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2018 fie auf den Plat family

bes gleichen ist nicht auf Erden von Schöne und Weisheit !. Und Holofernes (prad): Das hat Gott also geschickt, daß er sich her gefandt bat. Wird nun dein Gott solches ausrichten: To soll er auch mein Gott feyn; du solst groß werden beim Könige, und dein Name fod gepriesen werden im ganzen Königreiche. Und da sie die Knechte in das Gemach führen wollten, bat" sie, daß man ihr erlaubte, Abends und Morgens beraus zu geben, und ihr Gebet zu thun. Da befahl Holofernes, daß man sie drei Tage Follte frei aus und ein lasien gehen. Um vierten Tage machte Holofernes ein Abendmahl, und da es sehr spåt waro, gingen seine Diener hinweg allesammt trunken. Da nun Holofernes im Bette lag, trunken war, und schlief, trat Judith vor das Bette, und betete beimlich mit Thränen: Herr, stårke mich, und hilf mir gnädiglich das Werk volbringen, das id mit ganzem Vertrauen auf dich babe vorgenommen langete das Schwert, ergriff ibn beim Schopf, und sprach abermal: Gott, stårke mich in dieser Stunde! Und fie hieb zweimal in den Hals mit aller Macht; darnach schnitt sie ihm den Kopf ab. Darnach ging sie beraus, und gab das Haupt ihrer Piago, und hieß es in einen Back ftoßen. Und sie gingen mit einander hinaus, nach ihrer Gewohnheit, durch das Lager, daß fie beimlich an das Thor der Stadt fámen; und Judith rief den Wächtern : Thut die Thore auf ; denn Gott ist mit uns!

hieß ket dem Herrn, unserm Gott, der nicht verlåßt diejenigen, so auf ihn trauen, und hat diese Nadt den Feind seines Voltes durch meine Hand umgebracht! Und sie zog das Haupt Holofernes bers aus, und zeigte es ihnen. Und Osia sprach: Gesegnet bist du, Tochter, vom Herrn, dem höchsten Gott, vor allen Weibern auf Erden! Und gelobet rey der Herr, der dir hat Glück gegeben, darum, daß du deines Lebens nicht geschonet haft in der Trúbral deines Volkes, sondern hast es errettet vor dem Herrn! Und als les Volf (prach: Ämen, Umen! Da der Tag anbrach, hångten fie (auf Judiths Rath) den Kopf über die Mauern, und fies len hinaus mit ihren (Heers) Haufen und mit großem Geschrei. Und da solches die in der Scharwache saben, liefen sie zu Holofer. nes Gezelt, und sagten den Kammerdienern: Gebet binein, und wecket ihn; denn die Mäuse sind herausgelaufen aus ihren Löchern, und sind fühn geworden, daß fie uns nun angreifen! Da ging Bagoa hinein, und horchte, ob er sich regen wolte; da et aber nichts vernahm, bob er den Vorhang auf; da sab er den Leichnam.

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Da scrie und heulte er laut, und fah in der Jupith Rammer, unb. da er sie nicht fand, lief er heraus, und sprach : Ein einziges hebräisches Weib hat das ganze Haus Nebukadnezars, zu Oport gemacht; denn Holofernes liegt da todt! Und es ward ein großes Zetergeschrei unter ihnen. 284 Der Uffyrer Niederlage und Israels Jubel. (Rap.15.16.)

lind fie konnten nicht Rath halten, und nahmen die Flucht, und die Kinder Ifrael eilten ihnen nach; well aber der Assorer (Odlachts) Ordnung zertrennt war, und die Kinder Israel in ihrer Ordnung zogen, schlugen sie alle, die sie erellen konnten. Und Dita sandte zu allen Städten, daß man auf war, und jagre dem Feinde nach bis zum Lande hinaus. Aber das übrige Bole-fiel in der Assyrer Lager, und brachten großes Gut davon ; die andern aber, da sie wieder kamen, brachten mit sich alles, was diese mit fich geführt hattent; und das ganze Land ward reich von solchem Raube. Darnach fam Jojatim, der Hohepriester, von Jerus falem, mit allen Priestern, daß fie Judith råben; und sie ging bers vor zu ihnen. Da priesen sie sie alle zugleich: Du bist die Krone Jerusalems, du bist die Wonne Israels, du bist eine Ehre des gang, zen Volks, daß du solche töbliche That gethan und Jírael so große Wohlthat erzeiget haft! Und da man nun dreißig Tage lang die Beute ausgetheilet batte, gaben sie Judith toftliche Geråthe, so Holofernes gehabt hatte, an Gold, Silber, Kleidern und Edel. steinen; und war jedermann fröhlich, sangen und sprangen, beide Sung und Alt. Da sang Judith dem Herrn dies lied: Spielet dem Herrn, und finget ein neues Lied, reyd fröhlich, und rufet seinen Namen an! Der Herr ist es, der den Kriegen steuern kann! Herr beißt sein Name! Herr Gott, du bist der mächtige Gott, der große Chaten thut, und niemand kann dir widersteben! Es muß dir alles dienen; denn was du sprichst, das muß geschehen! Made folchem Siege zog alles Volf von Bethulién gen Jerusalem, den Herrn anzubeten; und das Voit war fröhlich zu Jerusalem bei dem Helligthume mit der Judith drei Monate lang. Darnach zog jedermann wieder heim, und Judith ward hoch geehret im gans. zen Lande; und sie nahm feinen Mann (wieder), und ward rebr alt; und ihre Mago (@flavin) machte sie (aus Dankbarkeit) frel, und alles ihr Gut theilte sie unter ihres Mannes Freunde. Und weil sie lebte, und dazu lange bernach, durfte niemand Ssrael (mit Scies) überziehen.

