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modre ; und wies fle gen Bethlehem, und sprach (liftig lich ver. stellend): Ziehet bin, und forschet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihr es findet: so saget mir es wieder, daß ich auch kom. me, und es anbete. Als sie nun den König gehöret hatten, zogen sie hin, und der Stern ging vor ihnen hin, bis daß er kam, und stand oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, tourden sie hoch erfreut, und gingen in das Haus, und fanden das Rindlein mit Maria, feiner Mutter, und fielen nieber, und beteten és an, und thaten ihre Schåbe auf, und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen (hier auf) im Traume, daß sie sich nicht follten wieder zu Herodes lens ken (wenden); und sie zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. - Da sie aber hinweg gezogen waren, erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traume, und sprach: Gtehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und fliehe in Hegyp. tenland, und bleibe alda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein, suche, dasselbe umzubringen. Und er stand auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu fich, bet der Nacht, und entrich in Aegyptenland, und blieb anda bis nach dem Tode Herodes, auf daß (a uch hier wieder) erfället wurde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Aegypten habe ich meinen Sohn gerufen. (Hos. 11, 1.) - Da Herodes (aber) sah, daß er von den Welsen betrogen war, ward ec sehr zornig, und schickte aus, und ließ alle Kinder zu Bethlehem töden, und an ihren ganzen Grenzen, die da zweijährig und drun. ter waren. Da ist denn auch zugleich) erfüllet, das gesagt ift von dem Propheten Jeremias (31,15.): Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret, viel Klagens, Weinens und Heulens; Sahel beweinte ihre Kinder, und wollte sich nicht trösten lassen; denn es war aus mit ihnen. Da aber Herodes (an einer å ußerft schmerz: undefelhaften Krankheit) gestorben war, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traus me in Aegyptenland, und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter, und zieh hin in das Land Sirael; (Denn) Rie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben ftanden! Und er stand aufē und nahm das Kindlein und seine Mutter zu, fich, und kam in das Land Israel. Da er aber hörte, daß Arche. laus (auch ein grausamer Mann) im jüdischen Lande Rönig war, anstatt seines Vaters Herodes fürchtete er fich, dahin zu tommen. Und im Traume empfing er Befehl von Gott, und jog

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in die Derter des galflatschen Landes (die dem Herodes Antfo pas zugefallen waren), und wohnte in Nazareth, auf daß 'erfadet würde, das da gesaget ist durch die Propheten ; Er soll Nazarenus heißen.

214. Der Knabe Jesus im Tempel. (Luk. 2, 41-59.) :Seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerufalem auf das Oster. fest. Da nun Jesus zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen erusalem, nach Gewohnheit des Festes; und da die (rieben)

Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das | Kino Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten es nicht. Sie

meinten aber, er wåre unter den Gefährten, und famen eine Tagereffe, und suchten ihn unter den Gefreundten und Befana, ten. Und da sie ihn nidt fanden, gingen sie wiederum gen Jerus salem, und suchten ihn. Und es begab sich, nach drei Tagen fan. den sie ihn im Tempel siken mitten unter den Lehrern, daß er ih, nen zuhörte, und sie fragte, Und alle, die ihm zubörten, vers wunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Da sie ihn sahen, entsegten sie sich, und seine Mutter sprach: Mein Sohn, toarum hast du uns das gethan? Siehe , dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht! Er sprach zu ihnen: Was ifts, daß ihr mich gesucht habt? Wijjet ihr nicht, daß ich seyn muß in dem, das meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, iind kam gen Nazareth, und war ibnen unterthan; seine Mutrer aber behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Grade bei Gott und den Menschen. Unmerkung. Bon dieser Begebenheit an bis zu seinem dreis

