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erheben wird, soll 13 Mine (zur Strafe) zahlen“.1 1/3 Mine war in der damaligen Zeit ein sehr ansehnlicher Betrag. Beachtenswert ist die Konstruktion ragim iragumu. Das u nach g in iragumu, an dessen Stelle in unseren Texten stets a steht, ist wohl auch durch das Relativverhältnis bewirkt.

Z. 31. Nannar an SIS-UD-KI geschr.; s. o. S. 28. Ein Göttername ohne einen zweiten Bestandteil kommt als Eigenname äusserst selten vor. — Oder sollte hier etwa Nannar-itti zu lesen sein? Dann würden wir aber ittii a erwarten.

Z. 33. Nannar gleichfalls SIS-UD-KI geschrieben.
Z. 35. S. für diesen Namen Meissner, APR S. 123.

Z. 37. Sin-ublam ,,Sin bat gebracht“ (sc. das Kind oder die Hilfe?). Vgl. auch den Namen Ilú-ublam (Briefe Ham. 29, 40).

Nr. 6: Bu. 88-5-12, 616 (CT II 16).

11 GAN eqlim i-na Hi-bi-nim 2j-ta llú--na(?)-ki i-ta Ib-ku-ŠŠá măr E(?)-ab(?)-ia 4 SAG-BI nsăr] Ha-ar-ha-ri-tum 5itti Fa-bi-šum mär Nu-ni-ia 67 Šá-at-an A-a PI an Šamaš i mărat Ilu-ka-Šá 8i-na šá-pi-ri-šá IN-ŠI-ŠAM ŠAM-TIL-LA-BI-ŠU 10kaspam IN-NA-LAL 11GIŠ-GAN-NA ÍB-TA-BAL 12 GU-BI AL-TIL 13 UKUR-ŠU MULU-MULU-RA 14 INIM-NU-UMMAL-MAL-A 16 MU an Šamašan Marduk 169 Za-bi-um it-ma-a.

17 mahar l-bi-ki-nu-um măr I-din-Sin 18 mahar E-la-ni măr Sin-ub-la 19mahar A-bu-va-qar 20 mår I-din-Upiki 21 mahar an Šamaš-tab-ba-šú 22 măr Sin-i-din-nam 23 mahar Im-gur-an Sin 24 mär Sin-a-bu-šú

Sin-a-bu-šú 25 mahar Sin-e-mu-ki 26 mahar Ilu-na-şir 27 mahar Sin-e-ri-ba-am 28 mär KA-an Bēli 29 mahar Šá-ill-šú 30 mahar U-bar-an Ninib2 1) an EN-LIL-.

2) an NIN-IB.

Übersetzung:

1 GAN Feldes in Hibinim neben Ilu-išna(?)ki und neben IbkuŠa, dem Sohne des Eab(?)ia, die Front nach dem Kanal Harharitum, 5 hat von Jabišum, dem Sohne des Nuniia, Šat-A-a, die Šamašpriesterin, die Tochter des Iluka-Ša, für Geld gekauft und als seinen vollen Preis 10 Geld bezahlt. Den ... -Stab hat man hinübergehen lassen; sein Vertrag ist fertig. Niemals wird einer mit dem anderen prozessieren. 16 Bei Šamaš, Marduk und Zabium schwuren sie.

1) Vgl. auch Ges. Ham. § 5.

Vor Ibi-kinum, dem Sohne des Idin-Sin. Vor Elani, dem Sohne des Sin-ubla. Vor Abu-vaqar, 20 dem Sohne des Idin-Upi. Vor Samaš-tabbašu, dem Sohne des Sin-idinnam. Vor Imgur-Sin, dem Sohne des Sin-abušu. 25 Vor Sin-emuki. Vor Ilu-naşir. Vor Sineribam. Vor KA-Bel. Vor Sa-ilišu. 30 Vor Ubar-Ninib.

Bemerkungen.

