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Die beiden Bücher der Könige. (Fortfeßung der Geschichte des jüdisden Staats unter den ábrigen

Königen, bis zur Zerrútrung beider Reiche.)

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Erstes Buch der Kårige.
124. Adonias Aufruhr; Salomos Salbung; Davids

Dod. (Kap. 1. 2.)
Da der König David alt war, erhob fide 2donia, und sprach:
Ich will König werden! Und er war auch ein fehr schöner Mann,
und hatte reinen Rath mit Joab und mit 216jathar, dem Pries
ster: die halfen Adonia, Und Bathreba ging zum Könige, und
sprach: Mein Herr, du haft Deiner Mago geschworen: Dein
Sohn Salomo roll König reyn nach mir; nun aber siehe , Adonia
ist König geworden; und du weißt nichts darum. Weil sie aber
noch redete, kam der Prophet Nathan, und sprach: Mein König,
haft du gesagt: Adonia roll nach mir König reyn? David ante
wortete : So wahr der Herr lebet! ich will heute thun, wie ich
geschworen habe, daß Salomo roll nach mir König reyn. Nehmet
mit euch Salomo gen Gihon, und faibe ihn daselbst zum Könige.
Da antwortete Benaja : Amen, es sage det Herr auch also! Wie
der Herr mit meinem Könige gewesen lft, lo rey er auch mit Sas
lomo, daß feln Stuhl (Thron) größer werde, denn der Stubl
Davids! Da gingen sie hinab, und Zadok nahm das Delhorn aus
der (Stifts) Hütte, und falbte Salomo. Und fie bllesen mit
der Posaune, und alles volt sprach: Glůck dem Könige Salomo!
Da erschraten und machten sich auf alle, die bei Adonia waren,
und gingen ein jeglicher seinen Weg; aber Udonia fürchtete sich
vor alomo, und ging hin, und faßte die Hörner des Alltars (um
eine Freift åtte zu haben. Und es ward Salomo angesagt.
Salomo sprach: Wird er redlich seyn: Po rod fein Haar von ihm
auf die Erde fallen; wird aber weiterhin) Bóses an ihm ger
funden: ro roll er sterben! Und Salomo sandte hin, und ließ ihn
herab von dem Altar holen, und sprach zu ihm: Gehe (ruhig)
in dein Haus! 216 nun die Zeit herbei fam, Daß David sterben
follte, gebot er Salomo, und sprach: Ich gehe hin den Weg
aller Welt; lo rey getroft, und sey ein Mann, und marte auf die
Hut des Herrn (er halte die reine Gottesverehrung), daß
uu wandelst in seinen Wegen, und haltest seine Sitten, Gebote

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ünd Rechte, auf daß du flug feyft in allem, das du thuft! Also entschlief David, und ward begraben in der Stadt Davids. Die Zeit aber, die David König gewesen ist, ist vierzig Jahre. 125. Salomos Chronbesteigung, Bitte um Regentenflugbelt,

und Beweis davon. (Rap. 3.4.) Salomo fall (nun) auf dem Stuhl seines Vaters, und sein Königreich war sehr beståndig (befeftiget). Salomo batte den Herrn lieb, und wandelte nach den Sitten (Vorschriften und Beispiele) reines Vaters. Und der Herr erschien Salomo im Traum des Nachts, und sprach: Bitte, was ich dir geben rol ! Salomo sprach : Du hast an meinem Vater große Barmherzig. keit gethan; wie er denn vor dir gewandelt hat in Wahrheit und Gerechtigkeit. Nun Herr, mein Gott, du haft (mich nun) zum Könige gemacht; (aber noch) bin ich ein kleiner Knabe (unero' fahrner Jüngling), und weiß weder meinen Ausgang noch Eingang (nicht, wie ich mid verhalten soll). So wolleft du denn deinem Knechte geben ein gehorsames Herz, daß er mögé verstehen, was gut und böse ist. Das gefiel dem Herrn wohl, daß Salomó um ein solches bat, und er sprach: Well du solches bits teft, und bittest nicht um langes Leben, noch um Reichthum , noch um deiner Feinde Seele (Untergang), sondern um Verstand: fo habe ich gethan nach deinen Worten. Siehe, ich habe dir ein teises und verståndiges Herz gegeben, daß deines gleichen vor dir nicht gewesen ist, und nach dir nicht aufkommen wird. Dazu, das du nicht gebeten hast, habe ich dir auch gegeben Reichthum und Ehre. Und so du wirst in meinen Wegen wandeln, daß du hålest meine Gebote, wie dein Vater David: so will ich dir (a ud) geben ein langes Leben, - Zu der Zeit famen (zwei Weiber) zum Könige, und das eine sprach: Ich und dies Weib wohnten in Eis nem Hause, und ich lag bei ihr. Und da ich geboren hatte, gebar fie auch. lind diefes Weibes Sohn starb in der Nacht; denn sie Hatte ihn im Schlaf erdrückt. Ilnd sie stand in der Nacht auf, und nahm meinen Sohn von meiner Seite, und legte ihren todten Sohn an meinen Arm. Das andere Weib (prach: Nicht also ! Mein Sohn lebet, und dein Sohn ist todt. Der König sprach: Holet mir ein Sd)wert her, und sprach: Theitet das lebendige Kind in zwei Theile, und gebet dieser die Hälfte, und jener die Kálfte. Da sprach das Weib, deß Sohn lebte denn ihr müts ferliches Herz entbrannte über ihren Sohn): 2d, gebet ihr das.