Bigsten Lebensjahre, wo er erst offentlich auftrat, wissen wir nichts von der Geschichte Jesus; aber gewiß floffen seine Jugend: jahre in frommer Unsduld, nüßlicher Tvåtigkeit, freundschaft: lichem Umgange mit Guten , stillem forschen in den beiligen Sarriften, und ernster Vorbereitung auf fein großes , heila

bringendes Werk dahin. 215. Des Johannes öffentliches Zeugnis son fich und Jesus. 1 (Mattb. 3, 1-11. Mark. 1, 1-8. 3, 1-18. Joh. 1,

19-28)

en demn funfzehnten Sabre des bums des 4 geschah der BefGottes zu Sohar ndjarias Sohn Måste. Er grobes) on Kameelhaa

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(einfache) Spelse aber waren Seuschrecken und wilder Honig. Und er, kam in alle Gegenden um den Jordan, und sprach: Ebut Buße! Das Himmelreich (Die Messiaszeit) ift nabe berbel gekommen! und predigre die Taufe der Buße , zur Vergebung der Qünden, wie geschrieben stehet im Jesaias (40, 3. 4.): Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüfte: Bereitet den Weg des Herrn, und machet seine Steige richtig! Alle Thåler sollen vol werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedriget werden, und was frumm ist, fod richtig (gerade) werden, und was uns eben ist, roll schledyster (ebener) Weg werden, und alles Fleisch. wird den Heilano Gottes sehen. (Schilderung des frommen and seligen Lebens im fünftigen Messiasreiche). Da sprach ee (weiter) zu dem Volke (besonders den Pha. risåern und Sadducåern, Matth. 3, 7., die nur als Beobachter kamen), das hinaus ging, daß es sich von ihm taufen, ließe: Sbr Otterngezüchte (Solangenbrut voll falfdbeit und Lift), 'wer bat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorne (Strafgerigte), entrinnen werdet ? Thut recht schaffene Früchte der Buße, und nehmet euch nicht vor, zu sagen: Wir haben Abraham zum (Stamm:) Vater. Denn ich sage. euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder (Nachkommen) erwecken. Es ist schon die Art den Båumen an die Wurzel geleget; welcher Baum nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und in das Feuer geworfen. Und das Volt fragte ihn, und sprach: Was sollen wir denn thun? Er antwortete: Wer zwei Röcke hat, der, gebe dem, der keinen hat, und wer Speife bat, thue auch also.- Es tamen auch Zöllner, daß fie fich caufen ließen, und sprachen: Meister (Lebrer), mas solo len denn wir thun? Er sprach: Fordert nicht mebr, denn gesekt ist. Da fragten ihn auch die Kriegsleute : Was sollen denn wir thun ? Und er sprach: Thut niemand Gewalt noch Unrecht, und lasset euch begnügen an eurem Solde. Als aber das Volk im Wahn war, und dachte, ob'er vielleicht Christus wåre, antwortete Johannes: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein tår fe. rer nach mir, dem ich nicht genugsam (werth) bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auflöse (rein Diener rem), der wird euch mit dem heiligen Getste und mit Feuer taufen (zu hoher Begef. fterung für Babrheit und Tugend weden). - In deso felben Sand ist die Wurfschaufel, und er wird seine Tenne fegen, und wird den Beigen ta reine deure sammeln, und die Spreu

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wird er mit ewigem Feuer verbrennen (Sute und Solechte nach Verdienst behandeln) (Jes. 15. 7.); und viel anderes mehr vermchnte und verkündigte er dem Volke. Und dies ift das Zeugniß Johannes, da die Juden fragten: Wer bist du? Und er bekannte : Ich bin nicht Chriftus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bift du Elias? Er sprach: Ich bin es nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortete: Nein! Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß wir Antwort geben denen, die uns gefandt haben. Was sageft du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers (Herolds) in der Wüste: Richtet (Bahnet) den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaias gesagt bat (Jes. 40, 3.) ind, die gefandt waren, die waren von den , Pharksåern, und fragten ihn: Warum caufest du denn, so du nicht Chriftus bist, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen, und sprach: Id taufe mit Wasser; aber Er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der ist es,

der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, deß ich nicht werth bin, daß ich seine Schuhriemen cuflöse. Dies geschah zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes taufete.

