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der Lebendigen, denn Alle leben ihm. (39) Und etliche der Schriftgelehrten antworteten und sprachen: Lehrer, du hast recht geredet. (40) Sie wagten aber nicht mehr, ihn um etwas fra= gen. (41) Er aber sprach zu ihnen: Wie sagt man von Christo, daß er ein Sohn David's sein solle, (42) da doch dieser David im Buche der Psalmen spricht: der Herr sprach zu meinem Herrn, seße dich zu meiner Rechten, (43) bis daß ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege. (44)

(1) Da er aber aufblickte, sah er

die Reichen ihre Gabe in den Schaßkasten einlegen; (2) er sah aber auch

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3u V. 42. Pf. 110, 1; Matth. 22, 43; Mart. 12, 36 stehet dieser Ausspruch auch. Was das Eigen zur Rechten Gottes oder zur Rechten der Kraft set, wird am besten flar aus Matth. 26, 64 und Mark. 14, 62, wo Jesus sagt: Gerade von jezt ak_werdet ihr sehen des Menschen Sohn fißend zur Rechten der Kraft; denn gerade von ba ab bewies er seine höchste geistige Kraft, seinen höchsten Gehorsam und seine höchste Liebe, indem er das größte Opfer brachte, was er bringen konnte, und als der Erstge borne aus Gott bringen mußte, um sein Werk zu erfüllen; er erstieg die höchste Stufe geistiger göttlicher Kraft und seßte sich zur Rechten der Kraft. Darum hat ihn Gott zum Herrn gefeßet, daß alle ihm folgen und unterthau sein sollen, damit er sie in den Gehorsam und unter die Herrschaft Gottes einführe und errette aus der Hand des Bösen, dem die in Finsterniß und Ab. fall von Gott gekommene Menschheit Gehorsam leistete und dienete. Christus_soll herrschen so lange, bis er alle Feinde Gottes ihm zu Füßen werfe, ihm unterthan und gehorsam mache. Gott hat ihm gei ftige Macht, Gewalt und Ansehen verliehen, vermöge welcher er Alle unterthänig machen kunn; er hat ihn somit zum Herrn und Herrscher gemacht, damit er alles Böse bezwingen und alle Menschen Gott unter

David nennt ihn hier seinen Herrn, und wie ist er sein Sohn?

(45) Indem aber alles Volk zuhörete, sprach er zu seinen Jüngern: (46) Hütet euch vor den Schriftgelehrten, welche gern in langen Kleidern einhergehen, und Begrüßungen auf den Straßen lieben, und die ersten Size in den Synagogen, und die ersten Pläge bei den Gastmählern, (47) welche die Häuser der Wittwen verschlingen und zum Scheine lange Gebete halten; diese werden um so härteres Urtheil davontragen.

Kapitel

21.

eine arme Wittwe daselbst zwei kleine Geldstücke einlegen. (3) Und er sprach: In Wahrheit sage ich euch, daß diese arme Wittwe mehr denn alle eingelegt hat; (4) denn diese alle haben von ihrem Ueberfluffe zur Gabe Gottes eingelegt, diese aber hat von ihrem Bedürfnisse Alles, was sie zum Leben nöthig hat, eingelegt.

(5) Und da Etliche vom Tempel sagten, daß er mit schönen Steinen und Weihgeschenken geschmückt sei, sprach er: (6) Dieses, was ihr hier schauet; es werden Tage kommen, in welchen nicht ein Stein auf dem an= dern gelassen wird, der nicht abgebrochen wird. (7) Sie befragten ihn aber und sprachen: Lehrer, wenn wird nun dieses sein? und welches ist das Zeichen (Merkmal), wenn dieses ge= schehen soll? (8) Er aber sprach: Sehet zu, daß ihr nicht getäuscht wer

werfen könne. Wo Christus nicht als Herr anerkannt wird, befolgt man seine Befehle nicht, und wo man das nicht thut, tommt man nicht in die Herrschaft Gottes, sondern bleibt unter der Herrschaft des Teufels und der Welt, d. h. des Bösen und der Sinnlichkeit.

