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pfänger nicht mit seinem Namen, sondern mit seinem Titel angeredet wird (s. unten).

6. KU-BAR-SI wird V, 15, 54ef durch par .... erklärt, das nach V, 14, 36; 28, 14 g h und durch einen Vergleich von Cyr. 232, 26; 253, 7 mit Nbk. 87, 4 zu par-si- (resp. ši)-gu zu ergänzen sein wird; vgl. auch ZEHNPFUND BA I, 515.

9. TUK steht hier wie in neubabylonischen Contracten so häufig TUK-SUN in der Bedeutung „Wolle“ und ist, wie ZEHNPFUND BA I, 494 nachgewiesen hat, eine Abkürzung des Zeichens SIG, Interessant ist, dass sich diese Schreibung schon so früh findet.

10. mašlû ist seiner Bedeutung nach noch nicht ganz feststehend. So viel ist jedoch sicher, dass es irgend etwas mit ,Haut, Fell“ zu thun hat. Ausser dem mašlû ša igâri wird II, 62, 65 c d ff. ein mašlû ša maški erwähnt; vgl. auch II, 32, 38g h maš-lu-u=maš-lum. Ferner wird V, 14, 36c d ff. maš-lum durch şubâtu erklärt und II, 6, 33c d findet sich die Gleichung ŠAH-MAŠ-LUM

ap-par-ru-u. Auch šillû* (II, 62, 73g h; II, 35, 73g h; V, 26, 48 e f) bedeutet (gemäss persönlicher Mitteilung JENSEN's) etwas Hautartiges. Vielleicht wünscht also Mennâ, dass Ahatia ihm die Wolle samt den Häuten schicken soll.

II. Der Anfang der Zeile ist zerstört. Das erste Zeichen kann ad oder și sein. Ausserdem fehlt noch ein Zeichen.

12. Den Spuren nach ist meine Ergänzung ta(!)-ha(!)-ba-li-in-ni so gut wie sicher.

14. Für libbu in der Bedeutung „Wunsch, Willen“ vgl. z. B. Sarg. St. 31: ša libbi ilâni šarrût Bâbili epušu „der gegen den Willen der Götter die Herrschaft über Babylon ausübte".

15. Der šabiru, an welchen z. B. der Brief V.A.Th. 963 gerichtet ist, ist sicher kein Eigenname, sondern ein Titel. Vielleicht ist er

šapiru (Sarg. Ann. 95, 437 etc.) und etwa mit „Geschäftsführer zu übersetzen.

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* Dass so zu lesen ist, hat JENSEN, De incant. S. 39 nachgewiesen.

a- an- nam ta- pu- la- an- ni- ma
10. e- ci- ba- ak- ku)- šu

a-na mi-nim a-di i-na-an-an
la ta- ad- di- in- šu- ma
kasap- šu la tu- ša- bil
ar- hi-

i- di- iš- šu- ma
15. kasap- šu Šu- bi- lam.

Übersetzung: An Mâr-Ištar von Sulmu-amnu(?). Samaš und Marduk mögen Dir Leben schenken. Niemals habe ich gesagt, Du hättest meinen Willen nicht gethan. Ich habe nur geäussert, dass Du den subaräischen (Sclaven) für Geld verkaufen möchtest. Darauf antwortetest Du freiwillig: „Ich habe ihn Dir überlassen.“ Warum hast Du ihn bis jetzt nicht gegeben resp. sein Geld geschickt? Gieb ihn schnell resp. schicke sein Geld (zurück).

Anmerkungen: 7. Unter dem Subaräer ist nach dem Inhalt des Briefes ein subaräischer Sclave zu verstehen. Auch sonst scheinen Sclaven aus Gutium (Bu. 88–5-12, 215, 3: ana šîmi SAG ardâni Guti) und SU-EDINNA (V.A.Th. 1176, 8: 1 SAG ardu SU-EDIN-[NA-KI] namram) in damaligen Zeiten in Gebrauch gewesen zu sein.

