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belüge doch deine Magd nicht! 17 Und die Frau ward schwanger und gebar um dieselbe Zeit im folgenden Jahre einen Sohn, 'wie Elisa ihr verheißen hatte.

18 Als nun der Knabe heranwuchs, ging er eines Tages zu seinem Vater hinaus zu den Schnittern. 19 Da klagte er seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Er aber befahl dem 20 Diener: Trage ihn zu seiner Mutter! 20 Da nahm er ihn auf und brachte ihn hinein zu seiner

Mutter ; und er faß bis zum Mittage auf ihrem Schoße, dann starb er. 21 Da ging sie hinauf, legte ihn auf das Bette des Gottesmannes, schloß hinter ihm zu und ging hinaus. 22 Sodann rief sie ihren Mann und sprach: Schicke mir doch einen von den Dienern mit einer Eselin; ich will schnell zu dem Manne Gottes und wieder zurück! 28 Er aber sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch 'heute' weder Neumond noch Sabbath! Sie antwortete: Es hat nichts auf

fich! 24 Als sie nun die Eselin gesattelt hatte, befahl sie ihrem Diener: Treibe nur immer an! 25 Halte mich nicht auf im Reiten, bis ich es dir sage! 25 Also zog sie hin und gelangte zu dem Manne Gottes auf den Berg Karmel.

Als sie aber der Mann Gottes in einiger Entfernung erblickte, sprach er zu seinem Diener Gehasi : Das ist ja die Sunamitin! 26 Laufe ihr sogleich entgegen und frage fie: Geht es dir wohl? Geht es deinem Manne wohl? Geht es dem Knaben wohl ? Sie antwortete: Ja! 27 Als sie aber zu dem Manne Gottes auf den Berg kam, umfaßte sie feine Füße. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sprach : Laß sie, denn sie ist schwer bekümmert, und Jahwe hat mir’s verborgen und nicht kundgethan! 28 Da sprach sie: Habe ich etwa meinen Herrn um einen Sohn gebeten? Sagte ich nicht, du sollest mich nicht täuschen? 29 Da befahl er Gehasi: Gürte deine Lenden, nimm meinen Stab in die Hand und gehe hin

wenn du jemandem begegnest, so grüße ihn nicht, und wenn dich jemand grüßt, so danke ihm 80 nicht! – und lege meinen Stab auf das Antriß des Knaben. 30 Die Mutter des Knaben aber

sprach: So wahr Jahwe lebt und so wahr du lebst: ich verlasse dich nicht! Da machte er sich auf und folgte ihr. 31 Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das Antlig des Knaben gelegt; doch da war kein Laut noch Beachtung (zu verspüren). Da kehrte er um, [ging] ihm entgegen und meldete ihm: Der Knabe ist nicht aufgemacht. 32 Als nun Elisa ins Haus kam, fand er den Knaben tot auf seinem Bette liegend. 38 Da ging er hinein, verschloß die Thür hinter ihnen beiden und betete zu Jahwe. 34 Sodann stieg er [auf das Bette) hinauf und legte sich über den Knaben, und zwar that er den Mund auf seinen Mund,

die Augen auf feine Augen und die Hände auf seine Hände und beugte sich über ihn; da er85 warmte der Leib des Knaben. 85 Dann kam er wieder, ging im Hause einmal auf und ab,

stieg hinauf und beugte sich [abermals) über ihn. Da nieste der Knabe siebenmal ; darnach schlug der Knabe seine Augen auf. 36 Da rief er Gehasi und befahl: Rufe die Sunamitin ba! Und als sie auf sein Rufen zu ihm eingetreten war, sprach er: Nimm deinen Sohn hin! 87 Da trat sie herzu, fiel ihm zu Füßen und verneigte sich bis auf den Boden; alsdann nahm sie ihren Sohn und ging hinaus.