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der Goticon

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Das Buch Tobias.
Die Schilderung einer geprüften, aber gottesfürchtigert, burch wecha

felfeitige Satten: Eltern und Kindesliebe bauslico glúdlichen
Familie, deren Frömmigkeit und Gottvertrauen nicht unbelohnt

blieben. 185. Tobias, der Sortege und Menschenfreund, verfolgt und

gerettet. (Kap. 1.) Es war ein Mann mit Namen Tobias, und wiewohl er (in dem affy effchen lande) unter Fremden 'gefangen toar", tft er dennoch von Gottes Wort nicht abgefallen ; und ales, was er hatre, theilte er seinien mitgefangenen Brüdern und Verwandten mit. Da er erwach fen war, nahm er ein Weib, mit Mamen Hanna, und zeugte mit ihr einen Sohn, welchen er auch Tobias nannte, und lehrte Wort von Ju.

ima gend auf, daß er Gott fürchtete, und die Sünde meldete. Und well er von ganzem Herzen den Herrn fürchtete, gab thm Gott Onade vor Salmanasser, daß er ihm erlaubte, frei zu geben, wo er hin wollte, und auszurichten, was er zu thun hatte. So jog er nun zu allen, die gefangen waren, und tröstete sie mit Gottes Wort. Und er kam in die Stadt Meden, und da er unter ano dern Ifraeliten fah einen mit Namen Gabel, der sehr arm war, that (lteb) er ihm Geld, und nahm eine Handschrift von ihm. Die Hungrigen fpeifte er, die Nackenden kleidete er, die auf Befehl des Tyrannen) Erschlagenen begrub er. 216 aber folches der König erfuhr, hieß er ihn roden, und nahm ihm alle Teine Gåter. Tobias aber floh, und hielt fich heimlich bei guten Freunden auf. Aber (bald darauf ward der König von seinen eigenen Söhnen erschlagen, und Tobias fam wieder heim, und alles sein Gut ward ihm wieder gegeben. 186. Tobias und Saras Unglüc, Kränkung und beroloffene

Gotteshulfe. (Kap. 2.3.) .

Darnach auf des Herrn Feft, da Coblas ein herrliches Mahl zugerichtet hatte, sprach er zu seinem Sohne: Gebe hin, und lade die Gottesfürchtigen, daß sie mit uns effen! Und als er wie. der beim kam, fagte er, daß einer auf der Gasse todt låge. Da ftand Tobias bald auf vom Tisch), vor dem Eften, und hob ihn auf, und trug ihn in rein Haus, daß er ihn des Nachts beimlich begrübe; und er aß sein Brod mit Trauern. Seine Freunde aber

