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Dann werden sich

fal, und werden euc coben. Und ihr múffet gebasset werden um viele årgern (abfallen), und werden sich unter einander vers rarben und bassen. Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhand nehmen, wird die Liebe in vielen erhalten. Wer aber beharret bis an das Ende, der wird selig. Und es wird geprediget werden das Evangelium vom Reiche in der ganzen Welt, zu einem Zeugniß über alle Völter, und dann wird das Ende der jeßigen Vero fassung) kommen. Wenn ihr nun seben werdet den Gråuel der Verwüstung, alsdann fliehe auf die Berge , wer im jüdischen Lande ift; und wer auf dem (platten Dache ist, der steige nicht bers nieder, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Webe aber den Schwangern und Säugenden zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht gefchebe im (regnerischen und rauben) Winter oder am Sabbatbe *); denn es wird alsdann eine große Trůbsal renn, als nicht gewesen ist, vom Anfang der Welt bisher, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden vers Eůrget : fo würde kein Mensch selig (få me nicht Einer davon); aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzet. So alsdann Jemand zu' euch wird sagen: Siehe, bier ift Christus, oder da! ro rollt ihr es nicht glauben. Denn es werden falsche Chriftt (Messiarre) und falsche Propheten aufftehen, und Cane roheinlich) große Zeichen und Wunder thun, daß'verführet wers den in den Srrthum, wo es möglich wäre, auch die Auserwählten. Stehe, ich habe es euch zuvor gesagt; darum, wenn sie zu euch fagen werden: Siehe,, er ist in der Wüste ! so gebet nicht hinaus. Siebe, er ist in der Kammer! so glaubet es nicht. Denn gleich wie der Bliß ausgehet vom Aufgange, und scheinet bis zum Nieders gange, also cichnell) wird auch seyn die Zukunft des Menschen, Sohnes. Wo aber ein af (ein ausgeartetes Volk) ift, da fammeln fich die Adler (Geier; eroberungssúdytige feinde). Und es werden Zeichen geschehen an Sonne, Mond und Sternen, und die Menschen werden verschmachten por Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen. Und alsdann wers Den fie reben des Menschen Sohn kommen in der Wolfe mit

Meil man fich dann nicht über zwet tausend Ellen von der
Stadt entfernen durfte.

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1 großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber bfefes anfängt zu

geschehen : fo fehet auf, und bebet eure Häupter auf, darum, daß sich eure Erlösung nahet! Und er sagte ihnen éln Gleichniß: Gebet an den Felgenbaum und alle Baume. Benn fie jest ausschlagen : To Tebet ihr es an ihnen, und merket, daß jeßt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles rebet angehen: so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich! Ich

fage euch ; Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles e geschehe! Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte

vergehen nicht! Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret 23 werden mit Fressen und Saufen, und mit Sorgen der Nahrung,

und fomme dieser Tag schnell über euch ; denn wie ein Faltrid wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. So reyd nun wader (wachsam und vorsichtig) atlezeit, und betet, daß ihr (fähig uno) würdig werden möget, zu entfliehen diesem (Unglüc) alen, das geschehen soll, und (als meine wahren Berebrer verschont zu bleiben und) zu (bes) fteben vor des Menschen Sohn (vor mit, dem Messias),

292. gefuß ermahnt In dem Gleimniß von den zehn flugen

und thårichten Jungfrauen zur Wadoramfeit wegen der Ungewißheit der Erfdeinang des großen Strafgerichts. (Matth. 25,1-13.)

Dann (zu jener Zeit der Umwälzung) wird das Him. melreich (in Ansehung des Verhaltens der Menschen) gleich seyn zeben Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen aus, dem Bråutigam entgegen; aber fünf unter ihnen waren thöricht, und fünf waren Flug. Dle thörichten nahmen thre Lampen; aber sie nahmen nicht Det mit sich. Die klugen aber nahmen Det in ihren Gefäßen, sammt ihren Lampen. Da nua der Bräutigam derzog, wurden sie alle schläfrig, und entschtiefen. Zur Mitternacht aber ward ein Vercorel: Siehe, der Bräutigam kommt! Gehet aus, ihm entgegen! Da standen diese Jungfrauen, alle auf, und schmückten (richteten vor) ihre Lampen. Die thörichten aber sprachen mit den Flugen: Gebet uns von eurem Dele; denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die klugen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebrece! Gebet aber bin zu den Krämern, und kaufet für euch selbst! Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und welche bereit waren, gingen

mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Thüre wart verschlossen. Zulegt farien auch die andern Jungfrauen, und sprachen: Herr, Herr, thue uns auf! Er antivortete aber : Wahrlich! ich sage euca, ich kenne euch nicht. Darum wachet (auch ihr); denn ibr rolifset weder Tag nod Stunde, in welcher des Mensden Sohn fommen wirdt 293. Jesus spricht bildlich von seiner legten Zukunft und

