Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

11 Möge Jahwe, der Gott eurer Väter, eurer Zahl noch tausendmal soviel hinzufügen und euch segnen, wie er euch verheißen hat! 12 [Aber] wie soll ich ganz allein eure Last, eure Bürde und eure Streitigkeiten tragen! 13 Bringt (mir] Stamm für Stamm weise, verständige und ange

sehene Männer her, daß ich sie zu euren Vorgeseßten mache! 14 Da antwortetet ihr mir und 15 jpracht: Das ist gut, was du da angekündigt hast! 15 Da nahm ich eure Stammhäupter, weise und angesehene Männer, und machte sie zu euren Vorgeseßten als Oberste über tausend, als Oberste über hundert, als Oberste über fünfzig, als Oberste über zehn und als Amtleute in euren Stämmen. 16 Und ich gab zu derselben Zeit euren Richtern folgende Anweisung: Verhört eure Volfsgenossen und fällt gerechte Urteile, sei es daß jemand mit einem seiner Volfsgenossen oder mit einem Fremdling einen Streit hat! 17 Seid unparteiisch im Gericht; hört den Geringsten an, wie den Größten! Scheuet euch vor niemand; denn das Gericht ist Gottes. Aber die Streitfälle, die euch zu schwer sind, laßt an mich gelangen, damit ich Verhör darüber anstelle. 18 So gab ich euch damals Anweisung in betreff alles dessen, was ihr thun solltet. 19 Sodann brachen wir vom Horeb auf und durchzogen dem Befehle Jahwes, unseres Gottes,

gemäß auf dem Wege nach dem Amoritergebirge jene ganze große und furchtbare Steppe, die 20 ihr gesehen habt. Und als wir nach Kades Barnea gelangt waren, 20 da sprach ich zu euch :

Ihr seid nun beim Amoritergebirge angelangt, das uns Jahwe, unser Gott, verleihen will. 21 Du siehst, das Land ist dir jetzt von Jahwe, deinem Gott, übergeben; ziehe hin, es in Besit zu nehmen, wie dir Jahwe, der Gott deiner Väter, geboten hat. Sei ohne Furcht und unverzagt! 22 Da tratet ihr alle zu mir heran und spracht: Laßt uns Männer voraussenden, daß sie uns das Land erforschen und uns Bescheid zurüdbringen über den Weg, auf dem wir hinaufziehen sollen, und über die Städte, zu denen wir gelangen werden! 23 Da mir der Vorschlag gut schien, nahm ich aus euch zwölf Männer, einen von jedem Stamme. 24 Die zogen geradeswegs ins Gebirge hinauf, gelangten bis zum Thale Eskol und kundschafteten das Land aus. 25 Auch nahmen sie etliche von den Früchten des Landes mit sich und brachten sie zu uns herab. Und fie gaben uns Bescheid und sprachen: Das Land ist schön, das uns Jahwe, unser Gott, verleihen will. 26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und widerseßtet euch dem Befehle Jahwes, eures Gottes. 27 Jhr murrtet in euren Zelten und spracht: Aus Haß gegen uns hat uns Jahwe aus Ägypten weggeführt, um uns den Amoritern auszuliefern, damit sie uns vertilgen. 28 Wohin ziehen wir denn (sonst]? Unsere (eigenen] Volksgenossen haben uns allen Mut genommen, indem sie sprachen: Leute sind es, die größer und von höherem Wuchse sind als wir, Städte, die groß und himmelhoch befestigt sind, und sogar Enafiter haben wir dort gesehen! 29 Da 80 sprach ich zu euch: Entseßt euch nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen! 30 Jahwe, euer Gott, der euch voranzieht, wird selbst für euch streiten, ganz so, wie er euch in Ägypten sichtbar beigestanden hat, 31 und in der Steppe, die du gesehen hast, wo dich Jahwe, dein Gott, getragen hat, wie einer sein Kind trägt, auf dem ganzen Wege, den ihr zurücgelegt habt, bis zu eurer Ankunft an diesem Orte. 32 Aber troß alledem hattet ihr kein Vertrauen zu Jahwe, eurem Gotte, 33 der euch auf dem Wege voranzog, um euch einen Lagerplaß auszusuchen: des Nachts im Feuer, damit ‘ihr sehen könntet auf dem Wege, den ihr ziehen mußtet, und tagsüber in der Wolfe.

