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Götter nicht ehren wollen. Da ward Nebukadnezar von Grimm, und befahl, daß man sollte den Ofen siebenmal beißer machen; und es wurden, diefe Männer in ihren Kleidern gebunden in den Ofen geworfen. (Uber) Nebukadnezar sprach (bald nachher): Sebe idy doch vier Månner los (ungefesselt) im Feuer gehen, und sie sind unversehrét; und der vierte ist gleich, als wäre er ein Sohn der Göte ter! Und er trat betju, und sprach: Ihr Knechte Gottes, des Hochs sten, gehet heraus, und konimet her! Da gingen sie heraus aus dem Ferier. Und sie sahen, daß das Feuer keine Macht am Leibe dieser Månner bewiesen hatte, und ihr Haupthaar nicht versenget; ja man konnte keinen Brand an ihnen riechen. Nebukadnezar sprach: Gelobet fey der Gott, der seinen Engel gesandt, und feine Knechte ertettet hat! So Seo nun dies meiti Gebot:'Welo cher diesen Gott låstert, der soll umfommen; denn es ist kein an. . derer Gott, der also erretten kann, als dieser. Una fein gab Sadrace, Mefach und Abednego große Gewalt im Lande

žu Babel.

174. Nebukadnezars Stol gedemüthigt, und Gottes Macht

von ihm erkannt. (Kap. 4.) Da der König (Nebukadnezar) auf der königlichen Burg zu Babel ging, sprach er: Das ist die große Babel, die ich ers bauet habe zum Föniglichen Hause, durch meine große Macht, zu Ehren meiner Herrlichkeit! (Uber) von Stund an ward das Wort (Daniels in einer Traumdeutung) vollbracht über Nebukadnezar, und er ward von den Leuten verstoßen, und er aß Gras mie Ochsen, und lag unter dem Thau des Himmels (unter freiem Himmel), bis sein Haar wuchs so groß als 2101ers. Federn, und seine Rågel wie Vogelflauen wurden. Nach dieser Zeit hob ich. Nebukadnezar, meine Augen auf gen Himmel, und lobte den Hidiften; ich pries und ehrete den, so emiglich lebet, deß Gewalt ewig ist, und sein Reich für und für målret; gegen welchen alle, fo auf Erden wohnen, als nichts zu rechnen find. Zu derselbigen Zett kam ich wieder zur Vernunft, aud) zu meinen königlichen Ehren und zu meiner Gestalt, und ich überfam nod größere Herrlich feitp Darum lobe ich den König vom Himmel; denn alles feia 2hun ift Wahrheit, und seine Wege find recht und wec ftohziist, den kann er demüthigen.

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175. Entweihung des Heiligen an Belfazer bestraft. (Kap. 5.)

König Belfazer machte ein herrliches Mahl seinen Gewaltigen, und da er trunken war, hieß er die goldenen und silbernen Gefäße

berbringen, die fein (Gro B.) Vater Nebukadnezar aus dem Tem, · pel zu Jerusalem weggenommen hatte, daß sie daraus trånken.

Und da sie so foffen, lobten sie die goldenen, filbernen, ehernen, elsernen, Götzernen und steinernen Götter, Eben zu derselbigen Stunde gingen hervor Finger, als einer Menschenhand, die schries ben auf die Wand. Da entfårbte sich der König, und seine Ges danken erschreckten ihn. Da wird Daniel hinauf gebracht, und der König sprach: Ich habe von dir hören sagen, daß du den Geift der heiligen Götter babest, und Erleuchtung, Verstand und hobe Weisheit bei dir gefunden sey. Nun habe ich fordern lassen die Weisen, daß sie mir diese Schrift lesen sollten, und sie können mir nicht sagen, was folches bedeute. Kannst du nun die Schrift lesen : To souft du mit Purpur gekleidet werden, und goldene Kets ten an deinem Salse tragen, und der dritte Herr feyn in meinem Königreiche. Da fing Daniel an: Behalte deine Gaben; ich will dennoch die Schrift lesen, und anzeigen, was sie bedeute. Das ist aber die Schrift: Mene, mene, tekel, uphar fin; und sie beo Deutet dies: Mene, das ist: Gott hat dein Königreich gezáblet und vollendet; Tekel, das ist: man hat dich in einer Wage ges wogen, und zu leicht gefundeni; Peres (oder in der Mebro zahl: upbarfin), das ist: dein Königreich ist zertheilet, und den Medern und Persern gegeben. Da befahl Belfazer, daß man Daniel mit Purpur kleiden sollte, und ließ verkündigen, daß er der dritte Herr Ten im Königreiche. Aber des Nachts ward Cole Stadt von den Perrern erstürmt und) Belfazer getodet.

