres

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alltägliche Gang der Dinge, daß die gewohne liche Folge unsrer Verrichtungen und Geschäfte etwas Erschlaffendes, und Geifttódtendes fat; daß wir uns im Geråusde des Lebens und ben den Zerftreuungen und Plagen desselben unsers innern Menschen, seiner Vorzüge und Bedürf. nisse, viel zu wenig bewußt werden können; daß das Gefühl von dem Höbern und Gdtt lichen, weldes in , unserm Wesen verborgen liegt, immer, sowåder wird, und zulezt in Beo såubung versinkt, wenn es nicht geflissentlich angeregt wird, wenn wir nicht Gelegenheit fino den und Veranlassung erhalten, uns ruhig zu sammeln und auf uns selbst zu merken: dieß lehrt die Erfahrung zu starf, als daß es bes zweifelt werden könnte. Diesem traurigen Ber. finfen im Alltåglichen und Gemeinen, dieser Bes tåubung aller edlern Gefühle, kann die Relie gion nicht besser vorbeugen, als wenn fie die Menge gewöhnlicher Tage von Zeit zu Zeit durch einen ungewöhnlichen und ausgezeichneten unterbricht; als wenn sie gewissen Tagen eine Stille, Würde und Feierlichkeit giebt, die allge. mein empfunden werden kann. An folden Tas gen reißt man fich gern vom Gewöhnlichent los und nimmt eine höhere Richtung, und wird man sich der Gründe, warum fie gefeiert wers den, nur einigermassen bewußt: fo fann es nicht fehlen, es bilden fich Gedanken, es regen fich Empfindungen, R8 entstehen Bewegungen des Gemüthes, die man gewöhnlich nicht hat;

man

man fühlt fich gleichsam unwillkürlich ergriffen und emporgehoben.

Die Tage, welche wir heute zu feiern an. fangen, M. Br. , übertreffen in dieser Hinsicht, durch ifre grosse, auf Geist und Herz wirkende Kraft, ganz unstreitig alle, welche die Religion sonst zu Feften geweiht hat; fie regen, unser Innces so mådhtig an, daß wir widerstehen, daß wir uns wehren müssen, wenn uns ihr Einfluß nicht fühlbar werden soll.

Was ans dern Festen der Religion eigen ist, das haben fie alles; sie sind eben so ausgezeichnet und abe gesondert von gewöhnliden Tagen, als die übris gen Feste; werden mit ebenderselben Ordnung und Stille gefeiert; find mit ebendenselben Ans ftalten und Uebungen verknüpft; geben ebendica selben Veranlassungen zum Nachdenken und zu frommer Geiftessammlung. Aber wie unter. fdheiden fie sich durd ihren Gegenstand; welche Vorzüge vor den übrigen Festen erhalten fie durch die wundervolle, in ihrer Art einzige Beo gebenheit, an die fie erinnern! Sinnlos mußte man seyn, fein menschliches Gefühl müßte man haben, wenn man auf einen Schauplan geführt, wo die Gerechtigkeit Gottes die unterdrückte Unschuld verherrliche, wo das irdisobe Daleya gleichsam vor unsern Augen in Unsterblichkeit übergeht, wo das Sichtbare und Unfichtbare, die Zeit und die Ewigkeit sich in einander ver. lieren, wo sich die Soreden des Todes in Freuden des Himmels verwandeln, wo die

größten größten Råthsel unsrer Vernunft geldfet, und die wichtigsten Fragen über unser fünftiges Schicksal beantwortet sind, wenn man auf eis nen rolden Sdauplaß geführt, 'nicht aufmerfi fam werden, fich nicht machtig ergriffen, fich nicht zu Gesinnungen und Vorsåken begeistert fühlen sollte, die, vernünftiger, der Ewigkeit geweiheter Wesen würdig find. Die wahren Christen aller Zeiten Baben daher kein Feft mit großrer Rührung und Erhebung gefeiert, als das Fest der Auferstehung Jesu: da riefen fie mit dem Apostel: Der Tod ist verso l une gen in den Sieg; Tod, wo i fi dein Stadel, þólle, wo ist dein Sies; Gott sey Danf, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jeo fum Ckriftum.

lasset uns ergreiffen, M. Br., was uns hier dargeboten wird, lasset uns die Vortheile benußen, welche dieses Feft uns gewähren kann. Werfinken wir im tåglichen Leben so leicht in träge. Fühllosigkeit; wird das Bewußtseyn uns serer geistigen Vorzüge und unsrer groffen Bes stimmung so oft in uns unterdrückt: To wollen wir uns dem Einfluffe diefer festlichen Tage um fo williger öffnen, wollen dafür sorgen, daß fide die Kraft der Auferstehung Jesu lauch an unserm Herzen beweise. Und dieß wird geschen hen, M. Br. Dage einer fråftigen Ermuntes rung werden diese Tage für uns werden, wenn wir über den Einfluß weiter nach

den

denken, wel doen die Auferstehung. geru auf das Höhene und Gottlide in uns å usrert. Es fålt bey dem ersten Blick in die Augen, nidot nur angeregt und zum Bewußtseyn“ gebracht,' ronto dern auch geftårkt und in Thátigkeit gerezt wird alles, was wir Hóteres und Göttliches' haben, durch die Auferstehung Jesu. Aber da Beides auf eine vielfache Weise ges fchieht: so müssen wir auch jeden Haupspunft in besondre Erwägung ziehen; und daher wols ten wir dem ersten die gegenwärtige Stunde, dem andern hingegen unter dem Beyftande Gottes diejenige widmen, welde wir morgen hier miteinander zubringen werden.

Daß wir dir nicht fremde find, Auferstandner bons figen, mit der du Tod und Grab besiegt und dido emporgeschwungen haft zum Throne Gottes, das möchten wir jezt fühlen, in dieser Uebers zeugung möchten wir uns befestigen. Belebe du lie felbft in uns, und verherrlide die Macht, die dir der Vater gegeben hat, aud heute an unserm Herzen. Wir flehen um diese Gnade in stiller Andador.

Tert: 1 Sor. XV. 1.1-8. go brauche euch den Ernst, mit welchem fich der Apostel in den vorgelesenen Worten über die Wichtigkeit der Auferstehung Jesu, und über die Mothwendigkeit des Glaubens an die

felbe

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