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ohne daß du dich dessen versahst! Du wardst ertappt und wardst gefaßt, denn wider Jahwe erkühntest du dich zu streiten. 25 Jahwe hat seine Rüstkammer aufgethan und die Waffen seines 25 Grimms hervorgeholt; denn [Kriegs-]Arbeit giebt's für den Herrn Jahwe der Heerscharen im Lande der Chaldäer. 26 Rückt von allen Enden her wider es heran! Öffnet seine Scheuern! Schüttet es auf Garben gleich und vollstreckt an ihm den Bann! Es bleibe von ihm kein Überrest! 27 Stecht alle seine Farren nieder, zur Schlachtung sollen sie niedersinken! Wehe ihnen, denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung! 28 Horch! Flüchtende und Entronnene aus dem Lande Babel, um auf dem Zion zu verkünden, daß Jahwe, unser Gott, Rache übt, Rache für seinen Tempel!

29 Bietet Schüßen wider Babel auf, alle, die den Bogen spannen! Lagert euch ringsum wider es! Kein Entrinnen soll's für es geben! Vergeltet ihm nach seinem Thun! Ganz so wie es verfuhr, verfahrt mit ihm; denn wider Jahwe, wider den Heiligen Israels, hat es frech sich aufgelehnt! 30 Darum sollen seine jungen Männer auf seinen Straßen fallen und alle seine so Kriegsleute jenes Tags hinweggetilgt werden ist der Spruch Jahwes.

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31 Fürwahr, ich will an dich, „Frechheit", ist der Spruch des Herrn Jahme der Heerscharen; denn dein Tag ist gekommen, die Zeit, da ich dich heimsuche! 82 Nun soll Frechheit“ straucheln und fallen, und niemand wird ihr aufhelfen, und ich will Feuer an ihre Stätte legen, daß es alles, was rings um sie her ist, verzehre.

33 So spricht Jahwe der Heerscharen: Vergewaltigt sind die Israeliten und die Judäer zumal, und alle, die sie in Gefangenschaft geführt haben, halten sie fest, weigern sich, sie loszulaffen. 34 [Doch] ihr Erlöser ist stark, -Jahme der Heerscharen ist sein Name: er wird mit Eifer ihre Sache führen, damit er Ruhe schaffe der Erde, aber Unruhe den Bewohnern Babels. 35 [Auf!] Schwert, über die Chaldäer her, ist der Spruch Jahwes, und über die Bewohner 85 Babels, seine Obersten und seine Weissen!

36 [Auf!] Schwert, über die Schwäger, daß fie als Thoren sich erweisen! [Auf!] Schwert, über seine Helden, daß sie verzagen!

37 [Auf!] Schwert, über seine Rosse und seine Wagen und über das ganze Völkergemisch in seinem Bereiche, daß sie zu Weibern werden!

[Auf!] Schwert, über seine Schäße, daß sie ausgeraubt werden!

38 [Auf!] 'Schwert', über seine Gewässer, daß sie vertrocknen! Denn ein Land der Gößenbilder ist es, und mit den Schreckgestalten gebärden sie sich wie Wahnsinnige. 39 Darum werden Wildkaßen mit Schakalen zusammenwohnen und Strauße werden darin wohnen;

nimmermehr aber soll es wieder besiedelt sein, noch bewohnt auf Geschlecht und Geschlecht. 40 Wie [es erging, als] Gott Sodom und Gemorrha und ihre Nachbarstädte von Grund aus 40 zerstörte, ist der Spruch Jahwes, soll [auch] dort niemand wohnen, noch ein

Mensch darin weilen.

