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Der Mensch ist nicht von Gott, dieweil er den @abbath nicht hålt! Die andern aber sprachen: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen thun ? Und es ward eine Zwietracht unter ihnen. Sie sprachen wiedeč zu dem Blinden: Was sagest du von ihm, daß er hat deine Augen aufgethan? Er aber sprach: Er ist ein Prophet. Die Juden glaubten (aber noch nicht von ihm, daß er blind gewesen und sehend geworden wäre, bis daß fie riefen die Eltern, und fragten: Ist das euer Sohn, von welchem ihr saget, er rey blind geboren? Wie ist er denn nun rehend? , Seine Eltern anto worteten: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daß er blind geboren ist; wie er aber nun sehend ist, wissen wir nicht; oder wer ihm hat seine Augen aufgethan, willen wir auch nicht. Er ist alt genug: fraget thn; lasset ihn selbst für sich reden! Bolches fagten seine Eltern ; denn sie fürchteten fidy vor den Juden ; denn die Suden hatten sich schon vereiniget, fo Jemand ihn für Chriftus bes fennte, daß derselbige in den Bann gethan (von aller Gemeins schaft ausgeschlossen würde. Da riefen sie zum anderamale den Menschen, und sprachen: Gl Gott Ole Ehre! Wir wissen, daß diefer Mensch ein Sünder ist. Er sprach: Sit er ein Sünder, das weiß ich nicht. Eines weiß ich wohl, daß ich blind war, und bin nun rehend. Da sprachen sie wieder: Wie that er deine Augen auf? Er antwortete: Ich habe es (eben) jekt gesagt; was wollt, Ihr es abermal hören? Wollet ihr auch seine Jünger werden? ?

. Da fluchten sie ihm, und spracben: Du bist sein Jünger; wir aber sind Moses JüngerWie wiffen, daß Gott mit Mose geredet hat; diesen aber wissen wir nicht, von wannen er ift. Der Mens sprad): Das ist ein wunderliches Diag, daß ihr nicht wisset, von wannen er rey, und er hat (Doch) meine Augen aufgethan! Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht höret, sondern To Jemand gottesfürchtig ift, und thut reinen Widen, den (ers) bóret er. Von der Welt an ist es nicht erboret, daß Jemand einem gebornen Blinden die Augen aufgethan habe. Wäre dieser nicht von Gott, er könnte nichts thun. Sie sprachen: Du bist ganz in Sünden geboren, und lebrest uns! Und sie fließen ihn hinaus. Es kam vor Jesus, daß sie ihn ausgestoßen hatten, und da er ihn fand, sprach er: Glaubest du an den Sohn Gottes? Er antwortete : Herr, welcher ist es, auf daß ich an ihn glaube? Jesus (pradi: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es. Er aber sprach: Kerr, ich glaube! und betete ihn an. Jesus sprach: Ich bin zum Gericht auf diese Welt gekommen, auf daß, ble da nicht

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fehen, sehen werden, und die da sehen (sich für welfe Halten), bliad (immer mehr verblendet werden. Und solches hörten etliche der Pharifåer, die bei ihm waren, und sprachen : Sind wir denn auch blind? Jesus (prad: WBåret ihr blind (wirklich unwissend): so båttet ihr ecine Sinde; nun ihr aber sprechet: Wir sind sehend! bleibet eure Sünde (oefto ftrafbarer).

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250. Jefus ftit feinen Mefiasberuf ourd das Gleidnis

