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ihres Geldes gekauft und als ihren vollen Preis 10 Sekel Geldes bezahlt. Den ... -Stab hat man hinübergehen lassen; sein Vertrag ist fertig; er ist befriedigt. Niemals wird einer mit dem anderen 10 prozessieren. Bei Samaš, A-a, Marduk und Hammurabi schwuren sie.

Vor Sin-eribam, dem Sohne des Ikunka-Ša. Vor Bur-Sin, dem Sohne des Zililum. 15 Vor Luštamar-Sin, dem Sohne des Iluidinnam. Vor Arad-Sin, vor Sin-eribam, den Söhnen des Naramilišu. Vor Ziiatum, dem Sohne des Ka- ... Vor Sagkud-mubalit. 20 Vor Ilušu-nasir, dem Sohne des Gimil-ilišu. Vor Iluka-Samaš. Vor Manniia, vor Ilu-abili(?), vor Ilu-rubū(?), den Söhnen des Adi(?)iatum. Vor Ludlul-Sin, vor Sin-usili, 25 den Söhnen des AradSin. Vor Bukušum(?). Vor Ilu-haziri. Vor Sin-idinnam. Vor Sinikišam. 30 Vor Abi-ilu. Vor Inbi-irșitim, dem Schreiber. Vor Samas-idinna.

Am 28. Elul des Jahres, da die Stadt Dadambi ...

Bemerkungen:

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Urkunde über Kauf einer Sklavin, Preis: 10 Sekel.

Z. 1. Hubazirum. Sicher so zu lesen, nicht etwa Huma sirum. Vom Stamme 130 ist uns auch der babylonische Frauenname Habaşirtu bekannt (Delitzsch, HW 268a).

Z. 2. Für an IM-RA= an Ramman-rihşu s. Hommel, Aufs. und Abh. S. 270.

Z. 3. Für LUGAL bēlu Besitzer“ s. Meissner, APR S. 119. Die Postposition IR ist, falls sie nicht etwa auf einem Schreibfehler oder auf Unkenntnis des Schreibers beruht, wohl zunächst mit KI : itti zu verbinden.

Z. 7. Zu ah kaspim s. o. S. 57 zu Nr. 11 Z. 11. Es ist wohl besser, hier mit „Geldes“ zu übersetzen.

Z. 15. Luštamar-Sin „ich will Sin verehren“, so auch in Z. 24 Ludlul-Sin „ich will Sin ergeben sein“; s. auch Ranke S. 32. — Statt idinnam könnte auch ennai ergänzt werden; doch s. II 26-332, Z. 26.

Z. 18. Zu Ziïatum s. Ranke S. 45. Die Zeichen nach Ka sind weggebrochen.

Z. 19. Zu dem Gott Sagkud s. Zimmern, KAT3 S. 410 Anm. 7.
Z. 20. Für ŠÚ = gimillu in Eigennamen s. Delitzsch in

BA II 625. Vgl. auch VIII 2-10 Z. 13 (Gi-milan Marduk), VIII 10-358 Z. 22 (Gi-mil-an Rammăn) u. v. a. Stellen, wo gimillu am Anfang phonetisch geschrieben ist.

Z. 23. Ob das von Pinches als 7(?) gegebene Zeichen NUN = rubu darstellt, ist fraglich.

Z. 24. usili in Sin-usili ist wohl II 1 von abo „jem. bitten, anflehen“: „Sin flehe ich an“.

Z. 26. Die Lesung dieses Namens ist nicht sicher.

Z. 27. Ilu-hasiri. Hommel in ZDMG Bd. 49 S. 525 und Ranke, Personenn. S. 48 nehmen westsemitischen Ursprung von hazāru an und stellen es mit hebr. min zusammen. Indes scheinen mir die Gründe (s. Ranke S. 48) nicht zwingend. Die Partizipialform hazir ist echt babylonisch (s. schon Ranke S. 49 oben). Formen wie jahzir und jahzar könnten ebenso zu erklären sein wie die Form maraş statt mariş im rein babylonischen marāșu (s. Ranke S. 47). hazāru wird daher, glaube ich, von einem Stamme 797 mit der Bedeutung „umhegen, beschützen" abzuleiten sein. Vgl. hebr. 727 „das umhegte Lager, der um hegte Hof" (s. Ges. 13 272), wo der Grundbegriff „umhegen“ ist. Vgl. auch die Schreibung Hașirum in VI 17-286 Col. IV Obv. Z. 38 und 40 und VI 18-286 Col. IV Z. 24 mit Hazirum in VI 18-286 Col. V Z. 20 und Col. IV Z. 19. Dass diese Wurzel bis jetzt im Babylonisch-Assyrischen nicht belegt ist, macht diese Annahme nicht unwahrscheinlicher. Die Namen bewahren bekanntlich am besten das Sprachgut (s. Ranke S. 48). S. auch oben S. 78 die Note zu Nr. 20 Z. 9. aziri (Ranke S. 48) wäre dann vielleicht von hasāru zu trennen und womöglich mit hebr. To zusammenzustellen. 1

Z, 34. Das Jahr ist noch unbestimmbar; vgl. Lindl a. a. O. S. 375.

