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Gedanken And Mühe (auf unheil gerichtet), ihr Weg ift els tel Verderben und Schaden. Sie kennen den Weg des Friedens (Heils) nicht, und ist kein Recht in ihren Gången (Handlun. gen). Darum ist das Recht ferne von uns, und wir erlangen die Gerechtigkeit (Tugend) nicht. Wir harren auf das Licht, siehe, so wird es finster; auf den Schein, ftebe, so wandeln wir im Dunkeln. Wir tappen nach der Wand, wie die Blinden, wir stoßen uns im Mittage, als in der Dåmmerung; wir sind im Düstern, wie die Todten; wir barren auf Heil: so ist es ferne von uns; denn unserer Itebertretung vor dir ift zu viel, und wir fühlen unsere Sünden. Solches siehet der Herr, und es gefåūt ihm übel; darum bilft er ihm felbft mit seinen Arme (reiner Macht); denn er zieht Gerechtigkeit an, wie einen Panzer, Feket einen Helm des Heils auf sein Haupt, und zieht sich an zur Rache (Strafe), und kleidet sich mit Eifer, als der seinen Wider. fachern bergelten will, daß der Name des Herrn gefürchtet werde vom Niedergange, und seine Herrlichkeit vom Aufgange der Sonne. Doch wird ein Erlöser kommen denen, die sich befehren von den Sünden; und ich mache solchen Bund mit ihnen, spricht der Derr: Mein Geist, der bei dir ist, und meine Worte, die ide in Deinen Mund gelegt habe, rollen von deinem Munde nicht weis chen, noch von dem Munde deines Samens und Kindeskinds, von nun an bis in Ewigkeit.

74. Trost im Gefühl der Schuld. (Klagl. Jer. 3.) Die Güte des Herrn ists, daß wir nicht gar aus sind! Seine Barmherzigkelt hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß. Der Herr ist mein Theil (Hels fer)! spricht meine Seele, darum wil ich auf ihn hoffen, Denn der Herr ist freundlich dem, der auf ihn barret (vertrauet), und der Seele, die nach ihm fragt. Es ist ein köstliches Ding, gedule dig seyn, und auf die Hülfe des Herrn hoffen. Es ist ein fóstliches Ding einem Manne, daß er das Joch (der Prüfung) in seiner Jugend trage; daß er (auch a 18) ein Verlassener geduldig sey, wenn ihn etwas (Widriges in spåtern Jahren) úberfålt. Denn der Herr verstößt nicht ewiglich, fondern er betrübt wohl, und ers bar met sich auch wieder nach seiner großen Güte'; denn er nicht von Herzen (nicht gern die Menschen betrůbet. Wie murren denn die Leute im Leben also ? Ein jeder murre über seine Süns de! lind lasset urs (ero) forschen und (unters) suchen unser Wes

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fen (Sinn und Wandel), und uns zum Herrn bekehren! Laft uns unser Herz sammt den Händen aufheben zu Gott im Himmel!

75. Růdkehr zu Gott. (Hof. 6. 7. 10. 12. 14. Joel 2.)

Kommt, wir wollen wieder zum Herrn (zur ů okehren); denn er hat uns (3w a r) zerrissen (verwundet, aber) er wird uns auch beilen; er hat uns geschlagen, (aber) er wird uns auch verbinden! Dann werden wir Acht darauf haben, und fleißig seyn, daß wir den Herrn (beffer) erkennen; denn er wird hervor. brechen wie die schöne Morgenrothe, und wird zu uns kommen wie ein Regen, der das Land feuchtet. Wie wiú ich dir so wohlthun! (spricht Gott selbst). Denn die Gnade, fo ich euch erzeigen will, wird seyn wie eine Thauwolke des Morgens; denn ich habe Luft an der Liebe und an Erkenntniß Gottes. Aber sie übertreten den Bund, wie Udam, und darinnen veraciten sie mich. Wenn ich beilen will, findet sich erst die Sünde. Ich sehe ihr Besen wohl, das sie allenthalben treiben; aber indem sie hin und her laufen, will ich mein Nes über sie werfen und es auflie) herunterrücken, wie (ůber) die Bogel unter dem Hims mel; ich wil sie strafen, wie man prediget in ihrer Versammlung. Mehe ihnen, daß sie von mir weichen! So wollte site wohl erlos ren; aber sie bekehren sich nicht recht. Darum råct euch Gerecha tigkeit (Tugend), und, ernter Liebe; und pflüget anders, well es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis daß er komme und regne über euch Geredrigkeit (Wohlthat)! So befebre dich nun, halte Barmherzigkeit und Recht, und hoffe stets auf deinen Gott! Befehret euch zum Herrn, und fprecht: Vergib uns alle Sånde, und 'thue uns wohl! Wer ist (aber) weise, der dies verstehe, und klug, der dies merke? Denn die Wege des Herrn find riche tig, und die Gerechten roandeln darinnen; aber die Uebertreter fallen. So spricht nun der Herr: Bekehrt euch zu mir von gans zem Herzen; zerreißt eure Herzen, und nicht eure Kleider, und kehrt euch zu dem Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig, barms berzig, geduldig, und von großer Güte, und reuet ihn bald der Strafe (er lå ßt die Strafe dann bald wieder aufhören).

