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Išum richtete nach dem Berg Hihi sein Antlitz, während der „Siebengott“, der Starke ohne Gleichen,

hinter ihm drein stürmte.
Am Berge Hihi langte der Held an.
25 Er erhob seine Hand, vernichtete den Berg.

Den Berg Hihi machte er dem Erdboden gleich.
Die Weinstöcke des Hašur-Waldes vertilgte er.

K. 1282 Rev.*

Umschrift.

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ana

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1o ša?

a- lik

nu

Ša- na-at la ni-bu ta- nit- ti beli rabe- e [ ša ilu Dibbar- ra i-gu- gu- ma ana sa- pan mâtâte [ka- li- ši- na

) iš- ku

[ú- zu- un- šú i'u [- šum ma- lik- šu ú- ni- hu- šú- ma

i- si- [ ib 5 ka

şir ham- me- šu kabti ilâni Marduk mâr m[ i- na šad mu- ši ú- šab- ri- šu- ma ki-i ša ina mu-na-at-ti (

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Į šú- ma ul
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ilu Dibbar- ra

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ilu] I- šum
mah- ri- šu

2- lu el- [lu] (ilâni?] nap- har- šui- na- ad- du

it-ti-šú ki]-a-am ik- ta- bi ķu- ra- du

ila Dibbar-ra ša .....)-ma-ru ša-a-šu i-na-du ina a-šir-ti-šu lik-tam-me-ra hêgallu

fbiltu?) ú-šam-sa-ku a-a i-si-in-na ķut- rin15 (ša]

ú- šar- bu-ú li- bel
ša ta- nit- ti
kar-ra-du-ti-ia i dib-

bu

bu hi- ra

ši zamieru šá i- șar- ra-hu ul in ma- ti ina šib- ti eli šarri u rubê

at-
mu-

šú dùp- šar šá ih- ha- zu i-še-ti ina nak-ri-i kab-bit-t{2-šu] a- šir- ti

uni- ma-ni a-šar ka- (- a- an šú-me i-zak-ka-ru ú- zu- un- šu

a- pi- itina bîti a-šar bîti bu-ša-a-šu šak-nu ilu Dibbar-ra lu a-gu-ug-ma liš- gi- šú

ilu VII-bi

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šu- me

kib- ra

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li- tib

amel 20

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* K. 1282 Obv. enthält Reste von 35 und mehr Zeilen, deren Inhalt nur zu einem geringen Theil klar ist. Zuerst hält Dibbarra inmitten aller versammelter Götter, Igigi und Anunnaki eine längere Rede: wegen früherer Sünde sei er erzürnt gewesen etc. Mit 2. 16 beginnt der Gott Išum zu dem „heldenmüthigen Dibbarra“ zu reden, und zwar in versöhnendem Tone; vgl. Z. 32 ff.: „die Götter des Landes, welche gezürnt hatten, sollst du wieder wohlgesinnt machen ....., Feldfrucht(?) und Korn mögen gedeihen

die Berge mögen ihren Überfluss, das Meer seine Fülle darbringen (?), die Felder, die verwüstet waren" etc.

patru šib- ti

ul i- ti- hi- šu ša- lim- tu šak. na- as- su 25 za-ma-ru ša-a-šu a-na ma-ti-ma liš-ša-kin-ma li-kun ga-du ul-la(?) ma-ta-a-ti nap-har-ši-na liš-ma-ma li- na- du ķur- di- ia nišê kal da-ád-me li-mu-ra-ma li- šar- ba-a šú

me,

IO

Übersetzung
Unzählige Jahre soll die Glorie des grossen Herrn, des Gottes [
Da Dibbarra zürnte und zu überwältigen die Länder [insgesammt]

seinen Sinn) richtete, während Išum, sein Berather, ihn beruhigte und er abliess (von

seinem Zorn. (5-8)

