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und Allehet vor dem Ochiverte nicht. Es zittert und tobet und fcharret in die Erde. Wenn die Trompete faft (bell) klinget, spricht es: Hui! und riedit oén Streit von ferne. Fliegt der. 20 ler aus deinem Befehle so hoch, daß er sein Neft in der Hobe madir, und daß) reine Augen reben ferne? Wer mit dem 218, måchtigen habern will, foll es ihm der nicht beibringen? Und wer Gott tadelt, soll es der nicht verantworten? 172. Blobs Reue und neues Glüd. (Kap.39. 33–35. 42.)

Hiob spracy: Biebe, ich bin zu leichtfertig gewesen! Was Toll Ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen, Ich habe einmal geredet; zum andern mal will ich es nicht mehr thun. Ich erkenne, daß du alles vermagft; darum bekenne ich, daß ich habe unweislich geredet (ůber) das, (was) mir zu hoch ist, und (id)) nicht verftebe. Ich habe dich mit den Ohren geho. ret, und mein Auge fiehet dich auch nun. Darum schuldige (strafe) ich mich, und thue Buße in Staub und Ardhe.

Da nun der Herr diese Worte mit Hiob geredet hatte, sproch er zu Eliphas: Mein Zorn (unwille) ist ergrimmet über dich und über deine zwei Freunde ; denn ihr habt nicht recht von mir geredet, wie mein Knedyt Hiob, Coaß es nå mlich auch unverdiente Uebel gebe). Und der fjerr gab Hiob zweifaltig so viel, als er gebabt hatte. Und es famen zu ihm alle seine Brüder und alle feine Odiwestern, und alle, die ihn vorhin fannten, und aßen mit ihm in seinem Hause, und trösteten ihn über allem Uebel, das der Herr über ihn hatte kommen lassen. Und der Herr regnete hernach Hiob mehr, denn vorhin; und (er) frigte (aud nod) Fieben Oihne und drei Töchter; und es wurden nicht so schöne Weiber ge. funden in allen Landen , als die Töchter Hiobs. Ilnd Hiob lebete nach diesem (noc) hundert und vierzig Jahre, daß er fah Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Glied. Und Hiob starb alt und Lebenssate.

Anmerkung. Nun folgen in der Ordnung: 1) die Pfalme oder

150 heilige Gesänge, die von versmiedenen Verfassern zu verschies denen Zeiten gedidhtet worden sind, die aber, weil David allein 71. dazu beigetragen, vorzugsweise die Pralme David & genannt werden. Ihr Inhalt ist Lob und Dank für Gottes Worttraten und Rettungen; Bekenntnisse der Sünden ; Bitte um Hülfe und Segen, und mancherlei Leyrë, Ermahnung und Trost. Das Vors

in der Abtheilung; Biblische Begeistes tự ng.

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pråde Salomos oder Lehren der Weisheit und Zugend, die wenigftens dem größten Theil nach von Salomo herrühren, und der Prediger Salomo 8, worin vorzüglich auf das Eitle und, Pergånglide alles Irdisen, unter vielen guten Belehrungen und Ermahnungen, aufmerksam gemacht wird, von weichen beiden Sdriften das Wichtigste in den bezüglichen Abschnitten gegeben wird. Daß nun folgende hohe Liro Salom 08 ist eine Samm: lung fleiner Lieder von Liebe und Liebesglúc, in Geist und Sprache des Orients. 3) Die Propheten oder zu versæiedenen Zei: ten lebende weise und fromme, oft wunderthätige Danner, wel: de mit Geisteskraft und Freimuthigkeit den Fürsten und dem Wolfe die Wabrheit ragten Thorheiten und Sünden straften, zu Buße und Besserung ermalinten, úber reine Gottesverehrung und ftrenge Beobachtung des mosaischen Serekes wachten, den ueber: tretern göttliche Strafen anfúndigten, in Nothzeiten Mutbʻund {rost zusprachen, mitunter auch die Zukunft, besonders den Un. tergang des júdischen Staats und die Erscheinung eines Messias oder Heilandés, der ein Neich Gottes. d. h. eine refere Religion, ftiften würde, vorherverkündigten, vieles davon zum Tbeil in Beziehung auf Begebenheiten, die uns niot genau befannt ges worden, und im Gewande der morgenländiscten Diateriprache vorgetragen; daher in ihnen so viele Dunkelheiter. Dergleichen Propheten waren z. B. Samuel (N. 84. u. f.), Nathan unter David (N. 114. 118.), Elid unter Ahab (N. 132–135.)., Elisa auf Peter Wanderung (N. 136-142.), S dhe maja (1 Kon. 12, 22. 2 Chron. 12, 15.), Jeddo (2 Chron. 13.-22.), uraria (2 Chron. 15. 1.), Dded. (2 Chron. 15. 8.), Hanani (2 Chron. 16.7.): micha, Jemlas Sohn. (1 Kón. 22,8. N. 134.). Je bu (1 Kon. 16. 1.), Elierer. (2 Chron 24, 37.), Sacharia, Jojadas Sohn (2 Chron. 24, 20.), Uria (Jer. 26, 20.) u. a. Auch drei Prophetinnen werpen erwähnt, als Debora (Ridt. 4,4.), Hulda (2 Kón 22, 14. N. 149.) und Noadia (ehem. 6, 14.) Derjenigen, von welchen Sariften im Kanon aufbehal. ten worden, sind feichszebin, nämlich die sogenannten vier gros sen: 1) Jerai a (unter usia. Jotham, Ahas und Histia) der vorzüglia auf den Meffias hindeutete; 2) Jeremia (un: ter Josia), der die Zerstörung Jerusalems und die babylonische Gefangenschaft verfündigte, und seinen Schmerz darüber in den Slagliedern aussprad; 3) Erediel oder Herefier, der mit Joiachin ins babylonische Exil geführt wurde, aber nebst dem vorigen die Wiederbefreiung verbieß, und 4) Daniel, der als Knabe mit nad Babylon kam, und von Nebukadnesar begünnist, gebildet und im Staatsdienst angestellt wurde (N. 17370) und die zwölf Eleinen, als: 5) Horea (unter usia bis Serp: beam 11.); 6) Joel (wahrscheinlid unter usia), ein fanfrerer

