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die Seinigen erfennen kann: folen wir da nidt eilen, uns 'an ihn zu wenden; rollen wir nicht das freudigste Vertrauen zu ihm fassen und alles von seiner Huld erwartens follen wir nicht ruffen mit dem Apoftel: feben wir,'' so I lo ben wir dem Herrn, 'fterben wir, ro fterben wir dem Herrn; darum wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn ? :

Aber eben so sehr verpflichtet und der mådhtige Einfluß Christi auf den Tod seiner Glaubigen zu gemeinnütigem Wirfen. Denn daß wir' seinen Glaubigen beyzuzahlen find; daß wir ein achtes und wirksames Ver. trauen zu ihm Baben, das fönnen wir uns selbst und der Welt nicht anders beweisen, M. Br. ; ats durch Handlungen, als durch ein Verhals fen, das die Wirkung und Frucht unsers Glau. bens ift. Können wir aber an den Heiland der Welt glauben, und der Welt überflüssig, oder wohl gar schädlich reyn? Können wir für die Nachfolger des erhabenften Menschenfreuns dég gelten wollen, und uns doch als Feinde der Menschen beweisen? Können wir unser Heil von dem erwarten, der sein Leben für uns gelassen hat, und doch seine Erlóseten vernach, Tåstigen oder unglücklich machen? Kann der achte Glaube an ihn etwas anders seyn, als eine Kraft, die uns mit seinem Geist und Sinn erfüllt; die uns antreibt, zu lieben, wie er, und Gutes zu thun; die uns nicht müde werden

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låßt, nad seinem Mufter: überall zu megten, zu Helfen und zu regåen? Und fol dieß nicht um so eifriger von uns gesehen, da wir wissen, unsre Arbeit rey nicht vergeblich in dem Herrn ? Denn das rebet ibr, der Tod selbft kann fie nicht unterbrechen oder uns die Früchte dersi felben rauben; wer an Christum glaubt, wird: leben, wird wirfen, wird in alle Ewigkeit fortfahren, thårig zu fenn, 06 er gleich ftirbt; und wer da lebet und glaubet: an ihn, wird nimmer mehr. fterben, wird gar nicht gestört werden in seiner Wirka samkeit,' er þat ein Werk begonnen, das in die Emigkeit hinüberreicht. Welde Anfidt, M. Bo. ! Zusammenhang, gewinnt also alles durch den mådhrigen Einfluß Efristi auf den Tod seiner Glaubigen; Himmel und Erde, Zeit und Emiga! teit fnüpfen fide durch ihn an einander; wir feken dort fort, was wir bier begonnen þaben, und durch die ganze Ewigkeit verbreitet sich unser Werf. Und wir sollten uns nicht ermun, tern?

Solten nicht Gutes wirken, “wo" wir nur fónnen? Sollten es nicht mit. Erhebung und Freude fühlen, daß wir beruffen sind, in alle Ewigkeitthårig zu feyn und für das un, ermeßliche Reido Gottes immer wichtiger zu werden.

Denn freudiges Hoffen ist endlich das legte, wozu der måchtige Einfluß Christi auf den Tod seiner Glaubigen uns verpflichtet. Wer den Tod für das Ende aller menschlichen

Dinge hält, wer feinen Untergang, feine Vero nichtung beg. deinselben erwartet: der ist, wenn er: fic felbft versteht, gar nicht fähig, eine freu, dige Hoffnung:za fassen. Denn fann ihn der Tod nidot pioklich überraschen? Muß er nicht fürchten, vielleiđst im“ nachften Augenblick nicht mchr vorhanden zu feyn Und ist, wenn es ihni aud gelingen sollte, das höchste Ziel des? menschlichen Lebens zu erreichen, nicht alles mit ihm aus, so bald er stirbt; ist dann nicht alles so ganz verschwunden, als ob es nie da gewes. fen wåre? Du welchen Hoffnungen berechtigt, zu welchen Erwartungen "verpfliotet uns das gegen der mächtige Einfluß Christi auf 'den Tod! Mag er doch drohen; mogen wir doch keinen Augenblick ficher vor ihm seyn: dürfen wir ihn fürchten; fann er unser Daseyn und unsre Thårigkeit vernichten; fann er uns hins dern, unsre Wirksamkeit in alle Ewigkeit forta zuseßen und immer mehr zu leiften und zu ges: viessen? Wissen wir nicht, wer an Christum glaubt, der wird leben, ob er gleich stúrbe, und wer da lebet und glaubet an ik n, der wird nimmer mehr sterben? So lasser es uns denn fühlen, M. Br., den Tod ångftlich zu fürdten, Enechtisch zu zittern bey seiner Ännåherung, und im Angesichte, deso felben alen Muth und alle Hoffnung zu ver. lieren," ist wahrer Chriften unwürdig. Wir mogen trauern, wenn uns die Schauer desselben ergreiffen; mogen den Ubideu fühlen, mit welchem

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die Natur ihrer Auflösung entgegensteht; món gen mit dem Apostel wünschen, nicht ents tleidet, sondern überfleidet zu wers dein. Aber nichts soll uns die Aussicht in ein beßres Leben verdunfeln; nichts foll uns in dem Glauben erschüttern, daß wir in der Hand dessen find, der seinen Schaafen das ewige les ben giebt und fie nimmermehr umkommen låßt; nichts fol und die Hoffnung rauben, daß wir die Erde verlassen, um in unser Vaterland überzugehen, und daheim zu seyn ben dem Herra; mit der frohen Ueberzeugung, mit den Worten des Triumphs wollen wir scheiden: der Tod ist verrolungen in den Sieg; Tod, wo ist dein Stadel, Hille, wo ist dein Sieg? Gott aber sey Dant, der uns den Sieg gegeben hat dur de unsern Herrn Jerum Efrift; Amen.

D. Reinh. Pred. Ifer Sand 16te Sammi. ff

XXI. Am

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Unter allen den Folgen, welche die Auferstehung Jesu, unsers Herrn, nach dem Zeugnisse der Sdrift gehabt hat und fünftig haben wird, ist teine wichtiger wundervoller und für uns ers freulicher, M. 3., als unsre eigne A ufo erstehung. Daß nemlich auch wir, wenn wir beym Tode unsre irdische Hülle abgelegt haben, einen neuen und bessern Körper erhalten und zu einem fröhlichen, éwigdauernden Daseyn erwachen sollen, dieß wird überall in der Schrift als eine Wirkung der Auferstehung Jesu besdrieben und mit derselben in Verbindung vorgestellt. So wir glauben, sagt daher Paullus in feinem ersten Brief an die Christen zu Thessalonid, daß Jesus gestorben und auferstanden ift: also wird Gott auch, die da ento solaffen sind durch Jesum, mit ihm führen. Und im ersten Brief an die Korin. thier ruft er: nun aber ist Chriftu's aufe er ftanden von den Todten und der Erft. ling worden unter denen, die da solafen;

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