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309 wider fle Heraus Gorgias, und schlug und jagte fle bis in das Land Juda; und Israel verlor den Tag vieles Bole, darum, daß fie Judas und seines Bruders, Befehl nicht gehorchet hatten, und fich aus eigener Vermessenheit unterstanden, einen Ruhm zu erjagen, lo sie doch nicht die Leute waren, denen Gott ver, liehen hatte, daß Israel durch sie geholfen würde. Uber Judas und seine Brüder wurden groß geachtet bei dem ganzen Ssrael und bei allen Heiden. 193. Antious des Edlen Sod. Eleasars patriotisme Uufs

opferung. Friedensschluß und Treulosigkeit." (Kap. 6. vergl. 2 Maf. 9.)

Da Antiochus hörte von der berühmten Stadt Elimals in Persien, daß großer Reichthum da wäre, kam er, sie zu erobern und zu plündern; mußte (aber) wieder abziehen, und kehrte um gen Babylon mit großem Unmuthe. Da kam ihm Botschaft, daß sein Heer geschlagen wåre , und daß die Suden in seinem Lager großes Gut gewonnen, und machtiger geworden wåren, und håts', ten das Heiligthum wieder befestiget. Da Antiochus solches hörte, erschraf er rebr, und warb vor feid frank, und blieb lange in dieser Stadt; denn der Kummer ward je långer je großer, und machte ihn so schwach, daß er rah, daß er sterben müßte. Darum forderte er seine Freunde zu sich, und sprach: Ich kann feinen Shlaf mehr haben vor großem Herzeleid! Ach, wie hat es sich sogar mit mir umgekehrt! So lang ich regiert habe, habe ich Freude und Sieg gehabt, und bin den Meinen auch lieb und werth gewesen: aber nun bin ich so herzlich betrübt, und gedenke an das Uebel, das ich zu Jerusalem gethan habe! Daher komme mic jeßt alles Unglück, und ich muß in einem fremden Lande von dieser Traurigkeit fterben! Und er forderte einen seiner Freunde, Phis lippus; den verordnete er zum Hauptmann (Reichsverweser) über das ganze Königreich, und befahl ihm, seinen Sohn aufzu, ziehen, und dann) in das Königreich einzuseßen, Darnac starb Antiochus. Da nun Lysias borte, daß der König todt war, machte er zum König den jungen Antiochus, welches Zuchtmeister (Ers Bieber) er gewesen war, und nennte ihn Eupator. Nun thaten die Heiden, so die Burg auf Sion noch inne batten, dem Vole Ssrael im Heiligthum vielen Schaden; darum nahm Jubas vor, sie zu belagern. Und etliche Heiben kamen aus der Burg, daß fie zum Könige zogen, Gülfe zu suchen. Zu diesen thaten sich viele

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Aberánnige aus Ifrael, und sprachen: Wo du nicht elfen wirft. ihnen zu wehren, wirst du sie nicht mehr bezwingen tönnen. Da brachte der König zusammen hundert tausend Mann zu Fuß, gman. zig tausend zu Roß, und zwei und dreißig Elephanten, zum Kriege gewóbnet; und es trug ein jeder Elephant einen hölzernen Thurm, darinne waren je zwei und dreißig Krieger ; und Jubas zog aud gegen sie. Und einer, genannt Eleasar, bemerkte einen Elephan. ten, der war höher und besser gerüstet, denn die andern, und er dachte, der König wäre darauf, und wagte sich, daß er das Vole Ssrael errettete , lief mit großer Kühnheit hinzu, drang durch die Feinde, todete threr viele, und machte sich unter den Elephanten, und ftach ihn, daß der Elephant umfiel auf ihn, und starb, und rengen

auch todt. Dieweil aber die Juden sahen, daß des Königes Heer eine folche große Macht war, wichen sie. Des Rós niges Heer zog (nun gen Jerusalem; es wehrte fich das Volk im Heiligthum viele Tage, hatte aber nicht zu esfen, und wurden der Heiligen sehr wenig; denn sie starben Hungers; darum mußten fie von einander stehen. Mittler Zeit vernahm Lysias, daß fich Philippus des Regiments unterstand (dar nach ftrebte), darum ellte er weg aus Judga wieder in das Königreich, und sprach zum Könige: Wir leiden hier Moth, und verlieren viel Leute, lo wir doch daheim nöthigere Sachen zu thun haben, Frieden im König. reiche zu erhalten. Lasset uns Frieden mit diesem Volke machen, und zulassen, daß sie ihr Gefek halten, wie zuvor! Diese Meinung gefiel; und der König schickte zu ihnen, einen Frieden mit ihnen aufzurichten. Da ste aber heraus kamen aus ihrer Festung, jog der König hinein, und hielt seinen Eid nicht. 194. Demetrius, duro Alcimus und andere Abtrünnige

gegen die Juden aufgebegt. Judas Sieg über Nikanor. (Rap. 7.)

