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etliches an den Weg, und ward vertreten, und die Wbgel untet dem Himmel fraßen és auf. Etliches fiel auf den Fels, und da es aufging, verdorrete es, darum, daß es nicht Safe hatte. Etliches fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen gingen mit auf, und ersticten es. Und etlides fiel auf ein gutes Land, und es ging auf, und trug Frucht, etliches dreißigfaltig, etliches sechszig, fåltig, etliches hundertfåltig. Da er das sagte, rief er: Wer Dhren bat, ju hören, der böre! Es fragten ihn aber seine Jünger, was dieses Gleichniß wäre? Er sprach : Euch ist es gegeben, zu wissen das Geheimniß des Reiches Gottes (der neuen febre), den andern aber in Gleidnissen, daß fie es nicht reben, ob sie es fchon feben, und nicht verstehen, ob sie es schon bören. Das ist aber das Gleichniß (in seiner Bedeutung): Der Same ift das Wort Gottes. Die aber an dem Wege find, das sind, die es bören, und nicht verstehen; darnach kommt der Teufel (Bore), und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels, sind die, wenn sie es Hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an; aber die haben nicht Wurzel; eine Zeit lang glauben fie, und zu der Zeit der Anfechtung (Versuchung und Verfolgung) falen fie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, lo es hören, und gehen hin unter Borgen, Reichthum und Wollust dieses Lebens, und erstiden, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, sind, die das Wort hören und behalten in einem feinen guten Herzen, und bringen Frucht in Geduld. Das Himmelreid, ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker fåete. Da aber die Leute schliefen, kam rein Feind, und fåete Unkraut zwischen den Weizen, und ging davon. Da nun das Korn wudis und frucht brachte, da fand fich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater, und sprachen: Gerr, hast du nicht guten Samen auf deinen der gesået? Wober hat er denn das Unfraut? Er sprach: Das hat der (irgend ein) Feind gethan! Da sprachen die Knechte: Wilft du denn, daß wir hingehen, und es ausgåten? Er sprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausgåtet. Lasset beides mit einander wachsen bis zu der Ernte, und um der Ernte Zeit

ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut, uad bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weta zen fammelt mir in meine Scheuern! Seine gånger sprachen: Deute und dieses Gleichniß vond Unfrgute auf dem Acer. Er

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antiporrete : Des Menschen Sohn (ber Meffias) ift es, der da guten Samen fået. Der Acker ist die Welt. Der gute @ame find die Kinder des Reiches (i årdigen Mitglieder der Res ligion). Das Untraut sind die Kinder der Bosheit (bisen Menschen). Der Feind; der fået , fft der Teufel. Die Ernte Cole Zeit der Entscheidung und Sicht ung) ist das Ende der Welt Goie Auflösung. Der jüdischen Verfassungi oder auch das lebte Gericht). Die edynitter find die Engel (Diener Gottes). Gleichmie: man nun das Unkraut ausgåtet und mit Feuer verbrennet, so wird es auch am Ende dieser Welt geben. Des Menschen Sohn wird feine Engel fenben, und sie werden sammeln aus seinem Reiche alle Zergers nisse (gebende), und die da Unrecht thun; und werden Fle in den Feuerofen werfen, da wird regn Heulen und Bahnklap, pen (rie jur Otrafe ihrem Elende überlassen). Dann werden die Gerechten (Guten) leuchten, wie die Sonne la ihres Baters Peich (bei der neuen Religion höchst glúd. selig reyn). Wer Ohren hat, så hören, der høre! Und er sprach (wieder ein ander. Mal, um Gottes filles, fegenreides Wirten für seine Lehre zu versinnli den): Das Reich Gorres, hat sich also, als wenn ein Mensch Samen auf das Land wirft, und schläft (Dann ruhig), und stehet (eben so wieder) auf, Nacht und Tag (lange Zeit hindurch), und der Same gehet auf, und wächset, daß er of nidht weiß; denn die Erde bringet von ihr selbst zum ersten das Gras (Die junge Saat), darnach die Zehren, darnach den pollen Weizen in den Lehren. Wenn fie aber die Frudt ges bracht hat: lo dicket er bald die Sichel bin; denn die Ernte ist da. Das Himmelreich ist gleich einem Senfforn, das ein Mensch nahm, und Tåete es auf seinen Acker, welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwächst: ro ift es das großeste unter dem Kohl (Kräutern), und wird ein Baum (Strauch), daß die Vogel wohnen unter seinen Zweis gen.