Strafprediger; 7) Amos (gleichzeitig mit den beiden vorigen, : und ein ftrenger Eiferer); 8) Obadia, um die Zeit der baby. Ioniscen Gefangenschaft; 9). Jona, vor und zu Berobeains 11.

ihm' sleich au Strenge und Soffaung; Ti) Nabum (wahrscheinlid

unter und nade Histia), ein freudiger Tröster; 12) Habatut (vielleidst unter Jojakim), zwar Unglück androhend, aber auch Erlösuuy ieisagend; 13) Zephania, ein Zeit: und Geistgenosse Sereniias; 14) Hagga i (nach der Růckehr aus Babel, unter Durius Hyftastes), für Tempel und Gottesdienst eifernd; 15) Zacharia oder Sacaria, wie lekterer; 10) Naleadi (jur Zeit Nebemias), voll Ernstes, für die Neligion, und Hoffnung auf nabe bessere Zeit. - Was aus diesen Propbeten i a!s für den Veriland faßlich und für das Herz bessernd oder trostendi, dem Unterrible in der Schule und der Erbauung im Hause frommt; wird in den gehörigen Abtheilungen vorkommen, für diese ges sahichtliche pusien uur die folgenden Begebenbeiten mit Daniel und Jona.

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Aus der Geschichte des Propheten Daniel. Daniel, aus dem jüdischen Königsgeschlechte, war als Jüngling schon

nach Babylon an Nebukadnesars Hof gevrad)t worden, zeidnete fich dura Einsicr , Niechtroaffenbeit und durch freue unbanglicha teit an heine väterliche Religion : so wie durch prophetisme Begeis ferung und Sabe der Traumdeutung aus, wodurch er sich nido mur bei Nebukadnezar, sondern auch bei defien Nachfolgeru hobe Gunst und Auszeicnung erivarb, aber auch vielseitig Neid und Werfola gung zusog. In seiner Geschichte, find and folgende zum Theil wunderbare Begebenbeiten aufgezeichnet.

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173. Der frommen Freunde Daniels wunderbare Rettung.

(Rap. 3.) Nebukadnejar ließ ein goldenes Bild machen, und der Ehrens bold (serold) rief: Wenn ihr hören werdet den Schall der Pos faunen, follt ihr niederfallen, und das goldene Bild anberen; wer aber nicht anbetet, der soll von Srund an in den glübenden Dien geworfen werden! Da fielen nieder alle Leute, uno beteten an das goldene Bild; (aber es) traten auch hinzu erlide chalcais fde Månner, und verklagten die Suden, und sprachen: Es find da judi che Männer, welche du über die Zemter im Lande gelegt, baft, Babrad, Merad und Abednego, dieselben verachten dein Gebot, und ehren deine Górter nicht. Nebukadnezar (prach: Wie ? Wollt ihr meinen Gott nicht ehren? Werdet ihr nicht anbeten: fo rollt ihr in den glühenden Ofen geworfen werden! Lasset fehen, wer der Gort rein, der euch aus meiner Hand erretten werde! Da sprachen fie: Es ist nicht noch, daß wir dir darauf antworten. Siebe, unser Gott, den wir ebren, kann uns wohl erretten; und Hoo er es nicht thun wid: so coast du dennoch wisen, daß wir deine :

