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Berpflichtung der Fuden zur alljährlichen Abhaltung des Purimfeftes samt näheren Angaben

über seine Feier. 20 Und Mardachai schrieb diese Begebenheiten auf und fandte Schreiben an alle Juden 20 in allen Provinzen des Königs Ahasveros, die nahen und die fernen, 21 um ihnen zur feststehenden Pflicht zu machen, daß sie alljährlich den vierzehnten Tag und den fünfzehnten Tag des Monats Adar begehen sollten 22 — entsprechend den Tagen, an denen die Juden vor ihren Feinden Ruhe bekamen, und dem Monate, in welchem ihnen Rummer in Freude und Trauer in einen Festtag verwandelt wurde –, indem sie sie als Tage der Gasterei und der Freude begingen, wobei sie sich gegenseitig Gaben* und den Armen Geschenke senden sollten. 23 Und die Juden machten das, was sie zu thun begonnen, und was Mardachai an sie geschrieben hatte, zum (feststehenden) Brauche. 24 Weil Haman, der Sohn Hamedathas, der Agagiter, der Widersacher aller Juden, gegen die Juden geplant hatte, sie umzubringen, und das Pur – das ist das Los – hatte werfen lassen, um sie zu verstören und zu vertilgen,

der König aber, als sie (Esther) vor ihn trat, schriftlich befohlen hatte, daß sein verderblicher 25 Plan, den er gegen die Juden geschmiedet, auf sein Haupt zurückfallen und daß man ihn und seine Söhne an den Galgen hängen solle: 26 deshalb nannte man diese Tage Purim, nach dem Worte Pur. Deswegen — wegen des gesamten Inhalts dieses Briefes, sowohl wegen dessen, was sie [selbst) in dieser Hinsicht erlebt hatten, als wegen dessen, was zu ihnen gebrungen war – 27 machten es die Juden für sich und ihre Nachkommen, sowie für alle, die fich ihnen anschließen würden, zu einer feststehenden Pflicht und zu einem unabänderlichen Brauch, daß fie alljährlich diese zwei Tage nach der über sie geltenden Vorschrift und Zeitbestimmung zu begehen hätten, 28 und daß diese Tage im Gedächtnisse behalten und in allen Zeitaltern, Geschlechtern, Provinzen und Städten begangen werden sollten, so daß diese Purimtage im Bereiche der Juden nie verschwänden, und ihr Gedächtnis bei ihren Nachkommen niemals aufhörte.

29 Und die Königin Esther, die Tochter Abihails, und der Jude Mardachai schrieben unter Einseßung ihres ganzen Ansehens, um dieses zweite Purimschreiben zum Geseß zu erheben. 30 Und er sandte Schreiben an alle Juden in die hundertundsiebenundzwanzig Provinzen, das 80 [ganze) Reich des Ahasveros, mit freundschaftlichen und wohlgemeinten Worten, 31 um diese Purimtage zu ihren bestimmten Zeiten zum Geseß zu erheben, gleichwie sie der Jude Mardachai und die Königin Esther für sie zum Gefeße gemacht und gleichwie sie die Vorschriften in betreff der Fasten und ihrer Wehklage für sich selbst und für ihre Nachkommen zum Gefeß gemacht hatten. 32 Und der Befehl Esthers erhob die Purimvorschrift zum Gefeß; und er ward aufgezeichnet in einer Urkunde.

Die Größe Marbachais. 1 Und der König Ahasveros legte dem (Fest-]Lande und den Inseln des Meeres einen 10 Tribut auf. ? Und alle Erweise seiner Macht und Stärke und die genaue Schilderung der hohen Würde Mardachais, zu der ihn der König erhob, das (alles) ist ja aufgezeichnet im Buche der Geschichte der Könige von Medien und Persien. Denn der Jude Mardachai hatte den zweiten Rang unmittelbar nach dem Könige Ahasveros und stand in hohem Ansehen bei den Juden und war beliebt bei seinen sämtlichen Volksgenossen, da er das Heil seines Volkes suchte und für sein ganzes Geschlecht zum Besten redete.

