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• bon binnen dorthin! To wird er sich heben, und euch wird nichts unmöglich reyn. Darauf sprach Jesus: Es ist zukünftig, Daß des Menschen Sohn überantwortet werde in der Menschen Hande; und sie werden ihn tóden, und am dritten Tage wird er auferstehen. Und sie wurden sehr betrübt. 254. Jesus billigt und verschafft die Tempelsteuer. (Matth..

17, 24-27.) Da fie gen Kapernaum kamen, gingen zu Petrus, die den Zinsgroschen (Das Kopfgeld oder die Tempelsteuer von 2 Drachmen, oder etwa 6 Orolden) einnahmen, und fprachen : Pfleget euer Meister nicht den Zinsgroschen zu geben? Er sprach: Ja. Und als er heim kam, kam ihm Jesus zuvor, und sprach: Was důnfet dich, Simon? Von wem nehmen die Könige auf Erden den soll oder Zinse? Bon ihren Kindern (den Unterthanen), oder von Fremden? Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: So sind (also die Rinder (und folglich auch ich, als des höchsten Königs Sobn) frel; auf daß aber wir sie nicht ergern (Ursach zur Låterung geben): so gehe hin an das Meer, und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauf fåhret, den nimm, und wenn du feinen Mund aufthust, wirst du einen Stater (2 Doppeldrachmen) finden; denselben nimm, und gib ign für mich und dich. 255. Jesus dringt auf Demuth, und eifert wider Pergernis.

(Matth. 18, 2-14. Marf. 9,35.) Es traten die Jünger zu Jésus, und sprachen: Wer ist Doch der Großte (gleich nach dem Meffias) im Himmels reich? Jesus sprach: So 'Jemand will der Erste seyn, der soll der Lebte seyn 'vor allen, und aller Knecht, und rief ein Kind zu fich, berzte dasselbige, und stellte es mitten unter fie, und sprach: Wahrlich! ich sage euch, es rey denn, daß ihr euch umkebret (gang veråndert), und werdet wie die Kinder: so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer sich nun selbst erniedrigt, wie dies Kind, der ist der Gröbeste im Himmelreich. Und wer ein folches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf, und den, der mich gesandt hat. Wer aber årgert (zum 26fall berleitet) dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wåre beffer, daß ein riflstein an seinen Hals gehånget' würde,

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und er erfäufet mårde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Weldoer Zergerniß halben! Es muß ja ergerniß kommen, doc webe dem Menschen, durd) welchen ergerniß kommt! So aber deine Hand oder .dein Fuß dich årgert (zum Bösen reizt): so baue ibn ab, und wirf ihn von dir! Es ist dir besser, daß du jum Leben lahm oder ein Krúppel eingehest, denn daß du zwei Hande oder zwei Füße habeft, und werdeft in das ervige Feuer (Verder ben) geworfen. Und so dich dein Auge årgert, reiß es aus, und wirf es von dir! Es ist dir besser, daß du eindagig zum Leben eingebeft, denn daß du zwei Augen babest, und werdest in das bodische Feuer geworfen. Sebet zu, daß ihr nicht Jemand von diesen Kleinen verachtet; denn ich sage euch : Shre Engel im Hims mel reben allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel (fie find ihm werth); denn des Menschen Sohn ist gekommen, selig zu machen, daß verloren ist. Was důnket euch? Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe håtte, und eins unter denselbigen sich verirrte; låsset er nicht die neun und neunzig auf den Bergen, gebet hin, und suchet das verirrte? Und fo er es findet, freuet er sich darüber mehr, denn über die neun und neunzig, die sich nicht verirret. Also auch ist es vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, daß Jemand von diesen Kleinen verloren werde.

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256. Jefus ermahnt zu wechselseitiger Nachricht. Matth.