34 Als Jahwe eure Reden hörte, wurde er zornig und that den Schwur: 35 Nicht ein einziger von diesen Männern, von diesem bösen Geschlechte, soll das schöne Land sehen, das ich euren Vätern zugeschworen habe. 36 Nur Kaleb, der Sohn Jephunnes, soll es zu sehen bekommen, und ihm und seinen Kindern will ich das Land geben, das er betreten hat, weil er Jahwe vollen Gehorsam bewiesen hat. 37 Auch auf mich zürnte Jahwe um curetwillen, so daß er sprach: Auch du sollst nicht dorthin gelangen ; 38 Josua, der Sohn Nuns, der dein ständiger Diener ist, er soll hinein gelangen ; ihm sprich Mut ein, denn er wird es unter die Israeliten verteilen. 39 Eure Kleinen aber, von denen ihr sagtet: Sie werden eine Beute

25

[der Feinde] werden! und eure Söhne, die heute (noch) nicht zwischen gut und böse zu unterscheiden wissen, sie werden hinein gelangen; ihnen werde ich es geben, und sie sollen es in Besit nehmen. 40 Shr aber, macht kehrt und brecht auf in die Steppe auf dem Wege zum Schilf= 40 meer! 41 Da antwortetet ihr und spracht zu mir: Wir haben uns gegen Jahwe verfündigt; wir wollen (nun doch] hinaufziehen und kämpfen, ganz wie es uns Jahwe, unser Gott, befohlen hat! Und ihr gürtetet euch insgesamt eure Waffen um und zogt leichtsinnigerweise hinauf ins Gebirge. 42 Da sprach Jahwe zu mir: Sage ihnen: Zieht nicht hinauf und wagt keine Schlacht, denn ich bin nicht unter euch; sonst werdet ihr von euren Feinden eine Niederlage erleiden! 48 Ich redete euch zu, aber ihr hörtet nicht, sondern widerspenstig gegen den ausdrüdlichen Befehl Jahwes zogt ihr vermessenen Sinnes hinauf ins Gebirge. 44 Da rückten die Amoriter, die auf jenem Gebirge wohnten, aus, euch entgegen, verfolgten euch fo (hartnädig] wie Bienen und versprengten euch in Seir bis Horma. 45 Zurückgekehrt jammertet ihr vor Jahwe; aber 45 Jahwe achtete nicht auf euer Wehklagen und hörte nicht auf euch. 46 Ihr mußtet in Rades die lange Zeit, die ihr dort wart, verweilen.

1 Hierauf machten wir kehrt und brachen auf nach der Steppe auf dem Wege zum Schilf- 2 meere, wie uns Jahwe geboten hatte. Und als wir das Gebirge Seir (schon) eine lange Zeit umzogen hatten, 2 sprach Jahwe zu mir also: 3 Jhr habt nun lange genug dieses Gebirge umzogen; schlagt die Richtung nach Norden ein! * Und dem Volke gieb folgenden Befehl: Es steht euch der Durchzug durch das Gebiet eurer Brüder, der Söhne Esaus, die in Seir wohnen, bevor, und sie werden sich vor euch fürchten; aber nehmt euch wohl in acht, 5 daß ihr nicht 5 Krieg mit ihnen anfangt; denn ich werde euch auch nicht einen Fuß breit von ihrem Lande geben, da ich das Gebirge Seir Ejau zum Erbbesiße verliehen habe. 6 [Was ihr an] Speise (braucht,] sollt ihr ihnen mit Geld abkaufen, damit ihr zu essen habt, und ebenso sollt ihr auch das nötige] Wasser mit Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt. 7 Jahwe, dein Gott, hat dich ja in allem, was du unternommen hast, gesegnet; er hat für deinen Marsch durch diese große Steppe Fürsorge getragen: vierzig Jahre sind es nun, daß Jahwe, dein Gott, mit dir ist; an nichts hat es dir gefehlt.

