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297. Jefus tróftet seine Jünger über seinen Singang und ihre

Zukunft. (Matth. 26, 30. Mart. 14, 26. Luf. 22, 38 Joh. Kap. 14.)

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke nicht! Glauber ihr an Gott: so glaubet ihr auch an mich. In meines Baters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht fo wäre: wollte ich so zu euch sagen: Ich gehe hin, euch die Bråtte zu bereiten; und will doch wieder kommen, und euch zu mir nehmen, auf daß för reyd, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr; und den Weg wisset ihr auch Spricht zu ihm Thomas : Herr, wir wissen nicht, wo du hingebeft; und wie tönnen wir den Weg wissen? Jefus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrbeit und das Leben! Niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich (ganz ridtig) kenntet: ro kenntet ihr auch meis nen Vater Und von nun an kennet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht zu ibm Philippus : Herr, zeige und den Vater: so genüget uns! Jesus spricht zu ihm: Go lange bin id, bei eud, und du Fennest mid) nicht ? Philippus, wer mich fiebet, der fiehet den Vater! Wie spricht du denn: Zeige uns den Vater! Die Worte, die ich zu euch rede, die rede id) nicht von mir relbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige thut ofe Werke. Glaus bet mir, daß ich im Vater bin, und der Vater.in mir ist; wo nicht: Po glaubet mir doch um der Werke willen. Wahrlich! ich sage 'euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch thun, die ich thue, und wird großere, denn diese , thun; denn id gebe zum Vater, Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohne. Liebet ihr mich: so haltet meine Gebote. Und ich will den Vater bitten , und er soll euch einen andern Tröster (Lehrer) geben, daß er bei euch bleibe ewiglich. Ich will euch nicht Waisen tallen; ich komme (wieder) zu euth. Es ist noch um ein Kleines : so wird mich die Welt nicht mehr sehen; ihr aber sollt mich sehen; denn ich lebe, und ihr sollt auch leben! Wer meine Gebote hat, und hält sie, der ift es, der mich liebet. Wer mich aber lieber, der wird von meinem Vater geliebet werden, und ich werde ihn lieben, und mich ihm offens baren (wieder sichtbar zeigen). Spricht zu ihm Judas (nicht der Scharloth): Herr, was ist es, daß du (nur) uns dich wiaft offenbaren, und nicht der Welt (ganzen Nation)? Jesus antwortete : Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, und mein Vatet wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommeti,

und Wohnung bei ihm machen. Solches habe ich zu euch gerebet, well ich bei euch gewesen bin; aber deč Tröster, der heilige Geift, welchen mein Vater fenden wird in meinem Namen (ftatt mei. ner), derselbige wird es euch alles lebren, und euch erinnern alles deß, das ich euch gesagt habe. Der Frieden (ote wahre Glücks seligkeit) lasse ich euch ; meinen Frieden gebe ich euch! Nicht gebe id; euch (irdisches Glúc), wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht, und fürchte ich nicht! Håttet ihr mich (teb : lo würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist größer, denn ich. Ich werde hinsort nicht 'mehr viel mit euch reden, denn es kommt der Fürst dieser Welt (oie Madt des Bösen), und hat (aber) nichts an mir (mir an). Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Water liebe, und ich also thue, wie mir der Vater geboten hat, (o) stehet auf, und lasset uns von hinnen (unserm Schicksale entgegen) gehen! - Und da sie den Lobgefang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Delberg.

