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die nicht ein Licht anzünde, und Fehre das Haus, und suche mit Fleif, bis daß fie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat, rufet sie Ihren Freundinnen und Nachbarinnen , und spridt: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren batte! Allo auch sage ich euch, wird Freude fern vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße thut. Und er sprach (weiter): Ein Mensch hatte zwei Söhne; und der jüng. fte unter ihnen sprach zum Vater : Gib mir, Vater, das Ebell der Güter, das mir gehöret! Und er theilete ihnen das Gut. Nicht lange darnach rammelte der jüngste Sohn alles zusammen, und zog ferne über Land, und daselbst brachte er sein Gut um mic Prassen. Da er nun alle das Seine verzehret hatte, ward eine große Theuerung durch dasselbige ganze Land, und er fing an zu darben, und ging hin, und hångete (verdingte) sich an einen Bürger desselbigen Landes; der schickte ihn auf seinen Acer, die Såue zu húten. Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit Trås bern (Johannisbroo, als dem Dort üblichen Schweine. futter), die die Saue aßen, und Niemand gab sie ihm. Da schlug (ging) er in Rich, und sprach: Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, die Broddler Fúde haben, und ich verber be im (vor) Hunger! Ich will mich aufmachen, und zu meinem Vater gehen, und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündiget in dem Himmel can Gott) und vor dir, und bin forthin nicht mehr werth, daß ich dein Sohn helfe! Mache mich als einen deiner Tagelöhner! Und er madyte sich auf, und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und er jammerte ihn, lief, und fiel thni um seinen Hals, und fürsete ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater , ich habe gesündiget in dem Himmel und vor dir; Ich bin forthin nicht mehr werth, daß ich dein Sohn beiße! Der Vater sprach darauf) zu seinen Knechs ten: Bringet das beste Kleid hervor, und thut (kleidet) thn an, und gebet ihm einen Fingerreif (Ring) an seine Hand, und Schuhe an seine Füße; und bringet ein gemåstet Kalb her, und schlachtet es; (und dann) lasset uns essen und fröhlich seyn; denn diesec mein Sohn war (so gut wie) todt, und ist wieder leben. dig geworden; er war verloren, und ist gefunden woorden! Und fie fingen an, fröhlich zu seyn. Aber der åltefte Sohn war auf dem Feldé, und als er nahe zum Hause kam, hörte er das Ges sånge und den Reigen Musik und Tanz), und rief zu fich der Knechte einen, und fragte, was das wäre ? Der aber sagte ihm :

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Dein Bruber ist gekommen, und dein Vater hat ein gemåftetes Kalb geschlachtet, daß er ihn gesund wieder hat. Da ward er jornig, und wollte nicht hinein geben. Da ging rein Vater here aus, und bat ihn ; er antwortete aber : Siehe, so viele Jahre diene ich dir , und habe dein Gebot noch nie übertreten, und du haft mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich '

wåre ! Mun aber dieser dein Sohn gekommen ist, der sein Gut verschlungen (Vermögen durchgebracht) hat, hast du ihm ein gemåstetes Kalb.gefchlachtet! Er aber sprach zu ihm: Mein Soon, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein; du solltest aber fröhlich und gutes Muthes seyn; denn dieser dein Bruder ivar todr, und ist wieder lebendig geworden; er war verloren, und ist wiedergefunden,

273. Jesus (pridht über Werth und Gebrauch der irdisoen

Süter in den Gleicniffen vom ungerechten Haushalter and reidem Manne. (Luk. 16, 1-15. 19-31.)

Sesus sprach zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm berüchtiget, als hatte er ihm seine Güter umgebracht (verschwendet); und er forderte ihn, und sprach: Wie höre ich das von dir ? Thue Rech. nung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr Haushalter seyn! Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so cháme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun wil, wenn ich nun von dem Amte gereßt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er tief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem ersten : Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Del. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, Tebe dich, und schreibe flugs funfzig! Darnach sprad) er zu dem andern: Du aber, wie viel bist du schul. dig? Er sprach : Hundert Malter Beizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, und schreibe achtzig! Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er (wenn auch nicht rechtlich, doch) tlüglich gethan håtte ; denn die Kinder dieser Welt coie Bósen) sind flüger, denn die Kinder des Lichts Coie Guten) in ihrem Geschledte (ibrer Art). Und ich sage euch auch: Machet euch (wenigftens) Freunde mit dem ungerechten Mammon (trừ g. liden Reichtum), auf daß, wenn ihr nun darbet (ihn vero

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Caffen måst), fie euch aufnehmen in die ewigen Hätten ihr für eure Zukunft sicher seyo). Wer im Geringsten treu eft, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. So ihr nun in dem ungerechten Mammon (den vergånglichen Erdengůtern) nicht treu seyd, wer will euch das Wahrhaftige (Ole wabren båbern Gů. ter) vertrauen? Und so ihr in dem Fremden (froischen) nicht treu reyd, wer will euch geben dasjenige, das (geiftig) euer ist? Kein Hausknecht kann zwei Herren dienen, entweder er wird einen hassen, und den andern lieben, oder wird einem anhangen, und den andern verachten, Ihr könnet nicht Gott fammt zugleich mit dem Mammon dienen. Das alles hörten die Pharifåer auch; die waren geizig, und spotteten sein. Und er sprach zu Ihnen: Shr feyd es, die ihr euch felbft rechtfertiget (fromm stellt) vor den Menschen; aber Gott bennet eure Herzen; denn was hoch (geachtet) ist unter den Menschen, das ist (sehr oft) ein Gråuel vor Gott. Es war aber, ein reicher Mann; der Kleidete sich mit Purput und köstlicher Leinwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber auch ein Armer, mit Namen Lazarus; der lag vor seiner Thür voller Schwaren, und begehrte sich zu fåte tigen von den Brobfamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen (statt Erquickungen von jenem, nur) die Hunde, und leckten ihm seine Schmåren. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoos Dort in einen seligen Zustand verset); der Reiche aber starb auch, und ward (nur von Menfchen prachtig) begras Ben. Als er (aber) nun in der Hölle und in der Qual war, heb er feine Augen auf, und fah Abraham von ferne, und Lazarus in feinem Schoos, rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein, und fende Lazarus, daß er das Zeußerste feines Fingers in das Wasser tauche, und fühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dteser Flamnie! Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gures empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus da. gegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeiniget. und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß, die da wollten von hinnen hinabfahren ju euch, tónnen nicht, und auch nicht von dannen zu uns herübers fahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Bater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Bri. der, daß er ihnen bezeuge (Ile warne), auf daß sie nicht auch