Sino lebendig, und todet es nicht! Sene aber sprach: Es fey weder mein noch dein; laßt es theilen! Da sprach der König: Ges bet dieser (erstern) das Kind lebendig; die ist reine Mutter! Und das Urtheil erscholl vor dem ganzen Israel, und sie fürchteten sich (hati ten Ehrfurcht) vor dem Könige; denn sie sahen, daß die Weiss heit Gottes in ihm war, Gericht zu halten. Und er war weiser, denn alle (o a maligen) Menschen, und berühmt unter allen Helden umber. Und er redete drel tausend (Bittens) prúdie, und seiner Lieder waren tausend und fünf. Und er redete von Baup men, von deri Ceder an zu Libanon bis an den Ylop, der aus der Wand wådist; von Vieb, Vögeln, Gemůrm und Fischen (war Naturkenner). Und es tamen aus allen Völkern, zu hören die Weisheit Salomos.

126. Salomos Tempelbau. (Kap. 6.) Salomo fandte zu Hitam (dem König zu Tyrus), und ließ ihm sagen: Du weißt, daß mein Vater nicht fonnte bauen ein Haus dem Seren (Tempel). um des Krieges willen. Nun aber har mir der Herr Ruhe gegeben umber, daß kein Widersacher noch Hinderniß mehr ist. Siehe, so habe ich gedacht, ein Haus zu bauen dem Herrn. So befiehl nun, daß man mir Cedern aus Libanon haue, und daß deine Knechte mit meinen Knechten Feyen, Und Hiram ließ ihm sagen: Ich wil thun nach allem deinen Bes gehr. Und es war Friede zwisden Hiram und Salomo, und file machten beide einen Bund mit einander. Und die Bauleute Salomos und Hirams bereiteten zu Holz und Steine, zu bauen das Haus.

Kurze Beschreibung des Salomonischen Tempels. Ér wurde auf dem Berge Moria, wo einst ubraham seinen Sohn opfern wollte, erbaut, und bestand aus einer länglichen Vierede, 60 Ellen lang, 20 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Er war in dret Theile abgetheilt, als: 1) das ullerbeiligste, ein gleidseitiges Viereď von 20 Ellen, worin die Bundeslade mit den Sesektafeln, mit dem Sherubim oben darauf, stand, und in welches nur der Hobes priester jábrlich einmal am großen Verlobnungstage ging, um für die Sünden des Volks zu beten; 2) das Heilige. von jenem durd eine große Pforte, und einen diden Vorbang getrennt , worin die Priester den Gottesdienst hielten, und 3) die Hallen zu beiden Seiten des Allerheiligsten und Heiligen, 120 Ellen boch, und so gleida Tam Thürine bildend. Der ganze Tempel war mit zwei Vorhofen, 100 Ellen ins Sevierte , uingeben, wovon der eine der Vorhof der Þriester, worin der Brandopser:Altar und das eherne Meer, ein

großer Wasserbebditet , ftand, und der andere det Borbof des Bolts hieß, um welde beide verbedte Säulenaånge liefen; and wat nod ein vorhof der Heiden dabei. Es war unstreitig eines der prachtigsten Gebäude jener Zeit, und 180,000 Mensoch batten sieben Jahre lang daran gearbeitet.

