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aber der Verstand des Thoren zu seiner Linken. 3 Auch auf dem Wege, wenn ein Narr da geht, fehlt ihm der Verstand, und er sagt zu allen, er sei ein Narr.

Einzelne Sprüche. 4 Wenn sich des Herrschers Zorn gegen dich erhebt, so verlaß deinen Posten nicht, denn Gelassenheit schlägt große Sünden nieder. 5 Es giebt ein Übel, das ich sah unter der Sonne, 5 gleich einem Versehen, welches vom Machthaber ausgeht: 6 die Nartheit wird auf große Höhe gestellt, und Reiche müssen in Niedrigkeit sißen. "Ich sah Sklaven auf Rossen, und Fürsten wie Sklaven zu Fuße gehen.

8 Wer eine Grube gräbt, kann darein fallen; und wer Gemäuer einreißt, den fann eine Schlange beißen. 9 Wer Steine losbricht, kann sich an ihnen wehe thun; wer Holz spaltet, fann sich dadurch gefährden. 10 Wenn das Eisen stumpf geworden ist, und er die Vorderseite 10 nicht geschärft hat, so muß er die Kräfte anstrengen; aber der Vorteil der Zurechtmachung ist [eine Frucht der] Weisheit. 11 Wenn die Schlange beißt ohne Beschwörung, so hat der Beschwörer keinen Vorteil.

12 Worte aus dem Mund eines Weisen sind lieblich; aber die Lippen des Thoren verberben ihn. 18 Der Anfang der Worte seines Mundes ist Thorheit, und das Ende seiner Rede ist schlimme Tollheit. 14 Und der Narr macht viele Worte; doch weiß der Mensch nicht, was sein wird, und was nach ihm sein wird, wer kann's ihm verraten? 15 Die Mühsa! der Thoren 15 ermüdet ihn, der nicht weiß, zur Stadt zu gehn.

16 Wehe dir, Land, dessen Rönig ein Knabe ist, und dessen Fürsten am Morgen schmausen! 17 Heil dir, Land, dessen König ein Edler ist, und dessen Fürsten zu rechter Zeit speisen, in Mannhaftigkeit und nicht in Völlerei! 18 Durch Faulheit fenft sich das Gebält und durch Schlaffheit der Hände träufelt das Haus. 19 Zur Belustigung veranstaltet man Mahlzeiten, und Wein erfreut das Leben, und das Geld gewährt alles. 20 Auch in deinen Gedanken fluche 20 nicht dem König und in deinen Schlafgemächern fluche nicht einem Reichen; denn die Vögel unter dem Himmel möchten den Laut entführen und die Geflügelten das Wort verraten.

Aufforderung zu nüßlicher Anwendung der Kräfte. Ermahnung zur Freude in der Jugend,

bevor das Alter und der Tod kommt. Schlußbetrachtung. Laß dein Brot übers Wasser fahren, denn im Verlauf vieler Tage wirst du es (wieder) 11 bekommen. ? Zerlege den Teil in sieben, ja in acht, denn du weißt nicht, was für Unglück auf Erden sein wird. 3 Wenn sich die Wolken mit Regen füllen, so leeren sie ihn auf die Erde aus; und fällt ein Baum im Süden oder im Norden, – da, wo der Baum fällt, da bleibt er liegen. Wer auf den Wind achtet, fäet nicht, und wer auf die Wolfen sieht, erntet nicht. • Gleichwie du nicht weißt, welches der Weg des Windes ist, und wie die Gebeine im Leibe 5 der Schwangeren entstehn, also kennst du (auch) das Werk Gottes nicht, der alles wirkt. 6 Am Morgen streue deinen Samen und gegen Abend laß deine Hand nicht ruhen; denn du weißt nicht, welches gelingen wird, ob dies oder jenes, oder ob beides zusammen ersprießlich sein wird. ? Und süß ist das Licht, und wohlthuend ist's für die Augen, die Sonne zu sehen. & Denn, wenn der Mensch viele Jahre lebt, soll er sich in ihnen allen freuen und der Tage der Finsternis gedenken, daß ihrer viele sein werden: alles, was fommt, ist eitel.

