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verborgen ist, und erkennen, daß das vergänglidhe, glaubten, oder als da wir sind gläubig worden. Ding, welches sie so bod gehalten, nichts sei. So lange wir nicht glauben, und vom Evangelio

Wir haben etwas geredet von der Nacht und nichts wissen, ist das Heil fern von uns; sobald von denen, die in der Nacht Qlafen, wir müssen aber die Predigt des Evangelii in uns beginnet zu aud den Tag besdauen. Der Tag ist das Licht wirken, und wir anfangen gläubig zu werden, dann des heiligen Evangelii, wenn es gevrediget wird, nabet sich auch das Heil in Christo, und das ist daß es Herz und Seele erleuchtet. Die Sonne die gedachte Morgenröthe. an diesem Tage ist Christus Jesus, wie er selber Wenn diese geistliche Morgenröthe anbricht, spricht Job. 9: Jd bin das Licht der Welt. Denn und den Tag berzu führet, das ist die Zeit und die an Christum glauben, die empfangen von ihm Stunde, davon Paulus faget: Wir wissen die Zeit, einen bellen Schein, das ist die Erkenntniß der daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf. Gnade Gottes und die Gerechtigkeit; der Glaube Gleid wie die Nacht von Gott und der Natur ist ist das Auge, das die Sonne Christus siebet, und geordnet zum Schlaf: also ist der Tag verordnet das Licht in ihm empfindet. Wenn nun Christus zur Arbeit. Darum auch wie der Nadtfinder der Welt geprediget wird, stebet das Licht da; so Eigensdaft ist, schlafen: also muß auch der Tags aber Christus durch den Glauben in uns ersehen kinder Eigenschaft sein, aufstehen vom Sølaf und und ergriffen wird, so gebet das Licht auf in uns. wachen. In der Morgenröthe wird die Welt In der Finsterniß berrschet Unwissenheit und Boss gleidsam neu, die Stille der Nacht wird aufgebo: beit, denn man erkennet den Willen Gottes nicht; ben, Menschen und Thiere regen sich. Also, wenn dieser Tag aber eröffnet alles, was Gott sei, was das geistliche Licht in unsern Herzen anfäbet auf: wir seien, was Hölle fei, was Himmel sei, was zugeben, da ist keine Zeit mehr in dem Sünden: vergangen, was zukünftig, wober wir gekommen, idlaf länger liegen zu bleibena da müssen wir Au: wobin wir gelangen; allermeist eröffnet er die Gnade gen bekommen, das recite lebendige Gut erkennen, Gottes, gegeben durch Christum Jesum. In sols und nach demselben tradten. Also wird dann der cher Erkenntniß der Gnade beftohet die Gerechtig: Aufgang des geistlichen Tages der Grund, warum keit. Darum erleuchtet nicht allein dieses Lidt den ein Christ bei dem Schein des Evangelii ehrbarlid Verstand und die Seele, sondern theilet auch mit als ein Licht wandeln soll. Denn es wil der Apoeinen Glanz, daß wir durch dasselbige Licht vor ftel also foließen: Wenn der Tag anbricht, ist es Gott leuchten in der Gerechtigkeit, beller denn die Zeit aufzusteben vom Sclaf; nun aber, wenn Sonne. Das ist der Tag, den der Herr gemacht Christus geprediget wird, ist der Tag angebrochen, bat, wie geschrieben stebet im 118. Pfalm. Den darum ist es auch Zeit, alsdann aufzusteben vom lieblichen Tag machet die liebliche Sonne, aber diesen Solef der Sünden. Tag machet der Herr felbst, er ist selber die Sonne. So müssen wir auch nun weiter zum andern