9. annam ist wahrscheinlich nur eine verkürzte Form von anna-ma (II, 65, 4, 7a), die gleich hebr. Dan ist.

10. Wenn der Text dieser Zeile sicher ist, muss man annehmen, dass es im Assyrischen, wie im Arabischen, gestattet sei, an ein Verb zwei Suffixe zu hängen. Da indess anderweitig diese Erscheinung nicht zu belegen ist,* ist es vielleicht möglich, in dem šu einen Schreibfehler für ma zu sehen, wie er sich auch sonst in altbabylonischen Contracten nachweisen lässt.

12. Der Sinn der Zeilen 11--13 und 14-15 macht es unmöglich zu übersetzen: „Warum hast Du ihn bis jetzt nicht hergegeben und sein Geld nicht geschickt? Gieb ihn schnell her und schicke sein Geld.“ Vielmehr ist die Sachlage folgende: der Schreiber des Briefes hatte dem Mâr-Ištar das Geld für einen zu liefernden Sclaven schon im Voraus gegeben; dieser hatte aber am bestimmten Termin sein Versprechen nicht gehalten. Deshalb wird er hier ersucht, entweder den Sclaven zu liefern oder das Geld zurückzuschicken. Daher die obige Übersetzung

* In Formen wie iķabakinušu (Cyr. 377, 16) und ašpurakkinušu ist kinušu nur eine Nebenform von kunuši. Das Fem. kinaši findet sich bekanntlich IV? 29*, 13b.

14. idiššuma steht für idinšuma und ist Imp. I, I von 70 mit dem Suffix der 3. Pers. Sing.

4. V.A.Th. 793.

ma

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A-na A-pi- lim- ša il Marduk

u- ba- al. la- tu- šu
ki- be-

-ta-mar- il Rammân- ma
5.
il Šamaš u il Marduk da-ri-û-mi

li- ba- al- li- tu- ka
a-pi-lu-u NU-GIŠ-SAR-MEŠ mârâni Sippar Ki
-šum la- ah- hi- ru- ti- šu- nu

ša ik- li- ku- ma is- șa- ab- tu
10. ik- bu- nim-

(ni)-
aš- šum ki- a- am dub- bi u- ša- bi- la- ķu

li- e- šu- nu- ti
at-
tar-

da- ku
si- ig- mi-

šu- nu
15. mu- hu- ur-
ma- ha- ar

il ŠŠamaš
li- ik-

bu- ni- ķu su- ha- ri- šu

pi- uš- še- ir- šu- nuo ši- im 20. pu- ut- te- ir- šu

ti Bâbilaki la 2- ka aš- ša- du ina šu- ті- за

an- ni- tu

e-pu-su-nu-ši

ma

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nu

nu

Übersetzung: An Apil-sa-Marduk-uballațušu von Aštamar-Rammân. Samaš und Marduk mögen Dir ewig Leben schenken. Die Landleute, Bewohner von Sippar, haben wegen ihrer Diener), welche geflohen und gefangen genommen waren, geredet. Aus diesem Grunde schreibe ich an Dich diesen Brief. Ihre Kinder schicke ich zu Dir. Nimm an ihre .... und vor Samaš mögen sie Dir Reue(?) geloben(?). Lass sie los und befreie sie. Nach Babylon werden sie nicht kommen. In meinem Namen thue also mit ihnen.

Anmerkungen: 1. Der Vergleich mit den vorigen Adressen erfordert es, in Apil-sa-Marduk-uballațušu einen einzigen Namen zu sehen, der bedeutet „Nebo wird ihm Leben schenken.“ Ein Analogon findet er

in dem bekannten Namen Tukulti-apil-Esarra. Eine Übersetzung: „An den Sohn des Marduk-uballațušu“ ist daher unzulässig.