V. Tróftungen in Leiden und Trůbfal.

76. Nuf nach Hülfe in großer Noth. (P1.22.) Mein Gott, mein Gott: warum hast du mich verlassen! Ich

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heule (wehflage); aber meine Hülfe eft ferne! Mela Gott, des Tages rufe ich, und des Nachts schweige ich auch nicht; aber du bist (Dennoch) beilig (ebrwů roig). lInsere Våter (soon) bofften auf dich, und da fie bcffren, balfest du ihnen aus. Du bast (auch mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warst meine Zuversicht, da ich noch an meiner Mutter Brüsten war. Sen nicht ferne von mir; 'denn Angst ist nahe, und es ist hier Cronft) kein Helfer! So bin ausgeschüttet wie Wasser. (Es ift 'aus mit mir); mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs (all mein Muth ist dabin)! Aber du, Herr, sey nicht ferne; meine Stärke, elle, mir zu helfen! Ich will coafür) deinen Namen predigen (růh mend' ver kündigen) meinen Brüdern; ich will did in der Gemeine rühmen, (laut will ich rufen): Rubmet den Herrn, die ihr ihn fürchtet; denn er bat nicht verachtet noch berschmåbet das Elend des Armen, und sein Antlik vor ihm nicht verborgen; und da er zu ihm scrie, hörete

er! Dich will id preisen in der großen Semeine; id wid meine : Gelübde bezahlen vor denen, die sich fürchten. Es werde gedacht

aller Welt Ende, daß sie sich zum Herrn bekehren, und vor ihm anbeten alle Geschlechter !

77. Beruhigung in Gottes Borsehung. (Pl. 23.)

Der Herr ist mein Hirte ; mir wird nichts mangeln! Er wei. det mich auf einer grünen Yue, und führet mich zum frischen Wass fer. Er erquidet meine Seele; er führet mich auf rechter Straße. Und ob ich schon wanderte im finstern Thal (von Gefahr und Noth umgeben bin), fürchte ich doch kein Unglück; denn du bist bei mir; dein Stecken und Stab (må chtiger Schut) tróften mid. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feins de; du salbest mein Haupt mit Del, und schenkeft mit voll ein. (Du erzeigeft mir viel Gutes). (a) Gutes und Barms berzigkeit werden mir folgen mein Lebenlang.

78. Gott der beste Schuß. (Pl. 27.) Der Herr ist mein Lidt (Führer) und mein Heil (Helfer)! Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft (Beschůber)! Vor wem sollte mie grauen? Darum, so die Bören, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, můs. sen sie anlaufen und fallen. Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe ; fey mir gnädig, und erbóre mich! Mein Herz hålt dir vor

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dein Wort': Jhr rollt mein Untlik suchen (Zuflucht zu mir nehmen)! Darum suche ich auch, Herr, Dein Antlik. Ber. birg dein Anille nicht vor mir, und verstoße nicht deinen Knecht; denn du bist meine Hülfe! Laß mich nicht, und thue nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Hell! Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich (1 061); aber der Herr nimmt mich auf. Herr, weise mir (nur) Deinen Weg, und leite mich auf richtiger Bahn! Ich glaube (Dann), daß hoch reben tolerde das Gute (mich freuen werde der Güte) des Herrn (noch) im Lande der Lebendigen. (Darum, o Herz.) rey getrost und un. verzagt, und barre des Serrn! 79. Şebet um Rettung von gottvergeßnen Feinden. (P1.28.)