Wenn wir wissen, was Tag und Nacht ist, merken auf den Gebrauch des licto, daß wir wis: fo wissen wir auch, was das gesagt ist: Die Nacht sen, wie wir im Licht wandeln sollen. Solches ist vergangen, der Tag aber berbei kommen. Wenn lehret der Apostel, wenn er also beldleußt: So las: die Nacht bald zu Ende kommt, so nabet sich der set uns ablegen die Werke der Finsterniß, und an: Tag, und je mehr der Tag fich nabet, je mehr die legen die Waffen des Lichts. lasset uns ebrbarlich Nadt vertrieben wird, und das ist die Morgen wandeln als am Tage; nicht ein Fressen und Saus röthe: also aud wenn das Licht des Evangelii in fen, nicht in Kammern und Unzuật, nicht in na uns anfängt zu leuchten, gebet uns auf die geist- , der und Neid; sondern ziebet an den Herrn Jesum liche Morgenröthe, da Tag und Nacht sich scheiden. | Christ, und wartet des Leibes, doc also, daß er Darum wird auch in heiliger Sørift die tröstlide nicht geil werde. Diese Worte mollen wir in fünf und lebendige Predigt des Evangelii verglichen ei: Regeln schließen, die uns weisen sollen die Art, des ner Morgenrötbe.

Lichteg redt zu gebrauchen. Also legte es der Apostel selbst aus, wenn Die erste Regel: Lasset uns ablegen die er spricht: Unser Heil ist jeßt näher, denn da wirs ! Werke der Finsterniß, und anlegen die Waffen des

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Lichts. Werke der Finsterniß find insgeinein das / Wüßte der Weltinensd, was er thut, er thäts nims ganze Leben eines Mensdhen außerhalb Chrifto, und merinehr. Zum dritten ist Sünde ein Werk der ale Werte, die aus einem verfinsterten Herzen ber: Finsterniß, dieweil es nicht ans Licht will, eben fließen; denn wie der Glaube ist das Licht der wie umjere ersten Eltern nach dein Sündenfal vor Menschen: also ist die Finsterniß der Unglaube. Gott floben, und durften sich nicht sehen lassen.

Bie nun Werke des Lichts sind Werke des Glau: Joh. 3: Wer Arges thut, der basset das Licht, bens: also find Werke der Finsterniß Werke des und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke Unglaubens. Daber sind absonderlich für Werke nicht gestraft werden. Und ist freilich dieß ein groß der Finsterniß zu schätzen: erstlid die Werke aller Stüd der Finsterniß, daß ein Sünder von der Heiden, wenn sie 110d so herrlic scheinen, denn es Wahrheit niớt bören will. leptlich, so nüssen die ist kein Mittel zwischen Licht und Finsterniß. Maa Sünden der Chriften auch darum für Werke der bat auch berrliche, tugendreide Werke bei den Hei: Finsterniß gebalten werden, weil sie zur ewigen den gefunden, die möchte man nennen Werke der Finsterniß führen. Natur; aber was hilft es, man muß ein Werk Diese Werke der Finsterniß müssen in dem nicht nade dem äußerlichen Ansehen richten, sondern Reiche Christi abgeleget werden, nicht daß rin Christ auf den Grund sehen. Der Grund aber Lei den keine Finsterniß und Sünde mehr füblen sollte, sondern Heiden ist Finsterniß gewesen, denn ihr Herz und daß er feinen Willeu carein gebe. Zu soldem Ende Seel ist verfinstert. Hiernach sind auc redte Werke muß er behutsam sein, nicht allein über das äußer: der Finsterniß die Werke der Christen, die nicht im liche Leben, sondern auc über die Gedanken, daß Glauben nad Gottes Willen geschehen. Erstlich dieselben in dem Bösen sich nicht belustigent. Sünde darum, weil sie berfließen aus einem blinden Dün: fühlen machet feinen Unchristeit, sondern Sünde lies fel des Herzens; denn das muß man merken, was ben und mit Willen behalten. Denn auch Paus Licht ist, das geschieht nach Gottes Willen, der lus von ihm selber mußte bekennen: Ich diene ein Licht in seinem Wort und in dem heiligen Le: mit dem Gemüth dem Gesen Gottes, aber mit dem ben Christi angezündet hat; was aber nach dem Fleisde dem Gesetz der Sünde. Daber fomint Fleisch geschiebet und nach unserm Gutdünken, das es, daß ein Christ das Böse tbut, das er nicht ist Finsterniß. Es ist die Sünde ein Wert der will. Wenn ja einmal sein Werf, Wort oder Ges Finsterniß auch darum, weil sie vom Teufel an: danke nicht nach Gottes Licht gerichtet ist, so ist gestiftet wird. Denn wie Christus ist ein Herr der Wille nicht fort dabei. und Regent des Lichts : also regieret der Satan Den Werken der Finsterniß sind entgegenges über die Finsterniß. Das sollte der Sünder wohlfeßt die Waffen des Lichts. Wenn albier der nicht glauben, wenn er nad dein Willen seines Waffen gedacht wird, werden wir erinnert, daß es Fleisches lebet, daß er von dem Satan sollte be ohne Streit, Mühe und Arbeit nicht abgche; wenn ritten und geführet werden. Aber was saget Pau: man die Werke der Finsterniß will ablegen, und lus 2. Corinth. am 4. ? Bei den Ungläubigen im Licht wandeln, da wird erst der Teufel, als ein bat der Gott dieser Welt die Sinne verblendet, Förft der Finsterniß, unser Feind werden, der nicht daß sie nicht seben das belle Licht von der Klar wobl leiden kann, daß seinem Reid ein Abbruch beit Christi. Es leuchtet ja Christus in seinem geschehe. Das Fleisd ist auch nicht zufrieden, denn Wort und Leben so bell und klar, daß es cinen es ist der Brunn der Finsterniß, und will nicht erleuciteten Menschen Wunder nimmt, wie ein gern getödtet werden. Mensch, der Gottes Wort böret, gleichwohl noch Die Waffen des Lidits, die ein Christ muß möge die Finsterniß lieb haben. Aber was madyet | anlegen, sind nichts anders als die Nüistung Gots das ? Der Gott dieser Welt, der Filrst der Finsterniß, ted, da wir steben im Glauben und gutem Wan: bat der Ungläubigen Sinne so verblendet, daß sie das del, und tragen das Schwerdt des Worts, den Weiße vom Sdwarzen nicht können unterscheiden. Helin des Heils, den Schilo des Glaubens, den Ein sold Bekenntniß thut Christus von seiner Feinde Gürtel der Wahrbeit; allerdings wie ein wublauss Bosheit: Vater, sie wissen nicht was lie thun. gerüsteter Christ beschrieben ist, zum Ephes. am 6.

