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Welt, sondern für die, die du mir gegeben haft ; denn sie sind dein, und ich bin in ihnen verklåret (werde durch sie vers berrlichet werden). Ich bin nicht ange) mehr in der Welt; fie aber sind (nod lange) in der Welt. - Heiliger Vater, erhalte fie in deinem Namen (Betenntniffe), daß Rie eins reyen, gleich wie wir! Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen, und ist keiner von ihnen verloren, ohne das vers lorne Kind (Judas), daß die Schrift erfůdlet můrde. Jd, babe Ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hafset fie; denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch id) nicht von der Welt bini so bitte nidt, daß du sie (zugleich mit mir) von der Welt nebmest, sondern daß du fie bewahrest vor dem Uebel. Heilige fie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist die Wahrheit! Ich bitte aber nicht allein für fie, sondern auch für die, lo durch ihr Wort an mid, glauben werden, auf daß fie alle eins feyen, gleich wie du, Water, in mir, und id) in oir. Vater, ich wil, daß, wo ich bin, auch die bei már renen, die du mir gegeben hat, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben Vast!

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301. Jesus feiert mit seinen Jüngern das Paffahmahl oder

Diterlanm, und legt dabei das Abendmaglein. (Matth. 26, 17-19. 26-28. Mark, 14, 18-16. 29-24. Luf, 22, 7-20.)

Am erften Tage der süßen Brode, auf welchen man mußte opfern das Osterlamm, traten die Jünger zu Jesus, und sprachen: Wo willst du, daß wir dir bereiten das Osterlamm zu essen? Und er sandte Petrus und Johannes, und spracy: Gebet hin in die Stadt; und wenn ihr hineinkommt, wird eud ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach in das Haus, da er hineingehet, und saget zu dem Hauswirth: Der Meister läßt Ofe fagen: Meine Zeit ist herbeikommen; id) wil bei dir Ostern halten. Und er wird euch einen großen Saal zeigen,' der gepflastert und bereitet ist; daselbst richtet für uns zu. Sie gingen hin, und fanden, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiten ten das Osterlamın. Und am Abend kam er mit den Zwölfen, und regte sich zu Tische mit ihnen, und sprach : Mich hàt herzlich verlanget, olefes Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide; denn ich sage euch, daß ich es nicht mehr effen werde, bis daß es Calles) erfüllet (vollendet) werde im Reiche Gottes. Ich werde Cauch) nicht trinken von dem Gewächse des Weinstocks, bis das

Retch Gottes fomme, an dem Tage, da ich neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reiche.' Und indem sie noch aßen, nahm Sesus das Brod, dankete, und brachs und gabs feinen Jüngern, und sprach: Nehmet, effet, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das thut zu meinem Gedächtnisse! Deffelbigen gleichen nahm er auch den Reich nach dem Abendmahle, bankete und gab ihnen den, und sprach : Trinket alle daraus! Dieser Relch ist das neue Teftament in meinem Blut, das får euch und får viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches thut, ro oft ihrs trina ket, zu meinem Gebådtnisse! Und fie tranken alle daraus,

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302. Jefus pricht von Judas verrath und Petrus Perleuge

nung, und warnt die Jünger vor Abfall bei den naben gefahrvollen Ereigniffen. (Matth. 26, 21-25. 31-35. Mark. 14, 18-21. 27–31. Luf. 22, 31-23. 24–38.)

Jesus ward (num) betrübt im Selfte, und zeugete (ragte deutlich): Wahrlich! Ich sage euch : Ciner unter euch, der (noch) mit mir iffet , wird mich verrathen. Und fie wurden traurig, fahen sich unter einander an, und es ward ihnen bange, von wels chem er redete, und fagten zu ihm einer nach dem andern: Herr, bin tch? Er antwortete: Einer aus den Zwölfen, die mit mir in die Schüssel tauchen, der wird mich verrathen! Es war aber einer unter feinen Jüngern, der zu Tifche faß an der Brust (u. - nå chst bei) Jesus, welchen Jesus (vorzüglich) lieb hatte; dem winste Petrus, daß er forschen sollte, wer es wäre, von dem et (oies) fagte. Derselbige sprach : Here, wer ift es?' Jesus ant. wortete (leife): Der ist es, dem ich den Biffen eintauche und gebe. Und er tauchte den Bissen ein, und gab ihn dem Judas Scharioth. Und nach dem Biffen fuhr der Satan in thn (ers wachte wieder der teuflische Gedanke des Verraths). Jesus sprach : Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrieben stehet; wehe aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verrathen wird ! Es wäre demselben Mens schen besser, daß er nicht geboren tåre. Da antwortete Judas, der ihn verrieth : Bin ichs, Rabbi? Er sprach zu ihm : Du sagst es! Was du thuft (vorhaft), das thue bald! Daffelbige aber wußte Niemand über dem Tische, wozu 'er es ihm sagte. Etliche meinten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jefus språche zu ihm: Kaufe, was uns noth ist auf das Fest, oder daß es den Armen

