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fie nun weggegangen waren, stiegen jene aus dem Brunnen herauf, gingen weiter und brachten dem Könige David Kunde. Und zwar sprachen sie zu David: Auf! seßet eilig über das Wasser, denn so hat Ahitophel in betreff eurer geraten! 22 Da machte sich David und alles Volk, das bei ihm war, auf und seßten über den Jordan. Bis der Morgen tagte, fehlte niemand, bis auf den leßten Mann, der nicht über den Jordan geseßt wäre.

28 Als aber Ahitophel sah, daß sein Rat nicht zur Ausführung kam, sattelte er den Esel und machte sich auf den Weg nach Hause in seine Vaterstadt; da bestellte er sein Haus und er hängte sich. Als er gestorben war, wurde er in seines Vaters Grab begraben.

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David in Mahanaim. Sieg über Abfalom. 24 So war David schon nach Mahanaim gelangt, als Abfalom, begleitet von allen Jsraeliten, den Jordan überschritt. 25 An Stelle Joabs hatte Absalom Amasa an die Spiße 25 des Heeres gestellt; Amasa war der Sohn eines Mannes, der hieß Jithra 'der Ismaelit; er hatte mit Abigal, der Tochter 'fais', der Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs, Umgang gepflogen. 26 Und Israel und Absalom lagerten fich im Lande Gilead. 27 Als aber David nach Mahanaim kam, 'hatten' Sobi, der Sohn des Nahas aus der Hauptstadt der Ammoniter, Machir, der Sohn Ammiels, aus Lodebar, und der Gileadit Barsillai aus Rogelim 28 Betten, Deđen”, Töpfe, irdene Geschirre, Weizen, Gerste, Mehl, Röstkorn, Bohnen, Linsen, 29 Honig, Sahne, Schafe und Kuhkäse 'gebracht und seşten' David und dem Volke, das mit ihm war, zu essen vor; denn sie dachten: das Volf ist in der Steppe hungrig, erschöpft und durstig geworden.

Nun musterte David das Kriegsvolt, das er bei sich hatte, und stellte an ihre Spiße 18 Anführer über je tausend und über je hundert. ? Sodann teilte David das Kriegsvolt in drei Teile', ein Dritteil unter dem Befehle Joabs, ein Dritteil unter dem Befehle von Joabs Bruder Abisai, dem Sohne der Zeruja, ein Dritteil unter dem Befehle des Gathiters Ithai. Dabei erklärte David den Leuten: Ich bin entschlossen, ebenfalls mit euch ins Feld zu ziehen. Die Leute erwiderten: Da darfst nicht ins Feld ziehen! Denn falls wir die Flucht ergriffen, wird man sich um uns nicht fümmern; auch wenn die Hälfte von uns ums Leben käme, wird man sich um uns nicht fümmern, denn du bist wie von uns zehntausend. Auch ist es jeßt besser, wenn du uns von der Stadt aus zur Hilfe bereit bist. Der König entgegnete ihnen: Was euch gutdünft, will ich thun. Sodann stellte sich der König an die Seite des Thores, während alles Volt nach Hunderten und Tausenden auszog. 5 Der König gab aber Joab, Abisai und Ithai den Befehl: Gelinde (verfahret) mir mit dem jungen Manne, mit Absalom! Und alles Volt hörte zu, wie der König allen Heerführern Abfaloms halber Befehl erteilte.

6 So zogen die Leute ins Feld Israel entgegen. Im Walde Ephraim* kam es zur Schlacht. "Dort wurden die Leute von Israel von Davids Kriegern zurückgeschlagen, so daß an jenem Tage dort eine schwere Niederlage erfolgte — zwanzigtausend Mann'. 8 Es verbreitete sich aber dort der Kampf über das ganze Land, und der Wald raffte mehr Leute hinweg, als das Schwert an jenem Tage weggerafft hatte. "Da kam Absalom zufällig Davids Kriegern unter die Augen. Absalom ritt nämlich ein Maultier, und das Maultier drang in das 'dichteste' Terebinthengebüsch ein, so daß sein Kopf in einer Terebinthe hängen blieb und er so zwischen Himmel und Erde "schwebte', während das Maultier unter ihm davonlief. 10 Das 10 sah einer, der teilte es Joab mit und sprach: Da habe ich eben Absalom an der Terebinthe hängen sehen! 11 Joab erwiderte dem Manne, der ihm die Kunde brachte: Nun, wenn du ihn gesehen hast, warum hast du ihn da nicht auf der Stelle zu Boden geschlagen? An mir wäre es dann gewesen, dir zehn Silber[-Sekel] und einen Gürtel zu geben! 12 Der Mann entgegnete