88 Elisa aber kam wieder nach dem Gilgal, während die Hungersnot im Lande herrschte. Als nun die Prophetenjünger vor ihm saßen, befahl er seinem Diener: Seße den größten Topf zu und koche ein Gericht für die Prophetenjünger! 39 Da ging einer aufs Feld hinaus, um Kräuter zu pflücken, und als er "auf dem Felde' ein Rankengewächs fand, pflückte er davon

wilde Gurken, sein ganzes Gewand voll, kam heim und schnitt fie in den Eßtopf, denn sie 40 kannten sie nicht. 40 Darauf schüttete man für die Männer aus, damit sie äßen. Sobald sie

aber von dem Gerichte kosteten, schrieen sie auf und riefen: Der Tod ist im Topfe, du Mann Gottes! und vermochten es nicht zu essen. 41 Er aber sprach: Bringt nur Mehl her! Und nachdem er es in den Topf geworfen hatte, befahl er: Schütte [es] den Leuten hin, daß sie effen! Da war nichts Schädliches (mehr) in dem Topfe.

42 Es erschien aber ein Mann von Baal-Salisa und brachte dem Manne Gottes Erstlingsbrot, (nämlich] zwanzig Gerstenbrote und zerstoßene Körner in seinem Quersad *. Da befahl er: Gieb den Leuten, daß sie essen! 48 Sein Diener erwiderte: Wie kann ich das hundert Männern vorlegen? Er aber sprach: Gieb den Leuten, daß fie essen! Denn so spricht Jahwe: Effen (werden sie) und (noch) übrig lassen! 44 Da legte er ihnen vor, und sie aßen und ließen (noch) übrig, wie Jahwe verheißen hatte.

Mann war ....

Elija heilt den Syrer Raeman vom Aussage. Gehaft wird zur Strafe ausfäßig.

1 Naeman aber, der Feldhauptmann des Königs von Aram, galt viel bei seinem Herrn 5 und war hoch angesehen, denn durch ihn hatte Jahwe den Aramäern Sieg verliehen; aber der

** ausjäßig. ? Nun hatten [einst] Aramäer auf einem Streifzuge eine kleine Dirne aus dem Lande Israel als Gefangene hinweggeführt; die stand im Dienste der Gemahlin Naemans. 8 Da sprach sie zu ihrer Herrin: Ach, daß mein Herr bei dem Propheten zu Samaria wäre! Der würde ihn von seinem Aussage befreien. Da ging er hinein zu seinem Herrn und teilte ihm mit: So und so hat die Dirne aus dem Lande Israel geredet. 5 Darauf sprach der König von Aram: Ziehe nur hin, ich werde dem Könige von Israel einen s Brief fenden. Also zog er hin und nahm zehn Talente Silber, sechstausend (Sekel] Gold und zehn (vollständige] Anzüge mit sich, und überbrachte dem Könige von Israel den Brief, in welchem stand: Wenn nun dieser Brief an dich gelangt, so wisse: ich habe meinen Diener Naeman zu dir gefandt, damit du ihn von seinem Aussaße befreiest. Als aber der König von Israel den Brief gelesen hatte, zerriß er seine Kleider und sprach: Bin ich denn ein Gott, der töten und lebendig machen kann, daß dieser mir entbieten läßt, einen Menschen von seinem Aussaße zu befreien? Da seht ihr ja nun deutlich, wie er Händel mit mir sucht!

8 Sobald aber Elisa, der Mann Gottes, vernahm, daß der König von Israel seine Kleider zerrissen habe, fandte er zum Könige und ließ [ihm] sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Laß ihn nur zu mir kommen, so soll er erfahren, daß es Propheten in Jsrael giebt! 9 Also kam Naeman mit seinen Rossen und Wagen und hielt vor der Thüre des Hauses Elijas. 10 Da fandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ [ihm] sagen: Gehe hin und 10 bade dich siebenmal im Jordan, so wird dein Fleisch wieder hergestellt werden und du wirst rein sein! 11 Naeman aber ward unwillig und ging hinweg mit den Worten: Meinte ich doch, er werde zu mir herauskommen und hertreten, den Namen Jahwes, seines Gottes, anrufen, feine Hand in der Richtung nach dem Heiligtume *** schwingen und so den Aussaß beseitigen. 12 Sind nicht Abana und Pharphar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Wasser in Israel ? Könnte ich mich nicht in ihnen baden und rein werden? Also wandte er sich und zog voller Zorn hinweg. 18 Da traten seine Diener heran und redeten ihm zu und sprachen: "Wenn' dir der Prophet etwas Schwieriges geheißen hätte, würdest du es nicht thun? Wieviel mehr, da er zu dir gesagt hat: Bade dich, so wirst du rein sein! 14 Da zog er hinab und tauchte fiebenmal im Jordan unter, wie der Mann Gottes geboten hatte; da ward sein Fleisch wieder hergestellt wie das eines jungen Knaben, und er war rein.

