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Blos die als Anyang beigefügten Gesänge erhielten eine Vermehrung durch zwei neuhinzugekommene, die ich der Verfasserin der fåmmtlichen übrigen, meiner Schwester Julie Veillodter verdanke.

Balfersbrunn im Nürnbergischen,

im februar 1808.

Der Verfaffer.

1.

Sinn und 3 we od

Abendmå hisfeier.

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Es ist eine ebrwürdige Beschäftigung, an ber gewiß auch der Aufgeklärteste gerührten Uno thell nehmen kann, das Gebächtnisfest irgend eines großen Pollenbeten zu feiern. Es bringt vielen Segen, in ernsteren Stunden nachdenkend unter den Entschlafenen zu verweilen, stille zu ftehen im Geiste an der Ruhestatte verdienter Máner, um das Bild ihres gemeinnüßigen les Bens uns jurůczurufen, oder aus dem Munde der Geschichte zu vernehmen, was sie waren und volfbrachten, uns emporzuheben zur freudigen Unerfennung menschlicher Kraft und Würde durch den Finblick auf ihre errungene Größe, hingus fthauen auf die noch dauernden Segnungen ihrer einstigen Wirksamkeit, als auf die herrlichen Denkmale işres Ruhms, inniger hier die Seliga feit des Berufs zu fühlen, noch auf die spåtefte Nachwelt wohltþátig zu wirken, und fo unser Herz aufs neue für Höhere Dugend zu erwärmen.

Je mehr der Mensch im Kreise seiner Zerstreiun. gen, gewohnt an das Alltägliche und Gemeine, nothwendig beschäftigt mit so manchem Kleinli, chen im Leben, leicht in Gefahr geráty, das große Ziel seiner hößern ewigen Bestimmung aus dem Auge zu verlieren, sich unvermerkt in seinen for. derungen an sich selbst þerabzustimmen, seine lien be zum Erhabenen und Vortreflichen geschwächt, und seinen Eifer im Ringen nach Vollendung, ere mattet zu sehen, desto mehr bedarf er solcher Ers innerungen an erhebende Beispiele, einer solchen Belebung heiliger Gefühle. Wahre Größe zieht an fich, erhebt, begeistert und stärkt. So lange das Andenken an solche Beispiele uns ums, schwebt; so lange wir bei allem, was wir egun,

. Rue erfahren, in Leiden und Freuden ginsehen auf sie, und uns nur dann gefallen, wann wir uns ihnen nåbern fo lange werden wir uns nicht verirren vom Pfade des rastlosen Empora strebens nach höherer Reinigkeit und Stárke der Tugend!

Perbindet uns überdies noch Heisse Dankbar. keit zur sfreren Erinnerung an jene großen Ente fchlafenen; waren sie unserm Herzen noch besona ders nake als Wohlthäter, Freunde und Lehrer; wandeln wir noch gemeinschaftlich mit vielen uns ferer Brüder im milden Lichte der Aufklärung, das sie verbreiteten; fühlen wir noch mit diesen

den

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