8 Indem wir nun von unsern Brüdern, den Söhnen Esaus, die ihre Wohnfiße in Seir haben, den Weg in der Steppe von Elath und Eziongeber weg weiter zogen, marschierten wir weiter in der Richtung nach der Steppe Moabs. "Da sprach Jahwe zu mir: Befehde die Moabiter nicht und laß dich in keinen Krieg mit ihnen ein; denn ich gebe dir von ihrem Lande nichts zum Eigentume, da ich Ar den Nachkommen Lots zum Erbbesiße verliehen habe. 10 (Die 10 Emiter wohnten vor Zeiten darin, Leute so groß, zahlreich und hochgewachsen, wie die Enafiter. 11 Auch sie galten für Rephaiter, wie die Enafiter, und die Moabiter nannten sie Emiter. 12 In Seir aber wohnten vor Zeiten die Horiter; an deren Stelle fetten sich die Söhne Gjaus feft, nachdem sie sie vertrieben und ausgetilgt hatten, gerade mie die Israeliten mit dem Lande verfuhren, das ihnen Jahwe zum Erbbesike verliehen hatte.) 18 Machet euch nun auf und überschreitet den Bach Sared! Da überschritten wir den Bach Sared. 14 Achtunddreißig Jahre waren wir unterwegs von Rades-Barnea bis zur Überschreitung des Baches Sared, bis das ganze Geschlecht, die kriegstüchtige Mannschaft, aus dem Lager weggestorben war, wie Jahwe ihnen geschworen hatte. 15 Die Hand Jahwes hatte selbst noch mitgeholfen, um sie bis auf den 15 legten Mann aus der Mitte des Lagers zu vertilgen. 16 Alle kriegstüchtige Mannschaft war nun aus dem Volke hinweggestorben.

17 Da redete Jahwe mit mir also: 18 Du bist jeßt auf dem Durchzuge durch das Gebiet der Moabiter, durch Ar, begriffen 19 und wirst in die nächste Nähe der Ammoniter kommen; befehde sie nicht und laß dich nicht mit ihnen in Streit ein! Denn ich werde dir von dem Lande der Ammoniter nichts zum Eigentume geben, da ich es den Nachkommen Lots zum Erbbesiße verliehen habe. 20 Es gilt gleichfalls als ein Land der Rephaiter; vor Zeiten wohnten Hephaiter 20 darin, und die Ammoniter nannten sie Samsummiter. 21 Es waren Leute, so groß, zahlreich und hochgewachsen, wie die Enakiter. Jahwe aber vertilgte sie vor ihnen, so daß fie ihr Land einnahmen und sich an ihrer Stelle niederließen bis auf den heutigen Tag, 22 wie er auch für die Söhne Esaus that, die Seir bewohnen, indem er die Horiter vor ihnen dertilgte, so daß fie ihr Land einnahmen und sich an ihrer Stelle niederließen bis auf den heutigen Tag. 23 Auch die Aviter, die in Gehöften bis nach Gaza hin wohnten, wurden vertilgt von den Kaphtoritern, die aus Kaphtor kamen, und diese ließen sich an ihrer Stelle nieder. 24 Brechet nun auf und

überschreitet den Amonfluß. Siehe, ich gebe den Amoriter Sihon, den König zu Hesbon, samt 25 seinem Lande in deine Gewalt; beginne die Beseßung und überziehe ihn mit Krieg! 25 Von

jeßt an lege ich Furcht und Schreden vor dir auf die Völker überall unter dem Himmel: sobald fie nur von dir hören, werden fie vor dir zittern und beben.

26 Da ichidte ich von der Steppe Kedemoth aus Gesandte mit folgenden friedlichen Worten an Sihon, den König zu Hesbon: 27 Ich wünsche dein Land zu durchziehen, will aber immerfort nur auf der [geraden] Straße bleiben, ohne zur Rechten oder zur Linken abzubiegen. 28 Nahrungsmittel follst du mir für Geld verkaufen, damit ich zu essen, und Wasser sollst du mir für Geld liefern, damit ich zu trinken habe. Um nichts, als um den Weg für meine Füße zum Durchzug ersuche ich, - 29 das haben mir ebenso die Söhne Ejaus, die in Seir, und die

Moabiter, die in Ar wohnen, gestattet, - bis ich über den Jordan in das Land hinüberziehen 80 kann, das Jahwe, unser Gott, uns verleihen will. 30 Aber Sihon, der König zu Hesbon,

weigerte fich, uns den Durchzug zu gestatten, weil Jahwe, dein Gott, seinen Sinn unbeugsam und sein Herz verstockt gemacht hatte, damit er ihn in deine Gewalt gebe, wie [es] jeßt [gekommen ist). 31 Da sprach Jahwe zu mir: Siehst du, ich habe dir bereits Sihon und sein Land preisgegeben ; beginne nun mit der Befeßung, um sein Land in Besiß zu nehmen. 32 Und als Sihon mit seinem gesamten (Kriegs- ]Volfe uns entgegen ausrückte, um (uns] bei Jahaz eine Shlacht zu liefern, 38 gab ihn Jahwe, unser Gott, uns preis, so daß wir ihn samt seinen Söhnen und seinem gesamten (Kriegs-]Volke besiegten. 34 Damals nahmen wir auch alle seine

