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nig sprach zu Haman: Das Bilber rey dir gegeben, dazu das Vole, daß du damit thust, was dir gefällt. Und Briese wurden (nun) gesandt in alle Lånder, zu' vertilgen alle Juden auf Einen

Tag. Da Mardachat erfuhr alles, was geschehen war, ging er mitten in die Stadt, und schrie laut und flåglid), und in allen Låndern war ein großes Klagen unter den Juden. Da famen die Diener Esther, und sagten es ihr an. Da etsdraf die Königin febr. Mardachai (aber ließ) Esther sagen: Wer weiß, ob du um dieser Zeit willen zum Königreich gekommen bist ? Esther hieß Mardachai antworten: Fastet für mich, ich und meine Dirnen wollen auch also fasten; und also will ich zum Könige geben wi. der das Gebot. Komme ich um, so komme ich um! Und am drite ten Tage zog sich Esther töniglich an, und trat in den Hof am Kause des Königs inwendig. Und da der König fab Esther ftes ben, fand sie Gnade. Da trat Esther herzu, und rührete die Opiße des Scepters an. Da sprach der König: Was ist dir, Efther? Und was forderst du? Auch die Hälfte des Königreichs sol dir gegeben werden!: Esther (pracy: Gefällt es, lo fomme der König und Haman heute zu dem Mahl, das ich zugerichtet habe, Da nun der Ronig und Haman zu dem Mahl. kamen, sprach der König, da er Wein getrunken hatte : Was bittest du, Esther ? Es soll dir gegeben werden. Da antwortete Esther: Meine Bitte ift: Habe ich Gnade gefunden: so komme der König und Haman (auch morgen wieder zu dem Mahl, das ich für sie zurichten wil. Da ging Haman des Tages hinaus frohlidy und gutes Muths, und ließ holen seine Freunde, und erzählte ihnen, wie ihn der König so groß gemacht hårte, und sprach: (Audi) die Rós nigin hat niemand lassen kommen mit dem Könige zum Diahl, obs ne (als nur) mich; und ich bin auch morgen zu ihr geladen mit dein Könige ! Uber an dem allen habe ich keine Genüge ,' ro lange ich sehe den Juden Marbachal am Königs, Thor fiken. Da fprachen sein Weib und seine Freunde: Man mache einen Baum (larre.einen Galgen aufrichten), und sage morgen dem Kós nige, daß man Mardachai daran henke: ro kommst du mit dem Könige fröhlich zum Mahl. Das gefiel Haman wohl, und et ließ einen (solchen) Baum zurichten. 165. Mardadais Belobung und Auszeldnung. Samans

Demůthigung. (Kap. 6. 7.)
In derselben Macht fonnte der König nicht schlafen, und hieß

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die Chronifa (Geschichtbücher) bringen. Da die wurden ges lesen, traf fichs, daß geschrieben war, wie Mardachai hatte ans gesagt, daß zwei Rämmerer getrachtet håtten, die Hand an den König zu legen. Und der Könia sprach: Was haben wir Mars Dachai Ehre und Gutes dafür gerhan? Da sprachen, die ihm dies neten: Es ist ihm nichts geschehen. Und der König (prach: Wer fft im Hofe? (Denn Haman war in den Hof gegangen, daß er dem Könige fagte, Marbachai zu benken). Und des Königs Knabent sprachen: Haman stehet im Hofe. Der König (prach :- Laßt ihn berein geben. Und da Haman hinein fam, sprach der König: Was soll man dem Manne thun, den der König gerne wolte eh ren? Haman aber gedachte in seinem Herzen : Wem sollte det König anders gerne wollen Ehre ihun, denn mir? Und Haman sprach : Den Mann soll man herbringen, daß man ihm tönigliche Kleider anziehe, und daß man die tonigliche Krone' auf sein Haupt rebe, und führe ihn in der Stadt Gassen, und lasse rufen: Go wird man thun dem Manne, den der König gerne ebren wolte! Der König fprach zu Haman: Eife und thue also mit Mardachal, und laß nichts fehlen an allem, das du geredet haft Da nahm Haman Mardachai, und führte ihn auf der Stadt Gassen, und rief: So wird man thun dem Manne, den der König gerne ein ren wollte! Haman aber eilete (bierauf zu Hause, trug Leid, und erzählte seinem Weibe und seinen Freunden alles. Da sie aber noch mit lým rederen, kamen des Könies Kammerer, und tries ben Saman, zum Maht zu kommen, das Esther zugeridtet hatte. Und da der König mit Haman kam zum Mahl, sprach er ju Esther : Was bittest du, daß man dir gebe?, Esther sprach: Habe ich Gnade vor dir gefunden: so gib mir mein Leben und mein Volk (ich one meiner und meines Volkes)! Denn wir sind verkauft, daß wir vertitaet werden; und wollie Gott, wir frürs den zu Knechten und Mägden verkauft: ro wollie ich schweigen; ro würde der Feind doch dem Könige nicht schaden. Der König (prach: Wer ist der? Oder wo ist der, der solches in feinen Sinn nehmen dürfte , also ill thun? Either sprach: Der Feind und Widersacher Mit dieser bose Haman! Haman aber entrepre fich; und der König stand auf in seinem Grimm, und ging in den Garten. lind Has man bat pie Krönigin um sein Leben; denn er sah, daß ihm ein Unglück bereitet 'war. Und da der stónia wieder fam, lag saman (noch fnleeno) an der Bank (Dem Sopha), da Esther saß. Da sprach der König: Will er auch die Königin würgen bei mir