9 Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend und laß dein Herz guter Dinge sein in deinen Jünglingstagen und wandle, wohin es dein Herz zieht, und nach dem, was deine Augen schauen, aber wisse, daß dich Gott um dies alles ins Gericht bringen wird. 10 Und entferne 10 Unmut von deinem Herzen und halte deinem Leibe das übel fern; denn die Jugend und die schwarzen Haare sind eitel. 1 Und gedenke deines Schöpfers in deinen Jünglingstagen, ehe 12 denn die bösen Tage kommen, und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: sie gefallen mir nicht; 2 ehe sich noch die Sonne verfinstert und das Licht und der Mond und die Sterne, und die Wolken nach dem Regen wiederkehren — 3 zur Zeit, wo die Hüter des Hauses zittern, und die starken Männer fich frümmen, und die Müllerinnen müßig stehn, weil ihrer wenig geworden; wo finster werden, die durch die Fenster sehen, 4 und die Thüre nach der

Straße verschlossen wird, indem das Geräusch der Mühle abnimmt, und man aufsteht beim 5 Laut eines Vogels, und alle Sängerinnen gedämpft sind. 5 Auch fürchtet man sich vor An

höhen, und Schrednisse giebt's auf dem Wege, und es blüht der Mandelbaum, und es schleppt sich die Heuschrecke, und es versagt die Kapper. Denn hingeht der Mensch zu seinem ewigen Hause, und auf der Gasse gehen die Klagenden umher, – 6 ehe noch der silberne Strick 'zerreißt, und die goldene Schale zerbricht, und der Eimer am Born zertrümmert und das Rad am Brunnen zerbrochen wird, ?und der Staub zur Erde zurüdkehrt, wie er gewesen, und der Geist zu Gott zurüdfehrt, der ihn gegeben hat.

8D Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Prediger, alles ist eitel !

Nadidrift über Berfasser, Zwed und Ergebnis des Buchs. 9 Außerdem aber, daß der Prediger ein Weiser war, lehrte er auch das Volf Erfinntnis 10 und erwog und forschte (und] formte viele Sprüche. 10 Es suchte der Prediger, anmutige

Worte zu finden und in Aufrichtigkeit Niedergeschriebenes, wahrhaftige Worte. 11 Die Worte der Weisen sind wie Stacheln, und wie eingeschlagene Nägel die gesammelten — sie sind gegeben von einem Hirten.

12 Und ferner noch: Mein Sohn, laß dich warnen! Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und vieles Studieren ermüdet den Leib. 13 Das Endwort des Ganzen laßt uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote! denn das gehört allen Menschen zu. 14 Denn alles Thun wird Gott ins Gerid)t bringen, (das) über alles Verborgene [ergeht), es sei gut oder böse.

Das Buch Esther.

Die Verstoßung der Königin Vasthi durch den Perserkönig Ahasveros. 1 1 Es begab sich aber in den Tagen des Ahasveros das ist der Ahasveros, der von

Indien bis nach Äthiopien über hundertundsiebenundzwanzig Provinzen herrsdhte —, 2 in jenen Tagen, als der König Ahasveros auf seinem königlichen Throne saß in der Burg Susa, 3 im dritten Jahre seiner Regierung, da veranstaltete er ein Gastmahl für alle seine Fürsten und seine Knechte, so daß die Heeresobersten' von Persien und Medien, die Edlen und die Obersten der Provinzen vor ihm waren, wobei er den Neichtum seiner föniglichen Herrlichkeit und die glänzende Pracht seiner Größe viele Tage lang hundertundachtzig Tage - fehen ließ. 5 Und als diese Tage zu Ende gegangen waren, da veranstaltete der König für alles Volk, das in der Burg Susa zugegen war, vom Größten bis zum Kleinsten, ein Gastmahl sieben Tage lang, in dem Gehege des Gartens am föniglichen Palaste: 6 [dort gab es] weißes Baumwollenzeug und purpurblaues Tuch, eingefaßt mit Schnüren von Byssus und Purpur, an silbernen Ringen und marmornen Säulen; Polster von Gold und Silber auf einem Steinpflaster von Alabaster und weißem Marmor und Perlmutterstein und geflecktem Marmor. 7 Das Getränke aber reichte man in goldenen Gefäßen, wobei die einen Gefäße von den andern verschieden waren; und königlicher Wein war in Menge vorhanden, wie es königlicher Freigebigkeit entspricht. 3 Und das Trinken richtete sich nach der Verordnung, daß niemand nötigen folle; denn diese Weisung hatte der König an alle Vorsteher in seinem Palaste ergehen lassen, daß es jedermann nach seinem Gutdünken halten dürfe.

