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gebührte; würde es ihm möglich gewesen senet, fide Gott gleich zu stellen, wenn er niche in Befik göttlider Würde war? Und wurde Gort fich so entscheidend für Chriftum erklärt, würde Gott ilyn durch unzählige Wunder beglaubigt, würde Gott dem Werke desselben den Forrgang geschenft haben, welden es gehabt hat und node . immer gat: wenn er fich in der Meynung von seiner Verbindung mit dem Wesen Gottes geirrt, oder fie bloß vorgegeben und erdichtet håtte ? Der Sohn Gottes ist es also; M. Br. den wir in unserm Terte sprechen hören; es ist der, welcher schon von Ewigkeit her an der Macht und Herrlichkeit des Vaters Theil harte; es ist der, durdh den alles geschaffen-ift im Himmel und auf Erden. Und wir follten uns nicht darauf verlassen können, wenn er fagt; wie der Vas ter die Todten aufer we det und mas det fie lebendig: also auch der Sohn macher lebendig, welde er till?

Hiezu kommt die Gewalt und Herro foaft, die ihm aud als Menden ano vertraut ift. Wie oft beruft er sich auf diese Gewalt, wie oft preiset er den Vater für dies felbe! Der Vater richtet Miemand, fagt er, sondern alles Gericht hat er dem Sohne gegeben. Der Vater hat dem Sonne Macht gegeben, fezt er hin. zu, das Gericht zu halten, darum, daß er des Menschen Sohn ift. Du ha ft dem Sobne Macht gegeben, ruft er felbft

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im Gebete zu Gott, úber alles Fleisch, auf daß er das ewige Leben gebe a l, len, die du ihm gegeben haft. '. Und mit welchem Nachdrucke sagte er seinen Apofteln, als er nach seiner Auferstehung im Begriff war, unsern Erdkreis wieder zu verlassen: mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden! If es aber der Rath und Wille Gottes, unserm Gefdlechte durch Christum in Zeit und Ewigkeit Heil widerfahren zu lassen (und wie tönnten wir nach dem, was fich mit Christo und durch ihn bereits zugetragen hat, an diesem Rathe Gottes auch nur einen Augenblic weiter zweifeln?) muß ihm dann nicht vorzúglich M acht über den Tod gegeben, muß er nicht in den Stand gerezt seyn, seinen Glaubigen den Tod nicht bloß zu erleichtern, sondern ihn auch ganz und mit allen seinen Folgen aufzugeben? Nicht zu viel jagt also der Herr in unserm Tefte von sich selber, wenn er fich die Aufe erstehung und das Leben nennt; denn das zu ift er vom Vater bestimmt. Nicht zu viel verspricht er denen, die an ihn glauben, wenn er versichert, sie rollen leben, ob sie gleid ftúrben, sie rollen nimmermebe ferben; er erflårt nur, was er nach dem Auftrage Gottes an ihnen thun wird. Die Geo walt und Herrsoaft, die ihm auch als Menschen anvertraut ift, leiftet uns Bürgschaft für den Einfluß, welchen er auf den Tod seiner Glaua, bigen årfjerg tann.

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Wie entsdeidend ist endlich hier die uns ftreitige Gewißheit seiner eignen Kút, kehr ins Leben. Darauf, daß er gleid nad unserm Terte den perstorbenen Lazarus aus dem Grab bervorrief, will ich mic iezt nicht einmal beziehen. Zwar þátte iğn Gott durc folde Wunder unmöglich verherrlichen können, wenn er etwas Falsches von sich beþauptet håtte, wenn er nicht berechtigt gewesen wäre, zu fac gen: i do bin die Auferstekung und das Leben. Aber es war das irdirde leben, das er Lazaro wiedergab; wenu er also gleich schon damals eine ausserordentliche Macht über den Tod bewies: so war es doch nicht die, von

