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Dem Lande der Sodomer und Gomorrher wird es ertråglicher er. gehen ain jüngsten Gerichte, denn solcher Stadt. Siehe, ich sende euch wie Ochafe mitten unter die Wölfe (zu einem gefahr. vollen Berufe); darum feyd klug wie die Schlangen, und ohne Falsch wie die Tauben. Håtet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch úberantworten vor ihre Rathhäuser, und werden euch geißeln in thren Schulen; und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um meinetwillen zum Zeugniß (Vers hor). Wenn sie euch nun überantworten werden: so forget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es jou euch zu der Stunde (eins) gegeben werden, was ihr reden sout; denn ihr feyd es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Es wird aber im blinden Religionseifer) ein Bruder den andern zum Tode überantworten, und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören ipiber ihre Eltern, und ihnen zum Tode helfen. Und ihr múslet gebasset werden von Jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharret, der wird selig. Wenn sie euch aber in einer Stadt verjolgen: To fliehet in eine andere. Wahrlich! Ich sage euch, ihr werdet die Städte Jfraels nicht ausrichten (ganz durchziehen), bis des Menschen Sohn (jur Vollendung seines Werks) kommt. Der Sünger ist nicht über seinen Meister, noch der Knecht über den Herrn. Es ist de'm Jünger genug, daß er rey wie rein Meister, und der Knecht wie sein Herr. Kaben sie (mich a16) den Hausvater Beelzebub geheißen ; wie vielmehr werden sie seine Hausgenossen (e u ch) also heißen! Darum (jedoch) fürchtet euch nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das nicht offens bar werde, und ist nichts heimlich, daß man nicht wissen werde (meine Lehre enthalt nichts, was nicht offen und frei gesagt werden dürfe). Was ich euch sage in Finsterniß (bei Nachtzeit), das redet im Licht (am bellen Tage), und was ihr höret in das Ohr, das prediger auf den Dächern (ůbero all laut). Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib tóden, und die Seele nicht mögen roden; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Hölle. Dar. um, wer mich betennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Bater; wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den wil ich auch verleugnen vor meinem himm. lischen Vater. She follt nicht wähnen, daß ich gefommen sey, (um pogleid) Frieden zu senden auf Erben. Ich bin nicht getom.

- men, Frieden zu senden, sondern das Schwert (u arabe und
treit); denn ich bin gekommen, den Sohn zu erregen wider
seinen Vater, und die Tochter wider ihre Mutter; und Man,
ches Feinde werden seine eigenen Hausgenossen seyn*). Wer
Vater oder Mutter mehr liebet, denn mich, der ist meiner nicht
'werth. Und wer Sohn oder Tochter mehr liebet, denn mic),
der ist meiner nicht werth. Und wer nicht sein Kreuz (fd we res
Leiden) auf sich nimmt, und folget mir nadı, der ift meiner nicht
werth. Wer sein Leben findet (zu erhalten sucht), der wird
es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der
wird es finden (retten). Wer euch aufnimmt, der nimmt mich
auf ; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich
gesandt hat. Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher
falten Wassers' trånket, in eines Jüngers Namen (als Jünger
von mir), wahrlich! ich sage eud), es wird ihm nicht unbeloh,
net bleiben, . Es ging aber viel Volfs mit ihm, und er wandte
sich, und sprach: So Jemand zu mir kommt, und hasset nicht
seinen Vater , Mutter , Beib, Kinder, Brüder, Schwestern,
auch dazu sein eigen leben, der kann nicht mein Jünger seyn.
Und wer nicht sein Kreuz trågt, und mir nachfolget, der kann
nicht 'mein Jünger reyn. Wer ist aber unter euch, der einen
Thurm (Pallast) bauen will, und siket nicht zuvor, und uber.
schlåget die Kosten, ob er es habe hinaus zu führen, auf daß
nicht, wenn er den Grund geleget hat, und kann es nicht hinauss
führen, alle, die es sehen, anfangen seiner zu spotten, und sagen:
Dieser Mensch hob an zu bauen, und fanns nicht hinausführen!
Oder, welcher König wil rich begeben in einen Streit wider einen
andern König, und fiket nicht zuvor, und tathschlaget, ob er
könne mit jen tausend begegnen dem, der über ihn kommt mit
zwanzig tausend ? Bo nicht, so schicket er Botschaft, wenn jener
noch ferne ist, und bittet um Frieden. Also auch ein jeglicher
unter euch, der nicht (ebe er sich an mich anschließt, alles
wohl überleget und) absaget allem, das er hat, kann nicht
mein Jünger seyn. Das Salz ist ein gutes Ding; wo aber das
Salz dumm (Eraftlos) wird, womit wird man würzen? Es ist
weder auf das Land, noch in den Mist nůbe, sondern man wird