* S. 0. zu V. 19.

Das Buch Daniel*.

Daniel und seine Gefährten während ihrer Unterweisung am heidnischen Sofe. 1 1 Im dritten Jahre der Regierung Jojakims, des Königs von Juda, kam Nebukadnezar,

der König von Babel, nach Jerusalem und belagerte es. Und der Herr gab Jojakim, den König von Juda, und einen Teil der Geräte des Gotteshauses in seine Gewalt, und er verbrachte sie ** in das Land Sinear 'in den Tempel seines Gottes’; die Geräte aber verbrachte er in die Schaßkammer seines Gottes.

8 Darauf befahl der König dem Obersten seiner Kämmerer, Aschpenaz, von den Israeliten und zwar aus der föniglichen Familie und aus den Vornehmen - Knaben herbeizubringen, die ganz ohne jeglichen (körperlichen] Fehler, von schönem Aussehen, in allem Wissen wohlbewandert, fenntnisreich und einsichtsvoll wären und die Fähigkeit befäßen, im Palaste des Königs (als Pagen) zu dienen, und sie in der Schrift und Sprache der Chaldäer zu unter5 richten. 5 Und der König wies ihnen (ihre] tägliche Ration von der königlichen Tafel und von dem Weine, den er zu trinken pflegte, an und (befahl,] fie drei Jahre zu erziehen, damit sie nach Ablauf derselben in den königlichen Dienst träten. Unter ihnen befanden sich auch die Judäer Daniel, Hananja, Misael und Asarja; 'der Oberkämmerer aber gab ihnen (andere) Namen: Daniel nannte er Beltsazar, Hananja Sabrach, Misael Mesach und Asarja AbedNego. 8 Daniel nahm sich jedoch fest vor, sich nicht durch den Genuß der königlichen Speise und des Weines, von dem [D]er (König) trank, zu verunreinigen, und erbat sich von dem Ober

kämmerer [ die Erlaubnis], fich nicht verunreinigen zu müssen. Gott aber ließ Daniel bei 10 dem Oberfämmerer Huld und Erbarmen finden; 10 doch sagte der Oberkämmerer zu Daniel:

Ich hege nur die Befürchtung, daß mein Herr, der König, der euch die Speise und das Getränk angewiesen hat, euer Aussehen schmächtiger finden könnte, als das der (anderen] Knaben eures Alters, und daß dann durch eure Schuld mein Kopf beim Könige verwirkt ist! 11 Da sprach Daniel zum Obermundschenk, den der Oberfämmerer über Daniel, Hananja, Misael und Asarja geseßt hatte: 18 Versuche es einmal mit deinen Knechten zehn Tage, daß man uns (nur] "Pflanzenkost' zu essen und nur Wasser zu trinken gebe! 18 Dann möge unser Aussehen und das Aussehen der Knaben, die von der königlichen Speise essen, deiner Besichtigung unter

liegen, und je nach dem du es finden wirst, magst du dann mit deinen Knechten verfahren! 16 14 Da gewährte er ihnen diese Bitte und versuchte es mit ihnen zehn Tage. 15 Nach Verlauf

von zehn Tagen aber fahen sie besser und wohlbeleibter aus als alle die Anaben, die von der königlichen Speise zu essen pflegten. 16 Fortan ließ der Obermundschenk, was ihnen an Speise und Wein bestimmt war, hinwegtragen und gab ihnen Pflanzenkost. 11 Diesen vier Knaben verlieh Gott Wissen und Verständnis für jede (Art] Schrift und Wissenschaft; Daniel aber konnte auch alle Gesichte und Träume verstehen. 18 Als nun die Zeit, nach welcher der König fie vorzustellen befohlen hatte, abgelaufen war, stellte sie der Oberkömmerer Nebukadnezar vor.