41* Schon kommt ein Volk von Norden her, schon erheben sich eine gewaltige Nation und mächtige Könige vom äußersten Winkel der Erde. 42 Bogen und Wurfspieß führen sie; grausam sind sie und üben kein Erbarmen. Ihr Lärmen tost dem Meere gleich und auf Rossen reiten sie, gerüstet wie ein [Kriegs-]Mann zum Kampfe wider dich, Tochter Babel! 48 Der König von Babel vernahm die Kunde von ihnen und schlaff sinken seine Hände; Angst hat ihn erfaßt, Zittern wie eine Gebärende. 44** Fürwahr, einem Löwen gleich, der aus dem Dickicht des Jordan zur immerprangenden Aue hinaufsteigt: so jage ich sie im Nu von dannen

* V. 41-43 fast wörtlich nach 6, 22-24.

** V. 44-46 wörtlich nach 49, 19-21.

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***.

Wörtlich nach üblicher Deutung: „und wer erwählt ist, den seße ich darüber“. Vgl. 49, 19.

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Denn wer ist mir gleich und wer will mich zur Rechenschaft ziehen, und wo wäre der Hirte, der vor mir standhalten könnte?

45 Darum hört den Ratschluß Jahwes, den er in betreff Babels gefaßt hat, und seine Gedanken, die er in betreff des Landes der Chaldäer hegt: Wahrlich, man soll sie fortschleppen, die Geringsten der Schafe! Wahrlich, entseßen soll sich über sie die Aue!

46 Vom Rufe: „Babel ist genommen!" erzittert die Erde, und [ihr] Wehgeschrei hört man unter den Völkern.

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1 So spricht Jahwe: Schon reize ich wider Babel und die Bewohner des Herz meiner Widersacher" die Wut eines Verderbers an und sende 'Worfler' wider Babel, daß sie es worfeln und sein Land ausleeren. Wenn die zur Unheilszeit es rings umzingeln, soll 'niemand' [in Babel] seinen Bogen spannen, 'noch' in seinem Panzer sich [zum Widerstand] er= heben! Doch schont [, ihr Belagerer,] seiner jungen Männer nicht, vollstreckt an seinem ganzen Kriegsheere den Bann, daß Erschlagene im Lande der Chaldäer hinfallen und Schwer5 verwundete auf seinen Gassen! 5 Denn Israel und Juda sind nicht (gleich Witwen] von ihrem Gotte, von Jahme der Heerscharen, verlassen, weil ihr Land voll von Verschuldung ist gegen den Heiligen Israels **. Flieht aus dem Bereiche Babels und rettet ein jeder sein Leben! Laßt euch nicht um seiner Verschuldung willen vernichten; denn eine Zeit der Rache ist's für Jahwe: was es verübt hat, zahlt er ihm heim!

7 Ein goldener Becher war Babel in der Hand Jahwes, der die ganze Erde berauschen sollte: vom Weine darin tranken die Völker, darum gebärdeten sie sich wie Rasende die Bölker», 8 Plötzlich ist Babel gefallen und ward zerschmettert: heult über es! Holt Balsam für seinen Schmerz, vielleicht ist's zu heilen! „Wir wollten Babel heilen, aber es war nicht zu heilen ; laßt es, daß wir ein jeder nach seiner Heimat ziehen. Denn bis an den Himmel reicht das Ge10 richt, von dem es betroffen, und bis zu den Wolken erhebt es sich! 10 Jahwe hat unsere ge= rechte Sache ans Licht gebracht: Kommt, laßt uns in Zion das Thun Jahwes, unseres Gottes, erzählen!"

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11 Säubert die Pfeile! nehmt die Schilde auf! Jahwe hat die Wut der Könige der Meder angereizt; denn wider Babel ist sein Beschluß [gerichtet), daß er es verderbe. Denn die Rache Jahwes ist es, die Rache für seinen Tempel. 12 Wider die Mauern Babels pflanzt ein Panier auf! Verstärkt die Bewachung! Stellt Wachtposten auf! Richtet den Hinterhalt ein! Denn Jahwe hat beschlossen und führt aus, was er den Bewohnern Babels angedroht hat. 18 D, die du an großen Wassern wohnst, reich an Schäßen, gekommen ist dein Ende, das Maß [ist da,] dich abzuschneiden! 14 Jahwe der Heerscharen schwört bei sich selbst: Fürwahr, wenn ich dich mit Menschen angefüllt hätte wie mit Heuschrecken, - man wird dennoch Siegesgeschrei über dich anstimmen!

