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vetheerte ihr Land, und ließ vieles Pole umbringen, und fing viele Leute, und führte sie weg. Darum 309 Johannes zu seinem Bater, und zeigte ihm (dies) an. Da forderte Simon seine zwei å testen Söhne vor fich, Judas und Johannes, und sprach: Dieweil ich nun alt und fchwach bin: ro rolle ihr an mein und meiner Brüder Statt treten, und für euer Volk streiten. Gott wolle euch vom Himmel helfen und bei euch reyn! Da, jog Jobannes gegen die Feinde, und wurden viele verwundet und erstochen; die übrigen aber flohen. In dieser Schlacht ward Judas auch verwundet; aber Johannes jagte, den Feinden nach. Es moar aber ein Hauptmann über das Land Jericho, mit Namen Ptolemåus, der war sehr reich; und Simon hatte ihm eine Toch, ter gegeben. Darum ward er stolf, und trachtete darnach, daß et Herr im Lande würde, und unterstand sich, den Simon und seine Söhne mit List umzubringen. Da nun eimon umber zog im Lande, das Regiment zu besehen und zu bestellen, und gen Jericho fam mit zwei Söhnen, Matathias und Judas, da empfing er ste in seiner Burg, und richtete ihnen ein herrliches Mahl zu. Und da ewon und seine Söhne fröhlich waren, und wohl getrunken hat. ten, machte sich Prolemåus auf mit seinen Knechten, fielen ein zu Simon ob (noch über) dem Mahle, und schlugen ihn fammt den Söhnen und Knechten todt. Diese schåndliche IIntreue that Ptolemåus, und er that ihm solche Bosheit für seine Wohlthat. Ein Bote kam gen Gaja, der sagte Johannes, daß sein Vater und seine Brüder umgekommen wåren, und daß bestellt wäre, daß man ihn auch umbringen sollte. Da Johannes solches hôrete, entfeßte er sich sehr, und ließ die Leute fangen, die geschickt waren, ihn umzubringen, und sie tóden.

Das zweite Buch der Maktabåer. Es enthält theils Wiederholungen, theils Zufäße; ist aber an Auf:

rigtigkeit der Geswidte dem ersten nicht gleict; daher hier nur: 202, Heliodors Tempelberaubung vereitelt, und er selbst zum

mahren Gott befehrt. (Kap. 3.) 2116 nun wieder in gutem Frieden zu Gerusalem wohnte, und das Gefeß fein im Schwange ging, weil der Hohepriester Onias fo fromm war, und so fleißig darüber hielt, war ein Vogt des Tempels, Simon, der war dem Gobenpriester feind, darum,

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daß er ihm feinen Muthwillen nicht gestatten wollteund zog zu Apollonius, und sagte, wie der Gotteskasten zu Jerusalem über die Maßen reich von Gelde wåre, und der König möchte es wohl zu (an) fich nehmen. Da verordnete der König dem Heliodorus, er follte dasselbe Geld bringen. Als Heliodorus nun gen Jerusalem kam, und der Hohepriester ihn freundlich empfangen hatte., erzåhlte er ihin, was ihm sein Herr berichtet, und warum er da wäre. Da antwortete ihm der Hohepriester: Es ist ein Theil hinter uns gelegt ju treuer Hand, das Witwen und Weisen geboret; das andere (aber) ist des Tobias Kyrkanus, welches ein trefflicher (reider) Mann war; also wåre es ein großer Fredel, daß man die, so das Shre vertrauet haben dem heiligen Tempel, sollte um das Ihre betrågen. Aber Heliodorus bestand auf dem Befehle des Königs, und fam in den Tempel, und wollte es befehen; und da er bei dem Gotteskasten stehet mit Kriegsknechten, that der almächtige Gott ein großes Zeichen, daß er und die, so um ihn waren, in eine große Furcht und Schrecken fielen, und er vor Ohnmacht zur Erde sant, und ihm das Gesicht verging ; und er lag also für tobt, und redete kein Wort. Die Juden aber lobeten Gott, daß er seinen Termpel also geehret hatte. Weil aber der Hohepriester besorgte, der König würde einen Argwohn auf die Juden haben, als hätten fie dem Heliodorus etwas gethan, opferte 'er für ihn, daß er gesund würde. Heliodorus aber opferte dem Herrn (a uch), und gelobte ihm viel, daß er ihm das Leben wiedergegeben hatte, und dankte dem Dnias, und reisete darnach wieder zum Könige, und sagte Jeder. mann, wie er mit seinen Augen die Werke des hód)sten Gottes gesehen hätte. 203. Eleasar, oder: lieber sterben, als wider das Gewiffen