Nr. 23: Bu. 91-5-9, 44 (CT VIII 22). 11 SAG amtu Be-el-ti-ma-gi-ra-at MU-NI-IM DUMUNI 3 amat Šar-rum-an Rammān à Ha-am-mu-ra-bi-an Šamši(-ši) 4itti Šar-rum-an Rammān mār an Rammān-na-și-ir Ha-am-mu

1) Pinches bemerkt bereits zum Namen Ja'azar-ilu (Peek-Pinches part III Nr. 13 Z. 4 und Z. 19; s. das. p. 58): „In the name of (his brother) Ja’azar-ilu, we have a verbal form which must be exceedingly ancient for Babylonia. This name probably means „God has helped“, and with this may be compared . . „“, “

*.ועזיר or ועזר Whom God helps, and the place name, עֲזַרְאֵל .the Heb

ra-bi-an Šamši(-ši) DAM-A-NI

DAM-A-NIFY an Na-bi-um-ma-lik imār an Rammän-na-și-ir SIN-ŠI-IN-ŠAM 9 ŠAM-TIL-LA-BI-ŠU 10172 šiqlu kaspam 11IN-NA-AN-LAL 12 UKUR-ŠU MULUMULU-RA 13 INIM NU-UM-MAL-MAL-A 14 MU an Marduk ù Ha-am-mu-ra-bi 15/N-PAD-DE-MEŠ.

16 mahar 1g-mil-lum mår Im-gur-ia 17 mahar an Sín-be-elilanil mår an Sin-i-ki-šá-am 18 mahar Ibik-A-ra-ah-tum mär l-kili-ba-ba-šú 19 mahar Arad-Ištár môr A-di-an-ni-a-am 20 mahar A-ve-il-an Na-bi-um mār A-na-anSin-i-si-el-li 21 mahar an Na-bi-umma-lik mär Im-gur-an Šamaš 22 mahar an Marduk-ilu ù TU-TUni-šú 23 mărāni an Rammān-na-si-ir.

24 arah AB-UD-DU umu 27 kam 25 MU Ha-am-mu-ra-bi LUGAL-E 26 INIM an AN an EN-LIL-TA 27 BAD--ER-(KI) 28 Ù MALAL-GI-A-(KI) MU-UN-GUL. 1) NI-NI.

Übersetzung: Eine Sklavin, namens Belti-magirat, und ihr Kind, die Sklavin des Sarrum-Rammān und der Hammurabi-šamši, hat von SarrumRammān, dem Sohne des Rammān-naşir, 5und der Hammurabišamši, seiner Frau, Nabium-malik, der Sohn des Rammān-naşir, gekauft und als ihren vollständigen Preis 1017 Sekel Silber bezahlt. Niemals wird einer mit dem anderen prozessieren. Bei Marduk und Hammurabi 15 schwuren sie.

Vor Igmillum, dem Sohne des Imguria. Vor Sin-bel-ilāni, dem Sohne des Sin-ikišam. Vor Ibik-Arahtum, dem Sohne des Ikili-babašu. Vor Arad-Ištar, dem Sohne des Adi-anniam. 20 Vor Avel-Nabium, dem Sohne des Ana-Sin-iselli. Vor Nabium-malik, dem Sohne des Imgur-Samaš. Vor Marduk-ilu und Tutu-nišu, den Söhnen des Rammān-nasir.

Am 21. Tebet 25 des Jahres, da Hammurabi, der König, auf Befehl Anus und Bels die Mauer von Maer und Malga zerstörte.

Bemerkungen:

Urkunde über Kauf einer Sklavin samt ihrem Kinde. Preis: 171/2 Sekel.

Z. 1. Aus dem Namen („die Herrin ist gnädig“) darf man wohl auf eine geborene Sklavin schliessen. Vgl. auch Namen

von Sklavinnen wie Bēltum-kima-abi (II 23-324 Z. 32), Dumugbēlti (VI 25-399 Z. 1) und Atkal-ana-belti (VI 37-707 Z. 2), Namen, die nur von einem Sklaven oder einer Sklavin bei der Geburt des Kindes gesprochen sein können.

Z. 2. S. auch II 23-324 Z. 21 f. und vgl. Einl. S. 9f.
2. 3.

Hammurabi-an Šamši „Hammurabi ist meine Sonne“. So möchte ich diesen Namen gegen Ranke S. 19 fassen. Der * Vater dieser Frau war wohl ein königstreuer Mann oder ein Verehrer des glorreichen Königs Hammurabi und gab auf diese Weise seinen Gefühlen Ausdruck. Schon das Komplement ši weist auf Šamšu „Sonne“ hin, Vgl. auch den Namen (einer Sklavin) Ummi-an Šamši(-ši) (II 23-324 Z. 28), der doch nichts anderes bedeuten kann als „meine Mutter ist meine Sonne“. 1 Auf eine Deifizierung des Königs lässt sich aus diesem Namen keineswegs schliessen. Dagegen spricht auch der von Ranke angeführte Name Hammurabilu-dāri, was doch nichts anderes bedeutet als „lang lebe Hammurabi“. Vgl. den Namen Šarru-lu-däri (Sanh. II 62). Vgl. auch King, Ham. III p. 7 n. 1, der zum Namen Hammurabi-bani sagt: ,,From Hammurabi-bani's name we may perhaps infer that he was a near relative or great favourite of the king.“

Über den Namen Zabium-NI-NI (IV 45-697 Z. 22) habe ich mir noch kein abschliessendes Urteil gebildet. Es dürfte aber nicht ausgeschlossen sein, dass hier ein (kanaanäischer Kriegs-?) Gott Zabium vorliegt.