Götter

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Götter nicht ehren wollen. Da ward Nebukadnesar pod Grimm, und befahl, daß man sollte den Ofen siebenmal heißer machen; und es wurden diefe Männer in ihren Kleidern gebunden in den Ofen geworfen. (ber) Nebukadnezar sprach (bald nachber): Sebe idy doch vier Månner los (ungefesselt) im Feuer gehen, und fie find unversehret; und der vierte ist gleich, als wäre er ein Sohn der Goto ter! Und er trat herzu , und sprach: Ihr neyte Gottes, des Hodos sten, gehet heraus, und kommet her! Da gingen sie heraus aus dem Feier. Und sie sahen, daß das Feuer seine Macht am Leibe dieser Männer bewiesen hatte, und ihr Hauptbaar nicht versenget; ja man fonnte keinen Brand an ihnen riechen. Nebukadnezar sprach: Gelobet fen der Gott, der seinen Engel gefandt, und seine Knechte errettet hat! So ler nun dies mein Gebot: Wels cher diesen Gott låstert, der so dumbommen; denn es ist kein an. derer Gott, der also erretten kann, als dieser. Und der König gab Sadrace, Mefach und Abednego große Gewalt im Lande

zu Babel.

174. Nebukadnezars Stolz gedemüthigt, und Gottes Macht

von ihm erfannt. (Kap. 4.) Da der König (Nebukadnezar) auf der königlichen Burg zu Babel ging, sprach er: Das ist die große Babel, die ich ers bauet habe zum töniglichen Hause, durch meine große Macht, zu Ehren meiner Herrlichkeit! (Uber) von Stund an ward das Wort (Daniels in einer Traumdeutung) vollbracht über Nebukadnezar, und er ward von den Leuten verstoßen, und er aß Gras mole Ochsen, und lag unter dem Thau des Himmels (unter freiem Animel), bis sein. Haar wuchs so groß als 2dlers. Federn, und seine Rågel wie Vogelflauen wurden. Nach dieser Zeit hobidy. Nebufadnejar, meine Augen auf gen Himmel, und lobte den Hidten; ich pries' und ebrete den, To emiglich lebet, deß Gewalt ewig ist, und sein Reich für und für wäbret; gegen soetchen alle, so auf Erden wohnen, als nichts zu rechnen find. Zu derselbigen Zett kam ich wieder zur Vernunft, aud zu meinen königlichen Ehren und zu meiner Gestalt, und ich überfam noch großere HerrlichkeitDarum lobe ich den König vom Himmel; denn alles feia Bhun ift Wahrheit, und seine Wege find rechte und wer flotzifft, den kann er demüthigen.

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175. Entweihung des Heiligen an Belfazer bestraft. (Rap.5.)

König Belfazer machte ein herrliches Mahl seinen Gewaltigen, und da er trunken war, hieß er die goldenen und silbernen Gefäße

herbringen, die fein (Groß.) Vater Nebukadnezar aus dem Temo · pel zu Jerusalem weggenommen hatte, daß sie daraus trånken.

Und da sie so foffen, lobten sie die goldenen, filbernen, ehernen, eisernen, hotzernen und steinernen Götter, Eben zu derselbigen Stunde gingen hervor Finger, als einer Menschenhand, die schries ben auf die Wand. Da entfärbte sich der König, und seine Ges danken erschreckten ihn. Da wird Daniel hinauf gebracht, und der König sprach: Ich habe von dir hören sagen, daß du den Beift Der heiligen Götter babest, und Erleuchtung, Verstand und hohe Weisheit bei dir gefunden sey. Nun habe ich fordern lassen die Welfen, daß sie mir diese chrift lesen sollten, und sie können mir nicht sagen, was solches bedeute. Kannst du nun die drift lesen: To follst du mit Purpur gekleidet werden, und goldene Rete ten an deinem Halse tragen, und der dritte Herr reyn in meinem Königreiche. Da fing Daniel an: Behalte deine Gaben; id will dennoch die Schrift lesen, und anzeigen, was sie bedeute. Das ist aber die Schrift: Mene, mene , tefel, upharsin; und sie be. deutet dies: Mene, das ist: Gott hat dein Königreich gezáhlet und vollendet; Tekel, das ist: man hat sich in einer Wage ges wogen, und zu leicht gefundent; Peres (oder in der Mebra zahl: up harfin), das ist: dein Königreich ist zertheilet, und den Medern und Persern gegeben. Da befahl Belfazer, daß man Daniel mit Purpur fleiden sollte, und ließ verkündigen, daß er der dritte Herr rey im Königreiche. Aber des Nachts ward Cole Otadt von den Persern erstürmt und) Belfazer getódet.

176, Daniels Erhaltung im Löwenzwinger. (Kap. 6.)

Darius (oder Eparares II., der König von Medem, dem das babylonische Reid zugefallen war) legte dret Fürsten (deren einer war Daniel), welchen die Landvoigie sollten Rechnung thun, und der König der Mühe überhoben wåre. Das niel aber übertraf die Fürften alle;, denn es war ein hoher Geift in thm; darum gedachte der König, ihn über das ganze Rönigreich zu reben. Derhalben trachteten die Fürften wo sie eine Sache zu Daniel fånden, dfe wider das Königreid, ware; aber sie konnten keine Hebelthat finden, denn er war treu. Da sprachen die Mån.

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