) Dibbarra trat ihm entgegen, da den Gott Išum, seinen Vorläufer, als herrlichen Gott die Götter insgesamt neben ihm priesen, Und also sprach der heldenmüthige Dibbarra: „Wer jenen ..... preist, in dessen Heiligthum schwinde der Überfluss, (seine Abgabe) soll man entziehen, nicht lege man auf Räucherwerk! Wer aber meinen Namen verherrlicht, der beherrsche die Welt- 15

gegenden! wer die Glorie meiner Tapferkeit kundthut,

der sei ohne Gleichen! Der Sänger, der sie besingt, wird durch die Seuche nicht sterben,

König und Grossem gefalle seine Rede! Der Tafelschreiber, der sie erlernt, wird entrinnen dem Weh [ im Heiligthum des Volkes, woselbst er beständig meinen Namen

nennen wird, werde ich ihm öffnen das Ohr. Im Hause oder wo sonst sein Besitz verwahrt ist, mag Dibbarra

zürnen und der Gott VII-bi Verheerung anrichten Dolch und Seuche wird ihm sich nicht nahen, unversehrt bleibt er. 25 Möge dieser Gesang allzeit hin erschallen und ewig bestehen! Mögen die Länder allesamt ihn hören und mein Heldenthum preisen, Mögen die Bewohner aller Städte lesen und verherrlichen meinen

Namen! Philologische Noten. K. 2619. Col. I. Z. 9. ar-ra-šu-nu at-ta-ma. Vgl. zu arru Vogelfänger II R 27, 40c, d: GİD.DA.HU = ár-rum ša issûri.

Z. 10. tâbir, viell. von jenem & fest umschliessen, von welchem DELITZSCH die Substt. aburru Umschliessung, nâbaru, nâbartu Käfig herleitet.

Beiträge zur semit. Sprachwissenschaft. II.

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Z. 13. Zu zîmu s. DELITZSCH, Prolegomena S. 152 f. Dass nach babyl. Anschauung die Götter sich in Thiere verwandeln können, lehrt NE 51, 12, wonach die Götter von Erech sich in Fliegen verwandelten. Dibbarra verwandelt sich in einen Löwen – er ist ja eins mit dem Löwengott Nergal, welcher dargestellt wird unter dem Bilde der geflügelten Löwencolosse oder nêrgalê.

Z. 15. Eine Vergleichung mit Z. 22 lehrt, dass es ein fremder Statthalter war, welcher in Dibbarras Auftrag an Babel Rache nehmen sollte.

Z. 21. Prof. DELITZSCH vermuthet: e-nik ši-zib še-ir-ru ein kleines, Milch saugendes Kind. Für še-ir-ru, anderwärts šer-ru (Zeichen šar, šir) geschrieben, sei auf K. 7331 Col. III 11 hingewiesen, wo še-ir-ru (=TUR. DIS.GA) mit șihru, [u] (beide =TUR.DIŠ) und lâ[) Eine Gruppe bildet.

Z. 24. nab-hat pit-pa-nu. Die Bed. von nabhat (oder naphat) erhellt aus dem Zusammenhang. Ich lese nabhat (mit 6) und vermuthe Zusammenhang mit nibhu Schleife, Schlinge (nervus?) V R 28, 41

45g. h.

Z. 25. şâbê ki-di-nu ik-kib Anum u Dagân. Die Bed. von ik-kib in diesem Zusammenhang ist mir dunkel. Im Übrigen vgl. Stellen der Sargonsinschriften wie Pp. IV. ff.

Z. 28. munnašunu taptêma ( dâmēšunu); vgl. zu munnu Sanh. V 78: kîma mehê gabši ša šamûti si-ma-ni ù mun-ni-šu-nu ušarda (liess ich fliessen) șir irșiti šadilti. Munna pitù wohl ziemlich gleichbedeutend mit libba pitû, s. oben die Etana-Legende, 1. Abschnitt Obv, 18: pitêma libbašu (karassu šutu!).

Col. II. 2.6. Für die Hierodulen-Namen kizrêti, uhâtu und harimâti s. WB, S. 288 und ALFRED JEREMIAS, Izdubar-Nimrod, S. 59f. Das Wort harimtu findet sich auch auf einem Fragment der K-Sammlung, welches eine Verwünschung enthält, die der assyrische König Asurnirari gegen einen gewissen Mati'ilu von Charran aussprechen liess. Es heisst dort Rev. Col. II 8 ff.: wenn Mati'ilu gegen (ina) diese Satzungen Ašur-nirari's, Königs von Assyrien, sich versündigt (ihțiti), so werde er eine harimtu, seine Leute (Krieger, amei şâbêšu) aššâti (mögen werden zu Weibern), wie eine harimtu möge er auf den Plätzen seiner Stadt ....