* Vielleicht richtiger nach anderer Lesart: „Im Walde von «Mahanaim'.

jedoch Joab: Und wenn 'man' mir tausend Silber[- Sekel] in die Hand zahlte — ich würde an des Königs Sohn nicht Hand anlegen: hat doch der König vor unsern Dhren dir, Abisai und Ithai den Befehl gegeben: Habt ‘mir auf den jungen Mann, auf Absalom, acht! 18 Hätte ich aber heimtückisch gegen ihn gehandelt - es bleibt ja nicht das Geringste dem Könige verborgen -, du würdest dich dann doch bei seite halten! 14 Da rief Joab: Unter diesen Umständen mag ich mich nicht slänger) mit dir aufhalten! ergriff drei Wurfspieße und stieß sie

Absalom in die Brust. Da er aber im Gezweige der Terebinthe (hängend) noch am Leben war, 16 15 traten zehn Knappen, Joabs Waffenträger, herzu und schlugen Absalom vollends tot. 16 Als

dann ließ Joab in die Posaune stoßen; da standen die Krieger von der Verfolgung Israels ab, denn Joab gebot den Kriegern Halt. 17 Darauf nahmen sie Absalom, warfen ihn in ein großes Loch im Walde und türmten einen mächtigen Steinhaufen über ihm auf. Die Jsraeliten aber hatten sich [inzwischen] insgesamt ein jeder in seine Heimat geflüchtet. 18 Absalom hatte schon bei Lebzeiten 'den' Malstein im Königsthale genommen und ihn für sich errichtet, weil er [sich] sagte: Ich habe keinen Sohn, um meinen Namen fortleben zu lassen! und hatte den Malstein mit seinem Namen benannt. Daher heißt er bis zum heutigen Tage das Denkmal Absaloms.

David erhält die Kunde vom Lobe Absaloms. 19 Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, rief: Ich möchte gern hinlaufen und dem Könige 20 die Botschaft bringen, daß ihm Jahwe Recht geschafft hat gegenüber seinen Feinden. 20 Joab

erwiderte ihm: Du bist am heutigen Tage nicht der Mann für eine Botschaft; ein andermal magst du Botschaft bringen: am heutigen Tage aber darfst du nicht Botschaft bringen, ist ja doch des Königs Sohn tot! 21 Hierauf gebot Joab dem Mohren: Geh, melde dem Könige, was du gesehen hast! Da warf sich 'der' Mohr vor Joab nieder und lief davon. 32 Nun redete Ahimaaz, der Sohn Zadoks, Joab noch einmal an: Mag kommen, was da will: ich möchte doch auch noch hinter dem Mohren herlaufen! Joab entgegnete: Was willst du denn hinlaufen, mein Sohn, da dir doch kein Botenlohn 'ausbezahlt werden wird? 28 "Er antwortete': Mag kommen, was da will — ich laufe hin! Da sprach er zu ihm: So laufe! Da lief Ahimaaz den Weg durch die (Jordan-]Que und überholte den Mohren.

