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aber ihre Augen aufhoben, sahen sie Niemand, denn Gefus allein. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus: Ihr sollt dies Gesicht Niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Eodten auferstanden ist. Und sie verschwiegen, was sie gesehen batten. 853. Jefus hellt einen epileptischen Taubftummen, den seine unglaubigen Jünger nicht hatten heilen können. (Matth. 17 14–13. Rart. 9 14–9. out. 9 37–42 )

Da sie zu dem Volke (jurůck) kamen, trat zu Jesus ein Mensch, fiel ihm zu Füßen, und sprach: Herr, erbarme Dich über meinen Sohn; denn er lít mondsüchtig (fallsůdy tig), und hat ein schweres Lelden! Er få at oft ins Feuer, und oft ins Wasser ! Wenn der Geift (Då mon) thn ergreifet; schrelet er, und es reisset thn, daß er sdhåumet. Und ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht; aber sie konnten ihm nicht helfen. Jesus (prado: O du unglåubige und verkehrte Art! Wie lange soil ich bei euch reyn? Wie lange soll ich euch dulden (mit euch Gedulo baben)? Bringet mir ihn hierher! Und sie brachten ihn her; und alsobald, da ihn der Geist rah, riß er ihn, und er fiel auf die Erde, und målzete fich und, schäumte. Uno Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ift es, daß ihm dieses widerfahren ist?' Er Tprach: Ven Kind auf; und oft hat er (der Dåmon) ihn ins Feuer und Wasser geworfen, daß er ihn umbråchte. Kannst du aber was: To erbarme dich unser, und hilf uns! Jesus sprach: Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubet: Und des Kindes Vater (prad mit Chránen: Ich glaube, lieber Herr! Hilf meinem Unglauben! Da nun Jesus sah, daß das Volk zulief, bedrohete er den unsaubern Geist, und sprach : Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, daß du von ihm auss fahrest, und fahrest hinfort nicht (wieder) in ihn! Da schrie er, und riß ihn sehr, und er fuhr aus; und er ward, als wäre er todt, daß auch einer sagte: Er ist tobt! Sesus aber ergriff ihn bei der Hand, und richtete ihn auf, und er stand auf, und der Knabe ward gesund zu derselbigen Stunde. Da traten zu ihm seine Jünger besonders (allein), und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Jefus aber antwortete: Um eures Unglau. bens (Mangels an Vertrauen) willen; denn ich sage euch, wahrlich! ro ihr Glauben habt als ein Senfkorn (nur im kleins ften Grade): so möget ihr sagen zu diesem Berge: Hebe dich

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• bon binnen Dorthin! so wird er sich heben, und euch wird nichts

unmöglich seyn. Darauf sprach Jesus: Es ist zukünftig, Daß des Menschen Sohn überantwortet werde in der Menschen Hånde; und sie werden Ihn toden, und am dritten Tage wird er auferstehen. Und sie wurden sehr betrübt. 254. Jesus billigt und verschafft die Tempelsteuer. (Matth.

17, 24–27.) Da fie gen Kapernaum famen, gingen zu Petrus, die den Sinsgroschen (das Kopfgeld oder die Tempelsteuer von 2 Drachmen, oder etwa 6 Groschen) einnahmen, und fprachen: Pfleget euer Meister nicht den Zinsgroschen zu geben? Er sprach: Ja. Und als er heim kam, kam ihm Jesus zuvor, und sprach: Was důnket dich, Simon? Von wem nehmen die Könige auf Erden den soll oder Zinse? von ihren Kindern (oen Unterthanen), oder von Fremden? Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: So sind (allo) die Kinder (und folglich auch ich, als des böchsten Königs Sohn) frei ; auf daß aber wir sie nicht ärgern (Ursach zur Låterung geben): so gehe hin an das Meer, und wirf die Angel, und den ersten Fisch, der herauf fåhret, den nimm, und wenn du feinen Mund aufthust, wirst du einen Stater (2 Doppeldrahmen) finden; denselben nimm, und gib ibn für mich und dich. 255. Jesus dringt auf Demuth, und eifert wider Aergerniß.