Z. 1. Hibinim Name des Terrains. Es könnte auch Higanim gelesen werden.

2. 2. Das Zeichen nach iš ist unsicher.
Z. 3. Das Zeichen nach e ist gleichfalls schwer zu erkennen.

2. 4. Die Ergänzung när ist wohl richtig. Harharitum ist wohl ein Kanal, kein Fluss, worauf schon der Name hinzuweisen scheint.

Z. 6. PI mit darauffolgendem Gottesnamen findet sich häufig als Zusatz hinter Frauennamen und muss, wie UD und SAL (s. Meissner, APR S. 111), eine Bezeichnung für eine Priesterin sein. Dass es ausser UD und SAL noch Priesterinnenwürden gab, zeigen Stellen wie II 42-2174A 2. 2 (EGIR an Šamaš), VI 31-476 Z. 9 (PI-SAL an Šamaš), VI 43-2191 Z. 21 und VIII 39-2492 Z. 32 (PA-SAL) und VI 46-2477A (Nr. 10) Z. 9 (SÁL-SUR an Šamaš). Die Rangunterschiede dürften sich allerdings schwer feststellen lassen. – Auch Männer werden oft als PA, PA-UD an Šamaš (IV 49-721 Z. 20) bezeichnet, die aber, wie ein Vergleich mit der neubabylonischen Zeit lehrt, keine eigentlichen Priester, sondern Tempelsekretäre u. dergl. waren (s. Delitzsch, HW 56). Die Bezeichnung für den wirklichen Priester war ŠIT (šangū; VIII 39605 Z. 19, 2492 Z. 21 u. ö.) und findet sich, soweit ich sehe, nur bei Männern, sodass hieraus zu schliessen wäre, dass die Frauen die niedrigeren Tempeldienste verrichteten, die eigentlichen Priester aber nur die Männer waren.

Z. 8. ina šapiriša findet sich häufig an derselben Stelle, wo

1) Vgl. auch I NIN-AN (Ges. Ham. Vers. Col. II Z. 36), NIN-AN (Vers. Col. V Z. 26), NIN-AN-YAF (Col. XIV Z. 61 und Col. XV Z. 20) und sonst ina kaspiša, ina ah kaspiša steht (II 26-332 Z. 7, IV 20-285 Z. 7 u. ö.). Der Zusammenhang lehrt, dass šapiru hier so viel wie

an Marduk (Col. XV Z. 78 und Z. 93). .

Geld“, „Kaufkosten“ bedeuten muss. In den neubabylonischen Verträgen kommt oft šibirtu (Ideogr. AZAG-PAD-DU) vor in der Bedeutung „Kaufsumme“ (Strassm., Dar. 26, 37 u. ö.). Šapiru ist nun zweifellos mit diesem šibirtu zusammenzunehmen. Für diese Annahme dürfte auch die Variante še piru (VI 31-476 Z. 11 und VIII 31-372 Z. 7) sprechen, die dem ši-ip-ru in II R 36, 27h fast gleichlautend ist. Zu beachten wäre, dass während im Neubabylonischen die feminine Form (šibirtu) gebraucht wird, sich im Altbabylonischen nur die maskuline findet (šapiru, šepiru, IV 16-265 Z. 12 auch šupiru). Wir haben also im Babylonischen einen Stamm hat, der allgemein „kaufen“ bedeutete (nicht etwa nur von Getreide, wie im Hebräischen und höchst wahrscheinlich von au ,die Frucht schneiden?" (Delitzsch, HW 639a) zu trennen ist. Von diesem Stamment „kaufen“ ist sowohl šepiru als auch šibirtu abzuleiten. Beides bedeutet „Kaufgeld“, „Kaufkosten“. w „kaufen“ scheint allerdings als Verbum äusserst selten gebraucht worden zu sein. Das gewöhnliche Wort dafür war šāmu. Der Unterschied von šīmu und šepiru, šibirtu dürfte darin bestehen, dass ersteres den vom Verkäufer für das Objekt ,, festgesetzten" Preis bezeichnet, letzteres dagegen das Geld, mittelst dessen der Käufer das Objekt kauft. Die Annahme, dass šibirtu aus dem šimu + atru bestand, wird hierdurch insofern bestätigt, als šibirtu eben das Kaufgeld“, „die Kaufkosten“ überhaupt bedeutete. Es war aber kein spezifischer terminus für šīmu + atru. šibirtu konnte ebensogut die Nebenkosten allein bezeichnen (Meissner, APR S. 10). Im Hebräischen muss dann gleichfalls der Stammt „kaufen“ (nicht als Weiterbildung von nu , brechen“, „was leicht aus der Hülle bricht“, Gesenius 13 S. 819) angenommen werden, der ursprünglich wohl allgemein (worauf noch Jes. 55, 1 hinzuweisen scheint), dann nur im engeren Sinne (spez. bei Getreide) gebraucht wurde. Erwähnt sei noch, dass sich im Midrasch 7inad „Preis“ (für Getreide) findet (Levy, NhW S. 503).