Z. 4-5. Hier treten Mann und Frau als Verkäufer auf. Es gab also Fälle, wo die Frau in der Ehe gleiches Besitzrecht mit dem Manne hatte, so dass der Mann allein nicht verkaufen konnte. Wann die Frau dieses Recht hatte, dürfte sich schwer feststellen lassen. Gegen eine etwaige Annahme, dass die Frau an dem ganzen Eigentum gleiches Besitzrecht hatte, sprechen die Eheverträge, aus denen hervorgeht, dass die Frau dem Manne gegenüber keine unabhängige Stellung einnahm (s. Meissner, APR S. 14).2 Aus diesem Texte etwa zu schliessen, dass nur bei Kauf und Verkauf von Sklavinnen die Frau mitzusprechen hatte, weil sie ihr als der Hausherrin unterstanden, ist auch nicht zulässig. VIII 38-2378 (Nr. 4) verkauft eine verheiratete Frau allein Feld. Viel

an

1) Beachte auch Ges. Ham. Rect. Col. V Z. 4–5, wo sich Hammurabi » Šamšu(-ší) Bāb-iliski) „die Sonne von Babylon“ nennt.

2) Vgl. hingegen Ges. Ham. $ 152, aus dem hervorgeht, dass die Frau auch Besitzrecht an dem Eigentum hatte.

,נכסי מלוג) Eltern als Geschenk erhalten oder von ihnen geerbt hat

leicht herrschte im alten Babylon ein ähnlicher Rechtszustand wie später bei den Juden (nach dem Talmud), dass die Frau an den Gütern (Immobilien, Sachen, Sklaven, Tieren u. s. w.), die sie von ihren

(, s. Levy, NhW Bd. III S. 123), das alleinige Besitzrecht, der Mann aber die Nutzniessung hatte, die Frau sie daher ohne Einwilligung ihres Mannes nicht veräussern konnte.

Z. 12. GIS-GAN-NA u. s. w. fehlt.
Z. 14. Šamaš fehlt in der Schwurformel; s. 0. S. 23.

Z. 17. Über die mit bël-iläni zusammengesetzten Namen s. Ranke S. 23. Beachtenswert ist der Name Šamaš-bel-ilāni (VI 40-938 Z. 1), wo bēl „Herr“ an EN-LIL geschrieben ist.

Z. 18. Ikili-babašu ist mir seiner Bedeutung nach nicht klar.

Z. 20. Ist iselli in Ana-an Sin-iselli vielleicht mit 50 III (Delitzsch, HW 500b) zusammenzunehmen und zu übersetzen: „Von wegen Sin wird er hoffnungsvoll sein?“

Z. 22. Ist etwa in Tu-tu-ni-šú ein ni zu ergänzen und zu lesen: Tu-tu-NI-NI-šú „Marduk ist sein Gott“? Für TU-TU = Marduk s. Meissner, APR S. 112. — Ges. Ham. Rect. Col. III Z. 10 nennt sich Hammurabi narām Tu-tu ,der Liebling des Gottes Tutu".

Z. 25-28. Dieses Datum wird von King p. 230 n. 46 auf das 4. Regierungsjahr Hammurabis bezogen, von Lindl a. a. 0. S. 369 auf das 10. Jahr. – KA(INIM) in Z. 26 wie SAG geschrieben. Vgl. auch das Zeichen KA in dem Namen an Šamašilukani (VI 42-2470 Z. 17). — Für die Lesung MAL in Malgia und für die Stadt Maer s. Delitzsch in BA IV S. 407.1

Nr. 24: Bu. 91-5-9, 2196 (CT VIII 35). 11 SAG amtu A-mi-sa-ab-ti 21 alpu 1 3itti A-bi-ma-ra-as UD an Šamaš(?) 49 an Šamaš-dūr-a-li-šú DUMU-NI 57 Hu-ši-tum SÁL(?) an Šamaš 6 măr an Sín-pu-ut-ra-am Ti-na še-pi-ri-šá Svaar-ki zi-im-da-at šar-ri-im 9 IN-ŠI-ŠAM 10ŠAM-TIL-LA-BI-ŠU 1173 manë NI-LAL-E 12 ŠÀ-GA-A-NI NI-DUG 13 GIŠ-GAN-NA ÍB-TA-BAL 14 UKUR-ŠU MULU-MULU-RA 15 GU-BI AL-TIL

1) Ges. Ham. Rect. Col. IV Z. 11-13 sagt Hammurabi von sich: mušpazzir niši MAL-AL-KA-A-(KI) in karašim „der barg die Bewohner von Malka im Unglück“.

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