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nun merkte, daß sie kommen wurden, das the ihn zum Köntge machten, entwich er auf den Berg allein, daß er betete. , 242. Jefus wandelt auf dem fürmischen See, und rettet Petrus. (Matth. 14, 24–33. Mart. 6, 47-51. Joh. 6, 16-21.)

Um Abend aber gingen die Jünger hinab an das Meer, und traten in ein Schiff, und famen (fubren) über das Meer gen Rapernaum, und es war schon finster geworden, und Jesus war nicht zu ihnen gekommen. Und das Schiff war schon mitten auf dem Meere, und lite Noth von den Wellen; denn der Wind war ihnen zuwider. Aber in der vierten Nachtwache (gegen Mors gen) fam Jesus ju ihnen, und ging auf dem Meere. Und da ihn die Jünger saben auf dem Neere geben, erschraten fie, und sprachen: Es ist ein Gespenst! und schrieen vor Furcht. Aber alsobald redete Jesus mit ihnen, und sprach: Bend getroft, ich bin es; fürchtet euch nicht! Petrus aber antwortete ihm, und sprach : Herr, bist du es: so heiße mich zu dir kommen auf dem Wasser. Und er sprach: Komm ber! Und Petrus trat aus dem Schiffe, und ging auf dem Wasser, daß er zu Jesus fåme. Erfah aber einen (bemerkte den) starken Wind; da erschraf er, und bob an zu finfen, und fchrie: Herr, bilf mir! Jesus aber rechte

: ! bald die Hand aus, und ergriff Ion, und sprach zu ihm: 0 du Kleingläubiger, warum zweifeltest du? Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich. Die aber im Schiffe waren, kamen und fielen vor ihm nieder, und sprachen: Du bist wahrlich Gottes Sohn! 243. gefus spridt Sber die Natur bon, und Südtigfelt zu

feinem Reiche. Mehrerer Abfall, und des Petrus Bekennts niß. (Joh. 6, 23–71.)

Es tamen (am folgenden Morgen) Schiffe von Tiberias nahe zu der Ståtte, da sie das Brod gegessen hatten durch des Herrn Danksagung. Da nun das Vole fab, daß Jesus nicht da war, noch seine Jünger, kamen fie gen Kapernaum, und suchten Jesus; und da sie ihn fanden jenseit des Meeres, sprachen sie zu ihm: Rabbi (Meister, Lehrer), wenn bist du hergefommen? Jesus antwortete ihnen: Wahrlich ! ich sage euch, ihr suchet mich nicht darum, das ihr Zeichen gesehen habt, sondern, daß ihr von dem Grode gegessen habt, und feyd fatt geworden, — Wirket (ber

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måbet euch um) Spelse, nicht, die vergånglich ist, sondern die da bleibet in das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird; denn denselbigen hat Gott der Vater versiegelt (Dazu beglaubiget). Da spräden fie: Was sollen wir thun, daß wir Gottes Werke wirken? Jesus antwortete: Das ist Gottes Werf, daß ihr an den glaubet, den er gesandt hat. Da sprachen fie: Was thust du får ein Zeichen, auf daß wir sehen, und glauben dir ?, Was wirkest du? Unsere Våter haben Manna gegessen in der Wüste, mie geschrieben stehet: Er gab ihnen Brod vom Himmel zu essens Da sprach Jesus: Wahrlich! Ich lage euch : Mose hatte euch nicht Brod vom Himmel gegeben, sondern mein Bater gibt euch das rechte Brod vom Himmel. Denn dies ist das Brod Gottes, das vom Himmel fommt, und gibt der Welt das Leben. Da sprachen sie;' Herr, gib uns allewege soldies Brod! Jésus aber sprach: Ich bin das Brod des Lebens! Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und, wer an mich glaubet, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe es euch (schon oft) gesagt, daß ihr mich gesehen habt, und glaubet doch nicht. Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir fommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht, daß ich meinen Willen thue, sondern deß, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille deß, der midi

