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erzelgen wollte über sein Volk. Und sie rüsteten fic', und nahmen die Klippen ein am Berge, und bewahrten fie Tag und Nachr. (Man rieth dem Holofernes:) Laß nur die Brunnen ver: wahren, daß sie nicht Waffer holen mögen; lo müssen sie ohne Schwert sterben, oder die Nuth wird sie bringen, daß fie dle Otadt übergeben müssen. Da man nun zwanzig Tage die Bruns nen verwahret hatte, hatten die von Bethulien'kein Wasser mehr, und man mußte tåglich den Leuten das Wasser zumellen. Da fam Jung und eit zu Osia und den Aeltesten, und sprachen: fordert das Volk zusammen, daß wir uns dem Holofernes williglich ero geben: denn es ist besser, daß wir uns ergeben, und beim Leben bleiben, und also Gott loben, denn daß wir umkommen, und vor aller Welt zu Schanden werden. Dsta sprach : Lieben Brå. der, habt doch Geduld; und laffet uns noch fünf Tage der Hilfe erharren von Gott! Wird uns nicht geholfen: so wollen wir thun, wie ihr geboten habt. 182. Judiths Hoffnung und fleben zu Gott. (Kap. 8.9.)...

Solches kam vor Judith; die war nuu drei Jahre und reche Monate eine Witwe, schön und reich, und hatte ein gutes Ges růdt (Ruf bei jedermann. Diese, da sie hörte, daß Olia juu gesagt hatte, die Stadt nach fünf Tagen den 2 Tyrern aufzugeben, fandte fie zu den Weltesten, und sprach : Wollt ihr dem Herrn eures Gefallens Zeit und Tage bestimmen, wenn er helfen soll? Doch der Herr ist geduldig: darum lasset uns das leid seyn, und Gnade suchen mit Thrånen! Denn Gott zúrnet nicht wie ein Mensch, daß er sich nicht verröhnen lasie. Wir kennen feinen ans dern Gott, und wollen mit Demuth von ihm Hülfe und Troft ere warten. Und ihr, die ihr reyd die Weltesten, tröstet das Volk mit eurem Worte, daß fie' bedenken, daß unsere Våter auch versucht worden, daß sie bewahret wurden, ob sie Gott von Derjen dlenes ten! Darauf antwortete Oria: Es ist alles wahr, wie du ges fagt hast. Darum bitte für uns zum Herrn; denn du bist ein hei. liges, gottesfürchtiges Weib. Und Judith sprach: Weil ihr dafür haltet, daß aus Gott sey, was ich gesagt habe: so wollet ihr auch prüfen, ob dasjenige, To ich vorhabe zu thun, aus Gott ley, und bittet, daß Gott Glück dazu gebe. Was ich aber vorhabe, follit ihr nicht nachforschen, sondern betet allein får mich zum Herrn. Und Ofia sprach: Gehe hin in Frieden, der Herr sey mit dir! Darnach ging Judith in ihr Kåmmerlein, und fiel nieder vor dem!

auf der Hegypteru

Herrn, und sprach: Kerr, mein Gott, alle Hülfe ; Die vor Bels ten geschehen ist, die hast du gethan; und was du willst, das muß geschehen! Schaue jekt auf der Affyrer Heer, wie du por Zeiten nicht entfeße vor seiner Macht, sondern daß ich ihn Rürzen moge? Das wird deines Namens Ehre feyn, daß ihn ein Weib darnieder geleget bar. Gedente, Berr, an deinen Bund, und gib mir Otac, auf daß dein Haus (Tempel unveitest) bleibe, und alle Help den erfahren, daß du Gott bist, und kein anderer außer dir! Da fie nun ausgebetet hatte, ftand fie auf, und zog allen ihren @chmuck an. Und der Herr gab ihr Gnade , daß sie lieblich anjusehen war; denn fte fchmückte fich nicht aus Vorwis (Eitelkein) fondern Gott zum lobe. Judith ging (mun) fort mit ihrer Magd (aus der Stadt); und da fie früh den Berg hinab ging, begegneten ihr die Wächter, fielen sie an, und fragten fie, von wannen fie fåme, und wohin sie wollte? Und fie antwortete: Ich bin ein Debråffches Weib, und geflohent; denn ich weiß, daß fie euch in die Hände fommen werden. Darum habe ich mir vorgenommen, zu Holofernes zu kommen, daß ich ihm iire Helmtidseft offenbare, und fage ifm, wie er sie leichtlid gewinnen moge, daß er nicht ein nen Mann vertieren dürfe. Und sie führten fie bin in Holofernes Gezelt. 183. Judiths glücklio gelungeues Wagstůd. (Kap. 10-14.)