15 Da kehrte er mit seinem ganzen Gefolge zu dem Manne Gottes zurück, und als er 16 hinkam, trat er vor ihn und sprach : Wisse, ich habe (nun) erkannt, daß es keinen Gott giebt in allen Landen, außer in Israel; so nimm denn nun ein [Abschieds-]Geschenk von deinem Knechte! 16 Er aber sprach: So wahr Jahwe lebt, in dessen Dienst ich stehe: ich nehme nichts!

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Nach anderen bedeutet dieses nur hier vorkommende Wort „Gewand, Mantel“.

** Die beiden ausgelassenen Worte bedeuten sonst rein wackerer (oder „tapferer“) Mann"; fie beruhen entweder auf Verstümmelung des ursprüngl. Tertes oder sind aus Versehen hier eingedrungen.

*** Vergl. zu dieser Bedeutung des Wortes 1 Mof. 28, 11; die übliche Fassung: per werde seine Hand über (oder: gegen) die (aussäßige] Stelle schwingen“, dürfte schon daran scheitern, daß Naeman schwerlich nur an einer Stelle des Leibes ausjäßig zu denken ist.

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Und obwohl er in ihn drang, [es] zu nehmen, weigerte er sich. 17 Da sprach Naeman: Wenn denn nicht, so möge wenigstens deinem Knechte eine Last Erde — so viel, als zwei Maultiere tragen können — gegeben werden. Denn dein Knecht will fortan keinen anderen Göttern mehr Brandopfer und Schlachtopfer bringen, sondern nur Jahwe! 18 Aber in dem Stücke wolle Jahwe deinem Knechte verzeihen: wenn mein Herr in den Tempel Kimmons geht, um daselbst anzubeten, und sich dabei auf meinen Arm stüßt, so daß ich mich (mit) niederwerfe im Tempel Rimmons, 'wenn er sich dort niederwirft, so wolle doch Jahwe deinem Knechte in diesem Stücke derzeihen! 19 Er aber sprach zu ihm: Ziehe hin in Frieden!

Als er nun eine Strede Weges von ihm fortgezogen war, 20 sprach Gehasi, der Diener Elisas, des Gottesmannes, [bei sich selbst]: da hat nun mein Herr diesen Aramäer Naeman geschont und hat von ihm nicht angenommen, was er hergebracht hat. So wahr Jahwe lebt, ich muß ihm nachlaufen und mir etwas von ihm geben lassen! 21 Also rannte Gehasi dem Naeman nach. Als aber Naeman bemerkte, daß ihm einer nachlief, sprang er vom Wagen [ging] ihm entgegen und fragte: Steht alles wohl ? 22 Er antwortete: Ja! Mein Herr sendet mich und läßt [dir] sagen: Da sind soeben vom Gebirge Ephraim zwei junge Leute, die zu den Prophetenjüngern gehören, zu mir gekommen; gieb [mir) doch für sie ein Talent Silbers (und zwei Anzüge»! 28 Naeman erwiderte: Thue mir den Gefallen (und) nimm zwei Talente! Und er drang in ihn und band zwei Talente Silbers in zwei Beutel und zwei Anzüge und gab [fie] seinen beiden Dienern, die trugen sie vor ihm her. 24 Als er aber an den Hügel gelangt war,

nahm er sie ihnen ab, verwahrte sie im Hause und ließ die Männer geben. Als sie sich ent25 fernt hatten, 25 ging er hinein und trat vor seinen Herrn. Elisa aber fragte ihn: Woher,

Gehasi? Er antwortete: Dein Knecht war nirgends hingegangen. 26 Er aber sprach zu ihm: Bin ich nicht im Geiste ‘mit dir' gegangen, als fich jemand auf seinem Wagen nach dir umdrehte? "Nun wohl, du hast das Geld bekommen und wirft Kleider, Ölgärten, Weinberge, Schafe, Rinder, Sklaven und Sklavinnen (dafür] bekommen’; 27 aber der Aussaß Naemans wird dir und deinen Nachkommen immerdar anhangen! Da ging er von ihm hinaus, schneeweiß von Aussaß.