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det, denn viele werden kommen in meinem Namen und sagen: ich bin es, und der rechte Zeitpunkt hat sich genahet. Gehet ihnen nun nicht nach! (9) Wenn ihr aber höret von Kriegen und Aufruhr, so zaget nicht, denn die ses muß vorher geschehen, aber so bald ist die Vollendung noch nicht. (10) Alsdann sagte er zu ihnen: Es wird sich erheben Volk wider Volk und Reich wider Reich. (11) Und es werden große Erschütterungen hin und wieder und Hungersnöthe und Seuchen sein, und es werden Schreckmittel und große Zeichen vom Himmel sein. (12) Aber vor diesem allen werden sie die Hånde an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch in Synagogen und Gefängnisse überliefern, daß ihr vor Könige und Statthalter geführet werdet, um meines Namens willen. (13) Es wird euch aber zum Zeug nisse gereichen (ausschlagen, auslaufen). (14) Nehmet es nun zu Herzen, euch nicht vorher einzuüben, euch zu ver theidigen. (15) Denn ich werde euch Rede und Weisheit geben, welcher nicht werden widersprechen noch widerstehen können alle eure Widersacher. (16) Ihr aber werdet überliefert werden selbst von Eltern, Brüdern, Verwandten und Freunden, und sie werden manche von euch zum Tode bringen. (17) Und ihr werdet von allen ge: haffet werden um meines Namens Willen. (18) Aber kein Haar von eurem Haupte soll verloren gehen. (19) In eurer Ausdauer gewinnet ihr eure Seelen. (20) Wenn ihr aber sehet Jerusalem umringet von Heer

lagern, alsdann merket, daß seine Verwüstung nahe ist. (21) Alsdann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Gebirge, und wer in der Mitte (Stadt) ist, entweiche daraus; und wer auf dem Lande ist, gehe nicht hinein; (22) denn das sind die Tage seiner Strafe, auf daß erfüllet werde alles, was geschrie: ben stehet. (23) Wehe aber den Schwangern und den Säugenden in diesen Tagen, denn es wird eine große Noth auf Erden sein und ein Strafgericht über dieses Volk. (24) Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes, und gefangen geführet unter alle Völker; und Jerusalem wird zertreten sein von den Heiden, bis die rechte Zeit der Heiden erfüllet werden wird. (25) Und es werden Zeichen an Sonne, Mond und Ster= nen sein, und auf Erden Beängstigung der Völker in Rathlosigkeit, rauschendes Wasser und Seekrankheit*, (26)

Zu V. 11. Durch die Predigt des Evan geliums wurden die alten Verhältnisse und alle geistigen Vorstellungen und Thätigkeis ten geändert, daher mußte Alles erschüttert werden, und hin und wieder besondere gei ftige Erregungen und Erscheinungen zu Tage kommen, große Zeichen vom Himmel.

Zu V. 25. Wenn das Volk durch die Schärfe des Schwertes fallen und die neue Lebre des Christenthums sich ausbreiten Alles zu Grunde gehen; dann wird man wird, so werden Viele glauben, es müsse in Rathlosigkeit sein und nicht wissen, ob man am alten Tempeldienste festhalten, oder Gott nach Jesu Lehre dienen solle und fchen wird wie ein aufgeregtes brüllendes der der Men Meer sein, wobei alle schwachen Naturen krank werden, so daß Viele vor Furcht und Erwartung der Dinge förmlich ersterben werden, weil alle geistigen Kräfte in Be wegung kommen, und alles das bisher Fest

stehende wankt und schwankt.