19 Als sich aber der König mit ihnen unterhielt, fand sich unter ihnen allen niemand wie Daniel, 20 Hananja, Misael und Afarja; fo traten sie [als Pagen] in den königlichen Dienst, 20 und in

allen Fällen, wo es sich um 'Weisheit und Einsicht handelte, fand sie der König, so oft er fie befragte, allen Zauberern 'und? Wahrsagern in seinem ganzen Reiche zehnfach überlegen.

Daniel aber erlebte noch das erste Jahr des Königs Cyrus ***.

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* Das Buch Daniel ist Ende 165 oder Anfang 164 v. Chr. verfaßt. ** Nämlich die Unterthanen , Jojakims“, also „die Menschen“.

*** Da Daniel nach 10, 1 noch im dritten Jahre des Cyrus lebte, so dürfte die Angabe in V. 21, die an dieser Stelle ohnedies befremdlich ist, auf einem späteren Zusaß beruhen.

Nebukadnezars Traum über den Untergang der vier Weltreiche. 1 Im zweiten Jahre der Regierung Nebukadnezars aber hatte Nebukadnezar einmal 2 Träume, so daß sein Geist in Unruhe versekt wurde und es um seinen Schlaf geschehen war. 2 Da befahl der König die Zauberer, Wahrsager, Beschwörer und Chaldäer zu berufen, damit fie dem Könige sagten, was er geträumt habe. Als sie nun erschienen und vor den König getreten waren, o sprach der König zu ihnen: Ich hatte einen Traum, und mein Geist wurde in Unruhe verseßt [vor Begierde], den Traum zu verstehen. “Da antworteten die Chaldäer dem König aramäifa *: D König, mögest du immerdar leben! Erzähle deinen Knechten den Traum, damit wir [dir] sagen, was er bedeutet! 5 Der König antwortete und sprach zu den Chaldäern: 5 Mein Entschluß in dieser Sache steht fest **: Wenn ihr mir nicht den Traum und seine Deutung zu sagen wißt, werdet ihr in Stücke zerhauen, und werden eure Häuser in Misthaufen verwandelt. Wenn ihr mir aber den Traum und seine Deutung kundzuthun wißt, werdet ihr mancherlei Geschenke und reiche Ehre von mir empfangen. Thut mir also nun den Traum und seine Deutung kund ! ? Da antworteten sie abermals und sprachen: Der König möge nur seinen Knechten den Traum erzählen, dann werden wir sagen, was 'er bedeutet. Der König entgegnete und sprach: Ich weiß nun sicher, daß ihr (nur] Zeit zu gewinnen sucht, da ihr seht, daß mein Entschluß in dieser Sache feststeht ***. ' Denn wenn ihr mir den Traum nicht anzugeben wißt, so bleibt es bei dem Urteilsspruch über euch, indem ihr euch (nur) verabredet habt, mich zu belügen und zu betrügen, bis die Zeiten sich ändern. Darum sagt mir den Traum, damit ich erkenne, daß ihr mir (auch) zu sagen wißt, was er bedeutet. 10 Da ant= 10 worteten die Chaldäer dem König und sprachen: Es giebt niemanden auf Erden, der die vom Könige gewünschte Auskunft geben könnte, wie denn niemals irgend ein großer und mächtiger König etwas dergleichen von irgend einem Zauberer oder Wahrsager oder Chaldäer verlangt hat. 11 Die Sache, die der König verlangt, ist schwierig, da es niemanden anders giebt, der dem König Auskunft darüber erteilen könnte, als die Götter; die aber wohnen nicht bei den sterblichen Menschen!