9 Auch die Königin Vasthi veranstaltete ein Gastmahl für die Frauen im königlichen Palaste des Königs Ahasveros. 10 Am siebenten Tage [aber), als das Herz des Königs vom 10 Weine fröhlich war, befahl er dem Mehuman, Bistha, Harbona, Bigtha und Abagtha, Sethar und Charkas, den sieben Rämmerern, die den Dienst vor dem König Ahasveros hatten, 11 daß sie die Königin Vasthi mit dem königlichen Diadem vor den König bringen sollten, um den Völkern und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war schön von Ansehen. 12 Doch die Königin Vasthi weigerte sich, auf den durch die Kämmerer übermittelten Befehl des Königs hin zu erscheinen. Da ward der König sehr zornig, indem sein Ingrimm in ihm aufloderte.

13 Und der König sprach zu den Weisen, die sich auf die Zeiten verstehen – denn so wird jedes Wort des Königs allen Gefeß- und Rechtskundigen vorgelegt; 14 und die ihm am nächsten Stehenden waren Charsena, Sethar, Admatha, Tharsis, Meres, Marsena, (und) Memuchan, die sieben Fürsten der Perser und Meder, die das Angesicht des Königs sahen, die den Vorfiß im Rönigreiche hatten --: 15 Was ist nach dem Gefeße mit der Rönigin Vasthi zu thun, ba= 15 für, daß sie den durch die Kämmerer übermittelten Befehl des Königs Ahasveros nicht befolgt hat? 16 Da sprach Memuchan angesichts des Königs und der Fürsten: Nicht gegen den König allein hat die Königin Vasthi gefrevelt, sondern gegen alle Fürsten und gegen alle Völker, die in allen Provinzen des Königs Ahasveros wohnen. 17 Denn das Verhalten der Königin wird allen Weibern kund werden, derart, daß ihre Männer ihnen verächtlich vorkommen werden, wenn es heißt: der König Ahasveros befahl, die Königin Vasthi vor ihn zu bringen, aber sie erschien nicht! 18 Und gleich heute werden es die Fürstinnen der Perser und Meder, die von dem Verhalten der Königin gehört haben, allen Fürsten des Königs erzählen, und es wird Verachtung und Verdruß gerade genug geben. 19 Wenn es dem Könige recht ist, so möge ein königlicher Erlaß von ihm ausgehen und unter den Gefeßen der Perser und Meder aufgezeichnet werden, so daß er nicht aufgehoben werden kann: daß Vasthi nicht [mehr] vor dem König Ahasveros erscheinen dürfe, und ihr Königtum gebe der König einer anderen, die besser ist, als sie. 20 Wird dann die Verordnung des Königs, die er in seinem ganzen Königreiche -- das 20 ja groß ist — erläßt, vernommen, so werden alle Frauen ihren Männern die Ehre geben, vom Größten bis zum Kleinsten. 21 Dieser Vorschlag gefiel dem Könige und den Fürsten, und der König that nach dem Vorschlage Memuchans. 22 Und er sandte Schreiben in alle Provinzen des Königs, in jede Provinz je nach ihrer Schrift und zu jedem Volke je nach seiner Sprache: jeder Mann folle Herr in seinem Hause sein und reden ....*

Die Erhebung Esther8 zur Königin. 1 Nach diesen Begebenheiten, als sich der Zorn des Königs Ahasveros gelegt hatte, ge- 2 dachte er der Vasthi und dessen, was sie gethan hatte, und dessen, was über sie beschlossen worden war. 2 Da sprachen die Höflinge des Königs, die ihn bedienten: Man suche für den König nach jugendlich schönen Jungfrauen, 8 und der König bestelle Beamte in allen Provinzen seines Königsreichs, daß sie alle jugendlich schönen Jungfrauen zusammenbringen nach der

* Der offenbar verderbte Schluß lautet wörtlich: „gemäß der Sprache seines Volkes“ (was sich ganz von selbst versteht). Vergl. die textkritische Anmerkung, wonach der Tert ursprünglich wohl lautete: alles, was ihm passend erscheine“.

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Burg Susa ins Frauenhaus unter die Obhut Hegais, des königlichen Kämmerers, des Auffehers über die Frauen, und nehme die (nötigen Vorbereitungen mit ihnen * vor; * und das Mädchen, welches dem Könige gefällt, soll Rönigin werden an Stelle Vasthis. Dieser Vorschlag gefiel dem Könige, und er that also.