Z. 8. ia-ru-ra-ti. K. 3476 Obv, 29 steht eben dieses Wort im Parallelismus mit ķilâte Verbrennungen.* Der Stamm ist 7783,

* Aus dem oben citirten Text K. 3476 sei auf folgende interessante Stelle im Vorbeigehen aufmerksam gemacht: LU.NITA ina eli kinûni innadı ..... ilu Gibil iķamûšu ilu Kingu šû išâti işamûšu sikâti (vgl. hebr. mip??) ša ištu libbi kinûni ušanmaru mulmullê padůti ša išpat Bil ša ina šalâ’šunu (bei ihrem Geworfen

wovon arîru glühend, brennend VR 4, 51. 60. In der Bed. Dürre lesen wir arúrtu z. B. IV R 39, 42 b.

2.9. amel KUR.GAR. RA und amål i-sin-[nu). Vgl. II R 32, 21. 22 e. f.: KUR.GAR.RA= šú-u, UR.SAL (d. i. Frauendiener) =as-sin-nu. Beide Klassen von Dienern am Tempel der Göttin Istar scheinen gemäss Z. 10 Eunuchen gewesen zu sein. Nach einer Mittheilung von Herrn Prof. DELITZSCH werden auf einem Londoner Fragment as-sin-nu und amèl KUR.GAR.RA aufgefordert, Flöte zu spielen.

Z. II. nâš pat-ri naš nag-la-bi kup-pi-e u șur-ti, wohl verschiedene Klassen von Tempeldienern, welchen die Schlachtung der Opferthiere und Zubereitung der Opfermahlzeiten oblag. Dass naglabu eine Art pațru Dolch, Dolchmesser ist, lehrt II R 24 Nr. 2, 6oc. d: GÍR (d. i. patru) ŠÚ.I=nag-la-bu; zu vergleichen wird syr. Les pugio, ensis sein. Für ķuppû kommt für die Bedeutung hauptsächlich V R 56, 54 in Betracht: ul-tu pat-ru i-na kišâdi-šu ù ķup-pu-ú ina i-ni-šu, für die Lesung Sarg. Ann. 136: ana Ursâ ..... șur-ti nag-la-bi ķu-bi-e is ..... ti aškun. Die letztere Stelle muss, glaube ich, massgebend sein auch für die Sargon-Stellen Ann. 294: Merodachbaladan warf sich auf den Erdboden, zerriss sein Gewand, nag-la-ba -ši-ma ušaşriha bikitu (Prof. DELITZSCH erinnert an lob 1, 20) und Stele I 43: ganz Urartu ušaššâ (1. Sg.) nag-la-ba. Zu șurtu vgl. 7Ex. 4, 25.

2. 13. la ba-ne pa-ni nicht hell d. i. finster von Antlitz =grimmig. Vgl. pa-ni ba-nu-ti Adapa-Legende Obv. 27.

Col. IV. 2. 1-5 scheint die Beschreibung eines Tempels des „Königs der Götter" zu geben, welcher inmitten eines mauerumschlossenen Parkes gelegen gedacht ist (ähnlich der Wohnung des Tyrannen Humbaba). Viell. am Berge Hi-hi gelegen, wohin Išum Z. 21 seinen verheerenden Zug richtet. – K. 4386 Col.

K. 4386 Col. IV 50 erklärt ilu Da-pi-nu durch ilu DUN.PA.UD.DU. A.

Z. 7. Die Erklärung dieser Zeile hat DELITZSCH in WB, S. 458 gegeben. Das Original bietet wirklich ni, wie a. a. 0. richtig vermuthet wird.

2. 9–14. Zu den in diesen Zeilen genannten Ländern ist nichts weiter zu bemerken. Für Subartu sei an K. 4337 Col. II 6–9: su-bartum, Ideogr. SU.EDINki u. a. m., erinnertBeachtenswerth ist die Erwähnung von Assur.