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298. gefuß ermahnt seine Jünger zur Beharrlichkeit in Glaus

be, Liebe und Gebulo. (Joh. 15,1---25.) Ich bin ein rechter Weinstock, und mein Vater ist ein Weins gårtner. Einen jeglichen Reben an mir, der nicht Frucht bringet, wird er megnehmen, und einen jeglichen, der oa Frucht bringet, wird er reinigen (beldyneiden), daß er mehr Frucht bringe. Jhr fend jetzt rein um des Wortes wilen Courch in eine Belehe rung), das ich jll euch geredet habe. Bleibet in mir, und ich ist euch (Bleibt mir trell, wie ich euch)! Gleichwie der Rebe kann keine Frucht bringen von fidy selber, er bleibe denn am Wein. ftocke , also auch ihr nicht, ihr blelset denn an mir. Jd bin der Weinstock, ihr seyo die Neben! Wer in mir bleibet, und ich in ihm, der bringet viele Frucht; denn ohne mich könnt ifir nichts thun. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfer, wie ein Rebe, der verdorret ift, die man sammelt; und wirft sie in das Feuer. So før in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr woliet, und es wird euch widerfahren. Darinnen wird mein Vater geehret, daß fhr viele Frucht bringet, und werdet (euco ftets neiget als) meine (wú roigen) Jun. ger. Gleichwie mich mein Vater lievet, also liebe ich euch audy. Bleiber in meiner Liebe!. So ihr meine Gebote baltet: so bleibet

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thr in meiner Liebe'; gleich wie ich meldes Vaters Gebote halte, und bleibe ir reiner Liebe, Colches rede ich zu euch, auf daß meine Freude in euch bleibe, und eure Freude vollkommen werde. Das cift mein Gebot: daß ihr euch unter einander liebet, gleich wie ich euch liebe. Niemand hat. größere Liebe, denn die, daß er sein Leben låsset für seine Freunde. Jhr feyd meine Freunde, so ihr thut, was ich euch gebiete. Io lage hinfort nicht, daß ihr Knechte (bloße Diener) reyd ; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr thut. Euch aber habe ich gesaget, daß ihr Freunde reyd; denn alles, was ich habe von meinem Bater geboret, babe ich euch kund gethan. Shr habt mich nicht erwahlet, sondern ich habe euch etwahlet und gelebt, daß ihr (als Lehrer nun) hingebet, und Frucht bringet, und eure Frucht (geregner) bleibe; auf daß, lo ihr den Water bittet in meinem Namen (für meine Sache), daß er es eud, gebe. Das gebiete ich euch (aber), daß ihr euch unter. einander liebet. So euch die Welt (die große Menge) bafset: so wisset, daß fie inich vor euch gehasset hat. Wåret ihr von der Welt (jenen gleich gesinnt): so hätte die Welt (euch als) das Jbre lieb; dieweil ihr aber nicht von der Welt reyd, sondern ich habe euch von der Welt erwählet, darum hafset euch die Welt. Der nedit ift nid)t großer besser), denn sein ere. Haben sie mich verfolgete, sie werden euch auch verfolgen; baben fie mein Wort gehalten (meinen deußerungen aufgelauert): lo werden sie (a uf) eures auch halten. Aber das alles werden sie euch thun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich (inde) nicht gekommen wåre, und hätte es ihnen gesagt: so hatten sie keine Sünde; nun aber können sie nichts vorwenden, före Sünde zu entschuldigen. Wer mich basset, der baffet aud meinen Vater. Båtte ich nicht die Werke gethan unter ihnen, die kein anderer sethan hat: so hätten sie keine Sündë; nun aber haben sie es gesehen, und hassen doch beide, mich und meinen Vater, daß erfüllet werde der Spruch, in ihrem Gelege geschrieben: Sie hassen mich ohne Ursache. (P1.35.19.). 299. Yesus verheißt seinen Jüngern einen höhern gåttliden

Beistand nach seinem Singange zum Vater, und beruhigt fie wegen

der ihnen bevorstehenden Søidale. (Joh. 151 26.27. Sap. 16.)