von guten Hirten dar. (Joh. 10.) (Jesus fuhr fort:) Wahrlich! ich sage euch: Wer nidit zur Thüre (auf recht må ßige Weise) Sinein gehet in den Schaistal (o as Lehramt), sondern steiget anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Mörder. Der aber zur Thüre hinein gebet, der ist ein Hirte der Schafe; und die Schafe hören seine Stimme, und er rufet seine Schafe mit Namen, führet fie aus, und gebet vor ihnen hin, und die Schafe folgen ihm nads; denn sie kennen seine Stimme. Ich bin die Thüre; so jemand durch mid) eingebet, der wird selig werden, und wird ein, und ausgehen, und weide finden. Jd bln gekommen, daß sie das Leben und volle Gnuge haben sollen. Ich bin ein guter Kirte. Ein guter Hirte låfjet Crogar) sein Leben für die Schafe; ein Miethling aber, deß die Schafe nicht eigert sind, siehet den Wolf kommen, und verlåßt die Schafe, und fliebet; und der Wolf erhaltet und jetstreyet die Sdafe. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne Die Meinen, und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich Fenne den Vater; und id) lasse mein Leben für die Sdafe. lind ich habe nod) andere Schafe (Die Heiden), die sind nicht aus die. sem Stalle; und dieselbigen muß ich berführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird Eine Heerde und Ein Hirte wers den. Da umringten ihn die Juden, und spradjen: Wie lange håltst du unsere Seelen (in Ungewißheit) auf? Bist du Chris stus: so fage es uns frei heraus! Sesus antwortete: Ich babe es euch gesagt, und iht glaubet nicht. Die Werfe, die ich thue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir. Uber ihr glaubee nicht; denn ihr rend meine Schafe (Anhanger) nicht. Meine Schafe hören meine Stimme, und folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und Niemand wird sie mir aus meiner Hand reis Ben. Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer, denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen. Ich und

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der Vater sind eins. Da hoben die Juden abermal Oteine auf, daß fie ihn steinigten. Jesus sprach: Viele gute Werke habe ich euch erzeiget von meinem Vater, um welches Werk unter denselbio gen steiniget ihr mich? Die Juden antworteten: Um des guten Werfes widen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gottes, låfterung willen, und daß du ein Mensch bist, und machest dich selbst (zu einem) Gott. Jesus antwortete : Stehet nicht ges schrieben in eurem Gerek (Pl. 82, 6.): Ich babe gesagt: Ihr feyd Götter! So er (aber) die Götter nennet, zu welchen das Wort Gottes geschah (und die Schrift kann doch nicht gebrochen werden), (wie) sprechet ihr denn zu dem, den der Vater geheiliget und in die Welt gesandt hat: Du låsterft Gott! darum, das id sage: Ich bin Gottes Sohn! Thue ich nicht dle Werke meines Vaters : so glaubet mir nicht; thue ich sie aber, so glaubet doch (wenigs ftens) den Werken, wolet ihr mir nicht glauben, auf daß ihr erkennet und glaubet, daß der Bater' in' mir ist, und ich in ihm. Sie suchten abermal, ibn zu greifen; aber er entging ihnen aus ihren Hånden, und zog hin wieder jenseit des Jordans an den Ort, da Johannes vorhin getauft hatte, und Viele kamen zu ihm, und sprachen: Johannis that kein Zeichen; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, das ist wahr. Und es glaubten Viele an ihn. 251. Jesus Unterhaltung mit seinen Jüngern über sich selbst,

und erste Weisfagung von seinen und ihren künftigen Soids falen. (Matth. 16, 13–28. Mark. 8, 27–31. 9, 1. Ruf. 9, 13-27.)

Jesus fragte seine Jünger : Wer sagen die Leute, daß des Menschen Sohn rey ? Sie sprachen : Etliche ragen, du reyst. Johannes, det Tåufer; die andern, du leyft Elias; etliche, du reyst Jeremias oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer saget denn ihr, daß ich rey? Da antwortete Simon Petrus : Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus sprach: Selig bist du, Simon; denn Fleisch und Blut (menschs liche Kraft) hat dir das nicht geoffenbaret; sondern mein Vater im Himmel! Und ich sage dir: Du bist Petrus (oder Syrisch: Kepha, d. 1. Fels), und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeine, und die Pforten der Hölle (alle Macht der Feinde) sollen fie nicht überwältigen. Da verbot er (ie doch) seinen Jüns gera, daß fie jest noch) Niemand sagen sollten, daß er, Jesus,

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der Chrift (Meffias) wåre. Von der Beft an fing Jesus an, und zeigte seinen Jüngern, wie er mußte bin gen Jerusalem geben, und viel leiden, und gerödet werden, und am dritten Tage auferstehen. Und Petrus nahm ihn zu fich auf die Beite), und sprac: Herr, schone deiner selbst! Das widerfahre dir nur nicht! Da sprach Jesus zu reinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne fish selbst, und nehme, fein Kreuz auf fich, und folge mir. Denn wer sein (irdisches) Leben erhalten will , der wird es verlieren ; wer aber sein Leben verlieret um meinet willen, der wird es (ein himmlisch selige6 dafür) finden. Was hålfe eß dem Menschen, so er die ganze Welt ge. wonne, und nåhme doch Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder lose? Denn es wird je (einft) geschehen, daß des Menschen Sohn komme in der Herrlichkeit seines Vaters, mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem Seglichen vergelten nach seinen Werfen. Wahrlich! ich sage euch, es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß fie reben das Reich Gottes mit Rraft kommen Coie Messias religion sich fråftig verbreiten).