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15 *** Der die Erde durch seine Macht erschaffen, den Erdkreis durch seine Weisheit ge= gründet und durch seine Einsicht den Himmel ausgespannt hat -16 wird seine Donnerstimme laut, [antwortet] Wasserbrausen am Himmel, und Wolken läßt er vom Rande der Erde heraufziehen, schafft Blize [,einen Weg zu bahnen] dem Regen und entläßt den Wind aus seinen Vorratskammern. 17 Verblüfft steht da jeder [Gößendiener] und kann es nicht begreifen; schämen muß sich jeglicher Schmelzer wegen [seines] Gebildes, weil Trug seine Gußbilder sind und kein Odem in ihnen ist. 18 [Eitel] Dunst sind sie, Machwerk zur Verhöhnung [ihrer Verehrer];

* Dies die wörtliche Überseßung eines nach der Redefigur, von der zu 25, 26 die Rede war, gebildeten Ausdrucks für „Chaldäer“ oder „Chaldäa”.

** Der Zusammenhang von V. 5 mit seiner Umgebung ist nicht recht ersichtlich.
*** Die V. 15-19 stimmen wörtlich mit 10, 12-16 überein.

wenn die Zeit ihrer Heimsuchung kommt, ist's aus mit ihnen. 19 Aber nicht gleicht diesen Jakobs Anteil, sondern der Schöpfer des Alls ist er und Israel' ist sein Eigentumsstamm, — Jahme der Heerscharen ist sein Name!

20 Als Hammer galtst du mir, als Kriegswaffe, daß ich mit dir Völker zerhämmerte und 20 Königreiche mit dir vernichtete, 21 daß ich Rosse samt ihren Reitern mit dir zerhämmerte, daß ich Wagen samt ihren Fahrern mit dir zerhämmerte, 22 daß ich Männer und Weiber mit dir zerhämmerte, daß ich Greise und Knaben mit dir zerhämmerte, daß ich Jünglinge und Jungfrauen mit dir zerhämmerte, 23 daß ich Hirten samt ihren Herden mit dir zerhämmerte, daß ich die Ackerer samt ihren Gespannen mit dir zerhämmerte, daß ich Statthalter und Vögte mit dir zerhämmerte! 24 Aber ich will Babel und allen Bewohnern Chaldäas alle die Bosheit, die sie vor euren Augen an Zion verübt haben, vergelten! ist der Spruch Jahwes.

25 Fürwahr, ich will an dich, du Berg des Verderbens ist der Spruch Jahwes-, der 25 du die ganze Erde ins Verderben gestürzt hast, und will dich meine Macht fühlen lassen und dich von den Felsen hinabwälzen und dich zu einem Berge der Brandglut machen; 26 von dir soll man keinen Stein zum Eckstein, noch einen Stein zu Grundmauern holen, sondern eine immerwährende Einöde sollst du werden! ist der Spruch Jahwes.

27 Pflanzt ein Panier auf Erden auf! Stoßt in die Trompete unter den Völkern! Weiht Völker wider es [Babel]! Ruft wider es die Königreiche von Ararat, Minni und Askenas herbei! Bestellt.. * wider es! Laßt Kriegsrofse anrücken, borstigen Heuschrecken vergleichbar! 28 Weiht Völker wider es, die Könige Mediens, seine Statthalter wie seine Vögte, und den gesamten Bereich ihrer Herrschaft!

.....

-

29 Da zittert und bebt die Erde, denn es gehen an Babel die Gedanken Jahwes in Erfüllung, indem er das Land Babel zur Einöde macht, entvölkert. 3o Die Helden Babels stehen 80 davon ab, zu kämpfen, sißen [unthätig] in den Burgen; verdorrt ist ihre Heldenkraft, sie sind zu Weibern geworden: schon hat man seine Wohnungen in Brand geseßt, zerbrochen sind seine Riegel. 81 Ein Läufer läuft dem andern entgegen und ein Bote dem andern, um dem Könige von Babel zu melden, daß seine Stadt an allen Enden eingenommen 32 und die Furten beseßt seien, daß man die Sümpfe ausgebrannt habe und die Kriegsleute bestürzt seien.

