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R715h 1985

Glaubst du auch, daß Christus, dein Herr, bei seiner lieben Kirche auf Erden

und auch bei dir sei?

Ja, mein lieber Herr Christus, wahrer Gott und Mensch, ein Herr über alles, ist nach seiner Verheißung bei mir und allen seinen Gläubigen; der ist mein Herr und König, welcher, wie er mich erlöset hat, also shüket und schirmet er mich auch, und will mich endlich in sein herrliches Reich nach diesem Leben auf=

nehmen. Halleluja!

Amen.

Vorrede zur ersten Auflage.

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Diese Predigten wurden sämmtlich in der Landgemeinde Bingenheim gehalten. Wenn ein Geistlicher in eine Gemeinde neu eintritt, dann wird in der Regel die Grundlage zu revidiren sein, ehe weiter gebaut wird. Uebrigens werden jeßt in den meisten Gemeinden grundlegende Bredigten am Plaße sein. Denn sie reißen den Grund um“. Stände dieser noch oder wieder fest, dann tönnte man wegen der Zukunft unsres Bolfes beruhigt sein.

Die Beschaffenheit der Gemeinde muß sowohl auf den Inhalt, als auch auf die Form und Fassung der Predigt einen wesentlichen Einfluß üben. (Umgekehrt wird sich in einer Predigtsammlung die Gemeinde bis zu einem ges wiffen Grade abspiegeln.) Es kann aber in unsrer Zeit nicht schlicht und faßlich genug gepredigt werden, was jedoch den Gebrauch gewisser Fremdwörter nicht ausschließt, sondern eher forbert. Unserm juristisch und journalistisch geschulten Volte find viele Fremdwörter leider recht geläufig.

Bon entscheidendem Einfluß auf die Predigt ist zweitens die Bersönlich feit des Prediger8, die Stufe seiner Erfahrung, Erkenntnis und þeiligung, welche bei allen anders find. Darauf beruht zum großen Theil die Driginalität der Predigt. Neues soll nicht gepredigt werden, aber das Alte nach neuer und eigenartiger Erfahrung.

Drittens ift zu beachten, daß der Heiland nicht geboten hat, über das Evangelium zu predigen, sondern: Prediget das Evangelium aller Creatur. Das ist die Generalregel für Evangelienpredigten. Also wird auch nicht „Chriftenthum" zu predigen sein, welches doch nur ein leblose8 Abstractum ift

. Sondern fesus Christus selbst, oder das Evangelium, das heißt: die Geschichte von Jesu Christo, muß der Inhalt der Predigt sein, wie fidy's denn in allem um das Verhältnis von Person (auf Erden) zu perfon (im Himmel) handelt. 3efum Christum predigen, und: das Christenthum predigen, ist mit Nichten das Nämliche. Das Christenthum tann uns und unserm Volke nicht helfen, Christus kann und will es. Wo die Beziehung von Berfon z u Berfon nicht besteht und zum Ausdruck kommt, da ist das leben geschwunden, da fehlt die heiligende Wirkung, da ift Rationalismus. Die „Orthodorie" ist auch eine Art des Rationalismus, und die Forderung, e8 follen feine Dogmen oder es solle nicht dogmatisch gepredigt werden, ist keineswegs unberechtigt. Auch von der Kirche" wird nur ausnahmsweise zu predigen sein. Diese soll ihr Dasein, ihre Berechtigung und ihre Macht nicht dadurch beweisen,

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