Das Himmelreich ist einem Sauertelge gleich, den ein Weib nahm, und vermengete ihn unter drei Scheffel Mehl, bis daß es gar durchsäuert ward. (Uus kleinen Ursachen große wirkungen; aus unscheinbarem Anfange berrlides Ende). - Auch ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schake im der, welchen ein Mensch fand, und verbarg ibn, und ging bin vor Freuden åber denselbigen, und

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verfaufte alles, was er hatte, und kaufte den Ader. - Ober einem Raufmarine, der gute Perlen suchte ; und da er eine köstliche Perle fand, ging er bin, und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte diefelbige. Oder einem Nebe, das in das Meer geworfen ist, damit man allerlei Gattung fånget. Wenn es aber voll tft : fo ziehen sie es heraus an das Ufer, figen und lefen die guten in ein Gefåß zusammen; aber die Faulen (fchlechten werfen sie weg. Also wird es auch am Ende der Welt geben. Die Engel werden ausgeben, und die Bösen von den Gerechten scheiden. - Und Sesus sprach zu Ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja, Herr! Da sprach er: Darum , ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich gelehrt (ein echter Religionslehrer), ist gleich (mußgleis den) einem Hausvater, der aus seinem Schake Neues und Altes bervortråget (aus der alten und neuen Lebee benutt, was noth thut und frommt). Es gingen aber hinzu seine Mutter und Brüder , und konnten vor dem Volfe nicht zu ihm kominen. Und es ward ihm angesagt: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen, und wollen dich sehen. Er aber sprach: Meine Mutter und meine Brüder sind diefe, die Gottes Wort hören 'und thun. Und da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er in sein Vaterland (nach Nazareth), und lebrte in ihren Ochulen also, daß fie fich entsekten, und sprach: Woher kommt diesem solche Weisheit und Thaten? Ist er nicht eines Zimmers manns Sohn? Heißen nicht feine Mutter Maria , 'und feine Brüder Sakob und Joses und Bimon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns ? Woher kommt ihm denn das alles ? Und fie årgerten sich an fhm (stießen sich an seine niedrige Herkunft). Jesus aber sprach: Ein Prophet gilt nirgends weniger, denn in seinem Vaterlande und in seinem Hause. Und er that dasetoft nicht viel Zeichen (Wundert baten) um thres Unglaubens willen. 235. Die Hinridtung Jobannes des Täufers. (Matth. 14,

3-12. Marf, 6, 17-29.) Herodes batte Johannes ins Gefängniß gelegt, um Herodias willen, feines Bruders Philippus Weib; denn er hatte sie ge. freiet. Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, daß du deines Bruders Weib babest! Herodias aber stellte ihm nach, und wollte ihn toden, und konnte nicht. Herodes aber fürchtete

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Johannes; benn er mußté, daß er ein frommeo und helliger Mann war, und er verwahrte ihn (zwar), und gehorchte ihm doch) in vielen Sachen, und hörte ihn gerne; auch fürchtete er sich vor dem Bolfe; denn sie hielten fon für einen Propheten. 26er als Hero. des auf feinen Sahrstag (Geburtstag) ein Abendmahl gab, trat binein die Tochter der Serodias, und tanzte, und gefiel wohl dem Herodes und denen, die am Tische raßen. Da sprach der König zum Mågolein: Bitte von mir, was du willst; id will dir es geben; und er wwur ihr einen Eid. Sie ging hinaus, und sprach zu ihrer Mutter : Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes, des Tåufers. Und sie ging bald hinein zum Könige, und sprach: So will, daß du mir gebeft auf einer Schup fel das Haupt Johannes, des Täufers. Der König ward betrübt; doch um des Eideo widen, und derer, die am Tische faßen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte thun. Und bald (chickte er hin den HenferDer ging hin, und enthauptete ihn im Gefängnisse , und trug her fein Haupt auf einer Schüssel, und gab es dem Mågdy lein, und das Mågðlein gab es ihrer Mutter. "Und da das feine Jünger hörten, kamen sie, und nahmen seinen Leib, und legten ihn in ein Grab, und kamen und verfündigten das Jesus.