Das Wort odlos (spr. salos), das ich mit Seekrankheit übersetzt habe, bezeichnet jede schwankende, unruhige Bewegung, Schwingung, Erschütterung, Wanken, auch Seekrankheit und Gemüthsbewegung, Un ruhe, Sorge, Furcht, und ist daher ganz geeignet, den Seelenzustand zu bezeichnen, welcher zu der Zeit stattfinden mußte. Un ser deutsches Wort thut das nicht, daher muß eine Aufzählung der verschiedenen Bedeutungen den Mangel erseßen.

und Erstarrung der Menschen vor Furcht und Erwartung der kommenden Dinge auf der bewohnten Erde sein, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. (27) Und dann werden sie sehen (erkennen) den Sohn des Menschen, den kommenden in Wolken* mit großer Kraft und Herr lichkeit.

(28) Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so arbeitet euch empor aus Noth und Gefahr (erhebet euch, kom: met wieder zu Athem) und hebet eure Häupter auf, weil sich eure Erlösung (Erretung, Heilung) nahet.

(29) und er sagte ihnen das Gleich niß: Sehet den Feigenbaum und alle Bäume; (30) wenn sie schon ausschlagen, so merket ihr, wenn ihr dies an ihnen sehet, daß der Sommer schon nahe ist. (31) Also auch ihr, wenn ihr sehet dieses geschehen, so erkennet, daß das Reich Gottes nahe ist. (32)

(1) Es nahete aber das Fest des Ungesäuerten, das da Passah heißet. (2) Und die Hohenpriester und Schrift:

Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dies alles geschehe. (33) Himmel und Erde werden vorübergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. (34) Hütet euch aber, daß eure Herzen nicht beschweret werden mit den Folgen der Völlerei, Trunkenheit und Nahrungssorgen, und euch dieser Tag unvermuthet überrasche; (35) denn wie ein Fallstrick wird er kommen auf alle ruhig Dafißenden auf der ganzen Erde.

(36) So wachet nun, bittend zu aller rechten Zeit, damit ihr würdig werdet zu entfliehen diesem allen, das da geschehen muß, und zu stehen vor des Menschen Sohn.

Kapitel 22.

Zu V. 27. Das Wort ve❤ein (spr. nephelä) bezeichnet Wolke, Gewölk, Nebel, dann um wölkung der Sinne durch den Tod, Todes= dunkel, Todesnacht. Es ist dies eine Wie derholung des Ausspruches Jesu vor Kai. phas, Matth. 26, 64, wo er sagte, daß er jezt in der Wolke, oder wie man es auch verstehen kann, im Todesdunkel erscheinen werde. Es ist dies eben so doppelt bedeu, tend, wie das Wort aqua (spr. haima), Blut im Abendmahle; die Bedeutung des Wortes,,kommen“ ist schon angegeben.

Zu V. 28. Wenn also die Menschen recht in Verwirrung und Angst kommen werden, dann werden sie anfangen, den Gekreuzigten, den in den Wolken Schwebenden und durch Todesdunkel Gegangenen als den Erlöser, als den Messias zu erkennen, und wenn diese Erkenntniß anfängt, dann sollen die Jünger fich emporrichten, sich

(37) Er lehrete aber bei Tage im Tempel, des Nachts aber ging er hinaus, und übernachtete auf dem soge= nannten Delberge. (38) und alles Volk suchte ihn eifrig im Tempel, um ihn zu hören.

gelehrten suchten Gelegenheit, ihn zu vertilgen, fie fürchteten aber das Volk. (3) Es fuhr aber der Satan in Judas, mit dem Zunamen der Ischariot, der einer von den Zwölfen war. (4) Und er ging hin und beredete sich mit den Hohenpriestern und Hauptleuten, wie er ihnen denselben überliefern wolle. (5) Und sie freueten sich, und kamen überein, ihm Geld zu geben. (6) Und er suchte schickliche Gelegenheit, ihn, ohne Volksauflauf zu erregen, zu überliefern.