24 David saß eben zwischen den beiden Thoren. Der Späher aber stieg auf das Dach des Thores gegen die Mauer hin. Als er nun ausschaute, nahm er wahr, wie ein Mann allein 25 daherlief. 25 Der Späher rief dem Könige die Meldung zu. Der König (prach: Ist er allein,

so bringt er gute Botschaft! Jener lief und lief und war schon nahe herangekommen, 26 da sah der Späher einen zweiten Mann einherlaufen. Der Späher rief 'ins Thor hinein': Da läuft (noch) ein ‘zweiter' Mann allein daher. Der König sprach: Auch der bringt gute Botschaft! 27 Da rief der Späher: So viel ich sehe, gleicht das Laufen des ersten dem Laufen des Ahimaaz, des Sohnes Zadoks. Der König sprach: Das ist ein trefflicher Mann, der kommt zu glüdlicher Botschaft! 28 Ahimaaz aber ‘kam heran' und rief dem Könige zu: Heil! warf sich sodann vor dem Könige mit dem Angesichte zur Erde nieder und sprach: Gepriesen sei Jahwe, dein Gott, der die Leute preisgegeben hat, die wider meinen königlichen Herrn ihre Hand erhoben haben! 29 Der König fragte: Geht es dem jungen Manne, dem Absalom, wohl? Ahi

maaz sagte: Ich sah einen großen Zusammenlauf, ‘als Joab deinen Sklaven abschicte”; aber so ich habe nicht erfahren, was (vorging]. 30 Der König erwiderte: Tritt beiseite und stelle dich

hierher! Da trat er beiseite und stand da, 31 als eben der Mohr eintraf. Der Mohr rief: Mein königlicher Herr lasse sich frohe Botschaft melden, denn heute hat Jahwe dir Necht geschafft gegenüber allen, die sich gegen dich empört haben! 82 Der König fragte den Mohren: Geht es dem jungen Manne, dem Absalom, wohl? Der Mohr erwiderte: Mögen die Feinde meines föniglichen Herrn und alle, die sich feindselig wider dich erheben, dem jungen Manne gleich werden!

1 Da erbebte der König, ging in das Obergemach im Thore hinauf und weinte. Im 19 Gehen aber rief er die Worte: Mein Sohn Absalom! Mein Sohn, mein Sohn Absalom! D wäre doch ich statt deiner gestorben, Absalom, mein Sohn, mein Sohn!

2 Als nun Joab hinterbracht wurde: der König weint und härmt sich um Absalom! 8 da gestaltete sich an jenem Tage der Sieg für das ganze Volk zu einer Trauer, weil das Volk an jenem Tage die Runde vernahm: Der König grämt sich um seinen Sohn! *So stahl sich denn das Volt an jenem Tage zum Einzug in die Stadt heran, wie sich ein Heer heranstiehlt, das sich mit Schimpf bedeckt hat, weil es in der Schlacht geflohen ist. 5 Der König aber hatte sich 6 das Gesicht verhüllt, und der König schrie laut auf: Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn! 6 Da begab sich Joab zum König hinein und sprach: Heute hast du alle deine Diener offen beschimpft, die dir, wie deinen Söhnen und Töchtern, deinen Gattinnen und Rebsweibern heute das Leben gerettet haben, indem du denen, die dich hafsen, Liebe, und denen, die dich lieben, Haß erzeigt haft: denn heute hast du wissen lassen, daß du keine Heeresobersten und Diener habeft – ja jeßt weiß ich, daß, wäre Absalom (noch) am Leben und wir alle jeßt tot, bu damit ganz zufrieden wärest! 8 Nun aber auf! Tritt hinaus und sprich freundlich mit deinen Unterthanen! Denn bei Jahwe schwöre ich es [dir zu]: solltest du nicht zum Vorschein kommen, so wird fürwahr diese Nacht auch nicht ein Mann bei dir verbleiben, und das müßte für dich ein Unheil sein, schlimmer als irgend eines, das von deiner Jugend an bis jeßt über dich gekommen ist! "Da stand der König auf und seşte fich unter das Thor. Als man nun dem ganzen Volke kund gab: der König fißt unter dem Thore! kam alles Volt vor den König.