Demetrius kam von Rom wiederum in sein Königreich (yi rien), und da er in die Hauptstadt Antiochia kam, fing das Kriegsvoll den Antiochus und Lufias, und tôdete fte. Da nun De. metrius das Reich Innen hatte, kamen zu ihnen viele gottlose und abtrünnige Leute aus Ssrael ; und war der Vornehmste unter ihs nen Alcimus ; der wäre gern Hoherpriester geworden. Diese vers Flagten Judas und ihr eigenes Volk. Da machte der König Baco chides zum Hauptmann (Befehlshaber) über das ganze Land, und schickte mit ihm den abtrünnigen Alcimus, den er zum

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Bohenprtefter gemacht hatte, und befahl ihm, das Wolf Ssrael zu ftrafen. Und sie zogen ins Land Juda, und stellten sich, als wolle ten sie Frieden mit ihnen halten; aber es war eitel Betrug. Viele Priester kamen, und viele von den Frommen in Israel; die ver. faben sich Gutes, und sprachen: Alcimus ist ein Priester aus dem Geschlecht Zarons; er wird uns keine Untreue beweisen. Und Alcimus fagte ihnen Frieden zu, und that einen Eid: Wir wollen euch und eure Freunde nicht beleidigen. Da sie ihm also glaubten, Iteß er sechzig aus ihnen fangen, und tódete fie; und Bacdyldes zog weg von Jerusalem, und befahl das Land dem Alclmus. Und Nicimus unterstand fich, mit Gewalt Hoherpriester zu werden, und hångte an sich alle Abtrünnige in Israel, und plagte das Volt febr bart. Da nun Judas (dies) fab, jog er abermals umber, und ftrafte die Abtrünnigen ; da aber Alcimus sah, daß er ihnen nidt widerstehen konnte, jog er wieder zum Könige, und ver. klagte fie hart. Darum sandte der König Nikanor dahin, der dem Volke Ssrael sehr gram war; und gebot, das Volk Israel ganz zu vertilgen. Und Nikanor jog mit einem großen Heere gen

Jerusalem, und schickte Boten, die sich stellen sollten, als wollte er Frieden mit ihnen halten; aber es war bestellet, daß man den Judas da fangen sollte. Dies ward Judas verkundschaftet; darum hütete er sich vor ihm. Und da Nikanor merkte, daß sein Vors nehmen war offenbar geworden, 209 er wider Judas, und that eine Schlacht, mußte (aber) fliehen. Darnach kam Nikanor auch zum Heiligthume auf den Berg Sion, und die Priester und Peltesten gingen heraus, ihn friedlich zu empfangen, und ihm zu zeigen, daß sie für den König große Opfer thaten; aber Mifanor verspottete sie mit ihrem Gottesdienste, und schwur: Werdet ihr mir Sudas und sein Heer nicht überantworten in meine Hand: To will ich dies Haus verbrennen und zog mit großem Grimme von Jerusalem weg; und da kam noch ein Heer aus Syrien zu ihm, ihm zu helfen. Aber Judas lagerte sich gegen ihn, und sie thaten eine Schlacht, und Nikanor tam zum allerersten um, und sein Heer warf die Waffen von sich, und floh. Und Judas führete den Raub mit sich weg; dem Nikanor aber lien er den Kopf ab, bauen, und die rechte Hand, die er zum Eide ausgeredet hatte, da er låsterte und dem Heiligthume drohte, und beides zu Geru, falem aufhängen. Da ward das Volk wieder sehr frohlid, und Feierten diesen Tag mit großen Freuden.

195. Des Judas Bündnis mit den Römern. (Kap. 8.)

Es hörte aber Judas von den Römern, daß fie fehr machtig måren, und fremde Bólker gerne in Schuß nåhmen, und daß fie Treue und Glauben hielten; und es war solche Tugend bei ihnen, daß sich keineț zum Könige machte, sondern der Rath (drei hundert und zwanzig Mann) regierten wohl; und es war keine Hoffahrt, Neid, noch Zwietracht bei ihnen. llnd Judas wählte Eupolemus und Safon, und sendete fie gen Rom, mit den Römern einen Bund zu machen. Diese zogen gen Rom, kamen vor den Rath, und sprachen : Judas Matkab&us und seine Brüder und das jüdische Vole haben uns zu euch gesandt, einen Frieden und Bund mit euch zu machen, daß ihr uns in Schuß nehmen wollet als Freunde und Bundesgenossen. Das gefiel den Römern, und sie fießen den Bund auf messingene Tafeln schreiben, welche sie gen Jerusalem schickten zu einem Gedächtniß, und er lautete also: Gott gebe den Römern und den Juden Glück und Frieden, und behůte sie vor Krieg und Feinden ewiglich! Wo aber die Römer Krteg haben würden: so sollen die Juden getreulich Hülfe thun. Dagegen auch, so die Juden Krieg haben würden, sollen Ihnen die Römer getreulich helfen. Daß aber der König Demetrius an den Juden Gewalt åbet, davon haben wir ihm geschrieben also: Warum plagest du unsere Freunde und Bundesgenossen? Wo fie weiter über did) klagen werden: so müssen wir fre schůben, unb wollen dich zu Lande und Wasser angreifen.