Die bösen Werke sind auch Waffen, aber | und mit alle dem, was sonst im Winkel pfleget nicht für uns, sondern wider uns, wie gemeldet zu gesdeben, wie es auch immer geschehen kann wird Röm. am 6., daß die Gottlosen ihre Glie. und mag, von einein allein oder selbander. Etliche der begeben zu Waffen der Ungerechtigkeit. Denn Werke wirket die Finsterniß in Widerwärtigkeit, als im Reich der Finsterniß brauchet der Satan unsere Hader und Reid, Grimm und allerlei Bitterfeit

. Glieder zur Sünde wider uns; dagegen sollen im Wer mit diesen und anderen Lastern behaftet, der Reich des Lidts unsere Glieder sein Waffen der wisse, fie gehören zur Finsterniß. Darum müssen Gerechtigkeit, die der Geist Cbristi braudet nad wir auf uns Adt haben in allen Fällen, es gebe Gottes Heiligkeit wider den Fürsten der Fin- uns nach Willen und wider Willen, daß wir nicht fterniß.

nad unserm fleischliden Willen handeln, nicht in Die andere Regel: Lasset uns ebrbarlic wan. den Werken der Finsterniß gefunden werden. deln, als am Tage. Dieses ist auch eine gemeine Die vierte Regel zeiget Art und Weise, anzu: Regel, die eben wie die vorige insgemein zeuget, 1 zieben die Waffen des Lichts: Ziehet an den Herrn wie man des Lichts gebrauchen soll. Am Tage Jesum Christ. Christus wird auf zweierlei Weise ftellet man sich ebrbarlich, die Nadt ist unversdämt, angezogen. Eins durch den Glauben; bernach daber thut man im Finstern die Werke, deren man durch ein beiliges Leben, und das ist allezeit bei sich schämet am Tage. Ein Christ aber soll dar.