und Holofernes (prach: Sen getroft; denn ich habe nie einem Menschen Leid getham, der sich ergeben har! Nun sage an, wars um bist du von ihnen gewichen, und zu mir gekommen? Judith antwortete: Wirft du thun, wie dir deine Mago anzeigen wird ; so wird dir der Herr Glück und Sieg geben; denn unser Gott ist also erzärnet über unfere @ûnde, daß er bat berfundigen las. fen, er wolfe das Bole ftrafen. Meil nun das Volf (das) weiß, find fie erschrocken vor dir. Dazu feiden fie großen Hunger, und müssen vor Durst verfchmachten. Der Herr hat mich zu dir ges fandt, daß ich dir solches sollte anzeigen. Doch ich bin darum nicht von Gott abgefallen, sondern will meinem Gott noch dienen bei dir; und deine Mago wird hinaus (vor das Lager) gehen, und Gott anbeten; der wird mir rffenbaren, wenn er ihnen ihren Lobn' geben wil für ihre Sünde. Go will ich dann dirs angels gen, und dich mitten durch Gerusalem führen. Diese Rede gefiel Holofernes und feinen Knedyten wohl, und sie sprachen: Des Weis

2018 fie auf den Plat family

bes gleichen ist nicht auf Erden von Schöne und Weisheit !. Und Holofernes (prad): Das hat Gott also geschickt, daß er sich her gefandt bat. Wird nun dein Gott solches ausrichten: To soll er auch mein Gott feyn; du solst groß werden beim Könige, und dein Name fod gepriesen werden im ganzen Königreiche. Und da sie die Knechte in das Gemach führen wollten, bat" sie, daß man ihr erlaubte, Abends und Morgens beraus zu geben, und ihr Gebet zu thun. Da befahl Holofernes, daß man sie drei Tage Follte frei aus und ein lasien gehen. Um vierten Tage machte Holofernes ein Abendmahl, und da es sehr spåt waro, gingen seine Diener hinweg allesammt trunken. Da nun Holofernes im Bette lag, trunken war, und schlief, trat Judith vor das Bette, und betete beimlich mit Thränen: Herr, stårke mich, und hilf mir gnädiglich das Werk volbringen, das id mit ganzem Vertrauen auf dich babe vorgenommen langete das Schwert, ergriff ibn beim Schopf, und sprach abermal: Gott, stårke mich in dieser Stunde! Und fie hieb zweimal in den Hals mit aller Macht; darnach schnitt sie ihm den Kopf ab. Darnach ging sie beraus, und gab das Haupt ihrer Piago, und hieß es in einen Back ftoßen. Und sie gingen mit einander hinaus, nach ihrer Gewohnheit, durch das Lager, daß fie beimlich an das Thor der Stadt fámen; und Judith rief den Wächtern : Thut die Thore auf ; denn Gott ist mit uns!

hieß ket dem Herrn, unserm Gott, der nicht verlåßt diejenigen, so auf ihn trauen, und hat diese Nadt den Feind seines Voltes durch meine Hand umgebracht! Und sie zog das Haupt Holofernes bers aus, und zeigte es ihnen. Und Osia sprach: Gesegnet bist du, Tochter, vom Herrn, dem höchsten Gott, vor allen Weibern auf Erden! Und gelobet rey der Herr, der dir hat Glück gegeben, darum, daß du deines Lebens nicht geschonet haft in der Trúbral deines Volkes, sondern hast es errettet vor dem Herrn! Und als les Volf (prach: Ämen, Umen! Da der Tag anbrach, hångten fie (auf Judiths Rath) den Kopf über die Mauern, und fies len hinaus mit ihren (Heers) Haufen und mit großem Geschrei. Und da solches die in der Scharwache saben, liefen sie zu Holofer. nes Gezelt, und sagten den Kammerdienern: Gebet binein, und wecket ihn; denn die Mäuse sind herausgelaufen aus ihren Löchern, und sind fühn geworden, daß fie uns nun angreifen! Da ging Bagoa hinein, und horchte, ob er sich regen wolte; da et aber nichts vernahm, bob er den Vorhang auf; da sab er den Leichnam.

