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nach MA kein ilu enthalten, ist gezeigt worden. An Ilu-ma-i-la resp. Ilu-ma-il I-la (so Lindl a. a. C.) ist wohl auch nicht zu denken. Man hätte kaum denselben Namen ?-la und ill-la geschrieben. Vielmehr ist es, wie ich glaube, das Wahrscheinlichste, dass dieser Name Anmanila oder Ilu-manila bezw. Ilu-Manila zu lesen ist. Diese Lesung legt vor allem der Name Bu-un-gu-un-i-la nahe, der doch nicht anders zu lesen ist als Bungunila (s. auch King a. a 0. p. 220 n. 16). Namen mit der Endung ila finden sich auch sonst in dieser Zeit; vgl. Namen wie Pa-ka-z-la (IV 33-580 Z. 4; Zeit Apil-Sins), Zu-i-la (II 17-769 Z. 27; Zeit Apil-Sins), Ba-u-i-la 1 (APR Nr. 43 Z. 44; Zeit Hammurabis) und s. Pinches a. a. O. p. 162. Für die Lesung manila spricht auch die Variante ma-an-i-la. Für ma-ni-la konnte natürlich auch ma-an-z-la geschrieben werden; vgl. auch Bu-un-gu-un-z-la statt Bungu-ni-la. Nun glaube ich, dass angesichts dieser Namen Bungunila, Pakaila – der Lesung Anmanila der Vorzug zu geben ist. Dass bei dieser Lesung die Bedeutung des Namens uns dunkel bleibt, macht die Lesung nicht unwahrscheinlicher. Es sind in den Texten aus dieser Zeit sehr viele Namen enthalten, die uns ihrer Bedeutung nach unbekannt sind. So die hier genannten Bungunila und Pakaila, die in unserem Texte vorkommenden Zeugennamen Sumu-entel, Pahar-šen, der Königsname Manamantel u. s. w. S. auch Ranke a. a. 0. S. 35 f.; vgl. auch oben. Ich lese deshalb vorläufig Anmanila.2

Z. 10. S. für diese Phrase und für die Übersetzung unten die Note zu Nr. 8 Zeile 19 f.

Z. 11. Über diesen Namen s. o.

Z. 12. Patarim. Doch wohl so zu lesen, nicht etwa Fašarim. Vgl. für šá in diesem Texte Z. 2 (šá Dammaktim), 2. 6 (i-šáam-ma), Z. 10 (šá ana u. s. w.) und für ta Z. 3 (i-ta eqli). Dann wird wohl Briefe Ham. 29, 34 auch Ja-[t]a-rum zu lesen sein. Die Spuren weisen auf dasselbe Zeichen hin wie hier. Vgl. King p. 40 Z. 34 und Nagel in BA IV 459 Z. 36. Fatarum erinnert an den

. 2. 13. Die Lesung Ikubi-an Sin ist wohl richtig. In den neu

,יתרו biblischen Namen

1) Auch in Bau-ila ist wohl an ila „Gott“ nicht zu denken.

2) Zum Schluss sei noch bemerkt, dass an eine eventuelle Annahme, dass SIS-KU = Sippar wäre (vgl. Delitzsch, Kossäer S. 18 Anm. 2), natürlich nicht zu denken ist, da doch sonst Immerum und die anderen in der Königsliste hätten genannt sein müssen.

babylonischen Verträgen findet sich häufig der Name Ikubu (vgl. BA IV 566).

Z. 17. E-te-el-bi-an Sin. Dieser Name bestätigt aufs glänzendste die Lesung Nagels (BA IV) E-til-bi-an Marduki (Briefe Ham. Nr. 18 ú. ö.) gegenüber King, der E-nu-bi-an Marduk liest; vgl. auch Delitzsch in BA IV S. 486 f. Ebenso muss Briefe Ham. Nr. 42, 15 E-til-KA2- Ištar gelesen werden. King p. 114: E-nu-kaIštar. Wie bereits erwähnt (s. Einl, S. 3), ist in diesen Texten nu von be (til u. s. w.) zuweilen nicht zu unterscheiden.

