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sinte mal durch einen Menschen der Tod, und duro einen Mensen die murerftes bung der Todte'n fommt; denn gleichs wie sie in Xoam alle sterben, also we'rs den fie in Chrifto alle lebendig ges mad t. Der erste Mensch, fagt er balo nadher eben daselbst, ist von der Erde und irdild; der andre Menso ist der Herr von Himmel; und wie wir getragen Waben das Bild des groischen, romera den wir auch tragen das Bild des Himmlischen. Das Schicksal des Auferstands nen sollen wir also haben; wie wir durch unsern fterblichen Körper dem Stammvater unsers Hes fohlechts abnlich sind, so sollen wir durch einen bessern und unsterblichen dem Herrn vom Him. mel åbnlich werden; er soll unsern nicht is gen Leib verflåren, daß er åhnlich were de reinem verklärten leibe. Der glor. reide Sieg unsers Herrn über den Tod, dessen Andenken wir jährlich feiern, soll einst auch der unsrige senn; der Herr wird auch an uns era füllen, was er seinen Aposteln kurz vor seinem Dode fagte: id lebe und ihr sollt aud Leben.

Nur unvollfommen, das werdet ihr selbft füßlen, M. 3., nur unvolfommen würden wir die Auferstehung Jesu feiern, wenn wir uns das bey nicht an unsre eigne Auferstehung erinnern wollten. Nach ihrer ganzen Wichtigkeit kennen wir nehmlich die Auferstehung Jesu bloß dann, Ff2

wenn

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wenn wir sie mit allen ihren Folgen übersdauen; wenn wir alle die Wirtungen nachweisen fónnen, welche aus derselben entsprungen sind und noch ferner entspringen werden. Ist es aber nicht ben weitem die wichtigste dieser Wirkungen, daß fido das Leben des Auferftandnen auch uns mit. theilen,' daß es auch unsern Körper durchdringen, daß es auch uns umschaffen und für den Hims mel verherrlichen foll? Und welche Aufmerksam. keit verdient diese Folge der' Auferstehung Jesu! Kann es uns gleichgültig reyn, daß uns eine solo dhe Verwandlung bevorsteht? Ist es nicht vers núnftig, daß wir uns richtige Vorstellungen das von zu bilden, daß wir uns von ihrer Gewiß. heit zu überzeugen, daß wir uns gegen schädliche Vorurtheile' und eitle Tråume fu verwahren sus dhen, die gerade gier nur allzuoft State gehabt haben? Und sollen wir nicht überlegen, wozu uns eine folche Erwartung verpflichtet; follen wir nicht die Ermunterungen zum Guten fam. mein, die fie enthält; follen wir uns nicht mit den Trøftungen erquicfen, die so reidlich aus ihr Piessen, die den Jammer des irdischen Lebens so unaussprechlid erleichtern und mildern fönnen?

Doc fie von jeder Seite zu fassen, die künftige Wiederherstellung unsers Körpers, igre Beschaffenheit zu erklären, ihre Gründe zu enta wickeln, ihre Gewißleit zu bestårigen, ihren Eins fluß auf unsre Besserung zu zeigen und ihre Wichtigkeit für unsre Beruhigung ins lidt zu seken: dieß ist nicht die Sache und das Wert einer einzigen Stunde; dazu gehört mehr Zeit, als mir zu meinem Vortrage vergönnt ist. Eins forånken wollen wir uns also mit unsern Bes' tradtungen; wollen die grosse Wirkung der Auferstehung Jesu, welche in der Wiederherftela lung unsers eignen Körpers befteht, diesmal blog aus einem einzigen Gesichtspunkte fassen, und zwar' aus dem, der uns, so lange wir den Uebeln der Erde und dem Tode felbst ausgesegt sind, der wichtigste feyn muß; welde Douelle des Troftes und der Erquid ung sie uns ift, das wollen wir uns heute fühlbar zu mas den suchen. Die ihr von Furcht und Schreden ergriffen werdet, wenn ihr an den bevorstehens den Verluft euces Körpers denfer; die ihr dies ren Körper als einen qualvollen Kerfer betrar tet und nach Erleichterung und Frepheit schmach. tet; die ihr euch durdo ifn gehindert fühlet in eurem' Emporftreben und euch nach leichterem Fortschritt fehnet; die ihr Fåmpfet mit den uns båndigen Trieben desselben, und mit dem Apostel rufet: o ido elender Menso, wer wird mid erlosen von dem Leibe dieses Toe des: igr alle, die ihr so dentet und empfindet, höret mich heute. Wie entgegengesezt aud eure Klagen, wie verschieden auch eure Bedürfnisle, wie dringend auch eure Wünsche fenn mögen: in der Wiederherstellung des Körpers durch die Macht des Auferstandnen liegt Troft, liegt Bes ruhigung, liegt Erquicfung und Segen für euch alle. Möge Er, der übersowenglich thun fang Ff 3

