Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

fudben fudheu tónnten. Sind wir vollends unglücklido und elend, seufzen wir unter der Bürde man. nichfaltiger Leiden, haben wir Mühe, uns nur bey einiger Fassung zu behaupten: woher nåbs men wir da die Kraft uns logjureissen, woher den Muth, einen fühnen Aufsdwung zu wagen, wober die Neigung, uns zu einem freyen Em. porstreben -ermuntern und reißen zu lassen? Sey es also immerhin entschieden, daß nie etwas Würdiges und Grosses bey uns zu Stande kommen kann, daß wir unmöglich werden köna nen, was wir als vernünftige Wesen werden folen, wenn das Sóhere und Göttlidbe in uns nicht måcorig angeregt, wenn es nicht von Zeit zu Zeit zu einem flaren Bewußtseyn ber uns gebracht wird: daß wir die Gelegenheiten, wo dieß gesdeben könnte, viel zu wenig suchen und gebrauden; daß wir ihnen bald unserer Geschäfte, bald, unserer Vergnügungen, bald unsero Kume mers wegen zuweilen sogar ausweiden, das lehrt die Erfahrung zu ftark, als daß es gea läugnet werden fönnte, als daß wir es uns ber einer redlichen Prüfung nicht selbst gestehen mußten.

Es ist ein unterscheidender Vorzug der feftlichen Tage, in welden wir leben, daß fie recht dazu geeignet find, uns die wollthås tige Erhebung zu geben, von der ich fpreche. Denn in einem wunderbaren Zusammenhange, dieß ist uns gestern flar geworden, fteft die Auferfte hung Jeru,

deren

[ocr errors]

derer Andenken wir in diesen Tagen erneuern, mit dem Höhern und Gottlichen, das in unsrer Natur verborgen, liegt; auf mehr als eine Art wird dieses Hébere und Gött. liebe durd, jene grosse Begebenheit angeregt. und zum Bewußtseyn gebra do r. Denn nur genauer vorstellen dürfen wir uns das, was mit dem Auferstandnen vorgegangen ist, um unsre geistige Natur zu fühlen; um gewahr zu werden, unser eigentliches Selbst fey ein vom Körper verschied nes, si dhe frey bestimmendes, und beym Ruine des Körpers übrig bleibendes Weren. Wir dürfen nur das Geldåft und die Würde des Auferftandnen in die Gedanken fassen, um an unsichtbare Vergáltnisse erinnert zu werden, in welchen wir stehen; an eru hältnisse mit einem unsichtbaren Reta ter und Herrn, an Berpåltnisse mit einer un lidtbaren Verbrúderung und Gemeine, an Perkåltnisse mit einer ganzen unsidtbaren Welt.

Und folgen wir dem Auferstandnen mit unsern Gedanken auf der Bahn zur Herrlidfeit: in welchem Glanz erscheint uns da unsre Beftimmung; wie leudret es uns in die Augen, daß es eine fittlide, eine gemeinnütige, eine ewig dauernde Wirksamkeit ift, # der wir gerd affen sind.

Für ein Glück, dieß habe ich gleich an. fangs bemerkt, für eine Wohltkat von Hoheix B.b 2

Werthe

[ocr errors]

Werige müssen wir es falten, M. 3., fo geo weďt, so angeregt und an alles erinnert zu wer. den, was unsre Natur Háberes und Göttliches þat'; denn feble es uns am Gefühle, am Bes wußtseyn dessen, was wir sind und seyn rol. len, so ist nicht daran zu denken, daß wir uns jemals ermannen, jemals die Entsdliessuno gen fassen und die Bestrebungen äussera were den, zu welden die Würde" und die Bestimi mung unsers Werens uns verpflichtet. Und dodh leistet die Begebenheit dieser feftlichen Tage noch weit in uns wird nehmlich durch die Auferstehung Jesu nicht bloß angeregt und zum Bewußtseyn gebracht: sondern auch geftårft und in Dhåtigkeit geregt. Es ist viel, was ico, Hier fage, und mag anfangs befremden. Aber ich habe mich geftern bereits anheisdig gemador, auch diesen Einfluß der Auferstehung Jesu auf das Höhere und Göttliche in uns flar zu man den und zu beweisen; lasset mich der über. nommenen Verbindlichkeit jezt Genüge leisten. Du aber, der du das Leben 'der Welt, die Quelle aller hößern Kraft, und der Soopfer unsers bessern Zustandes bift; verherrliche dico an uns allen, und laß uns fühlen, wie getrost, wie fåhig zu allem Guten, wie müthig und ftark zu jeder edlen Anftrengung wir in deiner Gemeinschaft werden können. Wir beugen uns vor dir in stiller Andacht.