Z. 19. Pahar-šen. Sollte in pahar das bekannte paharu „Töpfer“ stecken?

Z. 20. Beachte die phonetische Schreibung.

Z. 21. Sabirum ist der Form nach ein Name wie Sagibum, 3 der doch sicher dem hebräischen Namen zu entspricht. Ist etwa Sabirum „der Hoffnungsreiche“?4 Die meisten Namen dieses Kontraktes haben ein fremdländisches Gepräge. Sie scheinen zum Teil rein „kanaanäisch“ zu sein. Vgl. auch in dem Texte VI 40-996, der aus derselben Zeit zu stammen scheint, die Namen Abi-ilum 5 (Z. 2), Dalilim (Z. 11), Zalzalum, der doch sicher mit hebr. StbT ,, Rebe“ zusammenhängt.7

Aus der Zeit Zabums.

Nr. 5: Bu. 91-5-9, 381 (CT II 37). 114 GAN eqlim i-na e-bi-ir-tim 2i-na ta-ve-ir-tim šá Te-nu (-nam) 3e-li-ti-im 4i-ta Qa-ra-ni-im mār E-gal 5 ù i-ta NI-NImi-di 6 SAG-BI skam harrän Áš-ta-ba 7SAG-BI 2kam nam-ka-ruum 8šá ugār Te-nu-nam 'itti an Nannar-MA-AN-SUM 10 ù an Sinba-ni SIS-A-NI 11 märāni an Sin-a-bu-šú 127 Ilu-šú-ba-ni i-šá-am 13 a-na ši-mi-šú ga-am-ri-im 14 kaspam -ku-ul GIS-GAN-NA 15 ÍB-TA-BAL 16 a-va-su ga-am-ra-a[t] 17 kaspam ši-im eqli-šún[u] 18 ga-am-ra-am li-ba-šú-n[u?] tu-ub 19 kaspam ú-la ni-il-ki-e 20ú-la i-ga-ab-bu-ú 21 mahar ši-bi-šú-ma il-ki-e 22 UKUR-ŠU Yan Nannar-MA-AN-SUM 23 ù an Sín-ba-ni a-na eqlim 24u-la e-ra

1) Geschr. E- / -bi-an Marduk. 2) KA Ideogr. für bpi.
3) S. Johns, Assyr. Doomsday Book p. 75.
4) Vgl. nav=Hoffnung. 5) Vgl. den bibl. Namen xx.
6) Vgl. den bibl. Namen . 7) Vgl. Ranke a. a. 0. S. 45.

ga-mu 25 an Šamaš an Marduk ù Za-bi-um IN-PAD 26ba-agri ah-hi-šú ù NIN-A-NI-MEŠ 27 mārāni an Sin-a-bu-ší ba-ni 287 an Nannar-MA-AN-SUM 29 ù Sin-ba-ni i-ta-na-pa-lu.

30 mahar Ilú-pi-di-ma mär an Mar-tu-ba-ni 31 mahar an Nannar mar Sin-na-șir 32 mahar Sin-ri-me-ni mār -me-Sin 33mahar an Nannar Šangũ 34 mar Sin-i-din-nam 35mahar Mu-na-veru-um 36 mahar Sin-be-el-ilānii 37 mahar Sin-ub-lam 38 mahar an Nannar-MA-AN-SUM 39mahar U-bar-an Ninib2 DUB-SAR 40 mahar Sin-e-ri-ba-am.

1) NI.NI. 2) NIN-IB.