Wenn ich rufe zu dir, Kerr, mein Kort: ro schweige mir nicht! Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schrele, wenn ich meine Hånde aufhebe zu dir! Seuch mich nicht hin (jur Strafe) unter den Gottlosen und unter den Uebelthåtern, die freundlich reden mit ihrem Nächsten, und haben Böses im Hetzen! Gib ihnen nach ihrer Shat und nach ihrem bösen Wesen; vergilt Ihnen, was sie perdienet haben! Denn sie wollen nicht achten auf das Thun des Herrn, noch auf die Werke seiner Sånde; darumi wird er sie zerbrechen (vertilgen), und nicht bauen. Gelobet rey der Herr; denn er hat erhöret die Stimme meines Flebens! Der Herr ist meine Stårke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz ist fröhlich, und ich wid ihm danken mit meinem Liede. Hilf deinem Volke, und regne dein Erbe, und weide sie, und erhöhe fie ewiglich!

80. Soffnung auf Gottes Sduk. (Ps. 31.) Herr, auf dich traue ich! Laß mich nimmermehr zu Schanden moerden; errette mich durch deine Gerechtigkeit ! Neige deine Oh. ren zu mir, eilend hilf mir! Denn du bist mein Fels und meine Burg; und um deines Namens willen wolleft du mich leiten und führen. In deine Hände (du) befehle ich meinen Geist (les ben); du hast mich (chon so gut als) erlóset, Herr, du treuer Gott! Ich freue mich (schon in voraus), und bin fröhlich über deine Güte, daß du mein Elend ansiehest, und erkennest (trófte ft) meine Seele in der Notb. Es gehet mir (jest zwar) ůbel; ich aber, Herr; hoffe (Dod) auf didy, und fpreche: Du bist mein Gott! Laß leuchten deia Antlik über deiner Knecht

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(Blide buldvoll auf deinen Verehrer herab); hilf mit durch deine Gåte! Wie groß ist deine Güte, die du erzeigest der nen, die auf dich trauen (Darum) liebet den Herrn, alle seine Heiligen (Verehrer)! Seyd getroft und unverzagt alle, die ihr des Herrn harret! 81. Wider die Undanfbaren und Berleumder. (P. 35.)

Herr, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bes ftreiter! Ergreife Schild und Baffen, und mache dich auf, mit zu helfen; důke mich wider meine Verfolger; sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hülfe! Es müssen sich schämen, zurücke fehren und zu Schanden werden, die mir übel wollen; denn fie haben mir ohne Ursache gestellet ihre Nebe, (mid) zu verderben. Über meine Seele müsse fich freuen des Herrn, und fröhlich seyn auf seine Hülfe. Es treten frepele Zeugen auf, die zeiben (bes schuldigen) mich, deß ich nicht schuldig bin. Sie thun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zu bringen. Ich aber, wenn sie krank waren: that (es) mir wehe (trauerte ich), und betete von Hers jen; ich (vers) hielt mich, als wäre es mein Freund und Bru. der; und ging traurig, wie einer, der Leid trågt über seine Muts ter. Sie aber freuen sich über meinen Schaden, und rotten sich (wider' mich zusammen). Herr, wie lange wilst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Getümmel; denn sie trachten, Schaden zu thun, und suchen falsche Sachen wider die Stillen (Friedliebenden) im Lande Herr, du siehest es; fchweige nicht; Herr, fey nicht ferne von mir! Herr, mein Gott, ridhte mich nach deiner Gerechtigkeit, daß sie sich über mich nicht freuen! Rühmen und freuen müssen sich aber), die mir gönnen, daß ich Recht behalte, und immer sagen: Der Herr múffe hochgelobet seyn, der seinem Knechte (Verehrer) wohl wil ! Und (auch) meine Zunge fod reden von deiner Gerechtigkeit, und dich tåglich preifen. 82. Des Frommen Crost in großer Noth. (Pf. 42. u. 43.)

Wie der Hirsch schreiet (ich machtet) nach frischem Wasser, To ohreiet meine Seele, Gott, zu dir ! Meine Seele dürstet (verlanget) nach Gott, nach dem lebendigen (na bren) Gott. Dann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? Meine Chránen find meine Syeise Tag und Nacht, weil man tågs lich zu mir saget: Wolft nun dein Gott? Wenn i denn de ist

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