etwas gåbe. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er
alsbald hinaus; und es war (fchon) Nacht. Da er aber hinaus
gegangen war, spricht Jesus: Nun ist (wiro) des Menschen
Sohn (balo) verklåret (verherrlichet), und Gott verklåret
in ihm! Sit (aber) Gett verklåret in ihm (ourd ibn) : fo wird
ihn Gott auch verklåren in ihm (bei fid) selbst. - Es erhub
sich aber ein Zane unter ihnen, welcher unter ihnen sollte für den
Großten gebalten werden. Er aber sprach: Die weltlidhen Könige
herrschen, und die Gewaltigen heiße man gnådige Herren. Ihr
aber nicht, also ; sondern der Größte unter euch soll seyn wie der
Júngste, und der Vornehmste wie ein Diener. Denn welcher ist
der Größte? Der zu Tische siget;'oder der da dienet? Jsts nicht
also, der zu Tische riget? Ich aber bin unter euch, wie ein Dies
ner. Ihr aber reyd es, die ihr beharret habe bei mir in meinen
Anfechtungen; und ich will euch das Reich bescheiden, wie mirs
mein Vater beschieben hat, daß ihr elien und trinken sollet über
meinem Tische in meinem Reiche, und siken auf Stühlen, und
richten die zwölf Geschlechter Israels. - Jesus sprach weiter :
Lieben Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch! Ihr
werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wo ich hins
gebe, da fönnet ihr nicht binkommen, so sage ich euch nun.
neues Gebot (aber) gebe ich euch, daß ihr euch unter einander
liebet, wie ich euch geliebet habe. Dabei (daran) wird Jedera
mann erkennen, daß ihr meine Jünger reyo, so ihr Liebe unter
einander habet. Spricht Petrus : Herr, wo gehest du hin? Jesus
antwortete : Da ich hingehe, kannst du mir (få r) diesmal nicht
folgen; aber du wirst mir hernachmals (a uch our dy den Tod)
folgen. Petrus spricht: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht
folgen? Ich will (rogar) mein Leben für did, lassen! Jesus
antwortete : Solltest du dein Leben für mich lassen? Wahrlich!
ich sage dir: Der Hahn wird nicht fråhen (Der fünftige Mor.
gen wird nod nicht angebrochen reyn), bis du mich
dreimal habeft verleugnet, Simon, Simon, der Satanas bat
eurer begehret, daß er euch möchte sichten, wie den Weizen! (Du
gebeft in deinem zu großen Selbstvertrauen einer
schweren Versuchung entgegen!) Ich aber habe für dich
gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du dermaleinst
dich befehrest: so starke (dann auch deine Brüder! Er sprad):
Herr, ich bin bereit, mit dir in das Gefängniß und in den Tod
zu gehen! Er aber sprach : Petrus, ich sage dir, der Hahn wird