* Es war aber in der Burg Susa ein jüdischer Mann, Namens Mardachai, ein Sohn Jairs, des Sohnes Simeis, des Sohnes Kis', ein Benjaminit, der aus Jerusalem weggeführt worden war zugleich mit den Weggeführten, die mit Jechonja, dem Könige von Juda, weg= geführt wurden, die Nebukadnezar, der König von Babel, wegführte. ? Und er war der Pflegevater Hadassas — das ist Esther –, der Tochter feines Dheims, da sie weder Vater noch Mutter hatte. Das Mädchen war von herrlicher Gestalt und schönem Ansehen, und als ihr Vater und ihre Mutter starben, hatte sie Mardachai als Tochter angenommen. * Als nun der Erlaß des Königs und sein Gesek kund wurde, und man viele Mädchen nach der Burg Susa unter die Dbhut Hegais zusammenbrachte, da wurde [auch] Esther in den Palast des Königs unter die Obhut Hegais, des Aufsehers über die Frauen, geholt. Und das Mädchen gefiel ihm und sie fand Gnade vor ihm; daher beeilte er sich, fie vorzubereiten, ihr die geeignete Kost ** zu reichen und ihr die fieben ihr zukommenden Dienerinnen aus dem föniglichen Palaste

zu verschaffen; und er verseßte sie und ihre Dienerinnen in die besten Gemächer des Frauen10 hauses. 10 Esther hatte ihr Volk und ihre Herkunft nicht verraten; denn Mardachai hatte ihr

anbefohlen, [es] nicht zu verraten. 11 Mardachai aber ging Tag für Tag vor dem Hofe des Frauenhauses umher, um zu erkunden, ob es Esther wohlgehe, und was mit ihr geschehen werde. 19 Und jedesmal, wenn die Reihe an ein Mädchen kam, sich zum Könige Ahasveros hineinzubegeben, nach Ablauf der zwölfmonatlichen Frist, in der sie gemäß den für die Frauen geltenden Vorschriften behandelt worden war, – denn so viel Zeit verging über ihrer Vorbereitung: sechs Monate (über der] vermittelst Myrrhenöl und sechs Monate (über der] vermittelst Balsamen und anderen Mitteln zur] Vorbereitung der Frauen -- : 18 wenn sich also das Mädchen zum Könige hineinbegab, so mußte man ihr alles, was sie verlangte, geben, daß es mit ihr aus dem Frauenhause in den föniglichen Palast gelange. 14 Am Abend begab sie sich hinein und am Morgen kehrte sie zurüd, (nunmehr) ins zweite Frauenhaus, unter die Dbhut Saaggas', des föniglichen Rämmerers, des Aufsehers über die Rebsweiber; sie durfte dann nicht wieder zum Rönige kommen, außer wenn der König Gefallen an ihr gefunden hatte, und sie ausdrüdlich berufen wurde.

15 Als nun an Esther, die Tochter Abihails, des Dheims Mardachais, der sie als Tochter angenommen hatte, die Reihe kam, daß sie sich zum Könige hineinbegeben sollte, verlangte sie nichts, außer was Hegai, der Kämmerer des Königs, der Aufseher über die Frauen, angab. Und Esther erwarb sich Gunst bei allen, die sie sahen. 16 Und so ward Esther zum König Ahasveros in seinen föniglichen Palast geholt, im zehnten Monate – das ist der Monat Tebeth -, im siebenten Jahre seiner Regierung. 17 Und der König gewann Esther lieb, mehr als alle anderen Frauen, und sie erwarb sich Gunst und Gnade vor ihm, mehr als alle die (anderen] Jungfrauen. Und er sette das königliche Diadem auf ihr Haupt und machte sie an Stelle Vasthis zur Königin. 18 Sodann veranstaltete der König ein großes Gastmahl für alle seine Fürsten und seine Diener, das Gastmahl [zu Ehren] Esthers, und (auch) für die Provinzen veranstaltete er eine ... *** und bewilligte eine Spende mit königlicher Freigebigkeit.

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* Wörtlich: „ihre Abreibungen“.

** Wörtlich: „ihre Anteile“. Dasselbe Wort steht 9, 19. 22 von den Eßwaren, mit denen man sich am Purimfeste gegenseitig beschenkt.

Wörtlich: „eine Ruhe", d. i. nach der üblichen Deutung: einen Steuererlaß; nach anderen: eine Erholung (Lustbarkeit). kaupi, Altes Testament.