(7) Es kam aber der Tag des Un

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gefäuerten, an welchem das Passah geschlachtet werden mußte. (8) Und er sandte Petrus und Johannes aus und sprach: Gehet hin und bereitet das Paffah für uns, damit wir es effen. (9) Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir es bereiten? (10) Er aber sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt kommt, wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt, folget ihm in das Haus, wo er in hineingehet, (11) und sprechet zu dem Herrn des Hauses: der Meister läßt dir sagen, wo ist das Zimmer, wo ich das Passah mit mei: nen Jüngern essen kann? (12) Und dieser wird euch einen großen, mit Polstern belegten Saal zeigen, daselbst bereitet es. (13) Sie gingen nun hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passah. (14) Und da die Stunde gekommen war, legte er sich nieder, und die zwölf Apostel mit ihm. (15) Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dieses Passah mit euch zu essen, ehe denn ich leide. (16) Denn ich sage euch, daß ich nicht mehr davon effen werde, bis es erfüllet wird in dem Reiche Gottes. (17) Und da er den Kelch genommen und gedankt hatte, sprach er: Nehmet diesen und theilet ihn unter euch; (18) denn ich sage euch, daß ich nicht mehr von dem Ge: wächse des Weinstocks trinken werde, bis dieses, das Reich Gottes gekommen ift. (19) und er nahm das Brot, nachdem er gedankt hatte, brach er es und gab es ihnen, indem er sprach: Dieses ist mein Leib, der für euch ge gebene, dieses thut zu meinem Gedächtnisse. (20) Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahle und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in

meinem Blute", das über euch ausge goffene. (21) Doch siehe, die Hand dessen, der mich überliefern wird, ist mit mir bei Tische. (22) Und der Sohn des Menschen gehet zwar hin nach der Bestimmung*, doch wehe dem Menschen, durch welchen er überliefert wird. (23) Und sie fingen an unter sich zu untersuchen, wer von ihnen es wäre, der dies zu thun im Begriffe sei.

(24) Es entspann sich aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen für den Größeren zu halten sei. (25) Er aber sprach zu ihnen: Die Könige der Völker herrschen über sie, und die Gewalt über mit Gewalt über sie üben, werden Wohlthäter genannt; (26) ihr aber nicht also: sondern der Größere unter euch werde wie der Kleinere, und der Angesehene wie der Diener. (27) Denn wer ist größer, der zu Tische Liegende, oder der Bedienende? Nicht wahr, der zu Tische Liegende; ich aber bin mit ten unter euch, wie der Dienende. (28) Ihr aber seid diejenigen, welche mit mir in meinen Versuchungen ausgehalten haben; (29) darum übertrage ich euch das Reich, so wie mir es mein Vater übertragen hat, (30) daß, ihr effet und trinket an meinem Tische in meinem Reiche, und ihr sollt sizen auf Thronen und richten die zwölf Stämme Israels.

Zu V. 20. aiua (spr. haima), Blut, Geblüte, Verwandtschaft, Geschlecht.

(31) Der Herr sprach aber: Simon, Simon, fiehe, der Satan hat euch zu rückverlangt, euch zu fichten wie den Weizen; (32) ich aber habe für dich gebeten, daß deine Treue und dein Glaube nicht aufhöre, und bist du einst

Zu V. 22, doigoo (spr. horizo), bestim men, begrenzen, beschränken, sondern, trennen, festseßen, Med.: doigouar (spr. hori. zomai), sich die Grenzen bestimmen und das so umgrenzte sich aneignen, durch eigenen Willen oder Beschluß festseßen, beschließen, verfügen, bestimmen, anordnen.

zurückgekehrt, so stärke deine Brüder. (33) Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir in das Gefäng: niß und in den Tod zu gehen. (34) Er aber sprach: Petrus, ich sage dir, der Hahn wird heut nicht krähen, ehe du nicht dreimal geleugnet hast, mich zu kennen.