12 Darob wurde der König so sehr aufgebracht und erbost, daß er den Befehl gab, alle Weisen Babels hinzurichten. 18 Als nun der Befehl erlassen war, die Weisen umzubringen, suchte man (auch] Daniel und seine Gefährten, um sie zu töten. 14 Da wandte sich Daniel in kluger und verständiger Weise an Arjoch, den Dbersten der königlichen Leibwache, der ausgezogen war, um die Weisen Babels zu töten. 15 Er hob an und sprach zu dem königlichen 15 Befehlshaber: Weshalb ist d[ies]er strenge Befehl vom König [erlassen]? Als darauf Arjoch Daniel den Sachverhalt mitgeteilt hatte, 16 begab sich Daniel [in den Palast] und bat den König, ihm Zeit zu gewähren, da er alsdann dem Könige die Deutung geben werde.

17 Darauf begab sich Daniel in seine Wohnung, teilte seinen Gefährten Hananja, Misael und Asarja die Sache mit 18 und (wies sie an,] bei dem Gott des Himmels in betreff dieses Geheimnisses um Erbarmen zu flehen, damit nicht Daniel und seine Gefährten mit den übrigen Weisen Babels hingerichtet würden. 19 Daniel aber wurde sodann im Nachtgefichte das Geheimnis enthüllt. Da pries Daniel den Gott des Himmels. 20 Daniel hob an und sprach: 20 Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn sein ist die Weisheit und die Kraft. 21 Er führt den Wechsel der Zeiten und Stunden herbei, stürzt Könige und segt

* Das ohne Zweifel erst nachträglich beigefügte ,[auf] aramäisch" will aufmerksam machen, daß mit 2, 4b der (bis 7, 28 reichende) in westaramäischer Sprache abgefaßte Teil des Buches beginnt.

** Nach anderer (sehr unwahrscheinlicher) Deutung wäre zu überseßen: Die Sache ist mir aus dem Gedächtnis entschwunden".

*** Vergl. die Anmerkung zu V. 5.

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Könige ein. Er verleiht den Weisen die Weisheit und den Einsichtigen die Erkenntnis. 22 Er enthüllt die tiefsten und verborgensten (Geheimnisse), weiß, was in der Finsternis (geschieht), und das Licht wohnt bei ihm. 23 Ich danke dir, Gott meiner Väter, und preise dich, daß du mir die Weisheit und die Kraft verliehen hast und mich auch jeßt hast wissen lassen, was wir von dir erflehen; denn was der König [zu erfahren) verlangte, hast du uns offenbart.

24 Demgemäß begab sich Daniel hinein zu Arjoch, dem der Rönig aufgetragen hatte, die Weisen Babels hinzurichten; er ging hin und sprach zu ihm also: Richte die Weisen Babels nicht hin! Führe mich hinein vor den König, so will ich dem Könige die Deutung geben. 25 Da führte Arjoch Daniel eiligst hinein vor den König und sprach zu ihm also: Ich habe unter den aus der Heimat weggeführten Juden einen Mann gefunden, der dem Könige die Deutung geben will. 26 Der Rönig hob an und sprach zu Daniel, der den Namen Beltsazar bekommen hatte: Bist du [wirklich) imstande, mir zu sagen, welchen Traum ich hatte und was er bedeutet ? 27 Daniel hob vor dem König an und sprach: Das Geheimnis, welches der König [zu wissen) wünscht, vermöchte kein Weiser, Wahrsager, Zauberer und Sterndeuter dem Könige kundzuthun; 28 aber es giebt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse enthüllt, und er hat dem Könige Nebukadnezar zu wissen gethan, was in der Folgezeit geschehen wird. Mit deinem Traum und den Gesichten deines Hauptes [, die du] auf deinem Lager (hattest,] verhielt es sich so: 29 Dir, o König, stiegen auf deinem Lager Gedanken darüber auf, was hernach

geschehen werde, und der, der die Geheimnisse enthüllt, hat dir zu wissen gethan, was geschehen 30 wird. 30 Mir aber ist dieses Geheimnis nicht infolge von Weisheit, die mir vor allen Lebenden