mich gesandt hat, daß, wer den Sohn fiehet (mich als Meffias betrachtet), und glaubet an ihn, habe das ewige Leben. Da murreten die Juden darüber, daß er sagte: Jd bin das Brod, das vom Himmel gekommen ist! und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josepho Sohn, deß Vater und Mutter wir kennen? W spricht er denn: Ich bin vom Himmel gekommen? Jesus spracy: Murret nicht unter einander! Es kann Niemand zu mir kommen, es rey denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gefandt hat. Nicht, daß Jemand den Vater habe gesehen (recht erkannt), ohne der vom Vater, ift, der hat den Vater gesehen. Wahrlich! ich sage euc): Wer an mich glaubet, der hat das ewige leben. Viele seiner Sünger sprachen: Das ist eine harte (rch were) Rede, wer fann fie horen (begreifen)? Da Jesus aber merkte, daß seine Jún. ger darüber murreten, sprach er: Pergert euch das (nehmt ihr Anstoß daran, daß ich ein geistiges Reid ftiften will)? Der Geist ist es, der da lebendig machet, das Fleisch ist kein nůbe. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und Leben. Aber es find etliche unter euch, die glauben nicht; darum habe ich gesager: Nier

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mand fann ja mér tommen, es sen ihm denn von meinem Vater gegeben. Von dem an gingen seiner Jünger viele hinter sich (ånderten ihren Sinn), und wandelter hinfert nicht mehr mit ihm. Da sprach Jesus zu den Zrólfen: Wollet ihr auch weg. gehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr , wohin sollen wir gehen? Du hast Worté des ewigen Lebens! Und wir haben geglaubet und erkannt, daß du bist Christus, der Sohn des lebens digen Gottes. Sesus sprach : Habe ich nicht euch zwölfe erwåhlet? Und nur einer ist (o och) ein Teufel! Er redete aber von Juda Simon Scharioth. Derselbige verrieth ihn bernach. 244. Jesus entsdeidet über das, was den Menschen unrein und strafbar made. (Matth. 15, 1-20. Marf.771-23.)

Es kamen zu Jefus Schriftgelehrte und Pharifåer von Jerusas lem, und sprachen: Warum übertreten deine Jünger der Teltes sten Auffage (Vorschriften)? Sie warden ihre Bånde nicht,

Aufráze wenn sie essen. Er antwortete: Warum übertretet denn ihr Gots tes Gebot, um eurer Auffage willen? Gott hat geboten: Du

Aufsåse rouft Vater und Mutter ehren. Wer aber Vater und Mutter fluchet, der soll des Todes sterben. (2 Mol. 20,12.) Aber ihr lebret: Wer zum Vater oder zur Mutter (die Unterstübung fuchen) spridit : Wenn ich es opfere: So ist es dir viel núßer; der thut wohl. Damit geschiebet es, daß Niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter ebret; und ihr habt also. Gottes Gebot aufgehoben um eurer Auffäße (Sagungen) willen. Ihr Heuchi ler! Es hat wohl Jesaias von euch geweissaget: Dies Volt nahet fico zu mir mit seinem Munde, und ebret mich mit seinen Lippen; aber ihr Herz ist ferne von mir. (Jef. 29, 13.) Uber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lebren solche Lebre, die nid)ts cena Menschen Gebote sind. Und er rief das Volk zu fich, und sprach: Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht; sondern was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Mens fchen. Was zum Munde eingehet, das gebet in den Bauch, und wird durch den natürlichen Gang ausgeworfen; was aber zum Munde herausgebet, das kommt aus dem Herzen, und das (wenn es unrein ift) verunreiniget den Menschen; denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken, Mord, Ehebruch, Hures -rei, Dieberei, falsche Zeugnisse , Låsterung. Das sind die Stücke, die den Menschen verunreinigen; aber mit ungewaschenen Händen essen, verunreinigt den Menschen nicht,

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245. Jefuß und das tananáird. Welb. (Matth. 15, 91--18:

Marf. 7, 24–30.) Jesus ging in die Gegend von Tyrus und Sidon, konnte jedoch nicht verborgen regn, denn ein fanandisches (heidnisches) Well forie ihm nach : Uch Herr, du Sohn Davide, erharme, dich meis ner! Meine Tochter wird vom Teufel übel geplaget Yleidet an einer erschrecklichen Krankheit). Und er antwortete the kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, und baten ihn: Laß fie doch von dir; denn sie schreiet uns nach! Er aber sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israzl. Sle kam aber, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Here, hilf mir! Aber er antwortete: Es ist nicht fein, daß man den Kindern (Juden) ihr Brod Cote für rie zuvorderit be. stimmte Bobithat) nehme , und werfe.es vor die Hunde (Helden). Sie sprado: Sa, Herr; aber doch effen die Kindlein von den Brodsamen, die von ihrer Herren Tisdhe fallen. Da anto wortete Jesus: D Weib, dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter ward gefund zu derfelbigen Stunde. 246, Jefus heilt vielerlei Kranke, besonders einen Daubffums

men, und speift abermals vier tausend Meniden auf eine.
wunderbare Weise. (Matth. 25,29-38. Mart.7,31-38.
8, 1-10.)

Jefus kam an das galilafsche Meer, und ging auf einen Berg, und fekte sich allda. Und es kam zu ihm vieles Volk, die hatten init fich Lahme, Blinde, Stumme, Krúppel, und viele Andere, und warfen (legten) fie Jesus vor die Füße, und er heitte sie, daß fich das Volk verrounderte, da fie faben, daß die Stummen redeten, die Krüppel gefund waren, die Lahmen gingen, die Bling den fahen; und sie prelfeten den Gott Jsraels. Sie brachten (unter andern auch) zu ihm einen Knaben, der stuinm war, und baten, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legte ihm die Finger in die Ohren, und spükete (nekte ole finger mit Speichel) und berührte seine Zunge, und sah gen Himmel, und sprach : Hephatha ! d. i. thue did auf! Und alsbald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und er redete recht. Iind er (Jesus) verbot, sie sollten es Niemand sagen; je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten, und verwunderten sich über die Maßen,

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and fprachen: Er hat alles wohl gemacht! Die Eauben macht er hörend, und die Sprachlosen redeno. Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger ju fich, und sprach: Es jammert mich des Volfs; denn sie sind nun wohl drei Tage bei mir beharret, und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf daß sie nicht berschmachten auf dem Wege. Da sprachen zu ihm feine Jünger: Woher mögen wir so viel Brod nehmen in der Wäfte, daß wir so vieles Volk fåttigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viel Brode habt ihr? Sie sprachen: Sieben, und ein wenig Fisch lein. Und er hieß das Vole fich lagern auf die Erde, und nahm die fieben Brode und die Fische, dankte, brach sie, und gab sie seinen Süngern, und die Jünger gaben sie dem Bolfe, Und fie aßen alle, und wurden satt, und hoben auf, was über. blieb von Brocken, lieben Körbe voll. Und die da gegessen hatten, derer waren vier tausend Mann, ausgenommen Weiber und Kinder. 247, Jesus Reise zum faubhůttenfest zu Jerusalem, lehren im Tempel, und verliedene Beurtheilung. (Job. Kap.7. 8. 1.)

Darnach zog Jesus umher in Galilåa; denn er wollte nicht in gudåa umherziehen, darum, daß ihm die Juden nach dem Leben stellten. Es war aber nahe der Juden Fest der Laubrůst (Lauber, bútten). (3 Mol. 23, 34.) Da sprachen seine Brüder zú ihm: Mache dich auf, und gehe in Judåa, auf daß auch deine Singer dortigen Anhånger) reben die Werke, die du thuft! Niemand thut etwas im Verborgenen, und will doch frei offenbar feyn (wenn er öffentlich auftreten will). Thust du solches: so offenbare dich vor der Welt. Denn auch seine Brüder glaubten (noch) nicht an ihn. Da spricht Sesus: Meine Zeit ist noch nicht hier; eure Zeit ist aber allewege. Die Welt kann euch nicht bassen; mich aber hasset fie; denn id; zeuge von ihr, daß ihre Werke bore find. Gebet ihr hinauf auf dieses Feft! Ich will noch nicht hinauf gehen auf dieses Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfül. let. 218 aber feine Brüder waren hinauf gegangen, da ging er auch hinauf zu dem Feste, nicht offenbarlich, sondern heimlich. Da suchten ihn die Juden am Fest, und es war ein großes Gemur. imel von ihm unter dem Volke. Etliche (prachen: Er ist fromm; Ole andera aber: Er verführet das Volf. Niemand aber redete

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