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38 Ja, so spricht Jahwe der Heerscharen, der Gott Israels: Die Tochter Babel gleicht einer Tenne zur Zeit, da man sie feststampft; eine kurze Zeit noch, so kommt [auch] für sie die Zeit der Ernte! 34,,Nebukadrezar, der König von Babel, hat uns gefressen, uns verjagt; er machte aus uns ein leeres Gefäß, hat uns wie ein Drache verschlungen, hat seinen Bauch [mit uns] angefüllt, aus [dem Lande] unserer Wonne hat er uns fortgetrieben'": 35 Meine 35 Vergewaltigung und mein Fleisch komme über Babel - spreche die Bewohnerschaft Zions, — und mein Blut über die Bewohner Chaldäas! spreche Jerusalem.

36 Darum spricht Jahwe also: Fürwahr, ich will deine Sache führen und Rache für dich nehmen; ich will seinen [Babels] Strom ** vertrocknen und seinen Brunnquell versiegen lassen! 37 Und Babel soll zu einem Steinhaufen werden, zu einer Wohnftätte für Schakale, ein Gegenstand des Entsetens und des Gezisches, ohne Bewohner! 38 [Noch] brüllen sie allesamt jungen Löwen gleich, knurren wie Löwenkäßchen: 39 [doch] wenn sie glühen [vor Gier], will ich ihnen ein Mahl zurichten und ihnen Rauschtrank zu trinken geben, daß sie frohlocken; dann sollen sie in einen immerwährenden Schlaf sinken und nicht [mehr] erwachen! — ist der Spruch Jahwes. 40 Ich lasse sie wie Lämmer zum Schlachten niedersinken, wie Widder samt Böcken!

* Das hier stehende Wort Tifrar kommt nur noch Nahum 3, 17 vor. Es ist wahrscheinlich ein Fremdwort und vielleicht (nach dem Assyrischen) s. v. a. „Tafelschreiber“, und dieses Bezeichnung für irgend einen Teil eines Heeres oder für ein besonders wichtiges militärisches Amt. Ob es, wie gewöhnlich geschieht, kurzweg „Anführer, Befehlshaber" zu erklären ist, bleibt fraglich.