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Entdedung einer Berichwörung durch Marbadai. 19 Als man nun ein zweites Mal Jungfrauen zusammenbrachte, während Mardachai gerade im Thore des Königs verweilte — 20 Esther [aber) hatte ihre Herkunft und ihr Volf 20 nicht verraten, wie Mardachai ihr anbefohlen hatte, indem Esther den Befehl des Marbachai ausführte, ebenso wie [damals), als sie noch in Pflege bei ihm war — : 21 in jenen Tagen also, während Mardachai gerade im Thore des Königs verweilte, gerieten Bigthan und Theres, zwei Rämmerer des Königs, die zu den Schwellenhütern gehörten, in Zorn und trachteten darnach, Hand an den König Ahasveros zu legen. 22 Aber die Sache wurde Mardachai kund, und er teilte es der Königin Esther mit, und Esther fagte es im Namen Marbachais dem Könige. 28 Als nun die Sache untersucht und [richtig] befunden ward, wurden beide an den Galgen gehängt. Und [der Hergang] wurde im Buche der Zeitgeschichte für den König aufgezeichnet.

Şamans Beschluß und der königliche Erlaß, alle Juden in Berfien zu töten.

1 Nach diesen Begebenheiten verlieh der König Ahasveros Haman, dem Sohne Hameda- 3 thas, dem Agagiter, eine hohe Stellung und zeichnete ihn hoch aus und seßte seinen Stuhl über den aller Fürsten in seiner Umgebung. ? Und alle Diener des Königs, die im Thore des Königs waren, beugten die Kniee und warfen sich nieder vor Haman; denn dies hatte der König für ihn angeordnet. Aber Mardachai beugte die Kniee nicht und warf sich nicht nieder. 8 Da sprachen die Diener des Königs, die im Thore des Königs waren, zu Mardachai: Warum übertrittst du das Gebot des Königs? Und als sie es tagtäglich zu ihm sagten, ohne daß er auf sie hörte, meldeten sie es Haman, um zu sehen, ob man die Ausrede Mardachais gelten Lassen werde; denn er hatte ihnen mitgeteilt, daß er ein Jude sei. 5 Und als Haman wahr- 5 mahm, daß Mardachai weder seine Kniee vor ihm beugte, noch sich niederwarf, da wurde Haman voller Zorn. 6 Aber es erschien ihm verächtlich, an Mardachai allein Hand zu legen; denn man hatte ihm mitgeteilt, welchem Volke Mardachai angehöre, und so trachtete Haman darnach, alle Juden im ganzen Königreiche des Ahasveros, die Volksgenossen Marbachais, zu vernichten. 7Im ersten Monate – das ist der Monat Nisan –, im zwölften Jahre des Königs Ahasveros, warf man das Pur – das ist das Los — vor Haman, von einem Tage zum andern und von einem Monate zum andern, 'und es fiel das Los auf den 13. Tag des zwölften Monats’ – das ist der Monat Adar. 8 Und Haman sprach zum König Ahasveros : Es giebt ein Volk, das zwischen den Völkern in allen Provinzen deines Reiches zerstreut und abgesondert lebt; ihre Gefeße sind von denen jedes (anderen] Volkes verschieden, und die Gefeße des Königs befolgen sie nicht, so daß es für den König unangemessen ist, sie gewähren zu lassen. "Wenn es dem Könige recht ist, so möge schriftlich angeordnet werden, sie zu vertilgen;

will ich zehntausend Talente Silbers in die Hände der (Schat-]Beamten darwägen, damit sie es in die Schaßkammern des Königs überführen. 10 Da 30g der König seinen Siegel- 10 ring von seiner Hand und übergab ihn Haman, dem Sohne Hamedathas, dem Agagiter, dem Widersacher der Juden. 11 Sodann sprach der König zu Haman: Das Silber sei dir übergeben, und mit dem Volke magst du verfahren, wie es dir gut dünkt. 12 Da wurden die Schreiber des Königs berufen, am dreizehnten Tage des ersten Monats; und ganz so, wie es Haman anordnete, erging schriftlicher Befehl an die Satrapen des Königs und an die Statthalter über die einzelnen Provinzen und an die Obersten der einzelnen Völker, gemäß der Schrift jeder einzelnen Provinz und gemäß der Sprache jedes einzelnen Volkes; im Namen des Königs Ahasveros wurde der Befehl erlassen und [dann) mit dem Siegelringe des Königs versiegelt. Und die Schreiben wurden durch Eilboten in alle Provinzen des Königs gefandt, [mit dem Befehl,) alle Juden zu vernichten, zu töten und umzubringen, sowohl Junge, als Alte, Kinder und Weiber, an einem Tage, am dreizehnten des zwölften Monats — das

und zwar

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