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men, so beté und rufe zum Herrn, und danke ihm, und gebe bernach zu deinem Vater, und fůsse ihn, und alsbald falbe ihm die Augen mit der Galle, und dein Bater wird wieder sehend und sehr froh werden. Und sein blinder Vater stand eilend auf, und eilte seinem Sohne entgegen ; desgleichen that die Mutter, und sie füßten ihn, und weinten beide vor Freuden. Und als sie gebetet hatten, und Gott gedanket, resten fie fich zusammen nies

der. Da nahm Tobias von der Galle, und falbte dem Vater seine | Augen, und der Staar ging thm von den Augen wie ein Håuts lein von einem Eie. Und Tobias zog es von seinen Augen, und alsbald ward er wieder rebeno. Und sie priesen Gott, er und sein Welb, und alle, die es erfuhren. Tobias sprach: Id dante dir, Herr, daß du mich gezüchtiget (geprüft) haft, und doch mir wieder geholfen, daß ich meinen lieben Sohn wieder sehen kann! – Itnd nach sieben Tagen kam quch Sara mit allen ihrem Gesinde und Vieh, und brachte vieles Gold mit sich. Und Tobias erzählte feinen Eltern viel Gutes, das Gott'bei (an) ihm gethan hatte durch den Gesellen, der mit ihm gezogen war. Und Tobias Bettern kamen zu ihm, wünschten ihm Glück, und freueten sich mit ihm alles des Glücks, das ihm Gott gegeben hatte. Darnach rief Cobias seinen Sohn zu fich, und sprach: Was sollen wir doch dem heiligen Manne geben, der mit dir gezogen ist? Der Sohn'ants wortete: Wie können wir die große Woblebat, die er mir gethan hat, vergelten? Und beide baten thn, daß er wolle annehmen die Hälfte aller Güter, die sie mit sich gebracht håtten. Und et sagte heimlich zu ihren: Lobet und danket the Gott, daß er euch solche Gnade erzeiget hat! Der Könige und Fürften Rath und Heimlichkeit soll man verschweigen; aber Gottes Werk soll man berrlich preifen und offenbaren. Da du fo heiß weinteft und beter test, und begrubest die Todten, da brachte ich dein Gebet vor den Herrn. Und weil du Gott lieb warest: so mußte es lo reyn; ohne Anfechtung mußtest du nicht bleiben, auf daß du bewähret wårs dest. Und nun hat mich Gott geschickt, daß ich dich sollte hellen, Ich bin Raphael, einer von den sieben Engeln, die wir vor dem Herrn stehen. Als sie das hörten, wurden sie betrübt, zitterten und fielen auf ihr Angesicht zur Erde. Und der Engel sprach: Seyd getrost, und fürdytet euch nicht; denn Gott hat es lo haben wollen, daß ich bei euc) gewesen bin; den lobet und danket! Und nun ist es Zeit, daß ich zu dem wieder hingehe, der mich gesande hat. Danket ihr Gott, und verkündiget feine Wunder !. Und

als er das gesagt hatte, verschwand er vor ihren Augen, und sie sahen ihn nimmer. Und fie fielen nieder drei Stunden lang, und dants ten Gott, und verfündigten feine großen Wunder. Als Tobias war wieder sehend worden, lebte er noch zwei und vierzig Jahre, und fah Kindestinder, und hat ole übrige Zeit seines Lebens frih lich zugebracht, und nahm zu in Gottesfurcht, und stars in gutem Frieden. Vor seinem Tode aber forderte er seinen Sohn zu fich, und seines Sohnes Kinder, und sprach: Dienet dem Herrn in der Wahrheit, und haltet euch zu ihm recht schaffen. Thut, was er geboten bat, und lehret solches eure Kinder, daß sie auch Almosen geben, daß fie Gott allezeit ürchten, und ihm vertrauen von gano zem Herzen. Und bleibet' nicht zu Minive, sondern wenn ihr eure Mutter auch begraben habt neben mich in meinem Grabe, alsdann machet euďauf, daß ihr von hinnen ziehet. Und alsobald nach reto her Mutter Tode zog Tobias von Ninive mit seinem Welbe, Kins dern und Kindeskindern in Meder zu seinem Schwasser und seines Weibes Freunden, und fand fie frisch und gesund in einem guten, ruhigen Uiter, und er pflegte ihrer. Und als sie starben, drückte er ihnen auch ihre Augen zul, und krigte also das ganze Erbe Raguels. Und als er neun und neunzig Jahre alt war, welche er in Gottesfurdit fröhlich zugebracht hatte, begrubert ihn seine Freunde.' Und alles sein Geschlecht blieb in heiligem Wandel und Leben, also, daß fie angenehm waren vor Gott und allen, die im Lande wohnten.