** Wörtlich: "sein Meer"; gemeint ist der Euphrat.

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41 D wie ward „Sefach“ [Babel]* eingenommen und erobert, [fie,] der Lobpreis der ganzen Erde! O wie ward doch Babel zu einem Gegenstande des Entseßens unter den Völkern! 42 Das Meer stieg herauf über Babel, von seinen tosenden Wellen ward es überdeckt; 48 seine Städte wurden zur Einöde, zu einem Lande der Dürre und Steppe: " ' niemand wird mehr darin wohnen, noch ein Mensch sie durchwandern. 44 Dazu suche ich den Bel in Babel heim und hole das, was er verschlungen, wieder heraus aus seinem Maule, und nicht sollen fürder45 hin Völker zu ihm hinströmen! Auch die Mauer Babels fällt: 45 Zieht fort aus seinem Bereiche, mein Volk, und rettet ein jeder sein Leben vor der Zornglut Jahwes! 46 Es verzage euer Herz ja nicht, daß ihr euch fürchtetet bei dem Gerüchte, das im Lande kund wird, und [wenn] in dem [einen] Jahre das Gerücht sich verbreitet und danach in dem [andern] Jahre jenes Gerücht, und Gewaltthat im Lande [verübt wird] und ein Machthaber wider den andern [sich erhebt]. 47 Darum, fürwahr, es kommt die Zeit, da werde ich die Gößenbilder Babels heimsuchen und sein ganzes Land wird zu schanden werden und alle seine Erschlagenen werden mitten in ihm fallen. 48 Da werden dann über Babel Himmel und Erde samt allem, was in ihnen ist, frohlocken; denn vom Norden her brechen die Verwüster über es herein. 49 Auch Babel muß fallen, ihr Erschlagenen Israels, wie um Babels willen Erschlagene [auf] der 50 ganzen Erde haben fallen müssen. 50 Ihr dem Schwert Entronnenen, zieht ab, haltet euch nicht auf! Gedenkt in der Ferne Jahwes und Jerusalem sei eures Herzens Anliegen! 51 Wir sind tief beschämt, denn Beschimpfung haben wir vernehmen müssen; Schmach bedeckt unser Angesicht, denn Fremde sind über die Heiligtümer des Tempels Jahwes hergefallen! 52 Darum, fürwahr, es wird die Zeit kommen, ist der Spruch Jahwes, da will ich seine [Babels] Gößenbilder heimsuchen und in seinem ganzen Lande sollen Durchbohrte stöhnen! 58 Mag Babel auch zum Himmel emporsteigen und mag es auch seine Befestigung unersteiglich hoch machen: von mir her werden Verwüster über es hereinbrechen! - ist der Spruch Jahwes. 54 Horch! Geschrei von Babel her und [Jammer über] gewaltige Zerschmetterung aus dem Lande der 55 Chaldäer! 55 Ja, Jahwe verwüstet Babel und tilgt aus ihm das laute Lärmen: es tosen ihre [der Verwüster] Wogen großen Wassern gleich; brausend erschallt ihr [Kriegs-]Ruf. 56 Denn der Verwüster bricht über es, über Babel, herein und seine Helden werden gefangen, zersplittert ihre Bogen; denn Jahwe ist ein Gott der Vergeltung, pünktlich zahlt er heim. 57 Seinen Oberen aber und seinen Weisen, seinen Statthaltern, seinen Vögten und seinen Helden will ich Rauschtrank zu trinken geben, und sie sollen in einen immerwährenden Schlaf sinken und nicht [mehr] erwachen! - ist der Spruch des Königs, des Name Jahwe der Heerscharen ist. 58 So spricht Jahwe der Heerscharen: die weite Mauer' Babels wird bis auf den tiefsten Grund zerstört und ihre hohen Thore in Brand gesteckt werden, und so [erfüllt sich das Wort]: Völker arbeiten für nichts und für das Feuer 'mühen sich ab' Nationen! **)

Jeremia beauftragt Seraja, die Weissagung wider Babel in Babel kundzugeben (595).

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59 Das Wort, welches der Prophet Jeremia Seraja, dem Sohne Nerijas, des Sohnes Mahasejas anbefahl, als dieser ‘im Auftrage' Zedekias, des Königs von Juda, im vierten 60 Jahre seines Königtums, nach Babel ging — Seraja aber war Reisemarschall. 6o Es schrieb aber Jeremia all' das Unheil, das über Babel hereinbrechen sollte, in ein Buch alle jene Reden, die in betreff Babels aufgeschrieben sind. 61 Und Jeremia sprach zu Saraja: Wenn du nach Babel kommst, so sei darauf bedacht, alle diese Worte zu lesen, 62 und sprich: Jahwe, du selbst hast diesem Orte gedroht, ihn ausrotten zu wollen, so daß ihn nichts mehr bewohne, es

* Vergl. hierzu oben die Anmerkung zu 25, 26.

** Dieser alte Gottesspruch findet sich auch Hab. 2, 13.

Kautsch, Altes Testament.

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sei Mensch oder Vieh; denn [sprachst du*]: Eine immerwährende Einöde sollst du werden! 68 Und hast du dieses Buch zu Ende gelesen, so binde einen Stein daran und wirf es in den Euphrat 64 und sprich: So soll Babel versinken und sich infolge des Unheils, das ich über es hereinbrechen lasse, nicht [wieder] erheben! . . . . . Bis hierher (reichen] die Worte Jeremias.

**

König Zedekia von Juda (597-586) und die Wegführung nach Babel (586).