127. Einweihung des Tempels. (Kap. 8. 9.). (Nach dem der Tempel vollendet war), versammlete Salomo ju sich Israel gen Jerusalem, dle Labe des Bundes des Herrn berauf zu bringen. Und die Priefter brachten sie hinauf, dazu die Hátre des Stifts, und alles Seråthe des Heiligthums, und brach ten die Lade des Bundes in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim; denn die Cherubim breiteten die Flügel aus, und bedecten die Lade. Und es war nichts in der fade, denn nur die zwei steinernen (Gerek.) Tafeln Mole's. Da aber die Priestes aus dem Heiligthum gingen, erfüllte eine Wolfe das Haus des Herrn, daß die Priester nicht konnten stehen und Amts pflegen; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn ein majeftåttides Gewitter zog oben bin). Da sprad, Sao tomo: Der Deer hat geredet, er wolle im Dunkeln (Wettere wolken, . Mol. 19, 9.) wohnen; aber ich habe ein Haus gebauet dir zur Wohnung. Und Salomo trat vor den Alltar des Herrn gegen die ganze Gemeine, und breitete feine Hände aus gen Himmel, und sprach; Herr, Gott Jsraels, es ist kein Gott die gleich, der du håleft den Hund und Barmherzigkeit deinen Kneche ten, die vor dirwandeln von ganzem Herzen! Siebe, der Him. mel uno aller Himmel (der höchfte) Hiihmel mögen dich nicht, versorgen (fallen)! Wie sollte es denn dies Haus thun, das id gebauet babe? Wende dich aber zum Gebet deines Knechts, auf daß du böreft das Lob und das Gebet, das dein Knecht beute vor dir thut; daß deine Augen offen stehen über dies Haus Nacht und Tag, über die Stätte, davon du gesagt haft: Mein Name foll (Ich will) da reyn! Wenn jemang wider seinen Nådften fün, Diget, und nimmt deß einen Eid auf sich, und der Eid fommt vor delnen Alltar in diesem Hause, To wolleft du bören im Himmel, und Recht schaffen, den Gottlosen zu verdammen und dem Ger rechten Recht zu sprechen! Wenn dein Poll an dir gefündiget hat, und bekehret fich zu dir, und betet und flehet zu dir in diesem Hause: fo moleft du gnädig seyn! Wenn der Himmel verschloro ren wird, daß es nicht regnet, und sie werden beten an diesem Drte: so wolleft du hören, und lassen regnen auf das Land! Wenn

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Es Baus 1 Buch der Konige. Sap. 9. 10, eine Cheuerung, oder peftilenj, ober Dürre, oder Brand, oder Heuschrecken, oder Raupen im Lande seyn werden, oder sein Feind feine Thore belagert, und man breitet seine Hände aus zu diesem Bause: Po tollest du hören und gnädig reyn! Wenn auch ein Fremder, der nicht deines Volks Israel ift, kommt um deines Namens willen, daß er bete vor diesem Hause: so wollest du thun alles, darum der Fremde dich anruft! Wenn dein Volk auszie. her in Bereit wider seine Feinde': To 'woollest du Recht schaffen! Wenn sie an dir fündigen werden (denn es ist kein Mensch, der nicht sündiget), und du gibst sie gefangen, und sie bekehren sich zu dir von ganzem Herzen, und beten: so wollest du dich ihrer erbars men! Und da Salomo hatte ausgebetet, fand er auf von dem Altar, und regnete die ganze Gemeine, und sprach: Gelobet Tey der Herr, der seinem Volk Rube gegeben hat! Es ist nicht eins verfallen aus (unerfüllt geblieben von allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch Mose. Der Herr unser Gott Tey mit uns, wie er gewesen ist mit unsern Vårern! Er verlasse uns nicht, zu neigen unser Herz zu ihm, daß wir halten seine Gebote! Und Salomo opserte Danfopfer zwei und zwanzig taus feno Ochsen, und hundert und zwanzig tausend Schafe. Also weis heten fie das Haus des Herrn ein; und fie fegneten den König, und gingen hin zu ihren Hütten fröhlich und gutes Muths über allen dem Guten, das der Herr gethan hatte. Darauf erschien geheiliget, und meine Augen und mein Herz sollen da seyn alles wege. Werdet ihr euch aber von mir abwenden, und nicht hals ten meine Gebote : fo werde ich Ifrael ausrotten, und das Haus wil ich verlassen, und es wird eingerissen werden, daß alle, die vorübergeben, werden sich entfeben und sagen: Warum hat der Herr diesem Lande und Hause also gethan?' So wird man ant. worten: Darum, daß sie den Herrn, ihren Gott, verlassen Haben. 128. Salomos Ruhm und Reidthum. (Rap.9. 10.)

Salomo machte auch Schiffe ; und Hiram fandte (ihm) seine Knechte, die (als Phónicier) gute Schiffsleute, und auf dem Meer erfahren waren. Und sie kamen gen Ophyr (im glücklis chen Arabien oder auch Afrika), und holten Gold. Und da das Gerücht der Nuh m) Salomos kam vor die Königin vom Reich Arabien (Saba), kam sie, ihn (seine Weisheit)

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