handeln. (Kap. 6.) Der König (Untiochus Epiphanes) fandte (Befehl) daß dle Juden von ihrer Våter Gefeß abfielen, und daß man den Tempel zu Jerufalem sollte verunreinigen, und ihn heißen des Jupiter Olympius Kirche, und den Tempel zu Garizim des Jupiter Xenius Kirche, und die Heiden schweigeten im Tempel, und trieben allerlei Unzucht an der Heiligen Ståtte. Man hatte auch ein Gebot lassen ausgehen, daß sie die Juden allenthalben zum (Goben) Opfer zwingen sollten; und so etliche es nicht mit den Heiden hal. ten wollten, die sollte man flugs erstechen. Da sah man einen großen Jammer, Zweien Frauen bano man die Kindlein an die

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Brüfte, und führte fie herum durch die ganze Stadt, und warf sie zulekt über die Mauer hinab. Etliche hatten sich in der Nähe verfrodjen, daß fie den Sabbath halten möchten; dieselbigen vero brannte man. Es war der vornehmsten Schriftgelehrten einer, Eleafar, ein betagter und doch sehr Tooner Mann, demselben (per. reten sie mit Gewalt den Mund auf, daß er sollte Schweinefleisd ellen; aber er wollte lieber ehrlich sterben, denn so schåndlich leben, und litt es geduldig. Und da er zur Marter ging, strafte er die, so verbotenes Fleisch aßen aus Liebe des zeitlichen Lebens. Die nun verordnet waren, daß sie die Leute zu Schweinefleisch dringen sollten, sagten, sie wollten ihm Fleisch bringen, das er wohl essen dürfte; er sollte sich aber stellen, als wäre es geopfertes Schweinefleisch, und sollte es dem Könige zu Liebe effen, und er also beim Leben bliebe. Aber er sagte důrre heraus: Ochicket mich - immer unter die Erde hia in das Grab! Denn es mill meinem Alter åbel anstehen, daß ich so heuchle, daß die Jugend gedenken muß, Eleasar, der nun neunzig Jahre alt ift, Tey aud zum Hei. den geworden, und sie also durch meine Seuchelel verführet wer. den. Das wäre mir eine ewige Schande! Und was habe ich davon, wenn ich schon jekt der Renfchen Strafe also entflohe, well ich Gottes Hånden, ich rey lebendig aber todt, (o) nicht entfliehen mag? 'Darum mil ich jest fröhlich sterben, wie es mir altem Manne wobl anstehet, und der Jugend ein gutes Erempel hinter mir lassen, daß fie (a uch) willig und getrost um des herrlichen heiligen Gefeßes willen sterbe. Da er diefe Worte also geredet hatte, brachte man ihn an die Marter; als sie ihn aber geschla. gen hatten, da er jest sterben sollte, Teufzte er: Der Herr, bem nichts verborgen ist, weiß es, daß ich die Schlåge und großen Schmerzen wohl håtte mogen umgehen; aber der Seete nach leide ich es gerne um Gottes willen! Und er ist also verschieden, und hat mit seinem Code-ein tröstlich Erempel hinter sich gelaffen, das nicht allein die Jugend, sondern Jedermann zur Tugend ermahs nen soll.

204. Die fromme Mårtyrerfamilie. (Kap. 7.) Es wurden auch fieben Brüder sammt ihrer Mutter gefangen, und mit Geißeln und Riemen geståupet, und gedrungen, daß fie sollten Schweinefleisch efsen. Da sagte der altefte unter ihnen: Wir wollen eber sterben, denn etwas wider unser väterliches Gesetz handeln! Da ergrimmete der König, und gebot, man sollte ellends

