Ursprung und Anfänge der Kabbala

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Walter de Gruyter, 2001 - 452 ˹

Der gebürtige Berliner Gershom Scholem (1897 - 1982), der 1923 nach Jerusalem emigrierte, wurde einer breiteren Öffentlichkeit zunächst hauptsächlich als der Freund und Nachlaßverwalter Walter Benjamins, als Schüler, Verehrer und Antipode Martin Bubers und als Kritiker Franz Rosenzweigs bekannt. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde die ungewöhnliche Breite und Tiefe seines Denkens zunehmend als herausragender Beitrag zur europäischen Geistesgeschichte erkannt. Heute gilt Scholem als einer der führenden Intellektuellen Westeuropas und Amerikas und einer der wichtigsten Juden des 20. Jahrhunderts überhaupt.

Im Zentrum von Scholems schier unüberschaubaren Veröffentlichungen stand die Erforschung der als Kabbala bezeichneten jüdischen Mystik und mittelalterlichen Esoterik. Erst durch seine kritische Erfassung und Untersuchung der Quellen wurde es möglich, diese reichen, geheimnisvollen und versunkenen Traditionen jüdischer Geschichte zu entschlüsseln. Aus der Fülle seiner Publikationen ragt das Buch über "Ursprung und Anfänge der Kabbala" (1948 auf Hebräisch erschienen) heraus, das Scholem im persönlichen Gespräch als sein Hauptwerk bezeichnete.

Die Neuauflage dieses Klassikers wird durch ein Geleitwort von Ernst Ludwig Ehrlich eröffnet, dessen persönlicher Verbindung zu Scholem und unermüdlichem Einsatz es zu verdanken ist, daß Scholems Werk 1962 überhaupt in einer deutschen Ausgabe erscheinen konnte. In einem ausführlichen Nachwort würdigt Joseph Dan, Schüler und Nachfolger Scholems auf dem Lehrstuhl für jüdische Mystik an der Hebräischen Universität von Jerusalem, Scholems epochalen Beitrag zur kritischen Erforschung der jüdischen Mystik.

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Die vorkabbalistische jüdische Geheimlehre über die Schöp
15
Die ältesten Zeugnisse über das Auftreten der Kabbala
29
Literarischer Charakter und Aufbau des Buches Verschie
43
Gnostische Elemente im Bahir Pleroma und Weltenbaum
59
Weitere gnostische Elemente Die Kräfte Gottes Mid
70
Nachweis älterer Quellen die sich in der Tradition der deut
85
Die ersten drei Sephiroth
109
Die unteren sieben Sephiroth Die Glieder des Urmenschen
122
Gut und Böse bei Isaak und in anderen Quellen
255
Kontemplative Mystik Isaaks Kawwana und Debhequth
264
Die Schriften des lijunKreises
273
Grundvorstellungen dieses Kreises Der UrÄther Licht
292
Die 13 Middoth 10 Sephiroth und 3 Lichter über ihnen
307
SephirothLehren eines pseudepigraphischen Sendschreibens
314
Das kabbalistische Zentrum in Gerona
324
Debatten und Unruhen über die Propaganda der Kabbali
349

Syzygie des Männlichen und Weiblichen Die 7
134
Die Symbolik der Schekhina und des Weiblichen
143
Seelenwanderung und Gebetsmystik im Bahir
166
Die ersten Kabbalisten in der Provence
175
Jakob Nazir und die Schicht der GemeindeAsketen Pru
201
Isaak der Blinde und seine Schriften
219
Isaaks Lehre vom Ensoph und den Sephiroth
230
Der Aufstieg durch die Kawwana Das Nichts und die Hokhma
366
Lehren Azriels und Nachmanides über den Prozeß der Ema
381
Der Mensch und die Seele
401
Das Buch Temuna und die Lehre von den Weltenzyklen oder
407
Register Namen und Sachen
421
Nachwort Joseph Dan
435
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