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Die

ie Geschichte der Religion Jesu Christi von Friedrich Leopold, Grafen zu Stolberg, fünfter Theil (Hamburg 1809 bey Fr. Pertķes), ist mit den Glaubensund Sittenlehren der christ - katholischen Kirche nicht allein völlig einstimmig, sondern auch mit hoher Würde und herzlicher Seraft zur Erbauung der Leser in solchem Maße geschrieben, daß ich diesen Sheil deren, welche die vorhergehenden in eben dem religiösen Geiste verfaßten, kennen, zu empfehlen unnöthig erachte.

Wünster den 5. März 1809.

K i ft & maker,
Prof. der Ereg. und Eraminator synodal.

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Ich übergebe meinen Lesern, in diesem fünften Theile, die Geschichte unsers HErrn und Heilandes Jesu Christi, Des Sohnes Gottes, Der, vals die Fülle »der Zeit gekommen war, von einem Weibe gebohren »ward auf daß wir die Kindschaft empfingen. Bal.16.4.6.

Seit vier Jahrtausenden hatten die Erbarmangen Gottes auf die Erscheinung Seines Sohnes im Fleische vorbereitet. Die Anstalten Gottes zu unserm Heile, sind unsrer ganzen Aufmerksamkeit, unsers demüthiga sten Dankes werth, und werden für alle, welche die Kindschaft Gottes durch sie empfingen und bewahrten, der Inhalt ihres ewigen Preises Seiner Erbarmung feyn.

Darum habe ich geglaubt bey diesen Anstalten der Erbarmungen Gottes verweilen zu müssen, und wenn einigen Lesern scheinen mag, daß ich sie zu säumend durch die Geschichte des alten Bundes geführt habe, so that ich es doch mit Vorbedacht, und nicht ohne Ueberwindung. Denn, wiewohl ich die Geschichte der Urwelt, der Erzväter, und des erwählten Volkes, mit

Freudigfeit und mit Liebe fchrieb, To Tehnte mein Herz sich doch immer darnach, mit meiner Arbeit die Fülle »der Zeit« zu erreichen, in welcher, aus heiliger Pflanze, deren Samen die Berheißung Gottes in die Herzen unsrer ersten Eltern falen ließ, die Er Erzvä. tern anvertraute, dann in heiliges Land versezte, die Blume des Heils hervorgehen følte, das geoffenbarte Gebeimniß der Liebe Gottes, »in weiches auch die Engel »gelüftet, einzuschaun.«

1. Petr. 1.

Hier ist die Geschichte der Tage, welche der Sohn Gottes hienieden lebte; hier ist sie, wie ich sie, nicht ohne Furcht, aber mit überschwänglicher Freude den heiligen Verfassern nachfchrieb. Da mein Zweck es also erfoderte, trug ich die vier Evangelien in Einem Zusammenhange vor, wobey ich Rondets Concorde des saints évangiles zum Grunde legte *). Sie ist ursprünglich von Calmet, doch mit verschiedenen Abs weichungen, so wie auch ich mich bewogen gefunden, von der Ordnung der Ereignisse und der Reden Jefu , wie Rondet sie gibt, manchmal abzuweichen.

Einige Mißgriffe mögen ohne Zweifel auch in meiner Harmonie der Evangelien geschehen feyn, doch wohl nicht beträchtliche. Sie alle zu vermeiden möchte schwer, und sich, daß man sie alle vermieden hätte,

*) Sie findet sich im 13. Theil der Sainte Bible en latin et

en françois avec des notes littérales, critiques et bistoriques u. 1. w., tirées du commentaire de Dom. A uguste Calmet, de Mr. l'Abbé de Vence et des autres auteurs les plus célèbres pour faciliter l'intelligence de l'écriture Sainte.

Der ungenannte Verfasser war Rondet,

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