Die zwei Bücher der Makkaþåer.

Geschichte der Juden nach der Nůckehr aus der babylonischen Ges

fangenschaft besonders ber harten Bedrůdung und des fühner Erwachens dieses Volks durch die Heldenfamilie Makkabi..

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Das erste Buch der Makkabá er. 190, Religionsverfolgung durd Antiochus. (Rap. 1.)

Alerander, der Sohn Philipps, Königs in Macedonlen, hat große Kriege geführer. Da er nun (viele) Königreiche Innen hatte, ward er stolz, und fiel in Krankheit; nach seinem Tobe aber ist das Reich auf seine Fürsten gekommen, und sie machten sich alle zu Königen. Von dieser Fürsten einem ift geboren eine schädliche, böse Wurzel, Antiodus, genannt der Edle (Epiphanes), der

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zu siom Geißel gewefen ist für seinen Vater, den großen Antio, dus. Zu dieser Zeit waren in Israel bose Leute, die sprachen: Lasset uns einen Bund machen mit den Heiden, und ihre Gottes. dienste annehmen! Und fie fielen ab vom beiligen Bunde, und wurden ganz verstockt, alle Schande und Laster zu treiben. Als nun Antiochus in Zegypten gesiegt hatte, reisete er durch Israel, und kam gen Jerusalem mit einem großen Volke, und ging trokigs lich in das Heiligthum, und nahm Silber, Gold, föstliche Ges fåße, die verborgenen Schåbe, so viel er fand, und führete es mit sich in sein Land; und ließ viele Leute tóden, und låsterliche Gebote ausrufen. Da war im ganzen Israel großes Herzeleto. Und nado gwei Jahren sandte der König einen Hauptmann (Heerfüh. rer) mit einem großen Kriegsvolte gen Jerusalem ; dieser bes gehrte , nhan sollte ihn einlassen: so wollte er keinen Schaden thun, Da sie ihm nun glaubten, überfiel er die Stadt verråtherisch, ers flug viele Leute, plünderte die Stadt, verbrannte die Häuser, führte Weib und Kind und Bieb weg, befestigte die Burg Das vids, belagerte das Heiligthum und, entheiligte es. Und Untios dus ließ ein Gebot ausgehen, daß alle Völker einerlei Gottess dienst halten sollten; und viele aus Israel widigten darein, und opferten den Gogen, under ließ die Bücher des Gefeßes Gottes zerreißen und verbrennen, und alle, so Gottes Gesetz hielten, todt schlagen; die Eltern wurden in ihren Håusern erwůrget, und die Kinder darinnen aufgehångt. Über viele vom Volfe Israel waren beståndig, und ließen sich lieber tóden, denn daß sie sich verunreinigten. 191. Des Matathias frommer Eifer und Muth. (Kap. 2.)

Es war aber ein Priester, Matathias, zu Modin, und hatte fünf Söhne. Diese jammerte sehr das große Elend, und Mata. thias klagte: Udh, daß ich dazu geboren bin, daß ich meines Polls und der heiligen Stadt

Zerstörung sehen muß, und dazu stille sigen, und die Feinde ihren Muthwillen treiben lassen! Und die Haupts leute des Antiochus (prachen zu Matathias: Du bist der Vornehmste und Gewaltigste, und hast viel Söhne und eine große Freundschaft; darum tritt erstlich dahin, und thue, was der König geboten hat: so wirst du und deine Söhne einen gnädigen König haben, und begabet werden mit großen Gaben. Da sprach Matathias 'frei heraus: Wenn schon alle Lånder dem Antiochus gehorsam wåren : so wollen doch id) und meine Söhne und Brüder (Verwandte)