Ein Christ aber soll dar: einander. Habe ich Christi Gerechtigkeit durch den nachy streben, daß er mit solchen Werken und Ge: Glauben angezogen, so ist auď sein Geist in mir, danken umgebe, deren er sich nicht schämen darf, und erleuchtet mein Thun und Gedanken, und rich: ob es gleich alle Welt säbe. Es ist dem Christen tet es nach Gottes Wort und dem heiligen Leben gut, daß er in allem Beginnen gedenke: Solltest du Christi. Wenn Christus. also wird angezogen iin dich dessen auch wohl schämen, so es vor Mensden Glauben und beiligen Leben, sind wir mit Waffen Augen fäme? Es ist zwar nicht nöthig, daß man des Lichts wohl verwahret. Da findest du an: jederinann alles entdede, denn die Menschen kön- ftatt Fressen und Saufen Mäßigkeit und Kaftei: nen doch nicht recht von einem Christen richten: ung des Leibes mit Faften, Arbeit, Predigen und To muß auch zum meisten Theil unser Gebet und den Leuten wohltbun. Anstatt der Unzucht findest Andacht im Verborgenen verrichtet werden. Doch du

du Reinigkeit und Reusdbeit. Anstatt des Zorns follen wir allezeit also wandeln, daß wir uns nicht und Zanks findest du Liebe, Demuth, Sanftmuth, fdämen dürfen, wenn es vor Menschenaugen Süßigkeit, Barmberzigkeit. Da haben wir einen follte offenbar werden. Es soll ein Christ ein Rod, varin wir uns öffentlich am Tage wohl sold aufrichtig Herz haben, als wenn ein Fenster dürfen sehen lassen. Bei bellem Tage wandert vor seiner Brust wäre, daß jedermann könnte bin man nicht nađend berum. Im Reich Christi Ichicket ein feben. Meine Lieben, scheuet euch nicht mehr es sic aud nicht, daß wir bloß erfunden werden; vor den Augen der Menschen, als vor den Augen das Kleid aber ift Christus im Glauben und beis Gottes und aller heiligen Engel.

ligen Wandel. Die dritte Regel machet nabmbaftig etliche Die lebte Regel zeiget uns ein Mittel zu Werke der Finsterniß, die wir meiden müssen. meiden und abzulegen die Werke des Fleisches: Lasset uns wandeln, nicht in Fressen und Sau: | Wartet des Leibes , doch also, daß er nicht geil fen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in werde, oder vielmebr, wartet des Leibes nicht zur Hader und Neid. Es gehöret bieber alles unor: Geilbeit. Denn weil das Fleisch der Brunnquell dentliche Leben in allem Wesen, es sei gegen und der Finsterniß ist, müssen wir das Fleisch wohl selbst oder gegen unserm Nächsten. Etliche Werke hüten und im Zaum balten, damit es nicht aus: aber wirket die Finsterniß in uns durch Glüdselig richte, was es vor bat. Es begebret Gott nicht, keit, als Fressen und Saufen, Geilheit und Un: daß wir des Fleisches und gar nicht sollten anneh: zudt, mit Unteusdheit in Worten und Werken; men, und ihm seinc Ehre nicht anthun; dod foi alle Luftfeudje, wenn man des Fleisches Wollust es nicht so wohl gepfleget werden. Darum ist die und Kügel suchet, mit Faulenzen und Geilheit, | Wartung des Leibes zweierlei: die eine zur Noth.

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duft, die andere zur Geilheit. Essen und Trinken Herzens einber gebet, und siebet nidit auf Gott kann er nicht entbehren, dod muß man ibn damit und sein Wort, der wandelt in Finsterniß. Daher nicht mästen, daß er geil werde. Sựlaf und Nube roll er schließen, er habe keine Gemeinsaft mit kann man ihm auch niớt wevren, 100 aber Faul. Gott, und fei nicht gereinigt von Sünden, und obs beit dazu kommt, und durch langes Sdilafen die wohl er durch die Taufe gereiniget, so foi er doch Werke des Lichts verhindert werden, geboret es mit nicht gereiniget; denn sonst müßte ja Christus da zur Finsterniß. Es ist das Fleisd gleich einem frin mit seinem Blut, das ist, mit seinem Verdienst ungebaltenen Pferde, entziebest Du ihm die Speise, im Glauben ergriffen. Wo aber Finficrnis ist, da so mag es den Herrn niet tragen; reidest du ilin ist Christus im Glauben nicht ergriffen, denn er ist zu viel, fo wirft's den Fjerrn, das ist, den Geist der Seele Licht. Wer nun im Licht wandelt, zu Boden. Daruin ist zum Vesten, den Leib also das ist, nach Gott, nad seinein Wort und dem regieren, daß er bleibe unter dem Geborsam des beiligen Leben Christi, der bat Gemeinsaft mit Geistes.

