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M. S. C. K apff,
Defan in Münsingen (früber Pfarrer in Kornthal).

Erfter Sheil.

Meunte Auflage.

Mit allergnäd. Königl. Hürttemb. Privilegium.

Mit einem Stabilidh.

Stuttgart.
Druc und Verlag der Chr. Belfer'iden Buchhandlung.

Haltet an am Gebet!

Vorrede zur ersten Auflage.

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Die Abfassung dieses Buches habe ich ungern übernommen, nur auf wiederholte Aufforderung von Freunden, und weil eine unerwartete Unzahl von Subscribenten das noch immer vor: handene Bedürfniß einer solchen Krücke der Erbauung zeigte.

Nach dem Wunsche des Verlegers soll das Buch ein vollständiges Gebetbuch seyn, und so wurde es auch angekündigt, weil aber kein Mensch und am wenigsten ich etwas Vollständiges liefern kann, so möchte ich höchstens sagen, es ser ein vollständig seyn sollendes" Gebetbuch. Es sollte gewissermaßen den dritten Sheil bilden zu „Starks Morgen- und Abend-Andachten frommer Christen auf alle Lage im Jahr“, welche der Verleger im Jahr 1833 herausgegeben hat, , neu durchgesehen und im Ausdruck gebessert“ durch einen erleuchteten Diener Christi. Die zahlreichen Abnehmer dieses Buchs wünschen aber außer den täglichen Gebeten auch andere, und zwar für alle die verschiedenen Bedürfnisse, für Feste, Abendmahl, Krankheiten und andere einzelne L'agen des Lebens. Diesen Wunsch zu befriedigen, wurde ich beinahe genöthigt, und nachdem ich vergebens versucht hatte, alten Betern diese Last aufzubürden, übernahm ich in GOttes Namen den Auftrag, getrieben von dem Verlangen, zur Befriedigung eines vielfach ausgesprochenen Bedürfnisses das Meinige zu thun und zum Bau Zions ein Steinchen herbeizutragen. Weil ich aber immer der Meinung war, ein Gebetbuch sen für einen Christen eben so überflüssig, wie ein Briefsteller für ein Kind, das an geliebte Citern schrei

ben will, so schien es mir nöthig, das Buch so einzuhrichten, daß solche, die dessen noch bedürfen, nicht bloß daraus beten, sondern auch beten lernen könnten, überhaupt

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fo, daß das geist- und gedankenlose Buch-beten erschwert würde. Daraus erklärt sich die voranstehende Anweisung zum Beten, daraus Vicles in und an den Gebeten felbft, namentlich: daß sie viel Bibelwort enthalten, weil GOttes Wort auch in Gebeten eine unendlich größere Kraft und Eindringlichkeit hat, als alles Menschenwort. Um eben dieses Zweckes willen hielt ich es auch nicht für allzuverfehlt, wenn manche Gebete zu lang wurden. Wer Zeit und Lust zu beten hat, dem ist es doch gewiß lieber, wenn von dem reichen Inhalt eines dem Gebet zu Grund lie: genden Tertes nicht bloß ein Theil, sondern das Ganze gegeben wird. Wer weniger Zeit, oder, wie beim Familiengebet gar häufig, weniger aufmerksame Mitbeter hat, für den sind die langen Gebete abgetheilt, so, daß gar leicht und unbedenklich die eine Hälfte heute, die andere morgen gebetet werden kann. Auch kann ja Jeder in seinem Buch nicht nur die größeren Abschnitte mit Zahlen am Rand be zeichnen, sondern auch selbst noch andere beliebige Ab(dynitre machen, und manche Sätze als wegzulassende bezeichnen, so daß ein Gebet sehr abgekürzt werden kann.

Sonst will ich nichts entschuldigen, die Schuld Alles dessen, was mangelhaft oder schlecht ist, trage ich und bitte um Vergebung, das Verdienst aber dessen, was etwa taugt, gebührt allein Dem, der mir unter vielen und vieler: lei Hindernissen von Außen und Innen geholfen hat, überhaupt irgend etwas zu Stand zu bringen. Seiner Ehre allein soll auch diese Arbeit dienen, und wenn sie das nicht vermag, To foll sie recht bald untergehen! JEsus Christus aber bleibe für Alle, die ihn im Geist und in der Wahr: heit anbeten, wie gestern und heute, so in alle Ewigkeit der Weg, die Wahrheit und das Leben! Kornthal, im Mai 1835.

Der Verfasser.

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