Z. 14. Zu INIM-NU-UM-MAL-MAL-A s. Meissner APR S. 119. Von Hammurabi ab wird nur diese Phrase statt NU-MU-UN-GIGI-DAM (S. o.) gebraucht.

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1) Meissner, APR S. 10, Peiser, KB IV S. 305 und Demuth in BA III 428.

Z. 18. Elani. Doch so zu lesen, nicht etwa Elali, wozu Ranke a. a. 0. S. 16 und 51 zu vergleichen wäre.

Nr. 7: Bu. 88-5-12, 673 (CT VIII 23).

an

14 GAN eqlim i-na 10 GANta 21 SAG-BI -me-E-a 3 akam SAG-BI Su-ut-ta 4i-na ma-áš-ki-tim šá an Nannar-MA-AN-SUM ó -šá-ki-i bitti Be-la-a Y KA-šá- Ùr-ra "ù KA-šá-an Šamaš märäni an Nannar-MA-AN-SUM SY ŠI-La-ma-si SÁL an(Šamaš?) omår Sin-i-ki-šá-am 10 IN-ŠI-ŠĀM ŠAM-TIL-LA-BI-ŠU 11kaspam IN-NA-AN-LAL 12 GIŠ-GAN-NA ÍB-TA-BAL 13 UKUR-ŠU MULU-MULU 14 MU an Šamašan Marduk u Za-bi-um 15 IN-PADDE-EŠ.

16 mahar an Nannar-MA-AN-SUM mār Na-ra-am-Sin 17 mahar Sin-pu-ut-ra-am mahar Ilu-šú-ba-ni 18 mărāni Arad-ili-šú 19mahar Ak-šá-ia măr Bi-ir-Te-tu(?)-lum 20 mahar Im-gur-Sin mār Nabi-ili-šú 21 mahar Sin-ba-ni mār Sin-a-bu-šú 22 mahar Im-gur-rum mår an Šamaš-en-nam 23 mahar -me-an Rammän mär Im-gur-Sin 24 mahar I-din-Sin már I-ku-un-ka-an IB(?) 25 mahar Ib-ni-an Ramman DUB-SAR

Übersetzung:

4 GAN Feldes innerhalb der 10 GAN, die eine Front an IšmeEa, die andere Front an Sutta (stossend), - von der Tränkung des Nannar-idinna á wird er tränken -, hat von Belā, KA-ša-Urra und KA-ša-Šamaš, den Söhnen des Nannar-idinna, ŠI-Lamazi, die Šamašpriesterin, die Tochter des Sin-ikišam, 10 gekauft und seinen vollen Preis in Geld bezahlt. Den ...-Stab hat man hinübergehen lassen. Niemals wird einer mit dem anderen (prozessieren). Bei Samaš, Marduk und Zabium 15 schwuren sie.