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Da scrie und heulte er laut, und fah in der Jupith Rammer, unb. da er sie nicht fand, lief er heraus, und sprach : Ein einziges hebräisches Weib hat das ganze Haus Nebukadnezars, zu Oport gemacht; denn Holofernes liegt da todt! Und es ward ein großes Zetergeschrei unter ihnen. 284 Der Uffyrer Niederlage und Israels Jubel. (Rap.15.16.)

lind fie konnten nicht Rath halten, und nahmen die Flucht, und die Kinder Ifrael eilten ihnen nach; well aber der Assorer (Odlachts) Ordnung zertrennt war, und die Kinder Israel in ihrer Ordnung zogen, schlugen sie alle, die sie erellen konnten. Und Dita sandte zu allen Städten, daß man auf war, und jagre dem Feinde nach bis zum Lande hinaus. Aber das übrige Bole-fiel in der Assyrer Lager, und brachten großes Gut davon ; die andern aber, da sie wieder kamen, brachten mit sich alles, was diese mit fich geführt hattent; und das ganze Land ward reich von solchem Raube. Darnach fam Jojatim, der Hohepriester, von Jerus falem, mit allen Priestern, daß fie Judith råben; und sie ging bers vor zu ihnen. Da priesen sie sie alle zugleich: Du bist die Krone Jerusalems, du bist die Wonne Israels, du bist eine Ehre des gang, zen Volks, daß du solche töbliche That gethan und Jírael so große Wohlthat erzeiget haft! Und da man nun dreißig Tage lang die Beute ausgetheilet batte, gaben sie Judith toftliche Geråthe, so Holofernes gehabt hatte, an Gold, Silber, Kleidern und Edel. steinen; und war jedermann fröhlich, sangen und sprangen, beide Sung und Alt. Da sang Judith dem Herrn dies lied: Spielet dem Herrn, und finget ein neues Lied, reyd fröhlich, und rufet seinen Namen an! Der Herr ist es, der den Kriegen steuern kann! Herr beißt sein Name! Herr Gott, du bist der mächtige Gott, der große Chaten thut, und niemand kann dir widersteben! Es muß dir alles dienen; denn was du sprichst, das muß geschehen! Made folchem Siege zog alles Volf von Bethulién gen Jerusalem, den Herrn anzubeten; und das Voit war fröhlich zu Jerusalem bei dem Helligthume mit der Judith drei Monate lang. Darnach zog jedermann wieder heim, und Judith ward hoch geehret im gans. zen Lande; und sie nahm feinen Mann (wieder), und ward rebr alt; und ihre Mago (@flavin) machte sie (aus Dankbarkeit) frel, und alles ihr Gut theilte sie unter ihres Mannes Freunde. Und weil sie lebte, und dazu lange bernach, durfte niemand Ssrael (mit Scies) überziehen.

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der Gotteen

te in
156 Did Toblas. S'ap. 1.2.
aro,

Das Buch Tobias.
Die Schilderung einer geprüften, aber gottesfürchtigert, burch wedoa

felfeitige Gatten. Eltern und Kindesliebe hduslich glüdlichen
Familie, deren Frommigkeit und Gottvertrauen nidt unbelohnt

blieben. 185. Tobias, der Sottes, und Menfchenfreund, verfolgt und

gerettet. (Kap. 1.) Es war ein Mann mit Namen Toblas, und wiewohl er (in dem 'affyrirchen Lande) unter Fremden gefangen tvar, tft ler dennoch von Gottes Wort nicht abgefallen; und alles, was er hatte, thelfte er seinen mitgefangenen Brüdern und Verwandten mit. Da er ermoach fen war, nahm er ein Wetb, mit Namen Kanna, und zeugte mit Ihr einen Sohn, welchen gend auf, daß er Gott fürchtete, und die Sünde meldete. Und well er von ganzem Herzen den Berrn fürchtete, gab thm Gott Gnade vor Salmanasser, daß er ihm erlaubte, frei zu geben, wo er hin wollte, und auszurichten, was er zu thun batte. So jog er nun zu allen, die gefangen waren, und tröstete sie mit Gottes Bort. Und er kam in die Stadt Meden, und da er unter ani dern Ifraeliten fan einen mit Namen Gabel, der sehr arm war, that (lten) er ihm Geld, und nahm eine Handschrift von ihm. Die Hungrigen spelfte er, die Nackenden Fleidete er, die (auf Befehl des Tyrannen Erschlagenen begrub er. Ats aber folches der König erfuhr, hieß er ihn föden, und nahm ihm alle Teine Güter. Tobias aber floh, und hielt fich heimlich bei guten Freunden auf. Aber (bald darauf) ward der König von seinen eigenen Söhnen erschlagen, und Tobias kam wieder heim, und alles rein Gut ward ihm wieder gegeben. 186. Dobias und Saras Unglüc, Kränkung und beroloffene

Gotteshülfe. (Lap. 2:3.) Darnach auf des Herrn Feft, da Tobias ein herrliches Mahl zugerichtet hatte, sprach er zu seinem Sohne: Gehe hin, und labe die Gottesfürchtigen, daß fie mit uns essen! Und als er wie. der beim fam, fagte er, daß einer auf der Gasse todt låge. Da stand o Tobias bald auf vom Tisch, vor dem Essen, und hob ihn auf, und trug ihn in fein Haus, daß er ihn des Nachts beimlich begrübe; und er aß sein Brod mit Trauern. Seine Freunde aber

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