Elisa bringt Eisen zum Schwimmen, führt ein Syrerheer irre. 6 1 Es sprachen aber die Prophetenjünger zu Elisa: Wie du siehst, ist der Raum, wo wir

vor dir fißen, zu eng für uns; a laß uns an den Jordan gehen und dort ein jeder einen Balken holen, damit wir uns dort eine Stätte herrichten, wo wir uns niederlassen können. Er sprach : Gehet hin! 8 Einer von ihnen aber bat: Sei fo gut (und] begleite deine Knechte! Da sprach

er: Gut, ich will (mit]gehen. 4 Also ging er mit ihnen. Als sie nun zum Jordan gelangt 5 waren, hieben sie Stämme um. 5 Während nun einer von ihnen einen Balten * fällte, fiel das

Eisen ins Wasser. Da schrie er und rief: Ach, Herr! es ist noch dazu entlehnt! 6 Uber der Mann Gottes (prach: Wohin ist es gefallen? Als er ihm nun die Stelle gezeigt hatte, schnitt er einen Stod ab, stieß dort hinein und machte das Eisen schwimmen. "Sodann sprach er: Hole dir's herauf! Da langte er hin und holte es [sich).

8 Während nun der König von Aram Krieg mit Israel führte, traf er Verabredung mit seinen Dienern und gebot: An dem und dem Orte ‘müßt ihr euch in den Hinterhalt legen”!

9 Aber der Mann Gottes sandte zum Könige von Járael und ließ [ihm] sagen: Hüte dich, an 10 diesem Drte vorüberzuziehen; denn dort sind die Aramäer 'verstedt'. 10 Darauf sandte der König

von Jsrael hin an den Drt, den ihm der Mann Gottes bezeichnet hatte. Und so warnte er ihn jedesmal, und er war dann stets auf seiner Hut an dem betreffenden Drt, [und das geschah] nicht (nur) einmal oder zweimal. 11 Da geriet der König von Aram in Aufregung über diese Sache, berief seine Diener und sprach zu ihnen: Könnt ihr mir denn nicht sagen, wer 'uns' dem Könige von Jsrael 'verräť? 12 Da antwortete einer von seinen Dienern: Nicht doch, mein Herr König, sondern der Prophet Elija, der in Israel ist, teilt dem Könige von Israel die Worte mit, die du in deinem Schlafzimmer redest! 18 Da befahl er: Geht hin und seht zu, wo er ist, daß ich hinsende und ihn fangen lasse. Als man ihm nun meldete: Er ist in Dothan! 14 da sandte er dorthin Rosse und Wagen und eine starke Kriegsschar; die famen bei Nacht hin und umzingelten die Stadt. 15 Als er nun 'am andern Morgen früh heraus- 15 trat, lag da eine Kriegsschar rings um die Stadt mit Rossen und Wagen. Sein Diener aber sprach zu ihm: D weh, Herr! Was wollen wir (nun) anfangen? 16 Er aber sprach: Fürchte dich nicht; denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind. 17 Und Elisa betete und sprach: Jahwe, öffne ihm doch die Augen, daß er sehe! Da öffnete Jahwe dem Diener die Augen, und er sah, wie der Berg rings um Elisa her mit Rossen und feurigen Wagen angefüllt war. 18 Als sie nun gegen ihn anrüdten, betete Elisa zu Jahwe und sprach : Schlage doch diese Leute mit Blindheit! Da schlug er sie mit Blindheit, wie Elisa gebeten hatte. 19 Darauf sprach Elisa zu ihnen: Dies ist nicht der richtige) Weg und dies nicht die [richtige] Stadt. Folget mir, so will ich euch zu dem Manne führen, den ihr sucht! Sodann führte er sie nach Samaria. 20 Sowie sie aber nach Samaria gelangt waren, sprach Elisa: 20 Jahwe, öffne ihnen die Augen, daß sie sehen! Da öffnete ihnen Jahwe die Augen, und sie sahen sich plößlich mitten in Samaria. 21 Als nun der König von Israel sie erblickte, fragte er Elija: Soll ich sie niedermegeln, mein Vater ? 22 Er aber antwortete: Du darfst sie nicht niedermeßeln. Pflegst du etwa die niederzumeţeln, welche du* mit deinem Schwert und Bogen zu Gefangenen gemacht hast? Seße ihnen Speise und Wasser vor, daß sie essen und trinken; dann mögen sie zu ihrem Herrn ziehen. 23 Da ließ er ein großes Mahl für sie zurichten, und als sie gegessen und getrunken hatten, entließ er sie, und sie zogen zu ihrem Herrn. Seitdem famen keine Streifscharen der Aramäer mehr ins Land Israel.