Davids Rüdkehr. Als nun von Israel jedermann nach seiner Heimat geflohen war, 10 lag das ganze Volk im Hader; in allen Stämmen Israels hieß es: Der König hat uns aus der Gewalt unserer Feinde befreit und er hat uns aus der Gewalt der Philister errettet: nun aber ist er vor Absalom aus dem Lande geflohen; 11 Absalom hingegen, den wir [zum König) über uns gesalbt hatten, ist in der Schlacht gefallen — nun denn! was zögert ihr, den König zurückzuführen? * 126 Was ganz Jsrael (unter fich] sagte, kam vor den König . 12a Der König aber fandte zu den Priestern Zadok und Abjathar und ließ sagen: Redet mit den Vornehmen Judas und fraget: Warum wollt ihr zurückbleiben, (wenn es sich darum handelt,] den König in seinen Palast zurückzuführen? 18 Ihr seid meine Stammesgenossen, mein Fleisch und Bein seid ihr: warum wollt ihr also zurüdbleiben, (wenn es sich darum handelt,] den König zurüczuführen? 14 Und zu Amasa saget: Du bist ja doch mein Fleisch und Bein - Gott mag mir anthun, was er will, wenn du nicht bei mir auf Lebenszeit an Joabs Stelle Oberfeldherr wirst! 15 Der 15 lenkte den Sinn aller Judäer, daß sie einmütig dem König entboten: Kehre mit deinem ganzen Hofe zurück!

16 So trat denn der König den Rückweg an und gelangte an den Jordan, während die Judäer nach dem Gilgal kamen, um dem König entgegenzugehen und den König über den Jordan überzuseßen. 17 Es kam aber [auch] der Benjaminit Simei, der Sohn Geras aus Bahurim, eilends mit den Judäern herab dem Könige David entgegen, 18 und mit ihm 1000 Mann aus Benjamin. Sauls Hausvogt Ziba aber war samt seinen fünfzehn Söhnen und seinen zwanzig Sklaven dem Könige voraus an den Jordan 'hinab geeilt'; 19 'fie hatten die Furt überschritten, um die Familie des Königs überzuseßen und ihm zur Verfügung zu stehen. Und Simei, der Sohn Geras, warf sich vor dem Könige nieder, als er eben über den Jordan seßen wollte, 20 und redete den König an: Möge mir mein Herr (meine] Verschuldung nicht 20

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* Dbige durch den Zusammenhang geforderte Reihenfolge der Säße in B. 12 ist durch die griechische Bibel bezeugt.

anrechnen und gedenke nicht an das, was dein Sklave an dem Tage verbrochen hat, als mein Herr und König Jerusalem verließ, und beachte es nicht: 21 dein Sklave ist sich ja bewußt, daß ich mich vergangen habe; aber, wie du siehst, bin ich heute als der erste vom ganzen Hause Joseph zur Einholung meines königlichen Herrn herabgekommen. 22 Da ergriff Abisai, der Sohn der Zeruja, das Wort und sprach: Sollte deswegen Simei nicht ums Leben gebracht werden? Er hat ja den Gefalbten Jahwes verwünscht! 28 David erwiderte jedoch: Was habe ich mit euch zu thun, ihr Zerujaföhne, daß ihr mir heute zum Versucher werdet? Sollte heute jemand in Israel ums Leben kommen? Weiß ich doch nun, daß ich jeßt König über Israel bin. 24 So sagte denn der König zu Simei: Du sollst nicht sterben! und der König beschwor es ihm.

26 Und Meribaal, Sauls (Enkel-]Sohn, war (gleichfalls) zur Einholung des Königs herabgekommen; er hatte seine Füße nicht gepflegt, seinen Bart nicht geordnet und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tage an, an dem der König sich auf den Weg gemacht hatte, bis zu dem Tage, an dem er wohlbehalten zurückehrte. 26 Als er nun 'von Jerusalem her zur Einholung des Königs herbeikam, fragte ihn der König: Warum bist du nicht mit mir ausgezogen, "Meribaať? 27 Er antwortete: Mein Herr und König ! mein Diener hat mich betrogen. Dein Sklave befahl ‘ihm’ nämlich : 'Sattle mir einmal die Efelin, daß ich sie besteige, um den König zu begleiten! – dein Sklave ist ja lahm. 28 Aber er hat deinen Sklaven bei meinem königlichen Herrn verleumdet. Doch mein königlicher Herr gleicht dem Engel Gottes: fo thu, was bir gutdünkt! 29 Meine ganze Familie hatte ja von meinem Herrn und König nichts zu er