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ftraften ihn, und sprachen: Erst neulich hat did der Kbnig um der Sache willen heißen toden, und bist kaum davon gekommen; noch begråbst du die Todten! Tobias aber fürchtete Gott mebr. denn den König... Es begab sich aber auf einen Tag, da er beim kam, als er Tode begraben hatte, und, můde war, und fich neben eine Wand legte, und entschlief, schmeißte eine Schwalbe aus ihrem Nefte; Das fiel ihm beiß in die Augen, und davon ward er blind. Golche Trůbsal aber ließ Gott über ihn (6108 darum) kom. men, daß die Nachkommen ein Exempel der Geburt båtten. Und nachdem er von Jugend auf Gott gefürchtet hatte, murrete er (a uch jekt) nicht wider Gott, daß er ihn batte lassen blind wers den. Und wie die Könige (vornehmften Heiden) des Heiligen Hiobs spotteten , also verlachten Tobias (a u d)) seine eigenen Freuns de, und sprachen: Wo ist nun (der Lohn får) dein Vertrauen, darum du dein Almosen gegeben und so viel Toote begraben bast? Tobias ftrafte fie, und spracy : Saget nicht also; denn wir sind Kinder der Heiligen, und warten auf ein Leben, welches Gott ges ben wird denen, so im Glauben start und feft bleiben. Sanna aber, fein Weib, arbettete fleißig, und ernährte ihn mit Spins nen. Es begab sich aber, daß fie eine junge Ziege beimbrachte; und da fie Tobias hörete bloken, sprach et: Sehet zu, daß sie nicht gestohlen rev ; gebet es dem rechten Herrn wieder. Uiber diese Rede ward feine Sausfrau zornig, und sprach: Da fiehet man, daß dein Vertrauen nichts ift, und deine Almosen verloren find! Mit solchen und andern Worten mehr warf sie ihm sein Elend vor. Da seufzte Tobias tief, und betete: ach Herr, erzeige mir Ona. de, und nimm meinen Geist weg in Frieden; denn ich wil viel lieber todt seyn, denn leben! Und es begab sich deffelbigen Tages daß Gara, eine Tochter Raguels, in der Meder Stadt Rages, auch übel geschmåbet und gescholten ward von einer Magę ihres Vaters. Ihr hatte man sieben Månner nach einander gegeben; und ein böser Geist ein schnell hinraffendes Uebel) hatte sie alle getódet. Darum schalt sie ihres Vaters Magd, und spracy: Du Månnermorderin! wilft du mich audy foden, wie du die sieben Månner getodet bast? Auf solche Worte ging Sara in eine Rammer oben im Hause, und aß und frank nicht drei Tage und drei Nächte, und hielt an mit Biten und Weinen, und sprach: Zu dir, Herr, fehre ich mein Angesicht, und bitte dich, daß du mich erlosest aus dieser schweren Schmach, oder mich von hinnen nebmest! Du weißt, Herr, daß ich kelnes Mannes begehret Haber

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und meine Seele rein behalten von aller bösen Luft, und habe mich nie zu unzůchtiger und leichtfertiger Gesellschaft gehalten, Einen Mann aber ju nehmen habe fdy gewiliget in deiner Furcht, und nicht aus Vorwig. - In derselben Stunde ward beider Gebet erhöret von dem Herrn. 187, Tobias båterlide Ermahnung und Fürsorge. Des Sob

nes Abreise. Der Mutter Trauer. (Kap.4.5.) Da nun Tobias gedachte, daß er sterben würde, rief er feinen echn, und sprach: Lieber Sohn, wenn Gott wird meine Seele wegnehmen: To begrabe meinen Leib, und ebte Deine Mutter alle dein Lebenlang. Denke daran, was sie für Gefahr ausgestanden bat, da sie sich unter ihrem Herzen trug. Und wenn sie gestorben ift: To begrabe sie neben mich. Und dein Lebenlang babe Gott vor Augen und im Herzen, und hůte dich, daß du in keine Sünde willigeft, und thust wider Gottes Gebot. Von deinen Gütern Bilf den Armen: so wird dich Gott wieder gnädig ansehen. Haft du viel: fo gib reichlich ; hast du wenig : so gib doch das Wenige mit freuem Herzen. Almosen ist ein großer Trost vor dem hoch, ften Gott. · Hoffart laß weder in deinem Herzen, noch in deinen Worten herrschen; denn sie ist ein Unfang alles Verderbens. Was du nicht wilft, das man oir thue, das thue einem andern auch nicht. Adejeit suche Rach bei den Weisen; und danke allezeit Gott , und bete, daß er dich regiere , und du in allen deinem Bornehmen seinem Worte folgeft. Du sollst aud) wissen, daß ich zehn Pfund Silber gelieben habe dem Gabel in Rages. Darum denke, wie du zu ihm kommst, und folches Geld forderít. Sorge nicht! Wir sind wohl arm; aber wir werden viel Gutes haben, fo wir Gott werden fürchten, die Bunde meiden, und Gutes thun. Da antwortete der junge Tobias: Alles, was du mir ges sagt haft, mein Vater, das will ich thun. Wie ich aber das Geld einmahnen soll, das weiß ich nicht; er kennet mich nicht, fo kenne Ich ihn auch nicht. Was foll ich ihm für ein Zeichen bringen, daß er mir Glauben gebe? Da antwortete rein Vater: Seine Hands Schrift habe ich bei mir; wenn du die ihm weisen wirst: so wird er dir bald das Geld geben. Da ging der jurige Tobias hinaus, und fand einen feinen jungen Gefellen stehen, bereitet zu wandern; und wußte nicht, daß es der Engel Gottes Cein Gottesges Tandter) war, und Tobias (prad) zu ihm: Weißt du den Weg in das Land Meden? Er antwortete: Ich bin ton oft gezogen,

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