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252, Jesus Berklärung. (Matth. 17, 1-9. Mark. 9, 1--13.

Luk. 9, 28–36.) Jesus nahm zu fich Petrus und Jakobus und Johannes, und führte sie beiseits auf einen hohen Berg, zu beten; und er ward verflåret vor is, nen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß als ein Licht. Und siebe, da er. schien ihnen Mose und Elias in Klarheit, da er betete; die redeten mit ihm von dem Ausgang (Erfolg), welchen er noch erfüllen follte zu Jerusalem. Petrus aber und die mit ihm waren, waren von Schlafs. Da sie aber aufwachten, sahen sie seine Klarheit, und die zwei Männer bei ihm stehen. Petrus (prach: Herr, hier ist gut seyn! Wiaft du: so wollen wir hier drei Hütten machen; dir eine, Mose eine, und Elias eine; und er wußte nicht, was er redete. Da er noch also redete, fiebe, da überschattere fie eine lichte Wolke, und eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem i Wohlgefallen habe ; den rollt ihr bören! Dá das die Jünger höreten, fielen sie auf ihr Ans gesicht, und erscrafen febr. Jesus aber trat zu ihnen, rúbrete fie an, und sprach: Stebet auf, und fürchtet euch nicht! Da fie

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aber ihre Augen aufhoben, fahen sie Niemand, denn gefus allein. Uno'da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus: Ihr rolle dies Gesicht Niemand sagen, bis des Menschen Sohn son den Todten auferstanden ist. Und sie verschwiegen, was sie gesehen batten. 253. Jefus hellt einen epileptischen Saubftummen, den seine unglaubigen Jünger nicht hatten bellen können. (Matth. 17,14-23. Marf. 9, 14-29. Luf. 9, 37-42)

Da sie zu dem Volke (jur úc) kamen, trat zu Jesus eitt Mensch, fiel ihm zu Füßen, und sprach: Herr, erbarme Dich über meinen Sohn; denn er ist mondsüchtig (fallsüdtig), und hat ein schweres Lelden! Er fådt oft ins Feuer, und oft ins Wasser ! Wenn der Geift (Damon) thn ergreifet; schrelet er, und es reisset ihn, daß er sdhåumet. Und ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht; aber sie konnten ihm nicht helfen. Jesus (prad: D du ungläubige und verkehrte Art! Wie lange fod ich bei euch seyn? Wie lange soll ich euch dulden (mit euch Geduld haben)? Bringét mir ihn hierher! Und sie brachten ihn her; und alsobald, da ihn der Geist fah, riß er ihn, und er fiel auf die Erde, und wålzete sich und, schäumte. Und Jesus fragte seinen Bater: Wie

: lange ift es, daß ihm dieses widerfahren ist? Er Tprach: Ben Kind auf; und oft hat er (der Damon) ihn ins Feuer und Wasser geworfen, daß er ihn umbrachte. Kannst du aber was: To erbarme dich unser, und hilf uns! Jesus sprach: Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubet. Und des Kindes Vater sprach mit Chránen: Sch glaube, lieber Herr! Hilf meinem Unglauben!. Da nun Jesus sah, daß das Bole zulief, bedrohete er den unsaubern Geist, und sprach: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, daß du von ihm auss fahrest, und fahrest hinfort nicht (wieder) in ihn! Da schrie er, und riß ihn sehr, und er fuhr aus; und er ward, als wäre er todt, daß auch einer sagte: Er ist todt! Sesus, aber ergriff ihn bei der Sand, und richtete ihn auf, und er stand auf, und der Knabe ward gesund zu derselbigen Stunde. Da traten zu ihm seine Sünger besonders (allein), und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Jesus abeç antwortete: Um eures Unglau. bens (Mangels an Vertrauen) willen; denn ich sage euch, wahrlich! ro ihr Glauben habt als ein Senfkorn (nur im fleins ften Grade): so möget ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich

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