“Jotid, lidh versichert, er habe Maďt, rein leben zu lassen, und habe Mad t, es wieder zu negmen; er fatte auf das Bestimmteste vor, kergesagt, man werde ihn zwar tódten, werde ihm das Leben auf eine gewaltsame und, sobreda lidbe Art rauben, aber er werde am drit, ten Tage wieder auferstehen, um nie wieder zu sterben; als ein Unsterblicher werde er aus dem Grabe hervorgeben. Und er hat Wort gehalten, M. Z., er hat geleistet, was ec versprochen hatte; und im ganzen Umfange der Geschichte giebt es feine Thatsache, die gewisser und unstreitiger wäre, als diese Ruckfehr unsers Herrn ins Leben, als dieser Uebergang desselben in die Herrlichkeit. Konnte er uns aber

deuts licher beweisen, welde Gewalt er über den Tod

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besike, als durch diesen glänzenden Sieg über denjelben? Wird Er, der aus eigner Macht die Fesseln des Todes zerbreden und in einen höhern Zustand- übergehen konnte, nicht auch ung Belfen und uns vom Bode erretten fón, nen? Wird er es nicht um so mehr können, da' er sich noch überdieß zur rechten Hand Gottes geregt hat und allmächtig mit Gott herrscht ? Was können wir mehr verlangen, M. Br., um uns mit Gewißheit des Einflusses zu trösten, den Christus auf den Tod feiner Glaubigen duffert? Alles berechtigt uns, dar. auf zu rechnen: wer an ibn glaubt, der wird leben, ob er gleidh ft úr be, uno wer da lebet und glaubet an ihn, det wird nimmermehr fterben.

Aber wer fühlt es nicht, daß dieser mados rige Einfluß Christi auf den Tod seiner Giau. bigen uns auch gewiffe Verpflichtunge# auflegt; daß wir uns diese Obliegenheiten nod flar inachen und uns zu ihr Beobachtung ermuntern sollen ?

Darf man nehmlich auch im Tode so viel erwarten, wenn man sich an Christum tålt: muß dann lebendiges Vertrauen zu Cbrifto nicht das Erste seyn, was uns obliegt? geschehen konnte, ihn als den Heiland unsers Geldlechts vor den Augen det ganzen Welt zu bezeichnen, ihn als den zu beglaubigen, durdo welden den Mensden die Gnade Gortes und alles Gute in Zeit und Ewigkeit widerfahren

fol:

Was

Toll : das ist gesehen, M. 37 darum hat er: feine hößere Sendung durch wundervolle Thaten, bestårigt; darum ist er der Lehrer einer himmlis soen Weisheit geworden; darum hat er eine, fehlerfrene, vollendete Tugend, bewiesen; darum, hat er sich insonderheit als, die Auferstehung und das Leben, als den Ueberwinder des Todes, als der Geber, der Unsterblichkeit dargestellt. Kann es uns ben soiden Umstånden fren stehen, ob wir uns an ihn wenden, ob wir ihn für den erfengen wollen, der er ist? Fiann etwas bún. diger vnd folgerechter seyn, als der Soluß, welu, den schon Johannes der Tåuffee macte: wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige leben; wer dem Sohn nicht glaubet, der wird das Leben nidt res fen, sondern der Zorn Gottes bleix bet über ihn? Christo, unterlassen wir es, unsee Rettung im Tode von ihm zu erwarten: fo find wir ent. weder Leichtsinnige, die auf die Veranstaltun. gen Gottes gar nicht achten, oder Hartnäckige, die fich auch einleuchtenden Beweisen wider. feßen; oder Widerfpenstige, welde fich der Ordo pung Gottes nidt unterwerfen wollen. Kón. nen wirs nicht läugnen, Gott hat unser Said. fal auf Erden, Gott hat unsre Erhaltung im Tode, Gott hat unser Loos in der zufünftigen Welt Cbrifto in die Hände gegeben, und nim. mermeņr fterben, eine glückliche Unsterba, lichkeit geniessen sollen nur die, welde er für

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