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*) V. 34-36. brådt nicht Zwed, fondern Folge der Ankunft Jesus aus, nämlich Kampf der Meinungen und Leidensaaften i und daraus Trennung und Anfeindung.

es wegwerfen. Und fle (Die Jünger) Murdjogen die Mårfte, predigter das Evangelium, und machten gesund an allen Enden. Es kam aber vor Herodes, den Bierfürsten, alles, was durch ihn geschah, und er besorgte sich, dieweil von etlichen gesagt ward: Johannes ist von den Todten auferstanden! von etlichen aber: Elias ist erschienen! von etiiden aber: Es ist der alten Propheten einer auferstanden! Und 'Rerodes spracy: Johannes habe ich enthauptet; wer ist aber dieser, von dem ich solches bóre? Und er begehrte, ihn zu sehen. 241. Die Jünger fommen von ihrer ersten Gesandtschaft zus růck. Jesus (åttigt fünf tausend Menden mit wenig Speise. (Matth. 14, 13-23. Mart. 6, 30-46, kuf. 9, 10—17. Joh.6, 5-15.)

Die apostel famen wieder, und erzählten ihm, wie große Dinge sie gethan hatten. Und er sprado: Lasset uns besonders in eine Wüste (einsame Gegend) gehen, und ruhet ein wenig ! und nahm sie zu sich, und entwich besonders in eine Wüste bei der Stadt Bethsaida (Fischerstadt). Da deß das Volk innen ward, zog es ihm nach, und er ließ sie zu fich, und fagte ihnen vom Reiche Gottes, und machte gesund, die es bedurften. Aber der Tag fing an sich zu neigen. Da hob Jesus seine Augen auf, und fiebet, daß vieles Volk zu ihm fommt, und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brod, daß diese essen? (Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn er wußte wohl, was er thun wollte.) Philips pus antwortete: Zwei hundert Pfennige (Denare zu ohnges få br 4 Groschen) werth Brod ist nicht genug unter fie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm Ans dreas: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrode und zwei Filde; aber was fft das unter so viele! Jesus aber sprach: Schafs fet, daß sich das Vole lagere ! (Es war aber viel Gras an dem Orte.) Da lagerten sich bei fünf tausend Mann, ohne Weiber und Kinder. Jesus aber nahm die Brode, dankete (betete dantsagend darüber), und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten, desselben gleichen auch von den Fischen. Da sie aber fatt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts umkomme! Da sam. melten sie, und füllten zwölf Körbe mit Brocken. Da nun die Menschen das Zeichen (aben, das Jesus that, sprachen fie: Das ist wahrlich der Propbet, der in die Welt fommen soll! Da Jesus

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nan merkte, daß fie fommen würden, daß ffe ihn zum Könige machten, entwich er auf den Berg allein, daß er betete. , 242. Jesus wandelt auf dem fürmischen See, und rettet Petrus. (Matth. 14, 24–33. Mark. 6, 47-51. Joh. 6, 16-21.)