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Übersetzung: 14 GAN Feldes auf dem jenseitigen Ufer in der oberen Flur von Tenunam neben Qaranum, dem Sohne des E-gal, 5und neben NI-NI-midi, dessen eine Front nach dem Wege nach Aštaba und dessen andere Front nach der Bewässerungsanlage des Gefildes von Tenunam liegt, hat von Nannar-idinna 10 und Sin-bani, seinem Bruder, den Söhnen des Sin-abušu, Ilušu-bani gekauft und seinen vollen Preis in Geld bezahlt. Den ... -Stab 15 hat man hinübergehen lassen; sein Vertrag ist fertig. Das Geld als der Preis ihres Feldes ist vollständig bezahlt; sie sind befriedigt. Wir haben das Geld nicht empfangen“ 20 sollen sie nicht sprechen. Vor ihren Zeugen haben sie das Geld) empfangen. Niemals sollen Nannar-idinna und Sin-bani wegen des Feldes prozessieren. 25 Bei Šamaš, Marduk und Zabium schwuren sie. Wenn ihre Brüder oder ihre Schwestern, die Kinder des Sin-abušu, klagen werden, so haben Nannaridinna und Sin-bani für den Schaden aufzukommen.

30 Vor Ilu-pidima, dem Sohne des Martu-bani. Vor Nannar, dem Sohne des Sin-naşir. Vor Sin-rimeni, dem Sohne des IšmeSin. Vor Nannar, dem Priester, dem Sohne des Sin-idinnam. 35Vor Munaverum. Vor Sin-bel-iläni. Vor Sin-ublam. Vor Nannaridinna. Vor Ubar-Ninib, dem Schreiber. 40 Vor Sin-eribam.

Bemerkungen:
Urkunde über Kauf eines Feldes. Preis nicht angegeben.

Dieser Kontrakt beansprucht besonderes Interesse. Er ist fast durchweg semitisch abgefasst - der einzige Kaufvertrag in dieser Sammlung – und enthält statt der üblichen sumerischen Phrasen rein babylonische (Z. 19—30), die mit kleinen Abweichungen sich im neubabylonischen Recht wiederfinden. Die in den neubabylonischen Verträgen so häufig vorkommende Phrase: matēma ina ahē märē kimtum nisütum u salatum ša N ša iraggumu umma eqlu šuatim ul nadinma kaspu ul mahir amel pakirānu kaspa imhuru adi 12ta-a-an itanappali „Für alle Zeiten: wer von den Brüdern, Söhnen, der Familie, Hausgenossenschaft und Verwandtschaft des N klagbar werden wird: „jenes Feld ist nicht verkauft und Geld nicht empfangen worden“, der soll (der Reklamant) das Geld, das er empfangen hat, 12fach zurückgeben“, hat schon hier (Z. 26-29) ihr Vorbild.2 Dass GIS-GAN-NA ÍB-TA-BAL hier nicht fehlt, zeigt klar, dass es eine Zeremonie war, die beim Abschluss eines Vertrages nicht fehlen durfte. Da die Zeremonie sumerischen Ursprungs war, wurde die Phrase am liebsten sumerisch geschrieben.

Z. 2. Tenun am nach Z. 8 ergänzt. Über das Weglassen von Zeichen s. oben. - Tenunam ist, wie Z. 8 zeigt, der Name des Terrains.

Z. 3. elītim ist doch wohl auf tavirtim zu beziehen.

Z. 4. E-gal. Ein seltsamer Name. Der Name NI-NI-midi in Z. 5 ist mir auch unverständlich. Ilú-midi gibt keinen Sinn. Vgl. Ranke S. 36, der diese beiden Namen als einen Namen aufzufassen scheint, was aber auf einem Versehen beruhen muss.

Z. 6. Aštaba ist jedenfalls ein Ortsname; vgl. VI 49-2518 (Nr. 18) Z. 5: SAG-BI 2kam harrān Iškun-Ištarki, – Auf das letzte Zeichen folgen noch 2 kleine Keile, die sich am Ende der Zeile oft finden und wohl nichts zu bedeuten haben.

Z. 7. namkarum dürfte von ,,tränken" (Delitzsch, HW 408a) abzuleiten sein und „Bewässerungsanlage“ bedeuten. Vgl. narțabu von 107. S. auch II 8-186 Z. 6.