(Matth. 18, 1-14. Marf. 9,35.) 3. Es traten die Jünger zu Sesus, und sprachen: Wer ist doch der Großte (gleich nach dem Meffias) im Himmels reich? Jesus sprach: So Jemand wil der Erste regn, der rol der Leßte seyn vor allen, und aller Knecht, und rief ein Kind zu sich, berzte dasselbige, und stellte es mitten unter fie, und sprach: Wahrlich! ich sage euch, es rey denn, daß ihr euch umkehret (gang veråndert), und werdet wie die Kinder : so werdet ihr nicht in das Himmelreide fommen. Wer sich nun selbst erniedrigt, wie dies Kind, der ist der Großeste im Himmelreich. Und wer ein folches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf, und den, der mich gefandt hat. Wer aber årgert (zum Abfall berleitet) dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre bener, daß ein Mühlstein an seinen Gals gehånget würde,

und er erfäufer würde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe des Wellider Pergerniß halben! Es muß la Zergerniß kommen; dodo webe dem Menschen, durdy welchen ergerniß kommt! So aber deine Hand oder.dein Fuß dich årgert (zum Bösen relje): so haue ibn ab, und wirf ihn von dir ! Es ist die besser, daß du zum Leben lahm oder ein Rrúppel eingebeft, denn daß du zwei Hånde oder zwei Fúfe habeft, und werdest in das ewige Feuer (Verder. ben) geworfen. Und so dich dein Auge årgert, reiß es aus, und wirf es von dir! Es ist dir beller, daß du eindagig zum Leben eingebeft, denn daß du zwei Jugen habest, und werdest in das hodische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht Jemand von diesen Kleinen verachtet; denn ich sage euch: Shre Engel im Hims mel reben allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel (fie find ihm werth); denn des Menschen Sohn ist gekommen, selig zu machen, das verloren ist. Was dúnket euch? Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe hätte, und eins unter denselbigen sich verirrte; låsset er nicht die neun und neunzig auf den Bergen, geher hin, und suchet das verirrte? Und fo er es findet, freuet er sich darüber mehr, denn über die neun und neunzig, die sich nicht verirret. Also auch ist es vor eurem Vater im Himmel nicht der Wide, daß Jemand von diesen Kleinen verloren werde.

256. Jefus ermahnt zu wedselseitiger Nadlict. (Matth.

18, 21-35.) Petrus sprach: Herr, wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir fündiget, vergeben? Sit es genug Riebenmal? Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir, niche siebenmal, sondern siebenzig mal fiebenmal. Darum ist das Himmelreich gleich einem Könige, der mit seinen Knechten rechnen wollte ; und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn tausend Pfund (Talente) schuldig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr (in die Leibeigenschaft) verkaufen ihn, und sein Welb, und seine Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen, Da fiel der Knecht nieder, und sprach : Herr, habe Geduld mit mir! Ich will dir alles bezahlen. Da jammerte den Herrn deso selbigen Knechts, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus, und fand einen seis ner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an, und würgete ihn, und sprach : Bezahle mir, was

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- du mir duldig blft! Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat iba: Babe Geduld mit mir! Ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn in das Gefängniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seirie Mits knechte solches saben, wurden sie sehr berrůbt, und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da fors derte ihn rein Herr vor lidh, und sprach zu ihm :: Du Schalesi knecht (Bóre widt), alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dies weil du mich batest! Bolltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet babe? Und sein Herr mard zornig, und überantwortete ihn den Peini. gern (Rerkermeistern), bis daß er bezahlete alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlisdier Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von euren Herzen ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler, 857. Jesus fertigt die ein Himmeldjeiden verlangenden Pharifåer ab, und warnt vor ihnen. (Matth. 16, 1-12, Marf. 8, 11. 12.)