Am Abend aber gingen die Jünget hinab an das Meer, und traten in ein Schiff, und famen (fuhren) übeen das Meer gen Kapernaum, und es war schon finster geworden, und Jesus war nicht zu ihnen gekommen. Und das Schiff war schon mitten auf dem Meere, und litt Noch von den Wellen; denn der Wind war ihnen zuwider. Aber in der vierten Nachtwache (gegen Mors gen) fam Jesus zu , ihnen, und ging auf dem Meere. Und da ihn die Jünger saben auf dem Meere gehen, erschraken fie, und sprachen : Es ist ein Gespenst! und schrieen vor Furcht. Uber alsobald redete Jefus mit ihnen, und sprach : Seyd getroft, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm, und sprach: Kerr, bist du es: so heiße mich zu dir kommen auf dem Wasser. Und er sprach: Komm ber! Und Petrus trat aus dem

Schiffe, und ging auf dem Wasser, daß er zu Jesus fåme. Erfah ; aber einen (bemerkte den) starken Wind; da erschraf er, und

hob an zu finden, und fchrie: Herr, hif mir! Jesus aber reckte bald die Hand aus, und ergriff ihn , und sprach zu ihm: O du Kleingläubiger, warum zweifeltest du? Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich. Die aber im Schiffe waren, kamen und fielen vor ihm nieder, und sprachen: Du bist wahrlich Gottes Sohn! 243. Jesus (pridot Sber die Natur bon, und Südtigfelt zu

seinem Reiche. Mehrerer Abfall, und des Petrus Befennts nis. (Joh.6, 23-71.)

Es famen (am folgenden Morgen) Schiffe von Tiberias nahe zu der Ståtte, da sie das Brod gegessen hatten durch des Serrn Danksagung. Da nun das Volk sah, daß Jesus nicht da war, noch seine Jünger, kamen fie gen Kapernaum, und suchten Sesus; und da sie ihn fanden jenseit des Meeres, sprachen sie zu ihm: Rabbi (Meister, Lehrer), wenn bist du bergefommen? Jesus antwortete ihnen: Wahrlich! ich sage euch, ihr suchet mich nicht darum, daß ihr Zeichen gesehen habt, sondern, daß ihr von dem Grode gegessen habe, und seyd-Patt geworden,

Wirfet (ber

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måbet eu um) Spelse, nicht, die vergånglich ist, sondern die da bleiber in das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird; denn denselbigen hat Gott der Vater versiegelt (Dazu beglaubiget). Da sprachen sie: Was sollen wir thun, daß wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete: Das ist Gottes Werf, daß ihr an den glaubet, den er gesandt hat. Da spraden fte: Was thust du får ein Zeichen, auf daß wir sehen, und glauben dir ?, Was wirkest du? Unsere Våter haben Manna gegessen in der Wüste, mie geschrieben stehet: Er gab ihnen Brod vom Himmel zu essens Da sprach Jesus: Wahrlich! ich sage eudo : Mose hatte euch nicht Brod vom Himmel gegeben, sondern mein Pater gibt euch das rechte Brod vom Himmel. Denn dies ist das Brod Gottes, das vom Himmel kommt, und gibt der Welt das Leben. Da sprachen sie: Herr, gib uns allewege soldies Brod! Jesus aber sprach: Ich bin das Brod des Lebens! Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubet, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe es euch Crchon oft) gesagt, daß ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht. Alles, was mir niein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir fommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht, daß ich meinen Widen thue, sondern deß, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille deß, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn fiehet (mid als Meffias betrachtet), und glaubet an ihn, habe das ewige Leben. Da murreten die Juden darüber, daß er sagte: Ich bin das Brod, das vom Himmel gekommen ift! und sprachen: Sit dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, deß Vater und Mutter wir kennen? Wie spridt er denn: Ich bin vom Himmel gekommen? Jesus spracy: Murret nicht unter einander! Es kann Niemand zu mir kommen, es rey denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat. Nicht, das Jemand den Vater habe gesehen (recht erkannt), ohne der vom Vater. Ift, der hat den Vater gesehen. Wahrlich! ich sage euch: Wer an mich glaubet, der hat das ewige leben. Viele seiner Sünger sprachen: Das ist eine harte (rch were) Rede, wer fann fie bören (begreifen)? Da Jesus aber merkte, daß seine Jún. ger darüber murreten, sprach er: Vergert euch das (nehmt ihr Unstoß daran, daß ich ein geistiges Reich stiften will)? Der Geist ist es, der da lebendig machet, das Fleisch ist kein nüße. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und Leben. Aber es find etliche unter euch, die glauben nicht; darum habe ich gesaget: Nier

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