warten, als den Tod; da hast du deinen Sklaven unter deine Tischgenossen aufgenommen 30 was bleibt mir noch für ein Recht, was für ein Anspruch an den König ? 80 Der König er

widerte ihm: Was machst du noch viele Worte? Ich bestimme: Du und Ziba sollen das Gut teilen! 81 Meribaal antwortete dem König: Er mag fogar das ganze haben, nachdem mein Herr und König wohlbehalten heimgekehrt ist.

82 Der Gileadit Barsillai war von Rogelim herabgekommen und zog mit dem Könige zum Jordan, um ihn über den Jordan' zu geleiten. 88 Barfillai war aber sehr alt, ein Mann von achtzig Jahren. Er hatte den König 'während seines Aufenthalts' in Mahanaim (mit Lebensmitteln) versorgt; er war nämlich ein sehr vermögender Mann. 84 Da sprach der König

zu Barsillai: Du mußt mit mir gehen, daß ich bei mir in Jerusalem "für deine alten Tage' 85 sorge. 85 Barfillai aber erwiderte dem Könige: Wie viel Lebenszeit habe ich [noch vor mir],

daß ich mit dem Könige nach Jerusalem gehen sollte? 36 Achtzig Jahre bin ich jeßt alt: könnte ich da noch Gutes und Schlechtes unterscheiden, oder würde dein Knecht einen Geschmack von dem haben, was ich esse und was ich trinke? Oder könnte ich noch der Stimme der Sänger und Sängerinnen lauschen? Wozu also sollte dein Knecht meinem königlichen Herrn noch zur Last fallen? 87 Ein wenig wollte dein Knecht den König begleiten ', aber warum vergilt mir der König in dieser Weise? 38 Laß deinen Knecht umkehren, daß ich in meiner Vaterstadt bei dem Grabe meines Vaters und meiner Mutter sterbe: hier dein Knecht Kimham mag mit meinem Herrn und König ziehen; thue an ihm, was dir gut scheint. 89 Der König erwiderte: So mag Rimham mit mir ziehen; ich werde an ihm thun, was dir gut scheint, und was immer du von mir haben willst, werde ich dir erweisen.

40 Nun seşte alles Kriegsvolk über den Jordan, dann seşte der König über. Dabei füßte der König Barsillai und verabschiedete sich von ihm, worauf er in seine Heimat zurückehrte. 41 Darauf zog der König nach dem Gilgal und Rimham zog mit ihm. Das gesamte Kriegsvolt von Juda aber “zogʻ mit dem Könige, ebenso die Hälfte des Kriegsvolks von Israel. 42 Plößlich kamen alle (übrigen] Jsraeliten beim Könige an. Sie fragten den König: Warum haben unsere Volksgenossen, die Judäer, dich entführt und den König und seine Familie samt der ganzen Umgebung Davids [heimlich] über den Jordan gebracht? 48 Die Judäer insgesamt

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erwiderten den Israeliten: Der König ist uns doch verwandt! Warum bist du denn da wegen dieser Angelegenheit in Zorn geraten? Haben wir etwa ein Stück vom Könige gegessen oder ist er etwa von uns weggeschleppt worden? -4 Die Israeliten aber antworteten den Judäern: Wir haben zehn Teile am Könige, dazu bin ich der Erstgeborene' dir gegenüber; warum also hast du mich gering geachtet ? Und wurde nicht auf meiner Seite zuerst der Wunsch laut, meinen König zurückzubringen? Die Judäer aber ließen noch heftigere Worte fallen, als von seiten der Israeliten geschehen war.