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Pfannen und Kefel über das Feuer seßen. Da man das gethan batte, gebot er, man sollte dem åltesten die Zunge ausschneiden, und Hände und Füße abhauen, und daß die andern Brüder und die Mutter sollten zusehen, 21s er nun so verstůmmelt war, ließ er ihn zum Feuer führen, und in der Pfanne braten. Und da die gobe allenthalben in die Pfanne (dylug, ermahnten sie sich unter einander, daß fie unverzagt ftůrben, und sprachen: Gott wird das Recht ansehen, und uns gnädig seyn! Als der erste also vers fobieden war, führte man den andern auch hin, und sie zogen ihm Haut und Haare ab, und narterten ihn wie der ersten. 216 et nun in den legten Zügen lag, sprach er: Du verfluchter Mensch, Du nimmst mir wohl das zeitliche Leben; aber der Herr aller Welt wird uns, die wir um feines Gerekes willen sterben, auferwecken zu einem ewigen Leben! Darnach nahmen sie den Dritten, und erleben auch ihren Muthwillen mit ihm. Und da sie es von ihm forderten, recte er die Zunge frei beraus; und streckte die Hände dar, und sprach getroft: Diese Gliedmaßen hat 'mir Gott ges geben, darum will ich fie gerne fahren lassen um feines Gerebes willen; denn ich hoffe, er werde mir es wohl wiedergeben! Dec König aber und seine Diener verwunderten sich, daß der Jüngling so freudig war, und die Marter so gar nichts achtete. Da die fer todt war, peinlgren sie den vierten aucs; und da er sterben wollte, sprach er: Das ist ein großer Trost, daß wir hoffen, wenn ung die Menschen erwürgen, das uns Gott wird wieder aufermecken; du aber wirst nicht auferwecker werden zum Leben! Darnach paho men fie den fünften, und geißelten ihn auch. Der sah Antiochus an, und sprach: Du bist ein Mensch, und mußt (a uch) sterben; weil du aber gewaltig auf Erden bift: ro thust du, was du willst! Das follst du aber nicht in den Sinn nehmen, daß uns Gott gar vers lassen habe. Verzieh eine kleine Weile: fo rouft du erfahren, wie måchtig Gott ist, der dich und dein Geschlecht plagen wird! Nach diesem führten sie den sechsten auch herzu. Derselbige sagte, da er sterben sollte ; Wir haben dies Leiden wohl verdienet, darum, daß wir uns an unserm Gott versündiget haben; aber es wird dir nicht so hingehen, daß du also wider Gote tobest! Aber die Mut. ter fah Ihre Sibne alle sieben auf einen Tag nach einander mar. tern, und litt es mit großer Geduld, um der Hoffnung willen, die sie zu Gott hatte. Dadurch ward sie so muchig, und fassete ein månnlich Herz, und sprach: Ich bin ja (wohl) eure Mutter, and habe euch geboren; aber das Leben habe ich euch nicht gegeben,

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noch eure Oliebmaßen gemacht. Darum so wird der, der die Welt and alle Menschen geschaffen hat, euch das Leben gnädiglich wie. dergeben, wie ihr es jetzt um seines Gesekes willen waget und fahren lasset! Da Antiochus dies hörte, meinete er, fie schmåbe ihn auf ihre Sprache, und nahm den jüngsten Sohn vor fich, der noch übrig war, und vermahnete ihn mit guten Worten, und ges redete ihm mit einem Eide, wenn er von seinem våterlichen Gesells abtreten wollte; so sollte er einen gnädigen Herrn an ihm haben, und et wollte ihn reich und einen Herrn aus ihm machen. Da er fich aber nicht wollte bereden lassen, ließ der König die Mutter vor sich kommen, und vermahnete sie, sie wolle doch den Sohn dahin bereden, daß er bei dem Leben erhalten würde. · Aber sie spotrete nur des Tyrannen; denn sie ging zum Sohne, und redete auf ihre Sprache mit ihm, und sprach : Du, mein liebes Kind, das ich neun Monate unter meinem Herzen getragen, und mit großer Mühe auferjogen habe, erbarme dich doch über mich, und fürchte dich nicht vor dem Henker, sondern stirb gerne, wfe deine Brüder, daß dich der gnådige Gott sammt deinen Brüdern wieder lebendig mache und mir wiedergebe! Da sprach der Jüngling: Gedenket nur nicht, daß ich dem Tyrannen gehorsam seyn wil. Aber du gottloser', verfluchter Menfch, überhebe dich deiner Gewalt

zu sehr, und troße nicht auf die eitle Hoffnung ; denn du bist dem Gerichte des allmachtigen Gottes noch nicht entlaufen! Ich mil (auch) Leib und Leben dahin geben, wie meine Brüder, und zu Gott schreten, daß er bald feinem Volke gnådig werde; du aber wirst noch selbst bekennen müssen, durch große Marrer und Qual, daß er allein der rechte Gott sey ! Da dies der König hörte, ward ér' toll und thóricht, und ließ ihn noch hårter martern, denn die andern. Also ist dieser audy fein dahin gestorben, und hat allen feinen Trost auf Gott gestellet. Zum lekten ward die Mutter aud hingerichtet. 205. Gottes Vergeltung an Antiochus. (Kap. 9., vergl.

i Malk. 6.) Antiochus mußte mit Schanden aus Persien abziehen. Als et nun zu Ekbarana war, kam es vor ihm, wie es Nikanor und Timotheus ergangen wåre. Da ergrimmete er, und gedachte, die Schmach an den Juden zu råchen, und fuhr Tag und Nacht, daß er ja bald beimkåme; denn er wollte aus der Stadt (Gerusalem) sine Todtengrube machen. Darum ftrafte ihn der almächtige

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