zu eigen wäre, offenbart werden, sondern (nur) zu dem Zwecke, damit dem Könige die Deutung kund würde, und du über die Gedanken deines Inneren Auskunft erhielteft. 81D König, du schautest (vor dich hin), da war vor deinen Augen ein gewaltiges (Stand-]Bild. Dieses Bild war groß und sein Glanz außerordentlich; es stand vor dir, und sein Aussehen war furchtbar. 32 Das Haupt dieses Bildes war von gediegenem Golde, seine Brust und seine Arme von Silber, sein Bauch und seine Lenden von Erz, 38 seine Schenkel von Eisen, seine Füße teils von Eisen, teils von Thon. 34 Du schautest hin, da riß sich auf einmal ohne [Zuthun von

Menschen-]Hände[n] ein Stein los, traf das Bild auf seine (teile] eisernen und teils] thönernen 35 Füße und zertrümmerte fie. 35 Da zerstoben mit einem Male Eisen, Thon, Erz, Silber und

Gold und flogen davon wie die Spreu im Sommer von den Tennen, und der Wind trug sie fort, so daß keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zerschlagen hatte, wurde zu einem großen Berg und füllte die ganze Erde aus. 36 Das ist der Traum, und was er bedeutet, werden wir [sofort) dem Könige darlegen: 37 Du, o König, du König der Könige, dem der Gott des Himmels die königliche Herrschaft, die Macht, die Stärke und Ehre verliehen hat, 38 in dessen Gewalt er überall, wo immer sie wohnen, die Menschen, die Tiere auf dem Felde und die Vögel unter dem Himmel gegeben und den er über sie alle zum Herrscher gemacht hat: du bist das goldene Haupt. 89 Nach dir aber wird ein anderes Reich,

das geringer ist als das deinige, entstehen und (nach ihm) ein anderes drittes Reich, das ehern 40 ist und dessen Herrschaft sich über die ganze Erde erstrecken wird. 40 Dann aber wird ein viertes

Reich stark wie Eisen aufkommen; dem entsprechend, daß Eisen alles zertrümmert und in Stücke shlägt, wird es wie Eisen, welches zerschmettert, alle jene [Reiche) zertrümmern und zerschmettern. 41 Und daß die Füße und die Zehen, wie du sahst, teils aus Töpferthon, teils aus Eisen bestanden [, dies bedeutet]: es wird kein zusammenhaltendes Reich sein; immerhin wird es auch von der Festigkeit des Eisens an sich tragen, dem entsprechend, daß du ja gesehen haft, wie Eisen mit der Thonerde vermischt war. 42 Und [daß] die Zehen der Füße teils eisern, teils thönern (waren, bedeutet): das Reich wird zum Teil stark und, zum Teil zerbrechlich sein. 48 Daß aber das Eisen, wie du sahst, mit Thonerde gemischt war [, bedeutet]: troß den Vermischungen durch Heiraten wird kein Zusammenhalt der einzelnen Teile zu Stande kommen, wie sich ja auch Eisen mit Thon nicht vermischen läßt. 44 In der Zeit jener Könige aber wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das in Ewigkeit nicht zerstört wird, und “fein Reich wird auf kein anderes Volf übergehen; es wird alle jene Reiche zertrümmern und ihnen ein Ende bereiten, selbst aber in Ewigkeit bestehen, 45 wie du ja geschaut hast, daß sich vom 45 Berge ein Stein ohne (Zuthun von Menschen-]Hände[n] losriß und Eisen, Erz, Thon, Silber und Gold zertrümmerte. Ein großer Gott hat dem Könige kundgethan, was hernach geschehen wird, und der Traum ist wahr und seine Deutung zuverlässig.