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heute (fråh) nicht fråhen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, daß du mich kenneft! Und er sprach zu ihnen: So oft id euch (aud) gefandt habe ohne Beutel, ohne Tasche und ohne Schube, habt ihr auch je (orů cenden) Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie! Da sprach er: Aber nun, wer einen Beutet hat, der nehme ihn, desselbigen gleichen auch die Tasche ; wer aber nicht hat, vers kaufe sein Kleid, und kaufe ein Schwert! Denn ich sage euch: Es muß noch das auch vollendet werden an mir, das geschrieben ftehet: Er ist unter die Ulebelthäter gerechnet (Jes 53, 12.); denn was von mir geschrieben ist, das hat ein Ende wird nun pollo ends bald in Erfüllung geben). Sie sprachen: Herr, fiebe, bier sind zwei Schwerter! Er aber sprach : Es ist genug (Nun genug davon)! - Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, ging Jesus hinaus nach seiner Gewohnheit über den Bach Kidron an den Delberg, und seine Jünger folgten ihm. Da sprach er zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle an mir årgern (Anstoß nehmen). Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Heerde werden sich zerstreuen, Wenn ich aber auferstehe, wil ich vor euch hingeben in Galilea. Petrus aber antwortete: Wenn fie auch alle sich an dir ärgern: fo will ich doch mich nimmermehr årgern! Jesus (prac : Wahrlich! id fage dir, heute in dieser Nacht, ebe der Bahn zweimal Eråbet, wirst du mich dreimal verleugnen! Petrus aber sprach noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte : so will ich dich doch nicht verleugnen! Desselbigen gleichen sagten auch alle Sänger.

303. gefug betet am Delberge. (Matth. 26, 36-46. Mark.

14,39-42, Luf. 22,39-46. Job.18, 2.) Jesus kam (mit reinën Jüngern) zu einem (Meiero) Hofe, der hieß Gethsemaneh; da war ein Garten, und darein ging Jesus mit seinen Jüngern. (Judas aber, der ihn verrieth, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Süngern. Und als er dahin kam, sprach er zu seinen Jüngern: Sebet euch hier, bis daß ich dort hingebe und bete! Und er nahm zu fich Petrus und Jakobus und Johannes, und fing an zu trauern und zu zittern und zu zagen, und sprach: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod! Bleibet-hler, und wacher mit mir, und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung (Versuchung) fallet! Und er rls (entfernte) fich von ihnen bei einem Steinwurf, und

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Infeete nieber, flel auf sein Angesicht auf dle Erbe, unb betete, daß To es möglich wäre, diese tunde vorüberginge, und spracy: Mein Bater', ist es möglich (und es ist dir alles möglich): lo úberbebe mich dieses (Leidens) Keldhs! Doch nicht, wie ich will, fondern wie du wilft! Und er kam zu seinen Jüngern, und fand fie fchla. fend, und sprach zu Petrus: Simon, foldfest du? Könnt ihr nicht eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist wilig; aber das Fleisch ift fchwach! Und er ging zum andern male hin, und betete, und fprade: Mein Vater, ifts nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe : so geschehe dein Wide! Und er kam, und fand fie abermal Ichlafend, und ihre Augen waren von Schlafs, und fle wußten nicht, was fie ihm antwortecen. Und er ließ sie, und ging aber, mal hin, und betete zum dritten male, und sprach : Vater, wilft du ; fo nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein Wille, sons dern dein Wile geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, und stårfete ihn. Und es kam (so weit), daß er (fast) mit dem Tode rang, und er betete heftiger. Es war aber sein

chweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. Und er stand auf vom Gebete, und kam zu seinen Jüngern, und fand fie fchlafend vor Traurigkeit, und sprach zu ihnen : Uch, wollt ihr nun sdhlafen und ruhen? Was fchlafet ihr? Es ist genug! Sebet, die Grunde ist gekommen, und des Menschensohn wird überant, wortet werden in der Sünder Hånde! Srehet auf, und lasset uns gehen! Stebe, der mich verraty, ist nahe! Betet, das ihr, nicht in Anfechtung fallet!

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304. Jesus wird gefangen genommen. Benehmen seiner

Jünger dabei. (Matth. 26, 47–58. Marf, 14, 43-54. ouf, 92,47–55. 38. 18,3-18)

U18 Jesus noch so redete, kam Judas, der Zwölfen einer, und mit ihm eine große Schaar, die er zu fich genommen hatte, nebst Dienern der Hohenpriester und Schriftgelehrten, mit Fackeln und Lampen und Schwertern und Stangen. Sesus, der alles mußte, was ihm begegnen follte, ging hinaus, und sprach zu ihnen: Wen fuchët ihr? Sie antworteten: Jesus von Nazareth. Jesus sprach: Ich bins! Judas aber, der ihn verrieth, stand auch bei ihnen.' 216 nun Jesus zu Ihnen fprach: Ich bins ! widen fie zurück, und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal : Ben

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