196. Des Judas Heldenkampf und Cod. Jonathas, rein Nachfolger, als Sieger und Friedensstifter. (kap. 9.)

Demetrius sendete wiederum in Sudåa Bacdides und Alcimus und sein bestes Kriegsvolk, und Judas lagerte sich mit drei taus send Mann (gegen sie). Da aber sein Volk sah, daß die Fein, de eine solche große Macht hatten, erschrafen sie, und floben, daß nicht mehr bei Judas blieben, denn acht hundert Mann. Da Judas fah, daß sein Heer nicht bei einander blieb, und doch die Feinde auf ihn drangen, ward ihm bange, und er sprach in dieser Angst: Auf, lasset uns versuchen, ob wir die Feinde schlagen möchten! Das sey ferne, daß wir fliehen sollten! Sst unsere Zeit gekommen: so wollen wir ritterlich sterben und unsere Ehte nicht laffen zu Schanden werden! Judas that (also eine Splacht von Morgen an bis auf den Abend; sie schlugen auch den Kaufen

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auf der rechten Seite in die Flucht, und jagten ihnen nach; aber die auf der linken Seite eiften dem Judas auch nach. Da mufte sich Judas gegen diese Febren, und wehrte sich lange, daß viele umfamen auf beiden Seiten, bis Judas auch zulegt umfam. Da flohen die Uebrigen. Und Jonathas und Simon nahmen den Leichnam ihres Bruders Judas, und begruben ihn in seiner Våter Grab. Und alles Volk Israel trauerte lange Zeit, und klagte: Ach, daß der Held umgekommen ist, der Israel geschůbet und errettet bat! Nach dem Tode Judas wurden die gottlosen und abtrünnigen Leute wieder gewaltig, und war großer Hunger im Lande, daß sich alles Volk dem Bacchides ergab. Da erwåhlte Bacchides gottlose Männer zu Amtleuten, und ließ allenthalben des Judas Anhang und Freunde suchen, daß er seinen Muthwillen an ihnen übre; und es war in Israel Trůbsal und Jammer. Darum kam des Judas Anhang zusammen, und sie sprachen zu Jonathas: Nach deines Bruders Judas Tode haben wir niemand mehr, der uns schübe wider unsere Feinde; darum wählen wir did, an seine State zum Fürsten, Da solches Bacchides innen ward, ließ er ihn suchen, daß er ihn umbrachte ; aber Jonathas und Simon filohen; Bacchides aber zog wider fie. Da sprach Jonathas zu seinem Volke: Auf zur Schlacht! Wir müssen uns wehren; denn wir haben Feinde vor uns und hinter uns. Und sie griffen an, und Jonathas schlug. Darum jog Bacchides wieder ab, uno fing an, die Stådte im Lande zu befestigen. Alcimus gebot nun, auch die inwendigften Mauern, des Vorhoss einzureißen; und, da man solches anfing, ftrafte Gott den Alcimus, daß das angefan, gène Bech wieder verhindert ward; denn der Sdylag rührte ihn daß er nichts mehr reden konnte, oder was anordnen ; und er starb mit großen Schmerzen. Da aber Bacchides rah, daß Alcimus todt war, zog er wieder zum Könige. Da ward Friede und Ruhe im Lande zwei Jahre. Aber die Abtrünniger zogen (wieder) zu Sacchides, und sagten ihm ihren Stath. Da mad te fich Bacchi, des auf mit einem großen Heere; aber Jonathas schlug Odarent, und dfeweil es ihm so glückte, liefen mehr Leute zu ihm, daß er stårfer ward. Mittler Zeit fiel Simon auch ayk, und schlug den Bacchides in die Flucht. Und Bacchides hårmte fich rehr, und era grimmete sehr über die abtrünnigen Juden, die ihm gerathen hats ten, wieder in das Land zu kommen, und ließ ihrer: viel foden, Da Jonathas solches vernahm , schickte er Hoten zu ihm, einen Frieden mit ihm zu machen. Das willigce Bacchides gerne, gab

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