*** 1 Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er König ward, und elf Jahre regierte 52 er zu Jerusalem. Seine Mutter aber hieß Hamutal, die Tochter Jeremias, [und stammte] aus Libna. Und er that, was Jahwe mißfiel, ganz wie Jojakim gethan hatte. 3 Denn wegen des Zornes Jahres erging es über Jerusalem und Juda, bis er sie aus seiner Gegenwart verstoßen hatte.

6

Zedekia aber ward abtrünnig vom Könige von Babel. Da, im neunten Jahre seines Königtums, im zehnten Monat, am zehnten des Monats, rückte Nebukadrezar, der König von Babel, mit seiner gesamten Heeresmacht gegen [die Stadt] Jerusalem an, und sie belagerten sie und errichteten rings um sie her einen Belagerungswall. 5 Also geriet die Stadt in Belagerung 5 bis zum elften Jahre des Königs Zedekia. Jm vierten Monat, am neunten des Monats, als die Hungersnot in der Stadt überhand genommen und die Landbevölkerung nichts [mehr] zu essen hatte, da wurde Bresche in die Stadt gelegt; und der König' und alle Kriegsleute suchten zu entfliehen und verließen des Nachts die Stadt durch das Thor zwischen den beiden Mauern, das am Königsgarten liegt, während die Chaldäer rings um die Stadt lagen, und zogen [weiter] in der Richtung nach der Araba. 8 Aber die Truppen der Chaldäer jagten dem Könige nach und sie holten den Zedekia in den Steppen von Jericho ein, nachdem ihn alle seine Truppen verlassen und sich zerstreut hatten. Und sie ergriffen den König und führten ihn zum Könige von Babel nach Ribla, in der Landschaft Hamath; der sprach ihm das Urteil. 10 Und der König von Babel ließ die Söhne Zedekias vor seinen Augen schlachten; ebenso ließ 10 er alle Oberen Judas in Ribla schlachten. 11 Zedekia aber ließ er blenden und in Ketten legen. Sodann ließ ihn der König von Babel nach Babel bringen und bis an seinen Todestag ins Gefängnis sehen.

12 Jm fünften Monat aber, am zehnten† des Monats — das ist das neunzehnte Jahr des Königtums' Nebukadrezars, des Königs von Babel, rückte Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwächter, des Königs von Babel 'vertrauter Diener', nach Jerusalem 18 und verbrannte den Tempel Jahwes und den königlichen Palast und alle Häuser Jerusalems.....†† 14 Alle Mauern rings um Jerusalem aber wurden von sämtlichen Truppen der Chaldäer, die bei dem Obersten der Leibwächter waren, niedergerissen. 15 c ' Und den Rest des Volkes, die in der 15 Stadt Übriggebliebenen, und die Überläufer, die zum Könige von Babel übergelaufen waren, und . . . . . ††† führte Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwächter, 'nach Babel'. 16 Von den geringen Leuten im Lande aber ließ Nebusar-Adan, der Oberste der Leibwächter, [etliche] als Winzer und Ackerleute zurück. 17 Aber die ehernen Säulen, welche am Tempel Jahwes

* Vergl. V. 26.

** Das lezte Wort „und sie mühen sich ab“ ist offenbar (zugleich mit der weiter folgenden Bemerkung) vom Ende des V. 58 hierher geraten. Hier giebt es gar keinen Sinn.

*** Vergl. zu diesem Abschnitte außer 39, 4–10 besonders 2 Kön. 24, 18–25, 21. Wie Jes. 36-39 ist dieser dem Königsbuch entlehnte Anhang hier beigefügt, um den Weissagungen des Propheten sogleich auch den geschichtlichen Bericht über ihre Erfüllung folgen zu lassen.

† Nach 2 Kön. 25, 8 „am siebenten“.

†† Wörtlich allenfalls: „und jedes Haus eines Großen verbrannte er mit Feuer“.

††† Wörtlich nach üblicher Deutung: „den Rest der Handwerker". Vergl. die tertkritische Anmerkung.

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