über

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über alles, was wir bitten und verstehen, uns den Reichthum seiner Huld und die Grosse seines Huils auch heute fühlen lassen, und diese Stunde regnen! Wir fleben um diese Gnade in ftiller Undadr.

Text: 1 Kor. XV. v. 42—45.

Daß es die trøftende, die ermunternde, die Herzerhebende Ansicht der fünftigen Auferstehung ist, welche der Apostel in den vorgelesenen Wor, ten bemerklich macht, fålt fogleich in die Augen, M. 3. Der vergångliche, hinfällige Körper, der uns jezt umgiebt, soll einst unvergånglich und dauerhaft renn; der niedrige von tausend Ulebeln entstellte sich in ein vollkommnes fehlerfreyes Ganzes ver, wandeln; das schwade, so bald er dópfte, so leicht unbrauchbar werdende Werkzeug, dessen un. fer Geist sich hier bedient, soll fünftig mit Kråfo ten ausgerüstet werden, die zu einer ewig daurens den Wirksamkeit hinreiden; der natürliche, so ganz der Erde und ihren Verhältnissen angehd. rige Leib foll zu einem geistigen, dem Himmel und höhern Verbindungen angemeßnen Körper um. geschaffen werden; die Auferstehung soll uns,, um alles furz zu sagen, von allem befreyen, worüber wir jezt flagen, und uns alles schenken, wonach wir uns sehnen. Welche Hoffnung, M. Br.! Wie sehr verdient fie es, daß wir uns nach denkend bey igr verweilen, daß wir uns durch fie aufrichten und zur Ertragung der Uebel stårfen, denen unser Körper ausgesezt ift! Trostende

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Blide auf die fünftige Wiederberstel. lung und Verberrlichung unsere K S ce pero sollen uns also dießmal berdpåftigen. Und ,

wem zeigen diese Blicke nicht irgend etwas Er. / munterndes, nicht irgend einen Umstand, der

gerade ihm zur Beruhigung und Aufheiterung dienen fann? Die fünftige Wiederherstellung und Verherrlichung unsers Kidrpers gewährt nehm. lich denen, welde dem Verluste des Kóre pers mit Zittern entgegensehen, fins 1 ånglichen Ersak; denen, die gern fren von aller Materie wåren, beruhigende Zured tweisung; denen, welche die laft eines sie den Körpers trage'n, gånzo lide Erleichterung; denen, die sich durch ihren Körper bey ihrer Thårigkeit'be forånkt fühlen, unerro Ópflide Kråfo te; denen, welde der Körper an der Erweiterung ihrer Einfidoren findert, neue Mittel der Erkenntniß; denen endlich, welden er die Ausú bung der Tugend errowert, ein gereinigtes, das Streben nad Heiligkeit beförderndes Wertjeug. Wer fühlt es nicht, wie wid. tig, wie erfreulich diese Blide find. [asset uns jeden derselben mit der gehörigen Sammlung und Ueberlegung thun.

Und dieß gesdebe denn zuerst von euch, die ihr dem Verlust des Körpers init Bittern entgegenfehet. Ünftreitig send ißr die ben weitem größte Zahl unter ans.

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