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176, Daniels Erhaltung im Löwenzwinger. (Kap. 6.)

Darlus (oder Eparares II., der König von Meden dem-das babylonische Reich zugefallen war) legte dret Fürsten (deren einer war Daniel), welchen die Landvoigte sollten Rednung thun, und der König der Mühe überboben, måre. Das niel aber übertraf die Fürften alle; denn es war ein hoher Geist in ihm; darum gedachte der König, ihn über das ganze Königreid zu Teßen. Derhalben trachteten die Fürstenwo sie eine Sache zu Daniel fånden, die wider das Königreid, wåre; aber sie konnten keine Hebelthat finden, denn er war treu. Da sprachen die Mån.

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ner: Wir werden feine Sache zu Daniel finden, ohne über seiner Gottesdienst; und famen vor den König, und sprachen: Es haben alle gedacht, daß man einen toniglichen Befehl soure' ausgehen laso sen, daß, wer in dreißig Tagen etwas bitten wird von irgend einem Gott oder Menschen, ohne von dir , König, allein, rolle zu den Lómen in den Graben geworfen werden. Und es unterschrieb sich der König. Daniel Caber) ging hinauf in sein Haus (er barre aber man seinem Sommerhause offene Fenster gen Jerusalem), und fiel des

Tages dreimal auf seine Kniee, betete, 'lobete und dankete seinem Gott, wie er denn vorhin zu thun pflegte. Da famen diese Månner, und redeten mit dem Könige: Daniel, der Gefangenen aus Juda einer , achtet weder dich, noch dein Gebot. Da der König folches börte, warð er febr betrübt, und that großen Fleiß, daß er Daniel errettete; aber die Månner kamen häufig Canklageno). Da befahl (endlich) der König, daß man Daniel herbråchte ; und sie warfen ihn zu den Löwen in den Graben. Der König aber sprach zu Daniel : Dein Gott, dem du ohne Unterlaß dienest, der helfe dir ! Und sie brachten einen Stein; den legten sie vor die Thüre am Graben; den versiegelte der Ronig und seine Gewaltigen, auf daß niemand an Daniel Muthwillen (unbefugt Hülfe) übte. Und der König ging weg in seine Burg, und blieb un. gegessen, konnte auch nicht schlafen; des Morgens frühe (aber) ging er eilend zum Graben, und rief Daniel mit flåglicher @tim, me: Daniel, du knecht des lebendigen Gottes, hat dich auch dein Gott mögen von den Löwen erlósen? Daniel aber redete: Herr König, Gott verleihe dir langes Leben! Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, daß sie mir kein Leld gethan haben; denn vor ihm bin ich unsoul. dig erfunden; so habe ich auch wider dich, Herr König, nichts ges than. Da ward der König sehr froh, und sie zogen Daniel aus dem Graben, und man spürete feinen Schaden an ihm; denn er hatte seinem Gott vertrauet. Da ließ der König die Männer, lo Daniel berklagt hatten, herbringen und zu den Löwen werfen; und ehe sie auf den Boden hinab kamen, ergriffen sie die Lómen, und jermalmeten ihre Gebeine. Da ließ Darius schreiben: Das ist mein Befehl,' daß man in der ganzen Herrschaft meinés König. reichs den Gott Daniels fürchten fou; denn er ist der lebendige Gott, der erigliai bleibet. Er ist ein Erlöser und Notbbelfer, und er thut Zeichen und Wunder beides im Himmel und auf Erden,

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r 177. Bom Bel ju Babel, oder Entdeđung heldniiden