* Da man wohl Stämme, aber nicht Balken fällt, so liegt wohl eine Textverderbnis vor; dergl. die textkritische Anmerkung.

Schredliche þungersnot und wunderbares Eintreten der wohlfeilen Zeit zu Samaria. E 24 Darnach begab es sich, daß Benhadad, der König von Aram, seine ganze Heeresmacht

zusammenzog und heranrüdte und Samaria belagerte. 25 Da entstand eine große Hungersnot 25 zu Samaria, und es geriet in solche Bedrängnis, daß ein Eselskopf achtzig Silber[sekel] und ein Viertel Kab Taubenmist fünf Silber[sekel) galt. 26 Als nun [einst] der König von Jsrael auf der Mauer einherging, schrie ihn ein Weib an und bat: Hilf (mir), mein Herr König! 27 Er aber sprach: Hilft dir Jahwe nicht, woher soll ich dir helfen? Von der Tenne oder von der Kelter? 28 Sodann fragte sie der König: Was hast du? Sie antwortete: Dieses Weib da sprach zu mir: Gieb deinen Sohn her, daß wir ihn heute verzehren; morgen wollen wir dann meinen Sohn verzehren! 29 So kochten wir denn meinen Sohn und verzehrten ihn. Als ich aber am andern Tage zu ihr sagte: Gieb deinen Sohn her, daß wir ihn verzehren! da hielt sie ihren Sohn verstedt. 30 Als nun der König das Weib so reden hörte, zerriß er seine Kleider, 30 während er auf der Mauer “stand; da gewahrte das Volf, daß er darunter ein hörenes Gewand auf seinem Leibe trug. 31 Und er sprach: Gott möge mir anthun, was er will, wenn das Haupt Elisas, des Sohnes Saphats, heute auf seinen Schultern ** bleibt!

32 Während nun Elisa in seinem Hause saß und die Vornehmen bei ihm saßen, sandte er einen Mann vor sich her. Aber ehe noch der Bote (des Königs) zu ihm gelangte, sagte er zu den Vornehmen: Habt ihr gesehen, daß dieser Mördersohn hergesandt hat, um mir den Kopf abschlagen zu lassen? Seht zu, sobald der Bote kommt, verschließt die Thür und stemmt

* Nach anderer Lesart (vergl. die textkritische Anmerkung): „welche du nicht u. s. m.“.
** Wörtlich: „auf ihm“.

euch mit der Thüre gegen ihn! Hinter ihm drein sind ja schon die Tritte seines Herrn zu vernehmen. 38 Während er noch mit ihnen redete, kam alsbald der König zu ihm hinab und sprach: Sieh nun, welches Unheil Jahwe verhängt! Was soll ich da noch länger auf Jabwe

harren ? 7 1 Elisa aber sprach: Höret das Wort Jahwes! So spricht Jahwe: Morgen um diese

Zeit wird ein Sea Feinmehl im Thore von Samaria einen Sekel gelten und zwei Sea Gerste [auch] einen Sekel. ? Da antwortete der Ritter, auf dessen Arm sich der König stüßte, dem Manne Gottes also: Und wenn Jahwe Fenster am Himmel anbrächte*, wie könnte solches geschehen? Er erwiderte: Du sollst es mit eigenen Augen sehen, aber nichts davon genießen!