Vor Nannar-idinna, dem Sohne des Narām-Sin. Vor Sinputram, vor Ilušu-bani, den Söhnen des Arad-ilišu. Vor Akšaia, dem Sohne des Bir-Tetu(?)lum. 20 Vor Imgur-Sin, dem Sohne des Nabiilišu. Vor Sin-bani, dem Sohne des Sin-abušu.

Vor Imgurrum, dem Sohne des Šamaš-ennam. Vor Išme-Rammān, dem Sohne des Imgur-Sin. Vor Idin-Sin, dem Sohne des Ikunka-IB(?) Ibni-Rammän, dem Schreiber.

Bemerkungen:
Urkunde über Kauf eines Feldes. Preis nicht angegeben.

Z. 1. ina ro GANta. Wohl so zu fassen: innerhalb der 10 GAN Land, die die Verkäufer besitzen (gelegen). Vgl. IV 40-603 Z. 1—2. Für den Wechsel von ta und ta-a-an vgl. VI 44-2369 Z. 13 und 48-1024 Z. 12 mit VI 48-2519 Z. 15 und VI 44-2369 Z. 12 mit 48-1024 Z. 11. Zuweilen findet sich auch ta-a (IV 44679 Z. 14), wie es auch zuweilen ganz fehlen kann (VIII 41-867 Z. 13).

Z. 3. Das Zeichen nach 2 könnte auch kan sein. Zwischen kam und kan ist vielfach schwer zu unterscheiden. Su-ut-ta. Wohl ein Personenname.

Z. 4. Hier wird ausdrücklich hervorgehoben, dass der Käufer die „Tränkung (wohl im Sinne von Bewässerungsanlage“) des Nannar-idinna, des Vaters der Verkäufer, also des ursprünglichen Besitzers, zur Bewässerung seines eben gekauften Feldes benutzen kann. Diese Angabe ist hier deshalb nötig, weil ihre Felder zusammenliegen und nur aus einer Anlage mit Wasser versehen werden. 1

Z. 6. Für den senkrechten Keil vor KA-ša-Urra s. Einl. S. 10 Anm. 2.

Z. 8. Neben Lamasi findet sich auch der Name Šl-lamasi.

1) Eine derartige Angabe findet sich, soweit ich sehe, nur noch II 5-155. Dieser Text enthält auch noch einige Bestimmungen über Regelung der Bewässerung. Wegen des lexikalischen Interesses, das diese Stelle bietet, sei sie hier ganz mitgeteilt: 6 SAG-BI nâr Za-bi-um 7ki-ir-ba-nam a-na nāri id-ki 8SA-KU-BI eqlu Ta-li-ib-ni SAL an Šamaš 9mārat Mu-tu-ba-ni 10 a-na būri (oder ?) šá (oder -?)ta-mi-tim ú-ul ib-ba-al-ki-it 11;-na nam-ka-ri-šá i ma-na-ti-šá 12i-mu-ak-ka-ra. kirbānu ist bekannt in der Bedeutung „Schutzwehr“ (s. Delitzsch, HW 252a). Beachte in II 7-175 Z. 8 die Variante ka-ar-ba-nam. idki (von dikū, HW 316a) ist wohl hier in demselben Sinne gebraucht wie iz-zu-uk (von nasāku „setzen, legen, tun“, HW 472a) in II 7-175 2. 9 (karbānam ana härharritum izzuk; harharritum „Graben“ oder „Kanal“, nicht nur hiritu). SA-KU-BI muss eine Grenzbestimmung sein. Die erste Hälfte von Z. 10 ist mir nicht klar. ibbalkit IV 1 von nabalkutu „eindringen, einbrechen“. Auf namkariša in Z 11 folgt in Z. 12 das dazu gehörige Verbum makāru „,tränken“ (HW 408a), was über die Bedeutung von namkaru keinen Zweifel lässt. Vgl. nartabu von rațābu. mana tiša ist mir nicht bekannt. Wie der Zusammenhang lehrt, muss es auch soviel wie ,,Bewässerungsanlage“ oder dgl. bedeuten.

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