Gerichthaltung. (Matth. 25,31-46.) Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrs lichkeit, und alle heilige Engel mit ihm : dann wird er fißen auf dem Stuhle. (Throne) feiner Herrlichkeit, und es werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Bocken scheidet, und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, und die Böcke zur Tinfen. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rech ten: Kommt her, ihr Gesegneten: meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Mabeginn der Welt! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset; ich bin durstig ges ' wesen, und ihr habt mich getrånket; ich bin ein Gast gewesen, und ihr habe mich beherberget; ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin frank gewesen, und ihr habt mich besuchet; ich bin gefangen gewesen, und ihr leyb zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten (uten) antworten : Herr, wenn haben wir dich hungrig gesehen, und haben dich gespeiset? Oder durstig, und haben didy getránket? Wenn haben wir dich einen Gast gesehen, und beherberget? Oder nackend, und haben dich gekleidet? Wenn haben wir dich Frank oder gefangen gesehen, und sind zu dir gekoms men? Und der König wiro antworten : Wahrlich! ich sage euch: Was ihr gethan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir gethan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten (Bosen), in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln (empfangt die Strafe eurer. teuflischen Bosbeit)! Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getrånket; ich bin ein Oaft gewesen, und ihr habt midy nicht beherberget; ich bin nackend geivesen, und ihr habt mich nicht bekleidet; ich bin frank und ges fangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da iverden sie ihm auch antworten : Herr, wenn haben wir dich geseben hungrig,

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oder durftig, oder ein Gast, oder naden, oder Frant, odet gefangen, und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten : Wahrlich! ich sage euch : Was Ihr nicht gethan habt einem unter diesen Beringsten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Und sie werden in die ewige Pein geben; aber die Gerechten in das ewige Leben.

294. Jesus lebrt bei Tage nodo immer im Tempel fort, túadige

aber rein nabes Reiden nogmals an, und das Sanhedria oder Synedrium berathi lagt über seinen Tod. (Matth. 26,1-5. Macl. 14, 1.2. Euf. 21, 37.38. 22, 1, 2.)

Jesus lehrte des Tages im Tempel, des Nachts (Uden0s) aber ging er hinaus, und blieb über Macht zu Bethanten am Delo berge. Und alles Volk machte fich fråbe auf zu ihm, im Tempel ihn zu hören. - Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ihr wisset, daß nach zwei Tagen Ostern wird, und des Mensden Bonn wird ůberantwortet werden, daß er gekreuziget werde. Da (um die selbige Zeit) versammelten sich die Hohenpriester und Schrift. gelehrten und die Zeltesten im Volfe in dem Palast des Hobene priesters, der da hieß Kaiphas; und hielten Rath, wie sie Jesus mit List griffen und todeten. Sie sprachen aber : Ja nicht auf das Fest, auf daß nicht ein Aufruhr werde im Wolf!

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295- Jesus wascht den Jüngern die Füße, und ermahnt zué

Liebe. (Job. 13, 1-17.) Vor dem Fefte aber der Ostern (nou), da Jesus erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater (wie er hatte gelieber die Seinen, die in der Welt waren, To liebte er sie bis an das Ende), nach dem Abendessen, da schont der Teufel (Der Habsucht) hatte den Judas Simon Isderioth in das Herz gegeben, daß er ihn verriethe, stand er vom Abends mahl auf, sob Wasser in ein Becken, hub an, den Jüngern die Füße zu waschen (welches sonst nur die niedrigsten flas ven, zuweilen aber auch die beren Freunde verrich. teten), und trocknete sie mit dem Schurze, damit er umgürtet war. Da kam er auch zu Simon Petrus, und darselbige sprach: Herr, Rolltest du mir meine Füße waschen?. Sesus antwortete: Was (id a rum o) ich thue, das weißt du jeßt nicht; du wirst es aber bernach erfahren. Da sprach Petrus: Nimmermebr fouf

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du mir die Füße maschen! Jesus antwortete: Berde ich dich nicht walden: so hatt du keinen Theil (Gemeinschaft) mit mir. Opricht zu ihm Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! Opricht Jesus: Wer (oa schon) gewaschen ist, der darf nicht, denn (nur noch) die Füße waschen, sondern er ift gank rein. Und ihr reyd rein, aber nicht alle! Denn er wußte seinen Verråther wobt; daram sprach er: Ihr reyd nicht alle rein. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und feste fich wieder nieder, und sprach: Misset ihr, was ich euch gethan babe? Ihr beißer mich Meister und Herr, und saget redit daran; denn ich bin es auch. So nun id, euer Herr und Mrister, eud die Füße gewaschen (liebesdienst erwiesen) babe : so fout the aud euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich eud gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan babe. Wahrlich! ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer, denn sein Herr , noch der Apostel größer, denn der ihn gesandt hat. So for soldes wiffet , selig reyd ibr, so ihr es thur! Nicht fage (rede) ich von eud allen; denn) ich weiß, welche ich erråhlet habe, sondern daß die Schrift erfüllet werde: Der mein Brod isset, der triit mich mit Füßen! Jeßt fage ich es euch, ehe denn es geschiehet, auf daß, wenn es geschehen ist ihr glaubet, daß ich es bin. Wahrlich! ich sage euch : Wer aufnimmt, lo ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.

96. Judas mast den Verrårber. (luk. 22,3-6.) Es war der Batanas (der teuflische Gedanke des Vers raths) gefahren in den (hab richtigen) Judas, genannt scha. rioth, dec da war aus der Zahl der Zwolf; und er ging hin, und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten (der geoltenw a che am Tempel), wie er ihn wollte ihnen übers antworten. Und sie wurden froh, und boten ihm dreißig Silberlinge (15 Thaler). Und er Dersprach (verpflichtete) fich, und suchte Gelegeaheit, daß er ihn überantwortete - ohne Numor (Gerå ulo). Anmerkung. Nun folgen verschiedene Reben, die Jesus feinen

Jüngern theils noch vor uns bei Tische, theils anf dem Wege nad Gethsemane und am Delberge gehalten hat, um sie zu wara neu, farken, trösten; hier um des Ganzen willen vereiniget.

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