Es traten Pharisäer und Gadducåer zu ihm, die versuchten ihn, und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen ließe; abeč er antwortete: Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden; denn der Himmel ist roch. Und des Moro gens (precher ihr: Es wird heute Ungewitter seyn; denn der Hims mel ist roth urd trúbe. Ihr Heuchler! des Himmels Gestalt fónnet ihr beurtheilen; tonnet ihr denn nicht auch die Zeichen dies ser Zeit beurtheilen? Diese bose Art sucht ein Zeichen; und es roll ihr kein Zeichen gegeben werden, denn das (beschå mende) Zelo chen des Propheten Jonas. Und er ließ sie, und ging davon. und da seine Júnger waren hinüber gefahren (ůbers galilåt. sche Meer), hatten sie vergessen, Brod mit sich zu nehmen. Jesús aber spracy: Hütet euch vor dem Sauerteige (verderblis chen Lebren) dér Pharifåer und Sadducåer! Da dachten sie bei sich selbst : Das wird es seyn, daß wir nicht haben Brod mit uns genommen. Da das Jesus vernahm, sprach er: Ihr Klein. gläubigen! was bekümmert ihr euch doch, daß ihr nicht habet Brod mit euch genommen? Vernehmet (begreifet) ihr noch nichts ? Gedenket ihr nicht an die fünf Brode unter die fünf tausend, und wie viele Körbe ihr da aufhobet? Auch nicht an die sieben Brode unter ok vier tausend, und wie viele Körbe ihr da aufhobet? Wle,

verftebet ihr denn nicht, daß ich euch nicht Page vom Brode, wenn ich sage: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharifåer und Gadducåer! Da verftanden fie, daß er nicht gesagt hatte, daß fie sich båten sollten vor dem Sauerteige des Brodes, sondern vor der Lehre der Pharisder und Sabducåer.

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158. Jesus beilt einen, der blind und ftumm zugleid war,

und widerlegt und Kraft die ihn verleumdenden Pharifáer. (Matth. 12-22-42. Mark. 3,21–30. Luf, 11/34–31.)

Es ward ein Besessener zu ihm gebracht, der war blind und ftumm, und er heitte ihn also, daß der Blinde und Stumme beis des redete und fah. Und alles Vole entfette (verrounderte) Fich, und sprach: Sit dieser nicht Davids Gohn Der Meffias)? Aber die Pharifåer sprachen: Er treibet die Teufel nicht anders aus, denn durch Beelzebub, der Teufel Oberften. Jesus vernahm aber ihre Gedanken, und sprach: Ein jegliches Reich, so es mit fich felbft uneins wird, das wird wüste; und eine jegliche Stadt oder Haus, ko es mit ihm selbst uneins wird, mag nicht bestehen. So denn ein Satan den andern austreibet : fo muß er mit ihm felbft uneins feyn; wie mag dann sein Reich befteben? So ich aber die Teufel durd Beelzebub austreibe, Durch wen treiben fie eure Kinder coie zu euch gehörenden Beschwörer) aus? Darum werden sie eure Richter feyn. So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes (Gorres Finger, 0. I. Macht) austreibe: so ist ja das Reich Gottes zu eud gekommen. Oder wie fann Jes mand in eines Starken Haus gehen, und ihm feinen Hausrath rauben, es sey denn, daß er zuvor den Starken binde, und alss dann ihm fein Haus beraube? Wer nidt mit mir ist, der ift wider mich, und wer nicht mit mir fammelt, der zerftreuet! Darum fage ich euch : Alle Sünde und Låsterung wird den Menschen ver. geben; aber die Låsterung wider den Geist (mein Mersia s amt) wird den Menschen nicht vergeben. Wer etwas redet wider (mich als) des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet wider den heiligen Geist (meine Messias würde), dem wird es nicht vergeben, weder in dieser, noch in jener Welt. An der Frucht erkennet man den Baum. Jhr Otterngezüchte! wie fónnet ihr Outes reden, dieweil thr bóre reyd ? Beß das Berz vol ist, deß gehet der Mund über. Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus seinem guten Schabe des Berzens, und ela,

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