Gott, und was alsdann von Befleđung der Süns Also haben wir gesebent, wie der Geist Got: den us nody anklebet, das ist vergeben; denn ta tes durch den Aufgang des Lidt8 uns treibet zu wobnet Christus, durch den Glauben, dessen Blut dein Gebrauch des Lidto. Shaffet, lieben Ebri: uns rein macet von aller Sünde. ften, daß wir nicht gefunden werden unter denen, 3ft jemals der geistliche Tag in dir aufgegans von weliben geschrieben stebet: Sie liebten die Fins gen, so fichest du und baft ergriffen das wahre fterniß mehr, denn das Licht. Die ganze beilige Gut und die Seligkeit in Chrifto, denn das ist der Schrift gebet dabin, daß sie und lebendig erbalte Seelentag. Vorhin erkanntest du kein wahres Gut, in der Erkenntniß Christi; das versuchet sie zu er: viel weniger modtest du es befigen. Nun siebest du langen auf mancherlei Weise, auf daß, ww nicht es und baft es. Da ist ja derselbe ein thöridhter durch eine, dod auf die andere Weise das Herz Mend, der das wahrbaftige Gut wieder von ficy beweget werde. In gegenwärtiger Lection bringet wirft, und wendet sich wie ein Träumender zu dem fie bervor ein liebliches Gleichniß von Liçt und Soatten des Guten. Niemand mag dem Peso: Finsterniß.

pisden Hunde gleicher sein, welder, über dem Bei der ebrbaren Welt stebet's nicht wohl, Wasser nach dem Smatten des Fleisches jonappend, wenn ein gesunder Menid Tag und Nacht faus das Fleisch verlor, als ein Chrift, der das wabre lenget und des Tages lidt nid)t ređt gebrauchet. Gut erkannt hat, und dennod liebet den Sựatten Bei dem Unbruch des geistlichen Tages, wenn das des Guten in der Welt so feśr, daß er das Himms Heil Guttes in Christo erfdienen ist, will es sich lisde verlieret. burdjaus nicht schicken, noch länger im Traum, 3ft es uns denn Ernst, wenn das Licht aufSrhlaf und Sünden zu bleiben. Gott ist ein Licht, gegangen ist, desselbigen recht zu gebraucen, müssen und in ihm ist keine Finsterniß. So wir sagen, wir auf zwei Dinge gute At baben. Das einc daß wir Gemeinschaft mit ihm Jaben und wandeln muß gedämpfet werden, und beißt Fleisch; bas in Finsterniß, so lügen wir und thun nicht die andere muß gestärket werden, und beißt Grist, das Wahrbeit. So wir aber im Licht wandeln, wic ist, die Kraft des Geistes aus Chrifto. Da wird er in Licht ist, so haben wir Geineinschaft unter uns gut sein, wenn wir in allem was erwäylen, einander. Und das Blut Chrifti, seines Sobus, daduro das Fleisch unterdrücet und der Geist ges machet uns rein von aller Sünde. Ein jeglicher, stärtet wird, als fasten beten, fleißige Betrach der ein Christ beißt, beruft sich auf den Glauben, tung. Dem so werden wir durcú die Kraft des auf Christum, auf die Vergebung der Sünden. Geistes Christi in dem Lidt allerlci Früchte des Willst du aber gewiß sein, daß du dies alles ba: Lichts bervor bringen, und durd die Lüfte des Fleis best, so mußt du es babei erkennen, ob du im ides niďt überwunden werden. Light wandelst oder nicht. linser Fleisch ist die 3 wollte auch ratben, daß ein Christ in Quelle unserer Finsterniß; welcher Mensch nach dem allen Thun und Lassen wobl bedachte, was Licht: Fleisd und nach dem Dünfel seines natürlichen würdig