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236. Jesus beschwichtigt elnen Sturm. (Matth. 8, 23-27,

Mark. 4, 35–41. Luf. 8. 22-25.) Jesus trat in ein Schiff, -und seine Jünger folgten ihm. Da erhob- sich ein großes Ungestům im Meere, also, daß auch das Schifflein mit Wellen bedecket ward; und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und sprachen: Meis ster, fragst du nichts darnach, daß wir verderben? Herr, bilf uns; tvir' verderben! Da sagte er zu ihnen: Jør Kleinglåubigen, warum rend ihr ro furchtsam? Und er stand auf, und bedrohete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. "Die Menschen aber verwunderten sich, und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ift? 237. Jesus befreit Démonische von ihrer Raferei. (Matth.

8, 28-34. Marf. 5, 1-20. Luf. 8, 26-39.) Sesus kam jenseit des Meeres in die Gegend der Gergesenter (oder der Gadarener, Luk. 8, 26.). Da liefen ihm ent. gegen zwei Beseffene (Wahnsinnige), die famen aus dem Too

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tengråbern (Grabhohlen), und waren sehr grimmig, also, daß Niemand dieselbe Straße wandeln konnte. Und sie schrieen (rich für Dämonische halteno): Uch Jesus, du Sohn Gottes! was haben wir mit dir zu thun? Bist du bergekommen, uns zu quålen, ebe denn es Zeit ist? Es war aber ferne von ihnen eine große (den beidnischen Bewohnern gehörige) Beerde Saue auf der Beide. Da baten ihn die Teufel (Dåmonen), und sprachen: Wilft du uns austreiben: so erlaube uns, in die Heerde Såue zu fahren. Und er (i d nach der gemeinen Denkart bequemend) sprach: Fahret hin! Da fuhren fie aus, und fuhren in die Heerde Såue ; und Fiebe, die ganze Heerde Såne stürzte sich mit etnem Sturme in das Meer, und sie erfoffen im Wasser. Und die Hirten flohen, und gingen hin in die Stadt, und sagten das alles, und wie es mit den Befessenen ergangen war. Da ging die ganze Stadt heraus, und sie famen zu Jesus, und sahen den Bereflenen (Markus spricht nur von einem) fibend zu den Füßen Jesus, bekleidet und vernünftig; und da file Jesus fahen, baten sie ihn, daß er (den sie für einen Zaubes rer hielten) von ihrer Grenze weichen wollte. Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, daß er möchte courfte) bet ihm feyn (bleiben); aber Jesus ließ es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus und zu den Deinen, und verfündige ihnen, wie große Wohlthat dir der Herr gethan, und fich deiner erbarmet hat! Und er ging hin, und fing an auszurufen, wie große Wohlthat ihm Jefus gethan hatte. Und Jedermann verwunderte sich 238. Durch bloße Berührung des Kleldes Jesus wird ein Bluté nfluß geheilet, und Jesus tuft des Jairus Sooter ins Leben

zurück. (Matig. 9, 18-26. Warf. 51 29–43. Luk. 81 40-56.)

Da Jesus wieder kam, nahm ihn das Volk auf; denn fie wars teten alle auf ihn. Und siebe, da kam ein Mann, mit Namen Sairus, der ein Oberster der Schulen (Synagogenvorfte her) war, und fiel Jesus zu den Füßen, und bat ihn, daß er wolle in sein Haus kommen; denn er hatte eine einige Tochter bei zwölf Jahren, ble lag in den lebten Zügen. Und da Jesus hinging, drang (Orångte) ihn das Volf. Und ein Beib hatte den Blute gang zwolf Sahre gehabt; die hatte alle ihre Nahrung an die Herzte gewandt, und konnte von Niemand geheilet werden. Die trat hinzu

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