Wenn aber der Tröster (jener böhere Beistand) kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der

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Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird Jeugen von mir (als dem wahren Merlias). Und ihr werdet auch zeugen ; denn ihr reyd von Anfang bei mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet , daß ihr euch nicht årgert (Anstoß nehmt und untreu werder). Sie werden euch in den Bann thun (von aller Kirchengemeinschaft ausschließen, ja es fommt die Zeit, daß, wer euch todet, wird meinen, er thue Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum thun, daß fie weder meinen Vater noch mich erkennen. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesaget; denn ich war bei euch. Nun aber gebe id) hin zu dem, der mich gesandt hat, und weil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz vod Trauern geworden; aber ich fage euch die Wahrheit. Es ist euch gut, daß ich bingehe; denn fo ich nicht hingehe: To kommt der Tröster nicht zu euch: To ich aber hingehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen um die (überführen von der) Günde, und um die Gerechtigkeit, und um das Gericht; um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit von meiner gerechten Sache, dadu'rd), das ich zum Vater gehe; um das (Strafo) Gericht, daß der Fürst dieser Welt der måch. tige Feind des Guten) gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnet es jeßt nicht tragen (faffen). Wenn aber jener, der Gelst der Wahrheit kommen wird, der wird euch in ade Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selber reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünfs tig ist, wird er euch verkündigen. Derselbige wird mich verklåren (nach meiner ganzen Würde verherrlichen); denn von dem Meinen wird er es nehmen, und ench verfündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen, und euch (also eine und dies felbe göttliche Wahrheit) perfundigen. Ueber ein Kleines (in Rurjem), so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich sehen; denn ich gebe zum Vater. Da sprachen fie: Was ist das, daß er faget: Ueber ein kleines ? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach: Davon fraget ihr unter einander, daß ich gesagt habe: Ueber ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, fo werdet ihr mich sehen. Wahrs tich! ich fage euch: Jhr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig reyn; doch eure

Traurig felt roll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebleret, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde ist gekommen; wenn sie aber das Kind geboren hat, denket sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit; aber ich will euch wieder, Tehen, und euer Herz foll fich freuen, und eure Freude fou Niemand von euch nehmen; und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts (mehr) fragen. Denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum, daß ihr mich lebet, und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und gekommen in die Welt; wiederum berlaffe ich die Welt, und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Jünger: Biehe, nun redest du frei heraus, und nun wissen wir, daß du alle Dinge weißť, und darum glauben wir, daß dü von Gott ausgegangen bist. Jesus antwortete: Jekt glaubet ihr (zwar, a bér) és-kommt die Stunde, und ist schon (nahe) gekommen, daß ihr zerftreuet werdet, ein jeglicher in das Seine Ceine Heimath), und mich allein laffet; aber ich bin (darum doch) nicht allein; denn der Vater ist bei mir. Solches babe ich mit euch, geredet, daß ihr in mir Frieden (Ruhe und Gluco religkeit) habet. In der Welt habt ihr Angst (noch mander. le i Trúbral zu erwarten); aber reyd getrost! Ich habe (ja auch) die Welt (mit ihren Leiden) überwunden.

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300, Jesus betet noch einmal für seine Jünger und alle seine

fünftigen Bekenner. (Joh. Kap. 17.) Sesus hob (hier auf seine Augen auf gen Himmel, und sprac: Bater, die Stunde ist hier, daß du deinen Sohn verklårest, auf daß dich dein Sohn auch verklåre , wie du ihm (denn) Macht hast gegeben über alles Fleisch (oie ganze Menschheit), auf daß er das ewige Leben gebé allen, die du ihm (}u Bekennern) gegeben hast! Das ist aber das ewige Leben, daß fie dich, daß du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Chriftus, ere kennen.' Ich habe dich verflåret auf Erden, und vollendet das Werk, das du mir gegeben hast, das ich thun sollte. Und nun vera Flåre mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit (Herrlich feit), die ich bei dir hatte, ehe die Welt war! Ich habe deinen Namen geoffenbaret den Menschen, die du mir gegeben hast, und Fie haben dein Wort angenommen, und erkannt wahrhaftig, daß du mich gesandt haft. So bitte nicht für die (übrige jubifche)

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