7. apilû NU-GIŠ-SAR-MEŠ bedeutet jedenfalls nur „die Landleute." Dieses nach unsern Begriffen überflüssige aplu oder mâru findet sich auch sonst schon im alten Babel; Str. W. 50, 17 wird Kišti-Urra als mâr rabi zikâti bezeichnet, während er Str. 41, 28 als rabi zikāti figurirt. Es erklärt sich dieser Gebrauch, wie schon ZEHNPFUND (BA I, 535) bemerkt hat, aus dem Forterben der Gewerbe vom Vater auf den Sohn.

8. Die Lesung mit la ist sicher; și ist ausgeschlossen. Es scheint, als ob mit diesem Worte LA-BAR= ardu (V, 19, 44c d), kalů (II, 32, 15e f) und Y mit der Aussprache LAGAR=kalů (II, 21, 42cd), lagaru (Sb I, IV,8'und vgl. ZIMMERN BB 28) zu vergleichen sei. Der Sinn erfordert etwa „Knechte, Diener.“

10. Das ni ist radirt.

12. Die zu dem Adressaten gesandten Söhne sind sicherlich die Söhne der entflohenen Sclaven, welche ihm, um ihn zu versöhnen, sigmi darbringen.

16 ff. Die Übersetzung der folgenden Zeilen ist unsicher, weil karâbu sonst nur in der Bedeutung „segnen" bekannt ist. suhâru findet sich noch einmal in dem altbabylonischen Briefe Bu. 88—5– 12, 65 Rev. 4 ff.: a-na a-ma-tim u su-ha-ri-e la ta-gil)-a.

19. piuššeršunuši steht für wuššeršunuši (s. o.) und ist Imp. II, I von wašâru mašâru* entlassen. Die Suffixe šunuši, šinaši finden sich fast ausnahmslos nur in alter Zeit. 20. Für putter

putter s. o.
22. annîtu steht hier neutrisch.

Für diese Formen, wo ursprüngliches , in verwandelt wird, wenn sich an dritter Stelle befindet, s. MEISSNER-Rost, Bauinschr. Sanh. 34.

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Sog. Freibriefe d. h. Urkunden, in welchen die Steuerfreiheit eines Stück Landes oder eines ganzen Bezirkes bestimmt wird, haben wir in ziemlich bedeutender Anzahl überkommen. Dieselben sind sämtlich aus Stein gefertigt, tragen bildliche Darstellungen und berichten in ihrer Inschrift gewöhnlich den Grund der Immunität des betreffenden Grundstücks, dessen Lage ebenfalls fast immer genau angegeben wird.

Alle diese Freibriefe, die von den Zeiten des ersten Nebukadnezar bis zu der Merodachbaladans II. reichen, sind babylonisch; assyrische waren bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Neuerdings haben sich in der K.-Sammlung des Britischen Museums auch vier assyrische Freibriefe gefunden, von denen einer der Zeit Rammân-niraris und drei der Regierung Asurbanipals entstammen. Diese unterscheiden sich von den eben erwähnten in nicht unwesentlichen Punkten. Zuerst ist das Material ein anderes; denn die assyrischen Documente sind sämtlich aus Thon gefertigt und bieten ausser dem königlichen Siegel, welches nach der Überschrift gesetzt ist, keinerlei Darstellungen. Der Bericht über die Gründe der Verleihung der Steuerfreiheit ist ganz allgemein gehalten, und die Grenzen der verliehenen Grundstücke werden gar nicht angegeben.

Die drei Urkunden aus Asurbanipals Zeit sind sogar vollständige Duplicate, die sich nur durch die verschiedenen Namen der drei Beneficianten von einander unterscheiden. Man wird deshalb entweder annehmen müssen, dass der König nach einem Feldzuge drei Generalen diese Schenkungen machte, oder dass dies ein stehendes Formular war, wonach alle solche Dotationen ausgeführt wurden. Die zweite Annahme scheint mir die wahrscheinlichere zu sein.

Die folgende Edition giebt den Text von K. 2729. Die zwischen den Strichen befindlichen Zeichen finden sich nur auf K. 211. Von Rm. 308 ist die Überschrift hergenommen, welche auf den beiden andern Tafeln weggebrochen ist.

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