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Evangelisch schriftliche

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C. A. D.
einem evangelischen Prediger und Seelsorger, der

die Würde und Bürde seines Amtes fühlt.

Wem viel gegeben ist, bey dem wird man viel suchen,
und welchem viel befohlen ist, von dem wird man viel
fordern.

& u . 12, 48.

Er ft e 8 H e f to
Einleitung sblåtte t.

ter.

Stuttg a to
bell sob. Fried. Steintop f.

1 8 1 8.

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Selbsterkenntniß und Erkenntniß Gottes und Jesu Christi (vgl. Joh. 17, 3.) zu begründen, zu befördern und in ims mer ernstere und anhaltendere Uebung zu bringen; dieß ist der überall durchscheis nende Zweck dieser Blåtter.

Die Aufschrift derselben: Evangelische christlich - bezeichnet nicht nur deutlich gea nug den Gesichtspunkt, aus dem sie zu bea trachten und nach dem sie zu beurtheilen, sons dern auch den Kreis von Lesern, für den sie bestimmt sind.

Nicht alles, was chriftlich heißt, ist evan. gelisch *). Evangelium ist nach Paus

*) Zur Beleuchtung dieser Behauptung nur von ei. ner Seite mag folgende Stelle Luthers dienen: ,,Biele machen aus Chrifto einen Mofes, fo Er uns doch darum nicht mit seinem Blute erfauft hat, daß Er allein uns Tehren sollte, wie wir ein gut Leben führen möcha ten, sondern daß Er selbst in uns leben und regieren wollte, unfer Herr feyn, der in uns alle Werke felber thåte, welches allein durch den Glauben an Ihn geschehen mage

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(us, dem vorzüglichsten Prediger des Evanges liums (Briefe an d. Róm. u. Ebr.) Anküns digung der in Jesu Christi Versöhnungstode gegründeten Begnadig ung 8- Anstalt, oder das theure, die ganze Welt voll fúnds hafter Sterblichen ansprechende Wort: daß Sesus Christus der Sohn Gottes ins Fleisch gekommen (1 Joh. 4, 2.), und als Gottmensch in dieser Welt erschienen ist, die Sünder selig zu machen (1 Tim 1, 15. 2 Tim. 1, 10.). Evangelisch-chriftlich ist also eine auf diese Ansicht von Sesu Chrifti Person und Verdienst gegründete Gesinnung, deren vefte Wurzel Glaube ist, Glaube an den Herrn voll Gnade, Wahra heit und Herrlichkeit.

Dieß aufs neue ins Licht zu regen und die Lehre von der Versöhnung in ihrer ses gensreichen ausgebreiteten Anwendung darzus

stellen, ist der Hauptzwed dieser beyden Eins leitung 8 - Blåtter. Ganz genau genoma men ists freylich nichts Neues und durch seine Neuheit Frappantes, waslinan shier zu suchen hatte. Wie sich aber die Erde noch immer wohl befindet bey ihrer alten Sonne, so hålt sich auch der Verfasser immer einzia ger und vester an Ihn, den Wahrhaftigen (Joh. 14, 6.), der sich mit vollstem Recht (Joh. 8, 14. 14, 11. ogl. Luc. 7, 20. 22.) das Zeugniß geben durfte: Ich bin das Licht der Welt! (10h. 8, 12.). Noch Kennt er keine Schule wie die Seinige, die dem nach Wahrheit, Ruhe und Gerecha tigkeit schmachtenden Geist gleiche Befries digung, und für die Zukunft, wenn der Lehra kurs hienieden vollendet seyn wird (vgl. 1 Kor. 13, 9. f. 12.), ro herzerhebende Hoffnungen gewährte. Eben diese frohe Erfahrung, und der Wunsch, sie mit recht Vielen theilen zu dürfen, ist die Ursache der håufig angeführten Schriftstellen. „Immer nå her zur Quelle!“ ist der entschiedene Wahlspruch des Verfassers.

Der nachdenksame Leser dieser Blåtter wird bald finden, daß die Schrift-Stellen

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