[ocr errors]

Sert:

[ocr errors]

Text: 1 Petr. I. v. 3-5. Daß das HSfere und Göttliche in uns durdo die Auferstehung Jesu nicht bloß angeregt und zum Bewußtseyn gebracht, sondern auch gefår ft und in Thårig feit gesezt wird: das kann man nicht naddrůdlicher 'sagen, nidot freudiger bekennen, als es von dem Apostel in dem vorgelesenen Tefte geschehen ist, zum Preise Gottes begeistert ihn der wunderbare Einfluß, den die Auferstehung Jesu auf unser Innres åussert; daßer bricht er in die Worte aus: géo tobet Ten Gott und der Vater unsers Herrn Jefu Chrifti. Und dieser Einfluß felbst, worinn besteht er?' Wiedergeboren, ruft der Apostel, Bat uns Gott zu einer lebendigen Hoffnung durch die Aufs erfte kung Jesu von den Todten. Zu einem neuen Leben, will er fagen, beseelt uns Gott durch diese grosse Begebenkeit; zu bessern Mensoben schaft er uns dadurdum; sie wecke Erwartungen in uns, ben denen alles anders in uns wird; fie richtet unsern Geist und Sinn auf den Himmel

und fichert uns dadurd gegen alles Bdre; sie macht es uns möglids, standhaft auszudauern, und die Seligkeit, welche uns que gedacht ist, wirklich zu erlangen. Es ist nicht zu viel, M. 3., was der Apoftel von dem Einflusse der Auferstehung Jesu fier rühmt. Sie beseelt nehmlich unsre höhern Kräfte su lebendigem Glauben; zu freudigem Wirken; und zu feligem Hoffen. Kann

aber

Bb 3

[ocr errors]

aber mehr geschehen, wenn das Göttliche in uns gestärkt und in Thårigteit gesezt werden soll? Lasset mich für jeden dieser Punfte den Beweis führen.

Dune Glauben, ohne die Ueberzeugung, nicht umsonst reperi böhere Anlagen und Kräfte in uns vorhanden; fie fenen, vielmehr das Ge. fden eines Wefenis, das uns durch sie zur Hehnlichkeit mit fich und zum Genuß seiner Se. figfeit' ergeben wolle: ohne diesen Glauben ift unsre geistige Natur' unthårig und gleichsam todt; weder unsre Vernunft, nodo unsre Freyheit åus. fern die Wirksamkeit, welche sie dussern sollten; und der hohen Bestimmung gemäs zu handeln, welche wir fühlen, baben wir dann weder die Kraft, noch den Muth. Nichts fanih unsre (delo ften Kräfte diesér traurigen Ermattung glúd, licher entreissen, M. Z., als die Auferstehung Jesu; fie beseelt nehmlich zu dem Glauben, der uits so unentbehrlich ist, und zwar zum Glauben an eine unendlide Bar mi perzigkeit Gottes, an eine allmåd tis ge Unter ft úgung, und an ein fidores Gelingen.

Wenn wir darauf redonen fönnen, M.B., der Shopfer unsers Wesens würdige uns seio ner Aufmerffamfeit und Huld; er verzeihe die Fehler, der wir uns fduldig wissen, und habe Geduld mit unsrer Samachheit; es fer fein Wille, sich unsrer anzunehmen, und dager habe e Anftalten zu unserm Heile getroffen; wenn,

« ͹˹Թõ
 »