Z. 16. gamrat nach IV 33-580 Z. 11 und IV 48-717 Z. 15 ergänzt. klar zeigt.

1) Strassm. Dar. 26, 37 u. Ö.; vgl. auch die assyrischen Kontrakte bei Johns, Ass. Deeds and Docum.

2) Peiser (KB IV S. 305) übersetzt kimtum nisūtum u salatum mit „Verwandten männlicher und weiblicher Linie(?)“. NIN-A-NI-MEŠ in unserem Texte dürfte vielleicht für eine derartige Auffassung sprechen.

àdi 1 ata-a-an itanappal habe ich nach Prof. Delitzsch (im Kolleg) übersetzt. Demuths Übersetzung (in BA III 426) ist wohl als ein blosser Versuch anzusehen. Sie ist aber natürlich hinfällig. Vgl. Ges. Ham. Rect. Col. VI Z. 21, wo adu 12-ší nur heissen kann 12mal, 12fach; s. auch Col. VII Z. 63 und 66.

Z. 17. nu ist wohl richtig ergänzt. Die Spuren im Texte führen darauf hin.

Z. 18. gamram muss hier bedeuten: „voll bezahlt“. In den neubabylonischen Verträgen steht an entsprechender Stelle: šími eqlišu kasap gamirti mahir. Vgl. auch BA II 46, wo Delitzsch suluppu gammarūtu (Str. II 34,5) übersetzt: „Die Datteln sind vollzählig wiedererstattet“. Unsere Stelle zeigt auch klar, dass gamõru allein (ohne nadanu und eţēru; vgl. HW 199b) diese Bedeutung hat. Vgl. auch IV R 45 (K. 13) Z. 40: tapšuru ana amelrabutišu igammarma ,Lösegeld wird er seinen Grossen zahlen". - Vor tub ist etwas weggebrochen. Nach den Spuren dürfte nu zu ergänzen sein.

Z. 19. ula= ul kommt in diesen Texten oft vor; vgl. Meissner, APR S. 123.

Z. 21. Der Singular -šu ist auffällig. Er ist sicher auf jeden von beiden zu beziehen. So auch ahhišu in Z. 26, wie itanapalu in Z. 29

- Für šibu Zeuge“ s. 0. -- Vgl. Ges. Ham. S 7, $ 9ff. Z. 22. Hier wie Z. 28 ist Nannar an SIS-UD geschr., s. o. S. 28. Z. 24. eragamu. e und i wechseln häufig in diesen Texten.

Z. 26. bagri = paqri. Für den Wechsel von 3 und 5, 5 und Ps. Einl. S. 4.

ahhu für ahu in diesen Texten häufig. 1 ù ist wohl besser mit „oder" zu übersetzen.

Z. 27. bani am Schluss der Zeile beruht auf einem Versehen des Schreibers, verursacht durch die gleichlautenden ersten Bestandteile der beiden Namen. Flüchtigkeitsfehler waren auch bei den babylonischen dupšarrē nicht selten. Vgl. IV 20-285 Z. 10 und 40-624 Z. 11.

Z. 29. itanapalú. I 3 von apālu „antworten“, dann „entsprechen“, „befriedigen“, „entschädigen“; vgl. Delitzsch in BA

Beachtenswert ist, dass derselbe terminus in derselben Form im neubabylonischen Recht gebraucht wird, also zwei Jahrtausende hindurch unverändert geblieben ist. - Dass in solchen Fällen auch im alten Babylonien die Summe des zu zahlenden Strafgeldes eine ziemlich hohe war, lehrt IV 13-217, wo Z. 10-12 lautet: ragim iragumu 'l, manē kaspam NI-LAL-E „Wer Klage

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IV 81.

1) Auch in Ges. Ham. wird ahu Bruder mit zwei h geschrieben (vgl. Vers. Col. XV Z. 19, Z. 41 u. 7.) Hingegen wird daselbst ahu „fremd“ mit einem h geschrieben (vgl. Rect. Col. XII Z. 40), wie auch ahu „Seite“, das aber stets a-ah geschrieben wird (vgl. Rect. Col. XIII Z. 22 u. 7.).

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