8 Nun waren vier Männer als Aussäßige vor dem Thore; die sprachen zu einander: Wozu sollen wir hier bleiben, bis wir tot sind? Wenn wir uns vornehmen wollten, in die Stadt hineinzugehen, trokdem daß in der Stadt Hungersnot herrscht, so müßten wir dort sterben; bleiben wir aber hier, so müssen wir (auch] sterben. So laßt uns denn jeßt ins Lager

der Aramäer überlaufen. Lassen sie uns am Leben, so bleiben wir leben; töten sie uns aber, 6 nun so sterben wir ! 5 Also machten sie sich in der Abenddämmerung auf, um sich ins Lager der

Aramäer zu begeben. Als sie nun an das (vorbere) Ende des aramäischen Lagers kamen, war dort kein Mensch zu erblicken. Denn der Herr hatte gemacht, daß man im Lager der Aramäer den Lärm von Rossen und den Lärm von Wagen, (kurz] den Lärm einer großen Heeresmacht vernahm, so daß sie untereinander sprachen: Sicherlich hat der König von Israel die Könige der Hethiter und die Könige von Ägypten wider uns gedungen, daß sie uns überfallen follen! "So brachen sie denn auf und floben in der Dämmerung; ihre Zelte aber und ihre Rosse und Esel – das Lager, wie es ging und stand, — ließen sie im Stich und flohen, um (nur] ihr Leben zu retten. 8 Als nun jene Aussäßigen an das [vordere] Ende des Lagers kamen, gingen sie in ein Zelt hinein, aßen und tranken, schafften dann Silber, Gold und Kleider heraus und gingen hin, (die Beute) zu vergraben. Dann kamen sie wieder, gingen in ein anderes Zelt, schafften (Beute) heraus und vergruben (fie).

9 Darauf aber sprachen sie untereinander: Wir thun Unrecht! Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Wenn wir aber schweigen und bis zum lichten Morgen warten, so trifft uns 10 Verschuldung. Laßt uns daher jeßt hineingehen und es im Palaste des Königs melden! 10 Als

fie nun hinkamen, riefen sie die Wächter am Stadtthor und meldeten ihnen: Wir begaben uns ins Lager der Aramäer, aber da war niemand zu erblicken, und kein Mensch ließ sich hören, sondern (es waren da) nur die Roffe und Ejel angebunden, und ihre Zelte, wie sie lagen und standen. 11 Da ‘riefen die Thormächter die Befehlshaber über die Stadt, und diese meldeten [es] drinnen im Palaste des Königs. 12 Da erhob sich der König (mitten) in der Nacht und sprach zu seinen Dienern: Ich will euch sagen, was die Aramäer gegen uns angestiftet haben. Sie wissen, daß wir Hunger leiden; da haben sie denn das Lager verlassen, um sich draußen herum zu verstecken, indem sie denken: Wenn sie aus der Stadt herauskommen, wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt eindringen! 18 Da antwortete einer von seinen Dienern also: So nehme man doch etliche ** von den noch übrig gebliebenen Rossen, die 'hier? übriggeblieben find – es wird ihnen ja doch ergehen, wie der ganzen Menge, dahin ist, – und laß fie uns aussenden und zusehen! 14 Da holten sie zwei Wagen mit Rossen,

die sandte der König dem Heere der Aramäer nach mit dem Auftrag: Ziehet hin und sehet zu! 15815 Als) sie ihnen nun bis an den Jordan nachzogen, befand sich, daß der ganze Weg voller

Kleider und Waffen lag, die die Aramäer auf ihrer hastigen Flucht weggeworfen hatten. Da kehrten die Boten um und meldeten [das] dem Könige. 16 Nun ging das Volk hinaus und

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