Seba8 Aufstand. Nun war dort von ungefähr ein nichtswürdiger Mensch, ein Benjaminit, Namens Seba, 20 Sohn Bichris, mit anwesend; der stieß in die Posaune und rief: Wir haben kein Teil an David und kein Erbe am Sohne Ifais — [begebe sich] ein jeder in seine Heimat, Israel ! * Da fielen die Israeliten insgesamt von David zu Seba, dem Sohne Bichris, ab; die Judäer hingegen scharten sich um ihren König vom Jordan an bis nach Jerusalem. 8 Als nun David nach Jerusalem in feinen Palast gelangt war, ließ er die zehn Rebsweiber, die er zur Bewachung des Palastes zurückgelassen hatte, in ein besonderes Haus bringen und versorgte sie (daselbst), jedoch ohne ihnen beizuwohnen. So lebten sie abgeschlossen bis an ihren Tod .....* Sodann gebot der König Amasa: Biete mir die Judäer in drei Tagen auf; du selbst stelle dich [bann) hier! 5 Amasa machte sich auf den Weg, die Judäer aufzubieten. Als er jedoch o über die Zeit hinaus derzog, die er ihm bestimmt hatte, 6 fagte David zu "Foab”: Nun wird uns Seba, der Sohn Bichris, noch größeres 'Unheil zufügen als Absalom; nimm du deines Herrn Leute und seße ihm nach, daß er nicht etwa befestigte Städte 'gewinnt und .. "So zog denn Joab ‘mit Abisai' an der Spiße seiner Truppe aus samt den Krethern und Plethern und den sämtlichen Gibborim. Sie verließen Jerusalem, um Seba, dem Sohne Bichris, nachzuseßen. .

8 Während sie sich nun bei dem großen Steine, der bei Gibeon liegt, befanden, ging Amasa vor ihnen her. Joab aber hatte ‘unter dem Waffenrock ein Schwert in der Hand, und darüber hatte er sich ein Schwert umgegürtet, das mit der Scheide an seiner Hüfte festgeknüpft war; 'bas glitt ihm heraus' und fiel zu Boden. Nun fragte Joab Amasa: Geht es dir gut, mein Bruder? Dabei faßte Joab Amasa mit der rechten Hand am Barte, um ihn zu küssen. 10 Amasa aber hatte das Schwert nicht beachtet, das Joab in der [linken] Hand hielt, und so 10 stieß er es ihm in den Leib, daß er seine Eingeweide zur Erde schüttete und starb, ohne daß er ihm einen zweiten Stoß gab. Joab aber und sein Bruder Abisai seşten alsdann Seba, dem Sohne Brichris, nach. 11 Einer aus Joabs Truppe aber mußte bei ihm stehen bleiben und rufen: Wer es mit Joab und wer zu David hält, ziehe Joab nach! 12 Da aber Amasa .... *** mitten im Wege (lag) und der Mann sah, wie die Leute alle stehen blieben, ichob er Amasa beiseite vom Wege hinweg aufs Feld und warf einen Mantel über ihn, nachdem er bemerkt hatte, wie jeder, der an ihm vorbeikam, stehen blieb. 18 Nachdem er ihn vom Wege weggeschafft hatte, zog jedermann Joab nach, um Seba, dem Sohne Bichris, nachzuseßen. 14 Der durchzog jedoch alle Stämme Jsraels bis nach Abel Beth' Maacha, und alle Brichriter' kamen zuhauf und brangen ihm nach (dort] ein. 15 Aber sie rückten nach, belagerten ihn in Abel Beth 15 Maacha und schütteten gegen die Stadt einen Wall auf; der kam auf den Festungsgraben zu

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Nach der üblichen Deutung besagen die übergangenen Worte: „im Witwenstand bei Lebe zeiten [des Gatten]“, doch ist der Text ohne Zweifel verderbt.

** Wörtlich vielleicht: „und unser Auge beschattet“, d. h. uns Verdruß und schwere Sorge bereitet. S. die textkritische Anmerkung.

*** Wörtlich: „sich im Blute wälzend“; da er aber nach V. 10 bereits tot war, so muß der Text irgendwie verderbt sein.

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