216, Die Saufe Jesus durd Johannes. (Matth.3, 13–17.

Marf. 1,9-11. Luk. 3,21–23.) Zu der Zeit kam (aud) Jesus an den Jordan' zu Johannes, daß er sich von ihm taufen ließe, aber Johannes wehrte ihm, und sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete, und sprach zu ihm: Laß jekt also seyn! Also gebühret es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen! Da 'ließ er es ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er bald berauf aus dem Wasser; und siebe, da that sich der Himmel auf über ihm, und Johannes in den Gelft Gottes, gleich als eine Taube, berab fahren, und über ihn kommen. Und eine Stimme vom Himmel herab fprach: Dies ist mein lieber Sohn, an wels chem ich Wohlgefallen habe! Und Jesus ging in das dreißigste Sahr, und ward gehalten für einen Sohn Jofephs. 217. Jesus Versudung und Bewährung - Kampf und Sieg.

(Matth.4, 1-u. Mark. 1, 12.13. Luk.4, 1-13.)

(Bald nach seiner Taufe) ward Jefus vom Geiste in die Wüste geführet (fühlte er ein Verlangen nach Einsams

feit), auf daß er von dem Teufel (Bósen) versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nåchte gefaftet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm , und sprach: Bist du Gottes Sohn: so sprich, daß diese Steine Brod werben! Er antwortete: Es stehet geschrieben : Der Mensch lebet nicht vom Brode allein, sondern von einem jeglichen Worte (Dinge), das durch den Mund Gottes gehet (von Gott, herrührt) (5 Mof. 8.3.). Darauf führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt (Jerusalem), und stellte ihn auf die Zinne (ein Flügelgebånde) des Tems pels, und sprach: Bist du Gottes Soha: so laß dich binab! Denn es stehet geschrieben: Er wird seinen Engeln über cir Befehl thun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein ftóbeft. (PP. 91, 11.f.) Da sprach Jesus: Wiederum stebët auch geschrieben : Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen von ihm keine unnöthige Hülfe verlans gen und erwarten). Wieberum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg (Oelberg?), und zeigte ihm alle Reiche der Welt, und ihre Herrlichkeit (das ganze fchöne Land umher), und sprach: Dies alles will ich dir geben, so du niederfáuft, und mich anbeteft (mir Ehre und folgramkeit schenkst). Da sprach Jefus: Hebe dich weg von mir, Satan! Denn es stehet geschrieben : Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, 'und ihm allein dienen. (5 Mol. 6, 13.) Da verließ ihn der Teufel, und siehe, da traten die Engel zu ihm, und dieneten ihm. Anmerkung. Vorbereitet und für Gottes und der Menfchheit

Sache begeistert, trat Jesus nun hervor, um als Christus das neue Messiasreich, das Reich der Wahrheit und der Tugend, zut begründen. Er zeigte sich als Gottessohn in Lehre, Woll- und Wunderthun, und fand neben vielem Haß und Widerspruch'aud viel Liebe und Beistand. Eine Aufzählung seiner merkwürdigen Chaten und Reden folgt hier, fo viel als möglich, in der richtigen Zeitfolge; doch so, daß von den leßtern auch vieles, was lich mehr člos auf Glaube und Verhalten bezieht, in den dafür beftimmten Abtheilungen vorkommen wird.

218. Jesus kehrt zu Johannes zurůd, und einige von deffen

Jüngern fließen sich an ihn an. (Joh. 1,29-51.)

Wiederum fieht Johannes Jesus zu sich kommen, und spricht: Siehe, das ist Søttes Lamm, das der Welt Sünde trågt Dies ser ist es, von dem ich gesagt habe : Nach mir kommt ein

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