Städte ein und vollstreckten in jeglicher Stadt an Männern, Weibern und Kindern den Bann; 85 niemanden ließen wir entrinnen. 35 Nur das Vieh und den Raub aus den von uns eingenommenen

Städten behielten wir für uns als Beute. 36 Von Aroer am Ufer des Arnonflusses und von der Stadt im Thale bis nach Gilead war kein fester Plag, der uns zu steil gewesen wäre; alles gab Jahwe, unser Gott, uns preis. 37 Nur ließest du das Land der Ammoniter unberührt, alles, was sich zur Seite des Jabokfluffes befindet, die Städte im Gebirge und alles, was Jahwe, unser Gott, verboten hatte. 3 Als wir aber in der Richtung nach Basan zogen, rückte Dg, der König von Basan, mit seinem gesamten (Kriegs-]Volf uns entgegen, um [uns] bei Ebrei eine Schlacht zu liefern. * Da sprach Jahwe zu mir: Habe keine Angst vor ihm! Denn ich gebe ihn nebst seinem ganzen Volke und seinem Lande in deine Gewalt, und du magst mit ihm verfahren, wie du mit dem Amoriterfönige Sihon, der in Hesbon wohnte, verfahren bist. 3 Und so gab Jahwe, unser Gott, auch Og, den König von Basan, mit aller seiner Mannschaft in unsere Gewalt, so daß wir ihm eine solche Niederlage bereiteten, daß ihm keiner übrig blieb, der hätte fliehen können. Damals nahmen wir alle seine Städte ein; da war kein fester Plaß mehr, den wir ihnen nicht weggenommen hätten: fechzig Städte, alles, was zum Bezirke Argob, zum Königreiche Dgs in s Bajan gehörte,

- 5 lauter Städte, die mit hoher Mauer, mit Thoren und Riegeln befestigt waren, — außerdem noch zahllose offene Landstädte. 6 Wir vollstredten an ihnen, in gleicher Weise, wie bei Sihon, dem Könige zu Hesbon, den Bann, indem wir in jeglicher Stadt Männer, Weiber und Kinder austilgten; "alles Vieh aber samt dem Raub aus den Städten behielten wir für uns als Beute. 8 So eroberten wir damals das den beiden Amoriterfönigen gehörige Land jenseits des Jordan vom Amnonflusse bis zum Hermongebirge – 'die Sidonier nennen

1

19

den Hermon Sirjon, die Amoriter dagegen nennen ihn Senir - : 10 alle Städte in der Ebene, 10 ganz Gilead und ganz Basan bis Salcha und Ebrei, die zum Königreiche Dgs gehörenden Städte in Basan. 11 Denn Dg, der König von Basan, war der leßte von den Überresten der Rephaiter; sein Sarg aus Basalt ist noch in der Ammoniterstadt Rabba zu sehen, er mißt nach gewöhnlicher Elle in der Länge neun und in der Vreite vier Ellen. 12 Von diesem Lande nahmen wir damals Besiß. Von Aroer an, das am Arnonflufse liegt, übergab ich es nebst der Hälfte des Gebirges Gilead und den zugehörigen Städten den Rubeniten und den Gaditen; 13 dem halben Stamme Manasse aber übergab ich den übrigen Teil von Gilead und ganz Basan, das Königreich Ogs, den ganzen Bezirk Argob; “jenes ganze Basan' wird Land der Rephaiter genannt. 14 Jair, der Sohn Manasses, hatte den ganzen Bezirk Argob bis zum Gebiete der Gesuriter und Maachatiter eingenommen und diese [Gegenden) Bajau nach seinem Namen Dörfer Jairs genannt, (und so heißen sie] bis auf diesen Tag. 15 Machir gab ich Gilead 16 und den Nu= 15 beniten und Gaditen gab ich [das Gebiet] von Gilead an bis zum Arnonfluß, bis zu der Mitte des Thales [als] der (Süd-]Grenze, bis an den Jabokfluß, die Grenze der Ammoniter, 17 ferner den östlichen Teil der Steppe mit dem Jordan als Grenze vom [See) Kinneret an bis zum Meere der Steppe, dem Salzmeer, am Fuße der Abhänge des Pisga.