fommen an diefen Ort der Qual. Abraham fprach zu ihm: Cie haben Mose und die Propheten; laß sie dieselbigen hören! Er aher fprach: Nein, Bater Ubraham, sondern nenn einer von den Todten ju ihnen ginge: fo würden Rie Buße thun. Er fprach: Hören Fie Mose und die Propheten nicht: so werden sie auch nicht, glauben, ob Jemand von den Todten auferstände, -274. Jesus empfiehlt Demuth bet guten Werken. (Put. 17,

5--10:) Die Apostel fprachen zu dem Herrn: Starke uns den Glaus ben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt als ein Senfkorn, und saget zu diesem Maulbeerbaume : Reiß dich aus. und verseize dich in das Meer! so wird er euch gehorsam feyn. Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflüget oder das Bieh weidet, wenn er heim komint'vom Felde, daß er ihm fage: Gebe bald hin, und lebe dich zu Tische! Sit es nicht also, daß er zu ihm saget: Richte zu, daß ich zu Abend efle ; schůrze dich, und diene mir, bis ich esse und trinke; darnach roast du auch ellen und trinken! Danket er auch demselbigen Knechte, daß er gethan hat, was ihm befohlen war? Ich meine es nicht. 2110 auch ihr, wenn ihr alles gethan habt, was euch befohlen ist: To sprechet: Wir sind unnúße Knechte; wir haben (nur) gethan, was wir zu thun schuldig waren!

275. Jesus heilt zehn Uussåktge, unter meloen nur Ein

Dankbarer. (Luk. 17, 11•19.) Da Jesus reifete gen Jerusalem , begegneten ihm zehn aus rábige Männer, die standen von ferne, und fprachen: Jesus, lies ber Meister, erbarme Dich unser! Und da er pie sab, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Priestern ! Und es geschah, da fie bingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er fah, daß er gesund geworden war, kehrte er um, und preifete Gott mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu feinen Füßen, und dankete ihm; und das war ein Samariter. Jesus aber sprach: Sind threr nicht sehen rein geworden? Wo find aber die neune? Kat sich sonst keiner gefunden, der wieder um. kehre, und gåbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin: Dein Glaube hat dir geholfen.

976. Jesus berichtigt die Begriffe über feln Meffiasreld,

deutet auf fahreckliche Strafgerichte für das unglaubige jûs oiro Bolf hin, und ermahnet zu Wad samkeit und Berufss treur. (Matth. 24,42-51. Luk. 17, 20–33.)

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Da Jesus gefraget mard von den Pharifåern: Wenn kommt das (nach ihrer Meinung irdische) Reich Gottes? antwor. tete er ihnen: Das Reich Gottes kommt nicht mit &ußerlichen Gebehrden (Glanze). Man wird auch nicht sagen: Siehe, bier oder da ist es! Denn lehet, das Reich Gottes ist inwendig in (o de're schon mitten unter) euch. Er sprach, aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, daß ihr werdet begehren zu reben (nur noch) Einen Tag der Gegenwart) des Menschen Sohnes; und werdet ihn nicht sehen. Und sie werden zu euch sagen; Siehe hier, fiebe da! Gebet (aber nicht hin, und folget auch nicht; denn wie der Blk oben vom Himmel blißet und leuchtet über alles, das unter dem Himmel ist, also wird des Menschen Sohn an einem Tage (Des Gericht 6) reyn; zupor aber muß er viel leiden, und verworfen werden von diesem Geschlechte. Und wie es geschah zu den Zeiten Noah, lo miros aud) geschehen in den Tagen ides Menschen. Sohng.' Sie aßen, sie tranken, sie freieten, fie ließen sich freien, bis auf den Tag, da Noab ir die Arche ging, mind kam die Súndfluth, und brachte sie alle, um. Desselbigen aleichen, wie es geschab zu den Zeiten Lots : Sie aßen, fie tranfen, fie fauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie baueten ; an dem Tage aber, da lot aus Sodoma ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und brachte sie alle um. Auf diese Weise wird es auch geben an dem Tage, wo des Menschen Sohn durch göttliche Strafgerichte über das jüdische Vole als Messias) roll geoffenbaret werden. An demselbigen Tage, wer auf dem Dache ist, und fein Hausrath in dem Hause, der steige nicht hernieder, denselbigen zu holen. Desselbigen gleichen, wer auf dem Felde ift, der wende sich nicht um nach dem, das hinter ihm ist. Gedenket an des lois Weib! Wer da fudhet reine Seele (fein Leben) zu erhalten, der wird sie verlieren ; und wer sie verlieren wird, der wird ihr zum Leben (jur Glů cereligkeit) helfen. Darum wachet; denn ihr wisset nicht, weghe Stunde quer Herr kommen wird! Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hauss vater wußte, weldie Stunde der Dieb kommen wollte: .so würde er ja wachen, und nicht in sein Haus brechen lassen. Darum reyd

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