2. 18. na-kab(gab)-šu-nu || napharšunu, eine weitere Belegstelle für das zuerst von WINCKLER im Wörterverzeichniss zu seinem Werke über Sargon aufgezeigte Subst. nakbu (nagbu?) Gesamtheit.

werden) malü puluhtu ...... ina mahâșišunu dannu inir mahl der Ti'âmat, hiernach ein Feuergott?

... Ist Kingu, der Ge

Z. 21. Das Gebirg Hihi wird II R 51, 19c. d. ein Gebirg a-har-ri-i „des Westlands“ genannt; es folgt je ein Berg von Elam, Guti, Subartu (SU. EDIN ki) und weiterhin zwei von Lulubî, vgl. Paradies S. 101 ff. Dass dieses „Westland" nicht in Palästina, sondern an der Grenze Elams zu suchen ist, wird jetzt wohl allgemein anerkannt. Unsere Stelle lehrt es, ebenso wie II R 51 Nr. 1, von neuem und zwar in jeden Zweifel ausschliessender Weise.

Z. 22. i VIl-bi kar-rad šanān išappisu arkišu. Hier, dessgleichen Sanh. Baw. I (ilu VIl-bi ilâni rabûti). Asarh. Sindschirli (ils VIl-bi ilâni şardûti), vgl. IV R 33, 12 (List of Months: der Monat Adar war dem ilu VIl-bi ilầni rabûti geweiht), dürfte ilu VIl-bi von einer einzelnen Gottheit zu verstehen sein. Dagegen dürfte K. 1282 Rev. 24: Dibbarra möge zürnen und liš-gi-šú ilu VIl-bi auf eine Mehrzahl von Gottheiten führen, was K. 8571 Col. I 6: ilu VIl-bi nap-haršu-nu zweifellos zu machen scheint. Vgl. IV R 21 Nr. 1 B Rev. 21/22: AN III-bi = ilâni si-bit. S. auch WB, S. 191 Anm. 4.

K. 1282. Obv. Z. 5. ķu-la-ma napharkunu habt Acht, ihr alle (DELITZSCH).

2. 7. lib-bi a-gu-ug Perm., vgl. Rev. 23: Dibbarra a-gu-ug-ma.

Rev. Z. 13. i-na-du, vgl. 2. 27 li-na-du, St. na’âdu erhaben sein; preisen.

Z. 20. nak-ri-i Gen. von nakrú, Inf. IV I von 70 bedrängen, in Leid bringen u. ä. Oder ist zu trennen nak-ri i-kab-bit?

K. 8571. Col. I. Z. 10. Beachte den Inf. IIIII šumuttu in: salmât kaķķadi ana šú-mut-ti šumķut bûl şêri.

Inhaltsübersicht. Das Fragment K. 2619 beginnt mit einer Rede des Gottes Išum an Dibbarra, in welcher er die blutigen Kriege schildert, die sein Herr gegen die verschiedenen Städte Babyloniens geführt hat. Zunächst ist von Babel die Rede. Dibbarra hat die Babylonier wie Vögel in seinem Netz gefangen. Als Löwe hat er im Tempel gewüthet. Er hat ein feindliches Heer gegen Babel geführt, welches erbarmungslos alle Einwohner hinschlachtete, so dass die Strassen von Blut flossen. Darüber wird Marduk, der Stadtgott von Babel, zornig und spricht einen Fluch gegen Dibbarra aus. In der II. Columne ist zunächst von einer Stadt des Sonnengottes, wohl Sippar, die Rede, deren Mauer Dibbarra gegen den Willen des Gottes in Trümmer gelegt hat. Darauf geht die Erzählung zu Erech über und beschreibt die Istarstadt mit ihren Hierodulen, Eunuchen und sonstigen Dienern und Priestern der Göttin Istar. Gegen diese Stadt hat Dibbarra den wüsten Stamm der Sutäer aufgewiegelt, welche die Stadt in Brand setzten; ein grimmiger Statthalter hat ihre Kultusbräuche beseitigt. Wie Marduk wegen Babel, so erzürnt Istar wegen

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