18 Damals gebot ich euch folgendes: Jahwe, euer Gott, hat euch dieses Land zum Besite gegeben; [aber) gerüstet müßt ihr, so viele (von euch) kriegstüchtige Männer sind, euern Volfsgenossen, den Israeliten, voranziehen, nur eure Weiber und eure Kinder, sowie euer Vieh (ich weiß, daß ihr viel Vieh habt) sollen sich in euren Städten, die ich euch verliehen habe, niederlassen, — 20 bis Jahwe euren Volksgenossen, wie euch, Ruhe verliehen hat und auch sie 20 das Land in Besiß genommen haben, das ihnen Jahwe, euer Gott, jenseits des Jordan verleihen will. Dann mögt ihr heimkehren, ein jeder in sein Befißtum, das ich euch verliehen habe. 21 Josua aber gab ich damals folgende Weisung: Du hast mit deinen eigenen Augen alles mit angesehen, was Jahwe, euer Gott, diesen beiden Königen widerfahren ließ; auf die gleiche Weise wird Jahwe mit allen Königreichen drüben verfahren, wohin du ziehen wirst. 22 Du brauchst sie nicht zu fürchten; denn Jahwe, euer Gott, ist es, der für euch streitet.

23 Auch flehte ich damals zu Jahwe um Erbarmen, indem ich sprach: 24 D Herr, Jahwe, du hast nun bereits deinem Knechte gezeigt, wie groß du bist, und wie stark deine Hand ist; wo ist im Himmel oder auf Erden ein Gott, der solche Werke und gewaltige Thaten verrichten könnte, wie du! 25 Laß mich doch auch] hinübergelangen, daß ich das schöne Land sehe, das 25 jenseits des Jordan liegt, diese schönen Berge und den Libanon! 26 Aber Jahwe erzürnte sich über mich um euretwillen und erhörte mich nicht; sondern Jahwe sprach zu mir: Laß es genug sein! Rede nichts weiter zu mir in dieser Sache! 27 Steige hinauf auf den Gipfel des Pisga und laß deine Blicke nach Westen, Norden, Süden und Dsten schweifen, daß du es mit deinen Augen sehest! Denn du wirst diesen Jordan nicht überschreiten. 28 Josua aber gieb Anweisung, sprich ihm Mut ein und stärke ihn, denn er soll an der Spiße dieses Volkes hinüberziehen und er soll ihnen das Land, das du schaust, austeilen.

29 Und so blieben wir im Thale, gegenüber von Beth-Beor.

Ermahnungen und Warnungen. 1 Nun aber höre, Jsrael, die Saßungen und die Rechte, die ich euch lehre, daß ihr dar- 4 nad thun sollt, damit ihr am Leben bleibt und in den Besit des Landes gelangt, das Jahwe, der Gott eurer Väter, euch verleihen will. ? Ihr sollt zu den Geboten, die ich euch gebe, weder etwas hinzufügen, noch etwas davon wegnehmen; sondern ihr sollt die Gebote Jahwes, eures Gottes, die ich euch gebe, befolgen. 3 Mit eigenen Augen konntet ihr sehen, was Jahwe wegen des Baal-Peor gethan hat: Alle die, welche dem Baal-Peor nachliefen, hat Jahwe, dein Gott, aus eurer Mitte hinweggetilgt; * ihr aber, die ihr treulich an Jahwe, eurem Gotte, festhieltet,

5 seid heute (noch) alle am Leben. 5 Merkt euch, ich habe euch Saßungen und Rechte gelehrt,

wie mir Jahwe, mein Gott, befohlen hat, damit ihr darnach thut dort in dem Lande, in das ihr zieht, um es in Besiß zu nehmen. • Beobachtet und befolgt sie! Denn das wird [auch) in den Augen der anderen] Völker eure Weisheit und Klugheit ausmachen; wenn sie von allen diesen Saßungen hören, werden sie sprechen: Wahrlich, ein weises und kluges Volk ist diese große Nation! ? Denn wo wäre irgend eine große Nation, die einen Gott hätte, der ihr so nahe ist, wie Jahwe, unser Gott, (uns,] so oft wir ihn anrufen? Und wo wäre irgend eine große Nation, die so vollkommene Saßungen und Rechte befäße, wie dieses ganze Geseß, das ich euch heute vorlege ?