(35) Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und Tasche und Schuhe, habt ihr an etwas Mangel gehabt? Sie aber sprachen: an Nichts. (36) Er aber sprach nun zu ihnen: Aber nun, wer einen Beu tel hat, der nehme ihn, gleicherweise eine Tasche; und wer Nichts hat, verkaufe* sein Kleid_und_kaufe* ein Schwert; (37) denn ich sage euch, daß noch das Geschriebene an mir vollbracht werden muß, nämlich das: und zu den Uebelthätern ward er gezählet; denn auch dies hat seine Erfüllung* an mir. (38) Sie aber

Zu V. 36. nolέwo (spr. poleo), Waare gegen Waare umseßen oder vertauschen, das Her auch verkaufen.

άyogagwo (spr. agorazo), auf dem Markte sein, daher reden, rathschlagen, kaufen, vertaufen. Jesus meint hier gewiß nicht das irdische Kleid und ein eisernes Schwert, sondern die geistigen Dinge, und man sollte überseßen: er habe sein Gewand vertauscht und das Schwert des Geistes (welches ist das Wort Gottes) erwählet, um auf dem Markte des Lebens zu fechten wider das Reich des Teufels. Jesus wollte keine rohe Gewalt des Fleisches angewendet wissen, diese Macht der Finsterniß war unter seiner Würde, darum befahl er dem Petrus ja gleich: stecke dein Schwert in die Scheide! als er anfing, es zu gebrauchen. Es ist wahrscheinlich, daß auch die Jünger dies damals noch nicht so verstanden, denn sonst hätten sie wohl nicht gesagt: hier sind zwei Schwerter. Jesus aber belehrete ste jest nicht, sondern sie sollten ihn später erst verstehen lernen, nachdem er sein Werk vollbracht haben würde.

Zu V. 37. Télos (spr. telos), hier mit Erfüllung überseßt, bedeutet: Ende, Ziel,

sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug.

(39) Und er ging hinaus und be gab sich seiner Gewohnheit nach auf den Delberg, und es folgeten ihm auch seine Jünger. (40) Als er aber an den Ort gelangt war, sprach er zu ihnen: Betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet. (41) Und er entfernte sich von ihnen, ohngefähr einen Steinwurf weit, knieete nieder und betete, (42) indem er sprach: Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber, doch nicht mein Wille, sons dern der deine geschehe. (43) Es er:

Zweck, Vollendung, Vollziehung, Vollbringung, das Ende oder den Ausgang einer Sache, die Beendigung bef. des Lebens, das erreichte Ziel, den erreichten Wunsch, den Hauptzweck, die Hauptsache, den Haupt. inhalt, Dasjenige, worauf es ankommt, eine festgeseßte bestimmte Zeit, den Zustand der Vollendung oder Vollkommenheit, das voll Ausgewachsensein, das volle reife Alter, den höchsten Stand im bürgerlichen Leben, das äußerste Ziel der bürgerlichen Ehre, d. h. obrigkeitliches Amt oder Würde, überhaupt ein Staatsamt, Posten, Anstellung, die da mit verbundenen Geschäfte oder Verpflich tungen, die ertheilten Befehle, auch die obrigkeitlichen Personen, das, was zum Staatshaushalt bezahlt und entrichtet wird, Steuer, Zoll, die beilige Weihe oder Einweihung, bes. in die eleusinischen Mysterien, worin Priesterbetrug, so es ging, den Gipfel und die Vollendung des Lebens ahnen ließ; Einfalt oder Scham, auch wohl Furcht der geäfften Eingeweihten, die vor. gespiegelte Vollendung entweder selbstgenügsam erkannte, oder klüglich zu erkennen sich stellte; vom entgegengeseßten Aeußersten, die Anfänge eines vollkommenen Lebens, auch die Mysterien selbst; jede religiöse Ceremo nie, Feierlichkeit. Die vielseitige Bedeutung dleses Wortes kann dem Sage noch viele Bedeutungen geben, wörtlich:,,denn das über mich hat Ende" das kann auch heißen: das über mich Geschriebene, Gesprochene, Verhängte 2c. hat seine Erfüllung, Weihe 2c.

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