18, 21-35.) Petrus sprach: Kerr, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir fündiget, vergeben? Sit es genug Fiebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern siebenzig mal fiebenmal. Darum ist das Himmelreich gleich einem Könige, der mit seinen Knechten rechnen wollte ; und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn tausend Pfund (Talente) schuldig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr (in die Leibeigenschaft) verkaufen ihn, und sein Weib, und seine Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder, und sprach : Herr, habe Geduld mit mir! I wil dir alles bezahlen. Da jammerte den Herrn deso selbigen Knechts, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus, und fand einen feis Der Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und et griff Ihn an, und würgete ihn, und sprach : Bezahle mir, was

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- du mit duldig bift! Da fiel sein Mittnecht nieber, und bat iha: Babe Geduld mit mir! Jou will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn in das Gefängniße .bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber leirie Mite knechte solches saben, wurden sie sehr berrůbt, und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da foro derte ihn rein Herr vor fich, und sprach zu ihm:' Du Schalesi knecht (Bóre widt), alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dies weil du mich batest! Bolltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über sich erbarmet habe? Und fein Herr wardozornig, und überantwortete ihn den Peini. gern (Kerkermeistern), bis daß er bezahlete alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlisdier Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von euren Herzen ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler, 857. Jesus fertigt die ein Himmelszeichen verlangenden

Phartjåer ab, und warnt vor ihnen. (Matth. 16, 1-12. Marf. 8, 11.'12.)

Es traten Pharifåer und adducåer zu ihm, die versuchten ihn, und forderten, daß er fie ein Zeichen vom Himmel seben ließe; aber er antwortete: Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden; denn der Bimmel ist roth. Und des More gens (precher ihr: Es wird heute Ungewitter feyn; denn der Him. mel ist roth urd trúbe. Ihr Heuchler! des Himmels Gestalt fónnet ihr beurtbeilen; tónnet ihr denn nicht auch die Zeichen dien fer Zeit beurtheilen? Diere bose Art sucht ein Zeichen; und es soll ihr kein Zeichen gegeben werden, denn das (beschå mende) Zeis den des Propheten Jonas. Und er ließ sie, und ging davon. Ilnd da reine Jünger waren hinüber gefahren (ůbers galilå to sche Meer), hatten sie vergessen, Brod mit sich zu nehmen. Jesus aber sprach: Hütet eud) vor dem Sauerteige (verderblis den Lebren) der Pharifåer und Sadducåer! Da dachten sie bei sich selbst : Das wird es feyn, daß wir nicht haben Brod mit uns genommen. Da das Jesus vernahm, sprach er: Ihr Klein. glåubigen! was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht habet Brod mit euch genommen? Vernehmet (begreifet) ihr noch nichts ? Gedenket för nicht an die fünf Brode unter die fünf tausend, und wie viele Körbe ihr da aufhobet? Auch nicht an die sieben Brode unter ok vier tausend, und wie viele Körbe tor Da aufhobet? Wie,

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verfteget thr denn nicht, daß ich euch nicht fage vom Brode, wenn ich sage: Hütet euch vor dem Bauerteig der Pharifåer und Badducåer! Da verstanden fie, daß er nicht gesagt hatte, daß sie sich båten sollten vor dem Bauerteige des Brodes, fondern vor der Lehre der Pharifåer und Sadducåer.

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858. Jesus Beilt einen, der blind und ftumm zugleid warn

und widerlegt und Kraft die ihn verleumdenden Pharisåer. (Matth. 12-22-42. Mark. 3,21–30. Luf. 11,34–31.)

