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feinem Tope gelehrt.

Für den, der rein Blut vergiesse zur Vergebung der Súnde; der gefommen sey, der Welt das Leben ju geben; den der Vater gesandt habe, damit alle, die an in glauben, nicht verloren werden, son. dern das ewige leben Haber; dem er daher Macht gegeben habe über alles Fleiro, für einen solchen Retter und Herrn hatte fich Jesus ausdrücklich und ben jeder Ge. legenheit erklärt;, er hatte sich daben auf die Schrift beruffen, die ihni angefúndigt habe; es war fogar die Urface seiner Verurtheilung zum Tode geworden, daß er auf dieser Erflärung bestand, daß er, dabey blieb, er ren der Sohn Gottes und der Heiland der Welt. Durch seine Rúdtebr ins Leben find alle diese Behaups. tungen und Ansprüde gerechtfertigt und auf ewig beståtigt. Denn ware" er nicht gewesen, wofür er sich ausgab; þåtte er fica felbft gea såuscht, oder andere. tåuschen wollen: nimmet. mehr håtte fich Gott für ihn erflåren, nimmer, mehr gåtte er ihm das Leben durch ein Wunder wiedergeben, nimmermehr hatte er ihn auf eine Art verherrlichen können, wie vor ißm und nach ihm fein Menfd verherrlicht worden ist. Der poftel hat also redt, wenn er an einem andern Dite sagt: Cbriftu s rey fråfrig tid era wieren ein Sogn Gottes fint der Zeit er auf er standen ren von den Todten; er gat recht, wenn er hinzufezt, dazu jen

ÉBristus gestorben und auferstanden und wieder lebendig worden, daß er ú ber gode und lebendig'e Herr ren.. Hat dieß. alles seine Richtigkeit, fo fteht es uns nicht frey, ob wir - uns mit dem Auferstandnen in einem gewissen Verhältniß denken wollen. Entschieden ist es vielmehr nun, in der unsicht. baren Welt befindet fich der große Retter und Hert, an welchen alle Mensden von Gott ges wiesen sind; an den fich Jeder wenden muß. dem um sein Heilzu thun ift; der uns, wir mogen es erkennen und glauben wollen, oder nidt, einst riţten und unser Schicksalents scheiden wird. Aber fühlet ikr nicht, wie uns dieß aufwårts richtet; daß fie uns hier ein Verhältniß enthüllt, das über alles Sichtbare hinausgeht; daß wir verpflichtet sind, ben der Anordnung unsers Verhaltens, ben allem, was wir unternetmen und ausführen, auf den Wila len und das Urtheil eines Gebieters und Herrn Ruclidt zu nehmen, der in der unsichtbaren Welt und in Höhern Verbindungen lebt? So find wir denn Geldbópfe, denen die sinnliche Welt nicht genügt; die durch Rücksichten und Gründe geleitet werden, melche ganz aufler dem Bezirfe derselben liegen; die fich in der Gemeinsaft, und dem Dienft eines Herrn bea finden, der zur rechten Hand Gottes fizr.

Hiemit verbinden fich Berhåltniffe mit einer unsichtbaren Verbrúderung und Gemeine. Welche Folgen die Aufa

erstegung

2 a, 5.

erstehung. unfers. Herrn gehabt hat, ist euch befannt. Die, kleine Zahl der 3 w ólfe, die ihn: nach seiner Rúckehr ins Leben zuerst