nicht yom Gerebe unserer Våter abfallen! Da er nun affo ausges reder hatte, ging ein Jude hin vor ihrer aller Rugen, und opferte dem Gößen. Das sah Matathtas, und es ging ihm durch das Herzy und sein Eifer entbrannte, und er lief binzu, und codete bei dem Altare den Juden und den Hauptmann, und warf den Altar um. Und Matathias sorte laut durch die ganze Stadt: Wer den Bund halten wil, der ziehe mit mir aus der Stadt! 21/o filohen er und feine Sobne und viele fromme Leute in die Büfte. Der Königes Volk erhob sich eilend am Sabbath, sie zu überfallen, und sie ließen ibnen sagen: Zieber heraus, und thut, was der König geboten bat: fo foQt ihr sicher seyn! Darauf antworteten fie: Wir wollen nicht heraus ziehen, gedenken auch, den Sabbath nicht zu entheili. gen. Und die draußen stürmten den Felsen; und die darinnen wehrten sich nicht, und sprachen: Wir wollen also sterben in un. serer Unschuld! Also wurden sie am Sabbath überfallen und um. gebracht. Da Matathias und seine Freunde solches hörten, that es ihnen sehr webe, und sie beschlossen: So man uns am Sabbath angreifen wird, wollen wir uns wehren, daß wir nicht umkom, men, wie unsere Brüder. Und es sammelte sich eine große Menge der Frommen. Darnach zog Matathias und seine Freunde getrost umher im Lande, und riß die Altåre wieder nieder, und fie griffen die Gottlosen an, und es ist ihnen gelungen. Da aber Matathias sehr alt war, sprac er zu seinen Sohnen: kleben Söhne, waget euer Leben für den Bund unserer Båter, und gedenket, welche Chater unsere Våter gethan haben: so werdet ihr (aud)) rechte Ehre erlangen! Euer Bruder Simon ist weise; demselben gehor. chet als einem Vater. Judas Maffabåus ift start, und ein Held; der soll Hauptmann seyn, und den Krieg führen. Darnach regnete er sie, und ward versammelt zu seinen Båtern. 192. Judas, Matkabi und feine Brüder als glücklige

Sieger. (Kap. 3.4.5.) Judas Matlab&us famn an seines Vaters Statt; und feine Brüder und alle, die sich zum Vater gehalten hatten, halfen ihm wider die Feinde, und schlugen sie mit Freuden. Dagegen brachte Apolonius ein großes Heer zusammen. Judas (aber) 309 gegen ihn, und schlug ihn und einen großen Haufen Feinde; die Hebris gen aber floben. Seron rüstete fich (nun) mit großer Macht, und Judas zog gegen ihn mit einem kleinen Haufen. Als sie aber die Feinde sahen, sprachen sie : Unser ist wenig; wie sollten wir

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Buch der Maftabåer. Sap. 3: 4.5 ung mit einem solchen großen Haufen schlagen ? Jubas (prad Der Sieg kommt vom Himmel, und wird nicht durch große Menge erlanget ; und griff die Feinde an, ehe sie sich es versaben, und dlug den Seron und sein Vole in die Flucht. Also fam eine Furdt in alle Völker umber vor Juda und seinen Brüdern. Da gun solches alles Antiochus hörte, ergrimmete er sehr, und brachte eine große Macht zusammen, auszurotten die übrigen Leute in Ssrael. Da (Obgleich) nun Judas und seine Brüder saben, daß die Perfolgung größer ward, waren sie (ooch) unerschrockeni, und vereinigten fich, sie wollten ihr Volf retten, und für die Heiligen streiten. Darum brachten sie ihr Kriegsvole zusammen, daß fie auch mit einander beteten um Gnade und Hülfe von Gott. Und Judas sprach: Uns ist leidlicher, daß wir im Streite umkommen, denn das foir solchen Jammer an unserm Volk und Heiligthum lea! hen; aber was Gott im Himmel wil, das geschehe! Uno (lo) griff er die Feinde an, und die Heiben wurden in die Flucht geschlagen; und darnach zogen sie heim und lobeten Gott. Da brachte Lysias im folgenden Jahre wiederum viel Kriegsvoll zusammen; Judas kam (aber nur) mit zehn tausend Mann. Da er aber sah, daß die Feinde so ein großes Volt hatten, betete er : Heis land (Retter) Israels, id bitte dich, du woleft diese unsere Feinde auch in die Hände deines Volkes geben! Gib ihnen ein erschrockenes und verzagtes Herz, und schlage sie nieder mit dem Schwerte derer, lo dich lieben! Darnach griff er sie an, und Lysias verlor. Da aber Lysias sah, daß die Juden unerschrocken und bereit waren, beides, ehrlich zu leben oder ehrlich zu sterben, zog er ab, wiederum Kriegsvoll aufzubringen, und die Juden noch stärker zu überziehen. Sudas aber sprach: Dieweil unsere Feinde verjagt find: so lasset uns hinaufziehen und das Heiligthum wieder reinigen! Und sie baueten feste Mauern und Thürme um das Heiligthum auf dem Berge Sion, daß die Heiden das Heilig. thum nicht (wieder) einnehmen und verwüsten konnten; und Judas legte Kriegsvole darein, das Helligthum zu bewahren. Da aber die Heiden umher hörten, daß der Altar wieder aufgerichs tet war , ergrimmten sie sehr, und fingen an, ale Juden an ihren Grenzen zu tôden. Aber Judas that viele Schlachten, und hatte (oft und überall) Sieg, - Dieweil aber Judas und Jonathas und Simon (so glücklich waren), und Joseph und Azaria, die Hauptleute , hörten von ihrem Siege und großen Thaten, sprachen fie: Wir wollen auch Ehre einlegen! und zogen gen Samnia. Da

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