Es ward ein Befeslener zu ihm gebradt, der, war blind und ftumm, und er heilte ihn also, daß der Blinde und Stumme beis des redete und fah. Und alles Vole entfekte (verrounderte) fich, und sprach: 3ft dieser nicht Davids Sohn der Meffia s)? Aber die Pharifåer sprachen: Er treibet die Teufel nicht anders aus, denn durd) Brelzebub, der Teufel Oberften. Jesus vernahm aber ihre Gedanken, und sprach: Ein jegliches Reich, lo es mit fich felbft uneins wird, das wird wüfte ; und eine jegliche Stadt oder Haus, jo es mit ihm selbst uneins wird, mag nicht bestehen. So denn ein Saran den andern austreibet: fo muß er mit ihm felbst uneins Fern; wie mag dann fein Reich befteben? So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben fie eure Kinder die zu euch gehörenden Beschwörer) aus? Darum werden sie eure Richter feyn. So ich aber die Teufel durch den Geist Gjoites (Gorres finger, d. 1. Macht) austreibe: so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. Oder wie kann Jes mand in eines Starken Haus gehen, und ihm seinen Hausrath rauben, es rey denn, daß er zuvor den Starken binde, und alss dann ihm fein Haus beraube? Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir rammelt, der zerftreuet! Darum fage ich euch : Alle Sünde und Låfterung wird den Menschen ver. geben; aber die Låsterung wider den Geist (mein Meflia & amt) wird den Menschen nicht vergeben. Wer etwas redet wider (mic als) des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den heiligen Geist (meine Messias würde), dem wird es nicht vergeben, weder in dieser, noch in jener Welt. An

, der Frucht erkennet man den Baum. Ihr Otterngezüchte! wie fónnet ihr Gutes reben, dieweil ihr bóre reyd? Weß das Setz voll ist, deß gehet der Mund über. Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus seinem guten Schage des Herzens, und eta

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böfer Mensch bringet Böses hervor aus seinem böfen dabe. ja fage euch aber, daß die Menschen müssen Redienschaft geben am júngsten Gerichte von einem jeglichen unnüßen Worte, das fie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertiget wers den, und aus deinen Worten wirst du verdammet werden. Etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisåernt språden: Meis ster, wir wollten gerne ein Zeichen von dir sehen. Er antwortete : Die böse und ehebrecherische (ausjållige) art fuchet ein Zrichen, und es ioird ihr kein Zeichen gegeben werden, denn das Zeidie'n des Propheten Jonas; denn gleich wie Jonas war drei Tage und drei Nächte in des Wallfisches Bauche, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nädte mitten in der Erde feyn (Jon, 8, 1.)." Die Leute von Minive werden auftreten am jůngsien Geridte mit diefein Geschlechte, und werden es verdammen ; denn sie thaten Buße nach der Predigt Jonas ; und liebe, bier ift mehr denn Jonas! Die Königin von Mittag wird auftreten am jüngsten Gerichte mit diesem Geschlechte , und wird es verdammen; denn fie tam vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören; und Fiebe, bier ist mehr denn Salomo !

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259. Jesus Reise nach Jerusalem. Zurechtweisung der rache

sú dtigen und irdird gesinnten Jünger u. Angånger. (Matth. 8, 19-22. lut. 9, 51–62.)

Da die Zeit erfüllet war, daß Jesus folite von binnen der Erde) genommen werden, wendete er fein angericht, ftracks gen Jerusalem ju wandeln ; und er fandte Boten vor ihm hin, die kamen in einen Markt der Samariter, daß fie ihm Herberge bes stelleten; aber fie nahmen ihn nicht an, darum, daß er nicht bei ihnen bleiben wollte, sondern) wandeln gen Jerusas fem. Da aber das feine Jünger, Jakobus und Johannes, faben, sprachen fie: Bert, willst du, fo wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel falle, und verzehre sie, wie Elias that? (2 Kón. 1, 10. 12.) Jefus aber bedrohete sie, und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geiftes Kinder (welcher lehre Anh ånger) ihr seyd? Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, Menschen zu verderben, sondern zu erhalten! Und sie gingen in einen andern Markt. Es begab fich aber, da fie auf dem Wege waren, sprach ein Schriftgelehrter zu ihm: Ich will dir folgen, wo du hingehest. Jesus, sprach: Die Füchse baben Gruben, und die

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