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1108. Kap. 1. im Hause? Da das Wort aus des Königs Munde ging, 'verhåll. ten fie Haman (als einem Verbrecher das Antlik; und der Sammerer einer sprach: Es ftehet ein Baum im Haule Hamans, den er Mardochai gemacht hatte, der Gutes für den Rônig geredet hat. Der König fprach: Laße ihn daran bentenAlso benfte man Haman an den Baum,

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166. Glüdliche Wendung für die Juden. (Rap. 8.9. 10.)

An dem Tage gab Ahasveros der Königin Esther das Haus Damans, des Juden Feindes ; und Marbachal fam (iu bos ber Ebre) vor dem König. Da sprach der König: Schreibet nun ihr für die (zum Besten der Juden, wie es euch gefällt. Und in allen Landen und Srådten ward Freude und Wonne unter den Juden, Wohlleben und aute Tage, daß viele der Völker Jus den wurden', 'und alle Landpfleger und Umtteute des Königs ethos ben (begånftigten) die Juden", und also thaten fie nach ih tem Wilen an-Denien, die ihnen feind waren. Und Mardachas fandte Briefe (Befehle), daß fie (feftlid) hielten den 14. und 15. des Monden Adar fahrlich, nach den Tagen, darinnen die Suden zur Ruhe gekommen waren von ihren Feinden, und ihr Leid in gute Tage' verkehret war, daß sie dieselben halten sollten für Tage der Freude, und einer dem andern Geschenke schicken, und den Armen mittheilen ; daher rip diese Tage (ipóttweife) Purim nenneten, nach dem Namen des Looses (oas den abers glå ubisden zaman so sehr getauscht hatte. f. 10, 24. und 3, 7.)

Das Buch H10 6. **) Auch die Frommen trifft Leiden, erfreut endlich aber auch wieder

Gottes Hůlfe; alfo murre und table nicht. 167. Hiobs Gottesfurcht, Widermårtigkeit und Geduld.

(ap. 1.) Es war ein Mann im Lande uz, der hieß Hiob, und war schlecht und recht (fd licht oder abrlich und rechtichaffen), gottesfürchtig, und meidete das Böse, und er war herrlicher (rets

*) Eigentlich ein lehrgedicht; doch auch als lehrreiche Gesuite,

wie Rutbī in der biblischen Drdnung gelassen.

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der), denn alle. Eines Tages aber kam ein Bote, und sprach: Die Rinder pflügeten, und die Erelinnen gingen neben an der Weide ; da fielen die aus dem Reiche Arabien berein, und nah. men fie, und schlugen die Knaben ( nechte) mit der Scharfe des Schwertes. Da er noch redete, kam ein anderer, uno sprach: Das Feuer Gottes (B11) fiel vom Himmel, und verbrannte cafe und Knaben, und verzehrte sie. Da er noch redere, tam einer, und sprach: Die Chaloåer über fielen die Sameele, und nahmen fie, und schlugen die Knaben mit der Schårfe des dwerts. Da er nod redete, kam einer und sprac: Deine Sobne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders ; da kam ein großer Wind, und stieß auf die vier Ecken des Hauses, und warf es auf die Knaben (lungen Leute). Da ftand Biob auf, und herria Tein Fleid, und raufte, sein Haupt (als Zeichen der Trauer), und sprach: Ich bin nackend von meiner Mutter Leibe gekommen, nackend werde ich wieder dabin fahren! Doch der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen! - Der Name des Herrn lep gelobet! In diesem allen fündigte Hiob nicht, und that nichts thörliches mider Gott. 168. Slob, in Krankheit noch immer Gott ergeben, und ers

quicks durch freund roaftliche Theilnahme. (Kap. 2.)