fahen; die grösre von meşr als fünfhun. dert Brüdern, der er fich, wie unser Tert fagt, auf einmal zeigte, wie bald vermehrte: fie fich zu Tausenden, zu Hunderttausenden, zu Millionen;, wie schnell verbreitete sich die Ge. fellschaft derer, die den Auferstandnen huldige ten, in allen (åndern der Erde; und zu wels dem dauerhaften, måchtigen, allen Hindernissen , troßenden Bunde ist fie nach und nach gewor. den! Aber vergesset es nicht, nicht alle, die fich zu diesem Bunde bekennen, die euch als Mitglieder desselben in die Augen fallen; ges Hören zu der wahren und eigentlichen Gemeine des Auferstandnen. Diese ist unsidt bar; zu ihr find bloß die zu rechnen, welche gleido'wie Egriftus aufer wedet ift von d'en Todten durch die Herrlichkeit des Baters, nun gleichfalls in einem neuen Leben wandeln; die Soneine, die Christus liebet, deren Haupt er ift, die er als seinen Kör. per beseelt und pflegt, ift heilig, unstråflich und über alles Jrdische erhaben. Kónnet ißr aber den Auferstandnen demfen, fónnet işç eud. vor ftellen, welche Folgen seine Wiederbelebung ges babt hat, welche ehrwürdige, Ķeilige Verbrůdes rung durch den Glauben an fie auf Erden gestiftet worden ist: ohne po zu fühlen, daß- ihr selbst fåhig fend, zu dieser heiligen Verbrüderung zu

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gehr. gehören; daß ihr sogar die Pflicht und den Bes ruf habt, Mitglieder derselben zu werden; daß iþr euch in weise, 'edle, ausgezeichnete Menschen verwandelt, fo bald ihr in dieser Werbrüderung fteher; iedt das Verhältniß: 34, derselben, an das euch die Auferstehung Jesu erinnert, nicht das Bewußtseyn von Fähigkeiten und Kråf. ten, von Obliegenheiten und Pflichten, die euch über alles Sichtbare emporheben und euch eine ůberirdische Würde gewahren?

Zumal da nod Verbältnisse mit einer ganzen unsichtbaren Welt hinzukommen. Nicht für das irdische Leben war der Auferstandne aus dem Grab hervorgegangen'; nur vierzig Tage Tang sollte er nod fidhtbar auf Erden verweilen, und fich dann zu einem höhern Wirkungsfreis erheben, sollte gefest 'werden über alle Fürstenthum, Gewalt, Madt und Herre schaft, und über alles, was genannt werden mag, nido't allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünfti.

Aber welche Gemeinschaft mit dieser gs. Bern und zukünftigen Welt ist hiemit vermittelt, welche Verbindungen mit derselben find hiemit angeknüpft! Wir • find ihr nicht mehr fremde; das Oberhaupt unfers Geschlechts ift auch das ihrige; schon jezt gehören wir dem Geiste nach zu igrem Gebiete, und stehen unter der Regierung. dessen, der alle Dinge' trågt mit seinem träftigen Worte. Und was sie auch ents Halten, welche Ordnungen von Wesen, die fich

I gen.

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weit über uns erheben, fie auch umfaffen mag: die Herrlichkeit, zu welder der Auferstandne unsre Natur erhoben hat, ift der Beweis, wir dürfen uns getroft. Jürjenen Ordnungen rech. nen, dürfen uns den Bürgern der unsichtbaren Welt benzáblen und uns unsrer Verwandschaft mit ignea rühmen. Und sollen wir dem Auferstandnen nicht einst folgen, sollen wir nicht so, wie Er, in die unsichtbare Welt übergehen; find wir nicht schon jezt gekommen zu der Stadt des lebendigen Gottes, zu dem fimm. lisden Jerusalem, ju der Menge' vié. ler tausend Engel, zu den Geistern. Der vollkommnen Geredten? Wie erweitert sich alles um uns her; M. Br., so bald wir die Bedeutung und Kraft der Auferstehung Jesu ema pfinden lernen! Da verschwinden die Schranken der Sinnlichkeit, und Verhältnisse. mit einem unsichtbaren Herrn, mit einer unsichtbaren Heili, gen Gemeine deffelben, mit einer ganzen unficht. baren Weltordnung stellen fie fich uns dar; wir fühlen és, schon in unserm Staube find wic mehr, als unsee Schmadbeit zu fassen vermag.

Denn als Erinnerung an diese Verhalt. nisse wird die Auferstegung Jesu endlich noch eine Erinnerung an eine überirdische Beftim. mung. Daß wir gar keinen Begriff von etwas Höherem und Götrlichem in uns haben, so lange wir bloß da zu seyn glauben, unsre túfte zu befries digen, die Güter der Erde zu geniessen und eigen, núßige Zwecke zu verfolgen, ist am Lage; dann er.

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