Pfaffentrugs. Nach dem Tode, Afiyages" kam das Königreich an Cyrus aus Petsien; und Daniel war stets um den König, und ehrlicher (hón ber) gehalten, denn alle Freunde des Königs. Nun hatten die zu Babylon einen Abgott, der hieß Bel; dem mußte man tåglich opfern Weizen, Schafe und Wein. Und der König dienete dem Abgotte felbft; aber Daniel betete feinen Gott an. Und der Kó. nig sprach: Warum betest du nicht auch den Bel an? Er aber sprach: Jo diene nicht den Göken, die mit Hånden gemacht sind, sondern dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, und ein Herr ist über alles, was da lebet. Da sprach der König: Båltst du denn den Bel nicht für einen lebendigen Gott? Siehest du nicht, wie viel er tåglich iffet und trinket? Aber Daniel lachte, und sprach : Herr König, laß dich nicht verfahren; denn dieser Belift inwendig nichts denn Leimen, und auswendig ehern, und bat noch nie etwas gegessen. Da warb der König fornig, und Iles alle feine Priester rufen, und sprach: Werdet ihr mir nicht sagen, wer dies Opfer verzehret: fo můsset ihr sterben! Könnet ile aber beweisen, daß der Bel solches verzehret: fo muß Daniel fterben; denn er hat den Bel gelåstert. Und Daniel sprach: Ja, Herr König, es geschehe also, wie du geredet baft! Und der Roe nig ging mit Daniel in den Tempel des Bel, und da die Priefter hinaus waren, ließ der König dem Bel Speise Horseben; aber Daniel befahl, daß fie Asche bolten, und ließ dieselbige streuen burde den ganzen Tempel. Darnach gingen sie hinaus, und schloss fen die Thüre zu, und versiegelten sie mit des Königes Ringe.

Die Priester aber gingen des Nachts hinein mit ihren Weibern und Kindern, und fraßen und foffen alles, was da mar. Und des Morgens Tehr frühe war der König auf, und Daniel mit ihm; und der König sprach: Ist das Siegel unverfebret? Er antwor. tete: Ja. Und sobald die Thüre aufgethan war, fab der König auf den Tisch (Altar), und rief: Bel, du bist ein großer Gott, und ist nicht Betrug mit dir! Aber Daniel lachte, und sprach: Siebe auf den Boden; we find diese Fufistapfen? Der König fprach: Ich lebe wohl Fußstapfen von Männern und Weibern und Kindern! Da ward der König zornig, und ließ die Priester fan, gen; und sie mußten ihm zeigen die heimlichen Gånge, dadurch sie waren ein, und ausgegangen; und ließ fie foden, und gab Daniel den Bel in seine Gewalt ; und derfelbe zerstörte ihn und seinen Tempel

Aus der Geschichte des Propheten gona. 178. Jonas Ungehorfam gegen Gott bestraft. (Kap. 1. 2.)

Es geschah das Wort des Herrn zu Jona: Machie dich auf, und gebe in die große Stadt Ninive, und predige darinnen; denn ihre Bosheit ist aufgekommen vor mich! 2ber Jona filoh gen Japho, Daß er aufs Meer fübre, Da ließ der Herr einen großen Wind kommen, daß man meinte, das Schiff würde zerbrechen. Und die Schiffleute fürchteten Rich, und schrleen, ein jeglicher zu sei. nem Gott; aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und Schlief. Da trat zu ihm der Schiffsherr, und sprach: Was Ich låfest du? Stebe auf, und rufe deinen Gott (auch) an! Und einer sprach zum andern in ihrem beidnischen Åberglau, ben): Kommt, wir wolten loosen, daß wir erfahren, um weldjes widen es uns ro ábel gehe! iind da sie loseten, traf es Jona, Aber sie wußten (don), daß er vor dem Herrn flob; denn er batre es ihnen gefage. Da sprachen fie: Was sollen wir denn mit dir thun, daß das Meer stille werde? Er sprach: Nehmet mich, und wer fet mich in das Meer: fo wird das Meer Rille werden; denn ich weiß, daß solches großes Ungewitter über euch kommt um meinetwillen. Und fie nahmen gona, und warfen ihn in das Meer; da stand das Meer fille von seinem Wüthen. Aber der Herr verschaffte (få brte berzu) einen großen (Ham) Fisch, Sona zu verschlingen. lind Jona betete zu dem Herrn im Leibe des Fisches; und der Herr sprach zum Fische, und derselbe fpelete Jona wieder aus ans Land. 179. Jonas Eitelkeit und Unzufriedenheit bei Gottes Vers

foonung. (Kap. 3. 4.) Es geschah das Wort des Herrn zum andern Mate zu Jona: Gehe in die große Stadt Ninive, und predige ihr! Da machte fich Jona auf, und ging bin, und sprach: Es find noch vierzig Tage: so wird Ninive untergéhen! Da glaubren die Leute zu Minive an Gott. Da aber Gott fab ihre Berke, daß fie fich bee kehrten von ihrem bösen Wege, reuete ihn des Uebels, das er geredet hatte, fhnen zu thun, und that es nicht (beschloßer, die Strafe nicht ergeben zu lassen). Das verdroß Jona sehr, und er sprad : Ach Herr, das ift es, das ich sagte (bet mir dachte), da ich noch in meinem Lande war, und darum ich auch wollte flieben auf das Meer; denn ich welß, daß du gnädig, barm.

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