46 Da warf sich der König Nebukadnezar nieder auf sein Angesicht, verneigte sich tief vor Daniel und befahl, ihm Opfer und wohlriechende Spenden darzubringen. 47 Der König hob an zu Daniel und sprach: Es ist Wahrheit, daß euer Gott der Gott der Götter und der Herr der Könige ist und daß er Geheimnisse offenbaren kann, denn du hast dies Geheimnis zu enthüllen vermocht. 48 Sodann erwies der König Daniel hohe Ehre; er machte ihm sehr viele und reiche Geschenke, übertrug ihm die Herrschaft über die ganze Provinz Babel und bestellte ihn zum obersten Befehlshaber über alle Weisen Babels. 49 Und auf die Bitte Daniels übertrug der König Sadrach, Mejach und Abeb-Nego die Verwaltung der Provinz Babel; Daniel (felbst] aber blieb am föniglichen Hofe.

Errettung der drei Gefährten Daniels aus dem Feuerofen. 1 Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes (Stand-]Bild von sechzig Ellen Höhe (und] 3 fechs Ellen Breite anfertigen und in der Ebene von Dura in der Provinz Babel aufstellen. 2 Hierauf sandte der König Nebukadnezar [Boten) aus, um die Satrapen, Dberbeamten und Statthalter, die Dberrichter, Schaßmeister, Rechtskundigen, Richter und alle anderen] Provinzialbeamten zusammenzurufen, damit sie sich zur Einweihung des Bildes einstellten, das der König Nebukadnezar hatte aufrichten lassen. 8 Da versammelten sich die Satrapen, Dberbeamten und Statthalter, die Dberrichter, Schaßmeister, Rechtskundigen, Richter und alle (anderen] Provinzialbeamten zur Einweihung des Bildes, das der König Nebukadnezar hatte aufrichten lassen, und stellten sich vor dem Bilde auf, das Nebukadnezar hatte aufrichten lassen. 4 Sodann rief der Herold laut aus: Es wird euch befohlen, ihr Völker, Nationen und Zungen: 5 In dem Augenblick, da ihr die Hörner, Flöten, Zithern, Harfen, Psalter, Dudelsackpfeifen 5 und alle (anderen] Arten von Musik[instrumenten) ertönen hört, sollt ihr euch niederwerfen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar hat aufrichten lassen. Wer sich aber nicht niederwirft und [es nicht] anbetet, wird augenblidlich in den glühenden Feuerofen geworfen! ?Infolgedessen warfen sich sofort, als alle die Völker die Hörner, Flöten, Zithern, Harfen, Psalter und alle [anderen] Arten von Musikinstrumenten) ertönen hörten, alle die Völker, Nationen und Zungen nieder, um das goldene Bild anzubeten, das der König Nebukadnezar hatte aufrichten lassen. Sogleich darauf aber traten chaldäische Männer herzu und verklagten die Juden. Sie hoben an und sprachen zum König Nebukadnezar: D König, mögeft du immerdar leben! 10 Du hast, o König, Befehl gegeben, daß jedermann, wenn er die Hörner, 10 Flöten, Zithern, Harfen, Psalter, Dudelsackpfeifen und alle [anderen] Arten von Musik[instrumenten) ertönen hört, fich niederwerfen und das goldene Bild anbeten soll, 11 und daß, wer sich nicht niederwirft und [es nicht] anbetet, in den glühenden Feuerofen geworfen werden fol. 12 Nun sind da Juden, denen du die Verwaltung der Provinz Babel übertragen haft: Sadrach, Mefach und Abed-Nego. Diese Männer haben sich um deinen Befehl, o König, nicht gekümmert; deinen Gott verehren sie nicht und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, beten sie nicht an!

18 Da befahl Nebukadnezar in Zorn und Wut, Sadrach, Mefach und Abed-Nego vorzuführen. Als nun diese Männer vor den König gebracht waren, 14 hob Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: Geschah es mit Vorbedacht, Sadrach, Mefach und Abed-Nego, daß ihr meinen

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