9 Nur hüte dich und nimm dich wohl in acht, daß du die Dinge, welche du mit eigenen Augen gesehen hast

, nicht vergessest, und daß sie dir Zeit deines Lebens nicht aus dem Sinne 10 kommen; sondern thue sie deinen Kindern und Kindeskindern fund. 1° (Vergiß nicht] den Tag,

da du am Horeb vor Jahwe, deinem Gotte, standest, als mir Jahwe befahl: Versammle mir das Volk! Ich will sie meine Worte vernehmen lassen, damit sie mich fürchten lernen die ganze Zeit, während sie auf dem Erdboden leben, und sie auch] ihre Kinder lehren. 11 Da tratet ihr herzu und stelltet euch am Fuße des Berges auf; der Berg aber stand in hellem Feuer bis in den Himmel hinein, während im übrigen] Finsterniß, Gewölf und Dunkelheit war. 12 Jahwe redete zu euch mitten aus dem Feuer heraus; den Schall der Worte hörtet ihr, nur den Schall allein, eine Gestalt aber fonntet ihr nicht wahrnehmen. 18 Er verkündete euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, die zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. 14 Mir aber

trug Jahwe damals auf, euch Saßungen und Rechte zu lehren, damit ihr darnach thätet in dem 15 Lande, in das ihr hinüberziehen werdet, um es in Besiß zu nehmen. 15 So nehmt euch nun

es gilt euer Leben! – wohl in acht, da ihr am Tage, als Jahwe am Horeb aus dem Feuer zu euch redete, feinerlei Gestalt gesehen habt, 16 daß ihr nicht so verderbt handelt und euch ein Schniķbild in Gestalt irgend welches Standbildes verfertigt, sei es die Figur eines männlichen oder eines weiblichen (Wesens], 17 die Figur irgend welches vierfüßigen Tieres auf Erden oder die Figur irgend welches beschwingten Vogels, der am Himmel fliegt, 18 die Figur irgend eines [Tieres], das auf dem Erdboden umherkriecht, [oder] die Figur irgend eines Fisches, der sich im Wasser unter der Erde befindet, 19 und daß du, wenn du deine Blide gen Himmel schweifen lässest und die Sonne, den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, betrachtest,

dich nicht dazu verleiten lässest, dich vor ihnen niederzuwerfen und ihnen Verehrung zu bezeigen. 20 Denn Jahwe, dein Gott, hat sie allen Völkern unter allen Himmelsstrichen zugeteilt; 20 euch

aber hat Jahwe genommen und euch aus dem Eisen[schmelz]ofen aus Ägypten herausgeführt, daß ihr ein Volf würdet, das ihm [besonders] zu eigen gehört, wie [es] jeßt [der Fall ist). 21 Über mich aber war Jahwe um euretwillen so zornig geworden, daß er schwur, ich solle nicht den Jordan überschreiten und nicht das schöne Land betreten, das dir Jahwe, dein Gott, zum Eigentume geben will; 22 sondern ich werde in diesem Lande sterben, ohne den Jordan überschritten zu haben. Ihr aber werdet hinüberziehen, um dieses schöne Land in Besiß zu nehmen. 23 Seid auf eurer Hut, daß ihr nicht des Bundes, den Jahwe, euer Gott, mit euch geschlossen hat, vergesset und euch ein Schnißbild in der Gestalt von irgend etwas anfertigt, was dir Jahwe, dein Gott, verboten hat. 24 Denn Jahwe, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifriger Gott!

25 Wenn ihr, nachdem dir Kinder und Kindesfinder geboren sind, und ihr längst eingelebt seid im Lande, verderbt handeln solltet, indem ihr euch ein Schnißbild in Gestalt von irgend etwas anfertigt, und euch so gegen Jahwe, euren Gott, versündigtet, so daß er erzürnt würde, 26 so nehme ich heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch, daß ihr dann schleunigft aus dem Lande vertilgt werden sollt, in das ihr über den Jordan hinüberziehen werdet, um es in Besiß zu nehmen. Ihr werdet dann nicht eine lange Reihe von Jahren darin bleiben,

25

« ͹˹Թõ
 »