würdig wäre. Vornämlicy, wenn man eben nicht

weiß, was übel oder wohl gethan ist. Da denn, wie aud wider die Lift und Schalfheit der Welt
bei uns soll eine Sdande sein, mehr fürchten die und des Satans.
Augen der Menschen, als Gottes. Es sind leider ! Bei weldem Menschendas Wort nicht mehr gilt,
wenig Christen, die leiden können, daß alle ibre der stürzet sich in Finsterniß; denn die Liebe der Finster:
Werke an das Tageslicht kommen; aber was hilft niß hat sein Herz also eingenommen, daß er das Licht
ihnen das? Weil fie dod, müssen offenbar sein verachtet, und sich vom Liớt nicht will leiten lassen.
vor den Augen Gottes und aller Engel; und am Die Weltfinder gedenken: So die Welt, Wollust,
jüngsten Tag aud vor allen Mensưen all ihr Thun Fressen,'

, Unzucht, Zorn, xc. nicht mögen das Licht muß offenbar werden. Ein Christ foll also leben, leiven, begehren wir des Lichts nidt; also und daß er seines Lebens halben allhier wohl may bc: nicht anders reden sie in ihrem Herzen. Soll ich kannt sein, und soll auch in Uebung des Christen, dies und das nicht haben, fo frag ich nidt groß thums dahin feben, daß er allezeit in allem sich nach Gott. Also und nicht anders nimmt Gott also verbalte, wie er will am Tage des Geriots ihr Thun auf, laut des 10. Psalms: Der Gott: vor jedermann erfunden werden. Der also gesinnet lose rühmet sich seines Muthwillens, und der Geiz ist, der hat ein gutes Zeichen, daß der Tag in | sige segnet fich (hält sich für glüdselig) und lästert seinem Herzen angebrochen.

den Herrn. Der Gottlose ist zu stolz und zor. Es ist wohl wahr, daß der frische tapfere nig, daß er nach niemand fraget, in allen seinen Glaube bat genug zu thun, daß er nicht müde werde Tüden bält er Gott für niðts. Das ist dic und entsalafe, sondern in den Waffen des Lidts Macht der Finsterniß und kommt daber, daß die beständig verbleibe; weil wir aber . soldes wissen, blinden Leute die bloßen Bildnisse des Guten, müssen wir uns desto mehr halten zu dem Wort die Welt und was in der Welt ist, als große Gottes, daß wir durch das Reizen des beiligen Güter im Herzen beliebet haben. Aber sie träumen Geistes aufgemuntert werden. Wenn jemand schlaf: in Finsterniß; was soll man denn von ihnen sagen? füdtig ist, und die bequeme Zeit aufzustehen leidt Sind sie im Finstern, so ist der Satan der Herr und verschlafen tann, so ist es noch gut, daß man Fürst ibres Lebens; und ist nur idar, daß sie ihrem einen Weder bat. : Der Weder ist der heilige Herrn die Schande anthun, daß sie sich seiner schämen, Geist, der wedet und muntert uns auf durch sein indem sie sich mit fremden Namen Christen nennen. Wort. Denn gleich wie die Unwissenden darin Gott erleuchte unsere Augen, daß wir beides, Unterweisung finden: also finden die Weisen und die Nichtigkeit der Welt und das wahre Heil in Verständigen darin die hodnothwendige Anreizung Christo erkennen, und in folchem Licht als am und Aufmunterung wider des Fleisoes Heftigkeit

, Tage vor Gott ebrbarlich leben! Amen

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ir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen, und nicht

Gefallen an uns selber haben. Es stelle sich aber ein jeglicher unter uns also, daß

er seinem Nächsten gefalle zum Guten, zur Besserung. Denn auch Christus nicht an ihm selber Gefallen hatte, sondern wie geschrieben stehet: Die Schmach derer, die dich.

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