(N a dh ber) schlug (Gott) Hiob mit bösen Schwåren (dem Ausfate), von der Fußroble an bis auf seine Scheitel. Sein Weib (prach: Håltst du noch fest an deiner Frónmigkeit? Er aber sprach : Haben wir Gutes empfangen von Gott, und sollten das Bóre nicht audy annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen. Da aber die Freunde Hiobs bórren alles das Unglück , kamen nie, ihn zu (bes) klagen und zu trösten. Und fie kannten ihn nicht (mehr), und weinten, und raßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und fleben Nächte, und redeten nichts mic ihm; denn sie sahen, daß der Schmerz sehr groß war. 169. Blobs Kleinmuth und Wortwechsel mit den Besuchern über der Wenden Soidlal und Würdigfelt. (Rap. 3–31.)

Darnach (im bodysten Schmerz und ohne Freundese troft) that Hiob (0od) seinen Mund auf, und verfluchte seinen (Geburts) Tag. Und Hiob (prach: Warum bin ich nicht ge. storben von Mutterleibe an? So låge ich doch nun, und wåre Ridle, schliefe und håtte Ruhe! Warum ist das Licht gegeben den

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mühseligen, und das Leben den betrübten Herzen, die des To, des marten, und (er) kommt nicht? Eliphas (der Freunde einer) sprach: Du hast viele unterwiesen, und lasse Hände ges stårfet; nun es aber an did kommt , erschridht (verjagRt) du! Sit das deine (Gottes.) Furcht, dein Troft, Deine Boffnung und deine Frömmigkeit? Lieber, gedenke, wo ist ein Unschuldiger ums gekommen? Oder wo find die Gerechten je vertilget? Selig ist der Mensd), den Gott ftrafet (i üchtiget). Darum wegere dich der Züchtigung des Almachtigen nicht; denn er verleßet, und ver. bindet; er zerschneißet, und seine Hand heilet us rechs Tráb, falen wird er dich erretien, und in der Rebenten wird dich kein Ues bel rühren. Hiob sprach: Die Pfeile des 21machtigen stecken in mir, und die Schrecknifie Gottes sind auf mid gerichtet! Lebret mich; ich will schweigen; und was ich nicht weiß, das unterweiset mich! gdy wil reden von der Angst meines Herzens, und von Betrübniß meiner Seele. Ich begehre nicht mehr zu leben! Habe Ich gefündiget, was soll ich dir thun, o du. Mensdenhårer? Und warum vergibst du mir meine Misfechat nicht ? - Bildad sprach: Meinest 0g, daß Gott unrecht ride? So du dich bei Zeiten zu Gott bust (wendest), und so du rein und fromm bist: ro wird er (o id)) wieder aufrichren (beglücken). Hiob sprach: Ich weiß wohl, daß ein Mensch nicht rechtfertig bestehen mag gegen Gott. Er ist weise und mådhrig; wem ist es je gelungen, der fiche wider ihn gelegt hat? Zophar (prach: Wenn du dein Herz båte test gerichtet, und deine Hände zu ihm ausgebreitet; wenn du die Untugend håttest ferne von dir gethan: so möchtest du dein Antlig aufheben ohne Eadel, und würdest fest (ft and basi) reyn, und dich nicht fürchten; und dürfteft dich deß trösten, daß Soffaung da sey, und würdest mit Ruhe in das Grab kommen. Da aniwors tere Hiob: Ja, ihr reyd die Leute; mit euch wird die Weisheit ftere ben! Ich habe sowohl ein Herz (Verfta no), als ihr. Was ihr wisset, das weiß ich auch. Doch wollte ich (nur mit Gott reche ten (mich berathen); (aber) ihr deutet es få (dlich. Wird es ench auch wohl geben, wenn er euch richten wird? Meinet ihr, daß ihr ihn tåufchen werdet, toie man einen Menschen tauschet? Da aniwortete Eliphas: Du ftrafeft mit Borten, die nicht taue gen, und dein Reden ist kein nüße. Bist Du der erste Mensch ges boren? Hast du Gottes beimlichen Rath gehöret? Sollten Gets tes Tróftungen so geringe vor dir gelten? Was ist ein Menfc), daß er sollte rein und gerecht seyn? Siebe, unter seinen Beiligen

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